Berti ist wieder da. Sein Rachen und seine Luftröhre wurden endoskopisch untersucht. Er hat keinen Fremdkörper im Hals.
Es geht im soweit gut.
Die Diagnose ist aber nicht so toll- Berti hat leider eine Fehlbildung an der Epiglottis (Kehldeckel). Normalerweise ist der dafür da, den Speisebrei an Luftröhre und Nasenrachen vorbei ist die Speiseröhre zu leiten, indem er beim Schluckakt die Luftröhre abdeckt.
Bei Berti ist der Kehldeckel ,,offen" so das der Speisebrei beim Schlucken quasi ungehindert überall hin kann.
Die gute Nachricht ist, dass er bisher wohl noch nie etwas aspiriert hat. Luftröhre war ohne Entzündungszeichen. Ausserdem hat er keinerlei Vorgeschichte, was Husten o.ä angeht (was eigentlich typisch wäre in dem Fall).
Die schlechte Nachricht ist, das der Nasenrachen und der weiche Gaumen chronisch entzündet und bereits stellenweise nekrotisch sind. Das Gewebe ist weiß und nicht mehr einfach nur gerötet, wie bei einer akuten Entzündung.
Die Entzündung muss als schon lange vorliegen und ist inzwischen in einem Stadium, wo sie ihn so stört, dass er versucht ,,etwas loszuwerden" indem er mit der Zunge rumdödelt.
Der
Tierarzt meinte nun, man könnte sowas operieren, er würde es aber eher nicht empfehlen, weil Berti kein Fressen aspiriert und die OP nicht ohne sei..
O-Ton: Wenn 5 Jahre nichts passiert ist muss man ihn nicht unbedingt operieren.
Nun hat er aber ja diese Entzündung, die ja schon länger schwelt. Ich frage mich ob das jetzt alle Nase lang passiert und ich ihm dann ständig Antibiose geben soll?? Das fänd ich jetzt auch nicht wirklich zumutbar.

Im Moment ist er mal wieder auf Kesium...