Offener Rücken

  • Autor des Themas Ichmagkatzen
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WinstonvonWensin

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Das lernst du schon….wenn ich altes Ding es hin bekomme kannst du es auch. Gesamter Beitrag klappt ja schon.

Ich habe mal deinen Beitrag genommen ….als erstes markierst die Passage die du zitieren willst siehe
Foto 1 und drückst auf Zitat das steht dann unter dem Satz oder Absatz. Das machst du mit dem zweiten Beispiel auch.

dann siehst du Foto 2 steht oben der Beitrag wurde zu den Multizitaten hinzu gefügt.

Foto 3 Dann steht unten in deiner Antwort dann Zitate einfügen. Dann antippen Foto 4 siehst du alle deine Zitate! Drückst dann auf zitieren!
Dann hast du alle Zitate und kannst dann unter jeden Abschnitt Schreiben!

Ich bekomme das leider mit den zitieren nicht hin.
Na sicher kannst du das!
Deshalb habe ich nicht mehr geantwortet. Ist dann ein durcheinander.
Alles halb so schlimm, sprachlos zu sein weil man Angst hat falsch zu zitieren geht nicht!
Bin für Tipps und Ratschläge immer offen, man lernt immer und man lernt nie aus
Das freut mich zu lesen…. Dann klappt es auch mit dem zitieren.
 

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Westpark-Nic

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Woher bekommen denn sonst Menschen wie du und ich, die sehr gerne eine bestimmte Rassenkatze haben möchten, ihre Kitten (oder auch ihre erwachsenen Katzen).
Vielleicht liegt hier das Missverständnis vor: saurier und ich (und ich denke, auch Verena geht mit uns konform) finden es nicht verwerflich an Liebhaber zu verkaufen. Natürlich nicht - denn ohne so etwas würde Zucht gar nicht funktionieren. Aber eine Abgabe in die Zucht kategorisch auszuschließen und von vorn Anfang an NUR für Liebhaber zu züchten, dass ist eben nicht in Ordnung.

Mir ist wichtig, dass der Züchter auf die Gesundheit der eigenen Tiere. und auch auf die der Vorfahren achtet, dass er so züchtet, dass sich keine Krankheiten ergeben und dass die Rasse-Eigenschaften (optisch und charakterlich) gut herauskommen. Das nennst du tatsächlich, wenn nicht mit dem Nachwuchs weiter gezüchtet werden soll, Vermehrertum?
Nochmal: wenn dazu kommt, dass grundsätzlich nicht in andere Zuchten verkauft wird, dann ist es das - lediglich auf etwas höherem Niveau. Das was du bescheibst, ist quasi das "Nebenprodukt" einer guten Zucht. Voraussetzung einer guten Zucht ist aber ein Ziel und das was du beschreibst, ist eben so selbstvertändlich (für einen ordentlichen Züchter), dass es kein Ziel sein kann.

Wenn ich so einen Wurf hätte, [...] würde ich mit keinem der beiden Tiere erneut züchten. Selbst wenn es eventuell gut gehen könnte, wäre mir das Risiko zu groß.
Es gibt sicherlich genügend andere weibliche Katzen und auch Deckkater, die auch für die Zucht in Frage kämen, bei denen nicht schon im Vorfeld so ein großes Risiko bestände.
saurier hat es ja ganz gut erklärt: es reicht nicht, diese beiden aus der Zucht zu nehmen - sondern, dann muss es die ganze Linie sein. Und wenn ich jetzt einen Kater hätte, der fünf oder 10 gesunde Würfe hätte und dann kommt jemand wie du mit seiner Katze und es geht etwas schief. Du lässt deine Katze kastrieren ... aber wieso sollte ich das bei meinem Kater tun? Nur wenn es einen tatsächlichen Beleg gäbe, würde ich das in Erwägung ziehen. Das ist das eine - zum anderen gibt es durchaus Rassen, bei denen der Genpool nicht so groß ist, wie jetzt z.B. bei Briten. Da wäre es eine Katastrophe, wenn man Tiere nur aus Verdacht aus der Zucht nimmt. Da ist es meine Pflicht als Züchter, herauszufinden an welche Linie es gelegen hat und nicht kopflos beide Linien stillzulegen. (Das war bei Russian ja der Hauptgrund - sie hätte wenn dann ja Nebelung gezüchtet, bei denen der Genpool noch verdammt klein ist - und sie wusste, was das eben für solche Situationen bedeutet und hat sich deshalb dagegen entschieden.

