Alte Katze hat Angst vor Kitten

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dali18

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Hallo,
ich bin ganz neu hier und hoffe, auf Euren Rat.
Wir haben eine normale Hauskatze (Mimi, 13 Jahre alt), die 2020 ihre beste Freundin verloren hat. Sie ist extrem rangniedrig und hat sich immer an der verstorbenen Katze orientiert. Sie hat lange getrauert, pflegt nun aber eine intensive "Freundschaft" mit dem Nachbarskater und wir bekommen auch hin und wieder Besuch von unterschiedlichsten Katzen (auch im Haus), die alle friedlich beäugt oder maximal mit einem Fauchen auf Abstand gehalten oder zur Tür begleitet werden. Mit ganz fremden Katzen legt sie sich nicht an - da nimmt sie sich sofort geduckt aus der Schusslinie. An Katzenkämpfen ist sie sehr selten beteiligt (zumindest hat sie nie verdächtige Schrammen).
Unser Sohn hatte nun den sehnlichsten Wunsch nach einem Kitten. Da
wir die Kombi aus Kitten und Katzenomi nicht so gut fand, uns aber auch nicht wirklich durchsetzen konnten, haben wir entschieden zwei Katzenmädels aus einem Wurf zu nehmen. Frei nach dem Motto - die beiden können sich miteinander beschäftigen und die Omi schaut zu. Die beiden waren 13 Wochen bei der Mama und sind in einem Mehrkatzenhaushalt zur Welt gekommen (insgesamt 7 Katzen unterschiedlichsten Alters und Rasse). Sie sind mega zutraulich und für mein Laienverständnis sehr gut sozialisiert.
Sie sind jetzt eine Woche hier, haben die ersten drei Tage in einem "eigenen" Zimmer verbracht, mittlerweile sind sie im ganzen Haus unterwegs. Die ersten Treffen zwischen alt und jung erfolgten an einer Glastür, wobei Seitens der alten keinerlei Interesse an einer Kontaktaufnahme bestand. Mittlerweile ist alles offen, aber Mimi ist - anders als bei Katzenbesuch, mit dem sie sonst eben gut klar kommt - irgendwie total verängstigt. Sie schleicht mit dem Bauch auf dem Boden voran. Erschrickt sich bei jedem kleinen Piep. Wird sie von einem der Kitten angeschaut, faucht sie laut und rennt sofort zur Tür und verlässt das Haus.
Die Kleinen benehmen sich vorbildlich. Sie bedrängen Mimi in keinster Weise, sie legen sich in ausreichendem Abstand von ihr ab, spielen in einem anderen Stockwerk weiter ... aber sobald Mimi maunzt, würden sie halt doch gerne mal schnuppern gehen. Sobald sich ein Kitten in ihre Richtung bewegt ist die alte auch schon wieder weg.
Aktuell kommt sie nur noch zum fressen rein - gaaaanz langsam und meeega verängstigt. Den Rest des Tages verbringt sie draußen. Über eine Katzenklappe hat sie Zugang zum Haus. Dieser Raum ist für die Kitten tabu und bleibt im Moment auch verschlossen, damit sich Mimi notfalls dahin zurückziehen kann.
Mimi und ich hatten sonst das Ritual von zwei großen Kuscheleinheiten am Tag, die ich ihr nun im Garten verabreiche, aber ich bin nicht ganz so glücklich mit der Situation. Leider hat Mimi keinerlei Spieltrieb mehr. Also mit Wedel oder Leckerlis brauche ich ihr nicht zu kommen. Gibt es eine Möglichkeit ihr zu Verstehen zu geben, dass sie immer meine Nummer eins bleibt und die beiden ihr auch nix böses wollen? Ich möchte sie nicht aus dem Haus vertrieben sehen :-(. Was meint Ihr?
Danke schon mal fürs lesen und Eure Ratschläge,
GLG Tanja
 
23.06.2022
#1
A

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Gast

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Geek

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Hi,
leider ist das gar nicht so unüblich; je kleiner die Kitten, desto mehr Angst entsteht.
Freigänger entziehen sich dann der Vergesellschaftung einfach, dass sie länger draußen bleiben und teilweise so gut wie gar nicht mehr rein kommen.
Da die beiden Girlies sich vorbildlich verhalten, kannst und sollst du auf der Seite nichts aktiv machen.

Generell hast du zwei Möglichkeiten: Mimi hat weiterhin Freigang und das wird halt seine Zeit dauern oder Mimi bekommt Hausarrest bis sie keine Angst mehr von den kleinen Ungeheuern hat.

Du kannst Mimi am besten unterstützen, indem du ganz normal bist. Es gibt keinen Grunde für besondere Behandlung von Mimi, denn nichts schlimmes passiert!
Aktuell behandelst du sie aber speziell und beschmust sie sogar im Garten. Damit bekommt sie nur mit, das etwas nicht stimmt und wird jetzt erst recht nicht wieder rein wollen; sie wird ja im Garten belohnt ;)
 
D

dali18

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Hallo Geek,
Danke für deine liebe Antwort. Das klingt alles total verständlich und nachvollziehbar. Von daher würde ich mich für Variante 1 entscheiden und Mimi die Zeit geben, die sie benötigt mit dem Unterschied, dass ich sie nur noch im Haus "belohnen" werde. Aktuell spielt ihr das schöne Wetter in die Karten. Wenn es erstmal aus Eimern regnet, wird sich die Madame hoffentlich an ihre warmen, trockenen und tollen Kuschelplätze im Haus erinnern und sich ihren Ängsten stellen 🙏🏼😁
 

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