• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Katze mit Diabetes nur noch ein Knochengerüst

Totti-Amun

Totti-Amun

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Hallo,

ich wollte nochmal weitere Meinungen einholen, nachdem ich glaube, wir sind von unserer Seite am Ende mit unserem Latein.

Meine Freigänger Katze Lili (7.5 Jahre alt) ist uns im letzten Jahr durch Gewichtsabnahme und Fehlverhalten aufgefallen, war immer subtil etwas übergewichtiger als schlank. Fehlverhalten insofern, als dass sie angefangen hat im Haus zu pinkeln. In Ecken, auf die Fußmatte. Das ließ sich nicht mehr austreiben, aber immerhin legen wir jetzt immer eine Unterlage aus, die sie auch benutzt. Katzenklo benutzt sie freiwillig nur, wenn wir dabei sind oder aber sie geht draussen im Garten, aber nur wenn wir
die Tür öffnen. Die Katzenklappe nutzt sie nur zum wieder rein kommen. Zum Glück färbt das nicht auf die anderen Katzen ab, die wir noch haben.
Also Blutbild letzten Sommer und die Diagnose, Diabetes.
Seitdem, etwa 15 Monate später und ich hatte noch die Hoffnung, dass die Katze noch bis Weihnachten 2021 durchkommt:
Sie lebt.
Sie frisst unsagbar viel und braucht das auch, fordert permanent Nachschub und frisst entsprechend hektisch (auch nachts alle 2h), bekommt natürlich nur noch empfohlenes 100% Katzenfutter, verdaut natürlich entsprecht mehr oder weniger sehr viel, trinkt genauso unglaublich viel. Mindestens 4-5 große Dosen am Tag a 400g, mindestens! Wasser trinkt sie ebenso permanent.
Sie bekommt davon eine Dose 185g Aufbaufutter (Kattovit Aufbaukur), wir haben Babymilch versucht, aktuell noch was Butter und Gänseschmalz (Empfehlung von irgendwem).
Es kommt kein Gramm an die Katze, sie wird aber offenbar schwächer. Sie schafft es seit 2 Wochen nicht mehr, auf die Arbeitsplatte der Küche zu springen. Sie wartet dort eigentlich immer darauf, dass ich mein Frühstück mache (wegen ein wenig abfallender Butter).

Sie leidet nicht offensichtlich, ist aufmerksam, läuft durchs Haus auch in die Obergeschosse. Sie hat natürlich eine Kugel als Bauch, aber auch da lässt sie sich kraulen und ist quasi schmerzfrei (meine ich). Das Fell sieht insgesamt sehr ungepflegt aus das schwarz verfärbt sich heller bis rötlich. Sie putzt sich, aber dennoch ist das Fell stumpf und struppig. Wir bürsten sie natürlich täglich und waschen sie sporadisch mit einem nassen Waschlappen. Kot ist ein Riesen Haufen und hellfarbig, den sie alle 2-3h hinterlässt. Was ja auch klar ist...

Hat jemand noch einen Tipp, wie man etwas Gewicht an die Katze bringen könnte oder wie man sie noch unterstützen kann, oder einen anderen Ansatz?
Sie leidet nicht unter Appetitlosigkeit, das Gegenteil ist der Fall.

Grüße und danke schonmal

Totti
 
25.11.2021
#1
A

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Schau mal hier: Katze mit Diabetes nur noch ein Knochengerüst . Dort wird jeder fündig!
bertiundsine

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Hallo,
ach mensch die arme Motte..
Die Schülddrüsenwerte wurden überprüft?
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Kann es sein das sie das Futter nicht richtig verwertet und eventuell Enzyme braucht?
Reconvales oder Recoaktiv fällt mir noch ein…
 
goya

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Ich habe keine große Ahnung von Diabetes, aber wenn die Katze solche Probleme hat, ist sie vielleicht nicht richtig mit Insulin eingestellt.
Holt euch vielleicht noch eine zweite Meinung wie viel Insulin sie braucht. Wenn übergewichtige Katzen abnehmen, kann sich die Diabetes sogar zurück bilden
 
Totti-Amun

Totti-Amun

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Wir spritzen natürlich kein Insulin, das ist nicht machbar. Sie müsste 2x am Tag eine Spritze bekommen, ich kann das nicht, meine Gattin auch nicht und auch niemand in der Nachbarschaft. Eh macht die das 2x mit und ist über alle Berge.
 
wengora

wengora

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@yodetta hat auch einen Kater mit Diabetes. Vielleicht hat sie die ein oder andere Idee für dich.

