Ich breche gerad immer noch etwas zusammen.
Momo ist gestern Abend gegen kurz nach sieben eingeschlafen. Es ging nicht mehr,die Prognosen waren schlecht.
Dachte erst noch es gebe Möglichkeiten. Man ist ja so ein wenig optimistisch,trotzdem es ihm gestern gar nicht gut ging. Ich rief früh in der Praxis an,nachdem er von uns um halb sechs am Morgen eine Spritze gegen Übelkeit bekam. Er wollte weder Frühstück,noch trinken. Letzteres schon die ganzen letzten Tage nicht mehr. Ich hab ihn immer mit frisch gekochter Hühnerbrühe bespaßt,die hat er noch genommen. Aber nicht selbstständig Wasser.
Man bat mich um viere am Nachmittag bzw. davor anzurufen,dann sei die Ärztin da. Seine hatte leider seit dem Vortag Urlaub,aber die Zahnärztin ist auch mega nett und lieb.
Momo also versucht bis dahin bei Laune zu halten,mit der Angst im Nacken. Gegen frühen Vormittag nahm er endlich was zu futtern. Mir war egal was,hauptsache er bekam was in den Magen. Frisches Hähnchen lauwarm und Kekse. Medikamente konnte ich ihm schon nicht mehr geben,er nahm ja keine Flüssigkeit. Selbst Whiskassauce was er heiß und innig liebte (aber eben selten bekam) nein,die war auch doof.
Er zog sich auch relativ schnell in das Bettchen unter´m Bett zurück und blieb dort.
Einmal am Mittag kam er vor,vermöbelte den Teppich und schmiss sich auf seine Stinkefilzfledermaus,ging pullern,aber verschwand dann wieder schnell unter dem Bett. 5 Sekunden Hoffnung.
Die Ärztin rief gegen kurz vor vier trotz Termindruck zurück. Fand ich meeeega lieb und sie nahm sich Zeit. Die Prognose war düster. Was ich nicht auf dem Schirm hatte und nicht wusste,zwei seiner Leberwerte waren nicht mehr messbar -.- Eine Behandlung generell inzwischen fast unmöglich,da BSD,Nieren UND jetzt die Leber dabei. Da Medikamente zu finden die helfen und nicht schädigen,fast unmöglich. Wir konnten ihm ja schon keine Schmerzmittel mehr geben.
Dazu kommt,das alles ist nichts für ihn. Dieses ganze hin und her,viele Arzttermine usw. Er war durch die vielen Termine der letzten vier/fünf Wochen schon völlig durch.
Im Grunde war es mir vorher schon klar das seine Zeit gekommen war. Ich brauchte für mich einfach nur die medizinische Seite einer erfahrenen Ärztin,die mir da was zu sagen konnte.
Sie meinte,wir können gegen 19 Uhr vorbei kommen,wenn es ruhiger in der Praxis ist bzw. die Termine vorbei,dann müssten wir nicht durch den ganzen Trouble.
Ich saß dann bestimmt 1 1/2 Stunden auf dem Boden neben meinem Bett,wo das Kuschelbettchen drunter steht,hatte meine Hand bei ihm,kraulte ihn sprach mit ihm. Er umklammerte meine Hand und schlief noch eine Runde ein. Merle lag oben auf dem Bett direkt über ihm und schlief mit.
Um halb sieben,pünktlich zu seine Zeit wo er immer ankommt,kam er vor und schaute ob es nicht Kekse zum abstauben gibt. Ich gab ihm noch welche und sagte,als der Blick sehnsüchtig in das Töpfchen wanderte "du bekommst später noch welche"
Dann nahm ich ihn mir,er kuschelte sich in meinen Arm (was er noch nie nie niiiiie gemacht hat ... eigentlich hasste er es auf den Arm zu kommen) ich deckte ihn mit einer Kuscheldecke zu und legte ihn in die Box. Gab ihm noch einen Kuss auf den Kopf und mein Mann fuhr los.
Da ich leider noch keinen vollständigen Impfschutz habe .... naja.
14 Jahre durfte der Plüscher bei uns sein. Nun ist er wieder bei seinem Ziehpapa Sam und hat hoffentlich ganz ganz viele Kekse.
Der rote im Vordergrund ist Sam ... Moms war schon immer fotoscheu und zeigte mir mehr die Kehrseite auf Fotos,als seine Nase