Wenn ich solche schlimmen Erlebnisse hätte, wie den Tod oder die Behinderung mehrerer Kitten und dann trotzdem die Verpaarung wiederholen müsste, um herauszufinden, was der Grund dafür war, wäre das für mich definitiv ein Grund um nicht mal an eine Zucht zu denken.
Das sind auch Dinge, über die die allerwenigsten wirklich nachdenken BEVOR sie anfangen. (Auch ich muss zugeben, dass ich dessen nicht bewusst war, als ich angefangen habe.) Aber spätestens, wenn du in so eine Situation kommst (oder das erste mal damit konfrontiert wirst, auch wenn es nicht dein Wurf ist), dann muss man sich überlegen, ob man Züchter sein WILL - und zwar ein richtiger. Klar - wir wissen, dass es genug Züchter gibt, die zwar mit Papieren aber trotzdem ohne wirklich Ahnung und vor allem auch ohne wirklich Verantwortung züchten. Aber das sind so Punkte, da trennt sich die Spreu vom Weizen ...

Das ist eins der heikelsten Themen in der Zucht und nur eine handvoll Züchter würde das in letzter Konsequenz auch so durchziehen. Und die würden mit Sicherheit auch von reichlich anderen Züchtern schwer angefeindet.

Und jetzt muss man aber auch mal eins klar sehen: Wir drei reden hier hier Grunde von einem sehr theoretischen Standpunkt aus: Verena aus ihrer verklärten Tierschutzsicht (meine ich jetzt absolut nicht böse oder abwertend oder respektlos, @Vernena), die eine Vorstellung davon hat, wie Zucht denn sein sollte. saurier, die wie kaum eine Zweite, die gesamte Theorie und Ethik dahinter kennt - es aber nie praktisch angewendet hat. Und ich ... die einäugige unter den Blinden ;) ... die aber auch in 15 Jahren Zucht so eine Entscheidung nie treffen musste.

Ich hatte in all den Jahren genau zwei Würfe mit Defekten: den, von dem ich weiter oben schon berichtet habe - aber da war ja offensichtlich, dass der kryptorchide Kater das Problem war und einen weiteren, bei dem ich ein Einzelkitten mit einem offenen Bauch hatte. Hier war der Fall jetzt aber so, dass in beiden LInien - also in der meiner Katze, als auch in der des Katers vorher zum Teil recht enge Verpaarungen stattgefunden hatten, die belegten, dass beide Linien sauber waren. Aus dem Grund war ich mir ziemlich sicher, dass hier das galt, was ich oben als eine Möglichkeit erwähnt hatte: es ist einfach blöd gelaufen. Diese Verpaarung habe ich natürlich wiederholt - aber auf Grund der Linienkenntnisse konnte ich ganz sicher sein, dass das nicht noch mal passierte (ok ... ich will nicht leugnen, dass eine kleine Restangst blieb). Aber ich hatte danach zwei Würfe aus der selben Verpaarung, die absolut in Ordnung waren.


Ich bekomme das leider mit den zitieren nicht hin. Deshalb habe ich nicht mehr geantwortet. Ist dann ein durcheinander.
Bin für Tipps und Ratschläge immer offen, man lernt immer und man lernt nie aus.
@Ichmagkatzen schau doch vielleicht mal hier Richtig zitieren da hat saurier eine Anleitung geschrieben. Oder du machst es, wie mennemaus es beschrieben hat: du markierst mit der Maus eine Passage in einem Post - dann erscheint darunter "zitieren" und "antworten" - wenn du zitieren wählst, werden erst einmal alle Zitate gesammelt (Multizitate). Unten in dem Antwortfeld, erscheint (sobald du mindestens ein Zitat "gesammelt" hast ein Button mit "Zitate einfügen" - wenn du den drückst erscheint ein Pop-up mit all deinen gesammelten Zitaten und die klickst auf "alle einfügen" - dann hast du alle Zitate mit den eckigen Klammern [ ] im Antwortfeldt (in den Klammern stehen die HTML- Befehle, da solltet du nichts verändern ... dazwischen kannst du dann antworten. Innerhalb des Zitats kannst du auch noch etwas löschen - aber nicht innerhalb der eckigen Klammern. Probier es einfach aus.

Ich finde es nämlich sehr schade, wenn du jetzt deshalb nichts mehr schreibst - gerade wo du es warst, die diese hochspannende (und so kontrovers zu diskutierende) Thema angestoßen hast. Ich hatte ja schon befürchtet, dass ich dich mit meiner - (zugegebenermaßen - oft ruppigen Art, verschreckt habe.

Gerade wenn du jetzt aus verschiedenen Beiträgen zitieren willst, es wichtig, dass du das mit Zitierfunktion hinbekommst, weil nr dann klar ist, auf wessen Beitrag du antwortetst. Du kannst so viel Multizitate sammeln wie du willst (und sie werden immer dem urpsrünglichen Autor zugeordnent).

