Bin ich schuld?

Diskutiere Bin ich schuld? im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Guten Abend ihr Lieben, es tut mir Leid, dass ich ohne Vorstellung o.ä.hier reinschneie, aber die Schuldgefühle und Trauer überwältigen mich und...
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Muckla

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Guten Abend ihr Lieben,
es tut mir Leid, dass ich ohne Vorstellung o.ä.hier reinschneie, aber die Schuldgefühle und Trauer überwältigen mich und ich muss mir alles von der Seele schreiben.

Vorgestern musste meine über alles geliebte Katze eingeschläfert werden. Ich vermisse sie so unendlich. Sie war gerade 11 geworden, und immer bei mir, schlief bei mir, kuschelte mit mir... Sie fehlt mir so! Ständig gehe ich in einen Raum und schaue automatisch zu ihren Stammplätzen... Und sie ist nicht da.

Im Januar begann alles. Sie bekam plötzlich keine Luft mehr. Ich fuhr zur Tierärztin, die mich weiter in die Klinik schickte. Dort blieb sie über Nacht: ein Herzfehler hatte zu Wasser in der Lunge geführt. Sie wurde aufgepäppelt und bekam seitdem alle 8 Stunden Entwässerungstablette von uns und alles war wieder gut. Allerdings stellten die Ärzte in der Klinik bei den Untersuchungen auch eine Darmentzündung fest. So musste sie seitdem Spezialfutter fressen.

Im Mai begann sie plötzlich wieder "pumpend" zu atmen. Sofort wieder zur Klinik (zwischendurch hatten wir natürlich Kontroll-Ultraschall und -röntgentermine gehabt). Dort sagte die Ärztin, dass die Darmentzündung schlimmer geworden sei, und wir hätten nun 2 Optionen: auf "gut Glück" Medikamente geben oder eine Biopsie, um die genaue Ursache der Entzündung herauszufinden und gezielt therapieren zu können. Wir entschieden uns für die OP, weil wir es für die beste Option hielten.

Letzten Freitag wurde meine Kleine operiert. Sonntag durfte ich sie nach Hause holen. Sie hatte alles gut überstanden, musste nun aber viele Medikamente (Antibiotikum, Entwässerungstablette usw.) und auch Augentropfen kriegen und sich natürlich schonen. Sonntag Abend klappte das auch alles noch gut. Ich war mit ihr ins Wohnzimmer gezogen. Hatte auch extra meine Matratze auf den Boden gelegt und dort geschlafen und ihr überall Decken hingelegt, Katzenklo und Essen auch geholt. Aber sie turnte ein wenig herum, sprang immer wieder auf die Couch (einer ihrer Stammplätze).
Montag war sie schon weniger agil, legte sich öfter auf den Boden. Tabletten wollte sie nicht mehr nehmen (ging sonst immer sehr gut mit "Easypill"). Gefressen hatte sie auch noch nicht! Wir mussten ihr die Tabletten mit dem Tablettengeber geben. Daraufhin verzog sie sich hinter die Couch. Ich legte ihr dort eine Decke hin und sie blieb dort. Abends mussten wir sie vorsichtig hervor holen für die Tabletten. Es war ein Kampf, sie ihr zu geben.
Dienstag früh fraß sie noch immer nicht. Ich fuhr alle Geschütze auf, kochte Hühnerbrust, holte "Schlecksnacks"... Nichts! Sie trank nur viel. Also fuhr ich nachmittags zur Tierärztin. Sie spritzte ihr die Medikamente, damit der Kampf mit den Tabletten aufhörte, und gab mir eine appetitanregende Salbe, die ich ihr ins Ohr massieren sollte, sowie Spezialfutter (Hills) und eine vitaminreiche Flüssigkeit, die sie schlecken sollte - plus einer Spritze, damit ich ihr notfalls die Sachen einflößen kann. Was ich auch tun musste! Sie wollte nicht fressen. Mittwoch und Donnerstag stellte ich sie wieder bei der Ärztin vor. Donnerstag merkte ich, dass sie, obwohl ich ihr ja mittlerweile Nahrung eingeflößt hatte, noch keinen Stuhlgang gehabt hatte! Das machte die Ärztin hellhörig. Sie röngte und schallte und äußerte den Verdacht auf einen Darmverschluss. Sie schickte uns sofort wieder in die Klinik (1h entfernt). Dort wurde sie mir für Untersuchungen abgenommen und ich wieder nach Hause geschickt. Noch bevor ich dort war, kam der Anruf: die inneren Darmnähte von der Biopsie waren aufgegangen, der Nahrungsbrei im Bauchraum verteilt, dieser bereits total entzündet. Normalerweise würde man nun eine OP machen, aber durch ihre (mittlerweile diagnostizierte) chronische Darmentzündung würde das höchstwahrscheinlich nicht gut verlaufen bzw. Wieder aufgehen! Die Chancen standen sehr schlecht. Sie hatte Schmerzen. Schweren Herzens entschieden wir uns, sie einzuschläfern.

War die OP die falsche Entscheidung? Hätte ich sie abhalten müssen, auf die Couch zu springen? Hätte ich sie nicht hinter der Couch hervorholen dürfen, sind die Nähte wegen mir wieder aufgegangen? Ich mache mir solche Vorwürfe. Ich kann nicht mehr essen, denke immer nur daran, wie ich ihr immer wieder Nahrung einflößte, die dann direkt in den Bauchraum floss. Mir ist so schlecht bei dem Gedanken. Ich wollte doch nur das Beste für sie!! Sie war so klein und so lieb und so tapfer.

