Jedem Tierbesitzer ist klar, dass der Tag des Abschieds kommen wird, und dennoch fällt es so schwer…
Nach vielen tapferen Kämpfen (einige OP‘s, schwere Herzkrankheit HCM) ist unser Kater nach nun knapp 7 Jahren von uns gegangen. Mit etwas Hoffnung fuhren wir in die Klinik (zum Glück waren wir zu Hause, als es anfing), doch dann die erschütternde Diagnose: Thrombose in den Hinterbeinen – der Albtraum aller HCM-Erkrankten. Warum hatten wir Hoffnung? Weil unser Arzt uns immer wieder mitteilte, diese Aortenthrombose entsteht plötzlich und die Katze schreit sofort vor lauter Schmerz. Genau das war aber nicht der Fall: zuerst gab es gar kein Miauen und die Hinterbeine waren nicht gänzlich gelähmt. Wir dachten an Epilepsie – zumindest war das unser Wunsch, so hart es klingt. Es wurde dann immer schlimmer und in der Klinik gab es keine Zweifel, weshalb ich ihn schweren Herzens erlösen lassen habe. Sicherlich keine einfache Entscheidung, weil die Hoffnung IMMER in einem schlummert. Aber unseren Kater leiden lassen war das letzte was wir wollten.
Und so kam es zum Einschläfern – der schwerste Moment in meinem 33-jährigen Leben. Ein Stück von mir ist in diesen Minuten mit ihm gegangen.
Man kann den Schmerz nicht in Worte fassen und nach exakt 24 Stunden sind wir weiter ratlos, wie wir das verarbeiten sollen. Hinzu kommt sein Bruder, der sehnsüchtig auf ihn wartet.
Zu schaffen macht mir persönlich auch der Gedanke: Hab ich genug getan? Hat er meine Zuneigung gespürt? Weshalb waren häufig andere unnütze Dinge wichtiger, als einfach mal 10 Minuten mit dem Kater zu kuscheln? Diese Gedanken schmerzen extrem…
Er war der liebste Kater, den ihr euch nur vorstellen konntet. Und doch wurde er so geplagt in seinem jungen Leben. Am Ende bleibt die Frage ohne Antwort: Warum nur?
Ruhe in Frieden, Simba. Wir werden dich nie vergessen.