Mein Bauchgefühl sagt aber auch sofort Schilddrüse

Edit: Na gut, wenn ihr kein Insulin spritzen möchtet, sieht das Ganze anders aus... @yodetta spritzt Insulin oder hat es zumindest getan.
 
goya

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Wahrscheinlich wird nichts anderes der Katze helfen und sie wird weiter abbauen.
Schade😭
 
claudiskatzis

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…. Wenn Diabetes nicht richtig eingestellt ist, wird’s schwierig. Gibt es da eventuell auch Tabletten, die ihr untermogeln könnt?
 
Totti-Amun

Totti-Amun

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Es gibt keine Tabletten für oder gegen Katzen-Diabetes.
Man kann nur selbst spritzen oder die Ernährung umstellen, was wir getan haben.
 
bertiundsine

bertiundsine

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Ich frag nochmal nach, falls es untergegangen ist: Wurde eine Schilddrüsenüberfunktion per Blutuntersuchung ausgeschlossen?
Auf jeden Fall müssen alle Wete jetzt zeitnah gecheckt werden. Zucker, Niere, Schilddrüse.
Bei systemischen Erkrankungen zieht eines das andere nach sich.
Wenn sie trotz Ernährungsanpassung immernoch einen Diabetes hat und ihr sie nicht spritzt, wird sie bald sterben.
 
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Totti-Amun

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Gerade nochmal mit dem TA telefoniert, Blutbild vom Oktober 2020:
Schilddrüse war ok.
Fructosamine sollen unter 340 sein: Über 600
Glucose soll unter 6,9 sein: 24
Die Leberwerte waren auch damals schon schlecht. Wahrscheinlich, weil sie ja damals auch schon viel gefressen, getrunken und abgenommen hatte.
Spritzen machen wir nicht, da sie sonst weg läuft und ich kann sie hier nicht einsperren, wir haben weitere Katzen und alle sind Freigänger. Der TA rät davon im weiteren Sinne auch ab (jetzt sowieso im Winter ohne Fettreserve), es sei denn es sei eine reine Stubenkatze. Die Katzen sind nicht doof und lassen sich nicht zwingen, auch nicht zu einer Spritze. Die laufen dann weg, er hat gerade einen aktuellen Fall.
Ansonsten ist die Katze aufmerksam und überall dabei und jetzt auch hier bei mir im Büro und schläft unter meinem Schreibtisch, eigentlich relativ normal. Ausser dass sie früher der Hausdrachen war den anderen Katzen gegenüber und sich mit allen ein Späßchen erlaubt hat und drauf gehauen. Das macht sie nicht mehr.
Tabletten für/gegen Diabetes gibt es nicht für Katzen. Die Ernährung haben wir umgestellt, das ist der einzige Ansatz der empfohlen war auf 100% Fleisch und natürliche Inhaltsstoffe (also Animonda Carny usw.).
Zum Leidwesen der anderen Katzen, die gerne Gourmet und Sheba und Felix und den ganzen Müll essen. Geht nichtmal heimlich zu füttern. Sobald eine Dose aufschnallst, ist Lili da. Egal, ob sie vorher draussen war. Sie hat ihre Ohren überall und ist sofort zur Stelle.

Grüße
 
bertiundsine

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Ich verstehe Deine Misere. Wenn die Katze partout dagegen angeht muss man es schweren Herzens akzeptieren. Nicht jedes Tier ist in solch Situation händelbar.

