Ein kurzer Bericht, was passieren kann, wenn man unbedingt Kitten haben möchte und mehr oder weniger unbedarft produziert.
Vor Jahren, als es noch fälschlicherweise hieß, es sei für ein Katze gut, einmal zu werfen, ließen wir unsere Perserkatze Cora decken.
Sie hatte eine Frühgeburt mit drei Jungen in völlig unterschiedlichen Entwicklungsstadien, zwei waren noch fast Embryos, das Dritte war Moritz, er wog 45 gr, normal sind bei Persern ca. 100gr.
Cora hatte eine Milchdrüsenentzündung, Sie konnte Moritz nicht stillen. Zum Glück war ich gerade krankgeschrieben und mein Mann schrieb zuhause an seiner Promotion, so fütterten wir Moritz vier Wochen lang Tag und Nacht alle 90 Minuten! Nach und nach klang die Entzündung ab und Moritz trank gelegentlich bei seiner Mutter. Zugefüttert haben wir noch lange.
Moritz war offensichtlich im Mutterleib unterversorgt und rachitisch. Bis er ausgewachsen war, verletzte er sich häufig, Prellungen, Blutergüsse, einmal ein gebrochenes Beinchen. Ganz unabhängig von den Sorgen und dem Mitleiden waren die Tierarztkosten immens hoch.
Ich würde auch, wie geschrieben, Fakten schaffen, was familiären Stress bedeutet, vielleicht aber überzeugt es Deinen Mann, dass eine Katze nicht immer „mal so eben“ wirft, sondern dass ganz viel schiefgehen kann.