Danke fürs Lesen. Ich bin so fertig. Bestimmt war sie am Ende total böse auf mich, weil ich ihr ständig etwas "reinzwängen" musste.
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #2
Hallo Muckla,
es tut mir unendlich leid dass deine geliebte Katze ihre letzte Reise angetreten hat und ich weine mit dir. :cry:
Sie ist jetzt eine Sternenkatze, die ihren Platz immer in deinem Herzen haben wird.

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Du hast alles für deine Katze getan und nein du bist nicht Schuld.
Jede - r von uns, der seine geliebt Katze verloren hat. Mit den Worten hätte, wäre, könnte macht man sich selber nur das Leben schwer. Die OP wurde dir empfohlen und du hast den Tierärzten vertraut und dich dafür entschieden, du musstest deiner Katze die Tabletten geben und man kann eine Katzen nicht rund um die Uhr bewachen damit sie nicht auf ein Sofa springt.
Ich umarme dich und hoffe dass es dir bald wieder besser geht.

Traurige Grüße
Tina
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #3
Hallo @Muckla ,
Du musst dir keine Vorwürfe machen. Du hast die Süße, als sie auffällig wurde, zum Tierarzt gebracht und nach der Diagnose habt ihr euch zur OP entschieden. Keiner konnte ahnen wie der Verlauf sein wird. Du wolltest nur das beste für sie.

Run free Kleine 🕯
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #4
Nein…sie war nicht böse auf dich. Aber manchmal sind die Umstände so erschwerend, dass eine Gesundung fast aussichtslos ist.
Es tut mir sehr leid , bitte quäle dich nicht mit Selbstvorwürfen.

Du warst bei mir bis zum Ende
und auch nachdem ich gegangen war,
hast Du mich gehalten,
und als meine Seele meinen Körper verließ,
blickte ich hinab und sah Dich weinen.

Ich würde Dir so sehr sagen wollen,
dass ich verstanden habe.
Du tatest dies für mich.
Ich versuchte Dir auf meine Art zu sagen,
dass es Zeit für mich war, zu gehen,
und ich danke Dir für Dein Verständnis.
Niemand wird meinen Platz einnehmen,
aber die ich hinter mir lasse
brauchen Deine Liebe und Zuneigung,
so, wie ich sie hatte.

Du denkst immer noch an mich
und da sind Momente, in denen Du versuchst,
Deine tränengefüllten Augen zu verbergen ,
aber bitte, sei glücklich und denke nicht an Trauer,
denke daran, wie ich Dich glücklich gemacht
und zum Lachen gebracht habe mit den lustigen Dingen, die ich tat.

Ich danke Dir dafür, dass Du mich geliebt hast,
für mich gesorgt hast,
und dass Du den Mut hattest,
mich mit Würde gehen zu lassen.
( Autor unbekannt)

Drücke dich

lg
Verena
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #5
Liebe "Muckla",

wir wissen fast alle, wie es sich anfühlt, wenn das geliebte Tier für immer geht. Es tut mir so leid für Dich und Deine geliebte Katzimaus, Mein herzlichstes Beileid! ❤

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Wie bereits geschrieben wurde, Du hast alles versucht, Deiner geliebten Katze zu helfen. Nur das zählt letztendlich.
Diese Fragen, was hätte ich besser, was anders machen können, stellen sich viele Foris, die ihre Schätze verloren haben.
Aber meistens lautet die Antwort: Nichts!

Ich wünsche Dir für die kommende Zeit sehr viel Kraft. 🍀🍀🍀



 
  • Bin ich schuld? Beitrag #6
Liebe Muckla,
es tut mir sehr, sehr leid, dass du deine geliebte Katze verloren hast.

Du hast keine Schuld an ihrem Tod, denn alles, was du gemacht hast, geschah in der Hoffnung, dass du ihr noch helfen und ihr weitere, schöne Lebenszeit schenken könntest.

Dass die Naht aufgeplatzt war und dass du am Ende deine Katze nur noch erlösen lassen konntest, ist eine tragische Entwicklung gewesen, die du aber nicht vorhersehen könntest. Hättest du sie nicht operieren lassen, hättest du dir die Vorwürfe gemacht, dass du etwas versäumt hättest, um vielleicht doch ihr Leben zu retten oder wenigstens zu verlängern.

Wer kämpft, kann auch verlieren, wer nicht kämpft, hat ganz sicher verloren. Ihr habt gekämpft, aber ihr habt, als es klar wurde, dass deine Katze leidet, sie erlösen lassen. Das ist so ein schwerer Schritt, den ihr aus Liebe und Verantwortungsbewusstsein gegangen seid.

Deine Katze hat bestimmt gespürt, dass ihr ihr helfen wolltet. Sie hat jetzt keine Schmerzen mehr, es geht ihr wieder gut. Komm gut an, kleines Kätzchen. 🌈
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #7
Ihr Lieben, ich danke euch für eure Worte. Ich bin überwältigt. Es tut gut, so etwas zu lesen. Ich muss es jetzt schaffen, das auch für mich zu akzeptieren... Denn ja, ich wollte ihr nie etwas Böses, im Gegenteil.
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #8
Ich habe damals meinen Herzenskater aufgrund einer Fehldiagnose verloren und beinahe 24 Std geweint... es geht auch wieder aufwärts... irgendwann... und dann wirst Du mit einem warmen Lächeln zurückdenken können
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #9
Du bist nicht schuld! Du hast deine Katze offensichtlich sehr geliebt, alles für sie getan und du bist bis zum Ende an ihrer Seite geblieben. Lass dich auf die Trauer ein und verarbeite sie. Halt deine Katze in schöner Erinnerung. Fühl dich gedrückt <3
 
  • Bin ich schuld? Beitrag #10
Ich möchte mich noch einmal für eure lieben Worte danken. Das hat mir wirklich geholfen!
 
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