Ich würde sie allerdings sehr genau beobachten und ihr, wenn die Zeit gekommen ist den letzten Weg abkürzen.
Diabetes zieht unbehandelt immer Organversagen nach sich. Meist der Niere.
Wie Du es beschreibst hat die Katze ja bereits sehr stark abgebaut.
Es kann jetzt ausserdem zu Erblindung, Nervenschäden, Lahmheit, Durchfall und Dauererbrechen kommen. Bitte behaltet sie im Auge und lasst sie nicht unnötig leiden.
Ich persönlich würde bei einer doch noch relativ jungen Katze nochmal alles versuchen, was die Gabe von Insulinspritzen angeht. Aber es ist Euer Tier und ihr könnt es vielleicht besser beurteilen.
Ein Leben mit unbehandeltem Diabetes ist beileibe kein Zuckerschlecken für eure Katze, auch wenn man ihr vielleicht wenig anmerkt.
PS. Ein Blutbild von Oktober 2020 hat bei der vorliegenden Erkrankung im (fast) Dezember 2021 sicher keine Aussagekraft mehr.
 
Totti-Amun

Totti-Amun

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Ich will ihr nicht den erneuten Stress mit einer Fahrt zum TA antun und das Ergebnis ist ja mehr oder weniger erwartbar. Dass sie abnimmt, ist ja schon viel früher der Fall gewesen.
Ja, wir werden sie nicht über Gebühr leiden lassen. Natürlich nicht und wir sind diesbezüglich sehr erfahren, haben noch 7 weitere. Bisher ist sie relativ normal aktiv, hellwach, aufmerksam und Schmerzen oder andere Auffälligkeiten sind nicht wahrnehmbar. Nur eben vollkommen abgemagert mit dickem kugelrunden Bauch als wäre sie trächtig und bekommt morgen 6 Junge. Aber bei dem was sie frisst, ist das Aussenbild klar.
Die TA meinte auch nur achselzückend, solange sie frisst... Es ist auch völlig ausgeschlossen, die Katze 2x am Tag zum TA zu fahren zum Spritzen.
 
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yodetta

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Spritzen machen wir nicht, da sie sonst weg läuft und ich kann sie hier nicht einsperren, wir haben weitere Katzen und alle sind Freigänger. Der TA rät davon im weiteren Sinne auch ab (jetzt sowieso im Winter ohne Fettreserve), es sei denn es sei eine reine Stubenkatze. Die Katzen sind nicht doof und lassen sich nicht zwingen, auch nicht zu einer Spritze.
Bitte, melde Dich in dem genannten Forum an.
Bitte!
Du bekommst dort alle Unterstützung, die Du benötigst.
Die liebe Doris (Administratorin) steht Dir mit all ihrem Wissen zur Seite.

Deine Katze wird elendig sterben.
Wenn ich schon lese wieviel sie frisst und säuft, stehen mir die Haare zu Berge.
Was meinst Du, wie das in Deiner Katze aussieht? Es wird ihr furchtbar schlecht gehen. :-(

Mein Kater hat auch ein riesen Theater gemacht und hat sich gewehrt, geschrien, gebissen und sich gewunden.
Nach ca 2 Wochen war er so konditioniert, dass er schon zu den Blutzucker-Überprüfungszeiten auf dem Tisch gesessen und gewartet hat.
Ich habe den Blutzucker gemessen, dann hat er ein Leckerchen und Futter bekommen und danach habe ich ihn gespritzt.
Zu Anfang habe ich das mit meinem Mann machen müssen, später hat das sogar mein Mann allein geschafft.

Bitte, was den Diabetes betrifft, müsste Deine Katze nicht sterben. Ihr kann mit Insulin, bestimmten Fütterungszeiten und dem Messen des Blutzuckerwertes geholfen werden. :-(



Ich will ihr nicht den erneuten Stress mit einer Fahrt zum TA antun
Wenn Du das alles nicht machen möchtest, dann fahre wenigstens heute oder morgen mit ihr zum TA und lass ihn entscheiden, wie es weitergeht. :-(

Liebe Grüße
Melanie
 
goya

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Wir hatten bisher "nur" ein CNIchen, zugegeben kein Freigänger. Teilweise musste sie alle zwei Tage Infusionen bekommen. Gut fande sie das natürlich nicht, aber nach ein paar Minuten war alles vorbei und ihr ging es merklich besser.
Ich würde es wieder so machen.
 

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