Grüße
Nic
 
Westpark-Nic

Westpark-Nic

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@verena - du bist klasse!

Ich erkläre mir einen Heißen und denk noch, das wäre mit Abbildungen und Schritt für Schritt viel einfacher ... und in der Zeit machst du mal eben die bebildertet Anleitung!

Danke dafür!

Ich war mir nämlich nicht sicher, wie ich Fotos anfügen kann :ROFLMAO: früher habe ich ja immer nur Bilder gepostet, die auf meiner Webseite waren, so dass ich sie hier nur velinkt habe. Da die aber nicht mehr existiert, habe ich keine Ahnung, wie man das mit den Anhängen machte ... muss ich vielleicht auch noch mal reinfummeln.
 
S

Skinny-Minnie

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Wenn ich solche schlimmen Erlebnisse hätte, wie den Tod oder die Behinderung mehrerer Kitten und dann trotzdem die Verpaarung wiederholen müsste, um herauszufinden, was der Grund dafür war, wäre das für mich definitiv ein Grund um nicht mal an eine Zucht zu denken.
Das ist glücklicherweise nicht nur für dich ein Grund, niemals zu züchten. Solche "Testpaarungen" sind nicht nur zutiefst unethisch, sondern auch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
 
S

Skinny-Minnie

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Aha, findest du es ethisch vertretbarer, dass so etwas ständig passiert, weil sich keiner der Sache annimmt?
Und wo ist das gegen das Gesetzt? Belege?
Unethisch kommt von mir. Das Tierschutzgesetz verbietet Qualzucht. Die bewusste Produktion von Kitten mit einer dermaßen schweren Behinderung ist wohl ohne Zweifel eine Qualzucht.
Das Tierschutzgesetz verbietet, Tieren Leiden und Schäden ohne vernünftigen Grund zuzufügen. Über den vernünftigen Grund kann man sicher lange streiten. Dass in der Katzenzucht bestimmte Linien erhalten bleiben können, dürfte kaum dazugehören.
 
saurier

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Unethisch kommt von mir. Das Tierschutzgesetz verbietet Qualzucht. Die bewusste Produktion von Kitten mit einer dermaßen schweren Behinderung ist wohl ohne Zweifel eine Qualzucht.
Das Tierschutzgesetz verbietet, Tieren Leiden und Schäden ohne vernünftigen Grund zuzufügen. Über den vernünftigen Grund kann man sicher lange streiten. Dass in der Katzenzucht bestimmte Linien erhalten bleiben können, dürfte kaum dazugehören.
Und was, wenn es sich lediglich um Schwellenmarker handelt? Dann nimmt man im Kauf, dass das entweder immer und immer wieder innerhalb der Linien bzw. bei Kombinationen aus diversen Linien auftritt oder eben unsinnig der Genpool verkleinert wird, wenn ich Tiere einfach auf Verdacht aus der Zucht nehme - da ist es doch sehr viel sinnvoller, das mit Hilfe von Tests, Untersuchungen und ggf. einer Testverpaarung auszuschließen.

Wie viel hast du dich bislang mit seriöser Tierzucht beschäftigt? Mal eben dagegen zu sein, ist einfach, aber ergebnisorientierte Lösungsansätze zum Wohl vieler weiterer Tiere zu finden, eben nicht, da muss man schon ggf. einmal abwägen. Und ja, bei mir ist das Wissen zwar nur theoretisch, wie @Westpark-Nic schrieb, da ich aber wirklich viel Einblick in seriöse Zuchtarbeit (mit allen positiven, vor allen aber auch den negativen Aspekten inklusive der Entscheidungen, ggf. auch Kitten erlösen zu lassen oder zu verlieren, Ursachenforschung bei unerklärlichen Krankheitsfällen bis hin zum initiieren eines Forschungsprojekts an der Uni, welches seit Jahren nicht wirklich in Gang kommmt, weil so viele die Augen vor den Problemen verschließen und ben ihnen "so was" ja nicht passiert) habe, kann ich gewisse Dinge eben auch überblicken, ohne selbst gezüchtet zu haben. Und mir geht es wie Eva, ich habe vieles, nachdem ich wusste, wie es zu laufen hat, mir für mich nicht vorstellen können (zudem erfülle ich in einigen Bereichen die für mich selbstverständlichen Voraussetzungen für einen seriösen Züchter nicht), daher habe ich nicht halbherzig angefangen oder gar, indem ich gewisse Dinge einfach "ausblende", wie das leider so viele tun.

Aber ohne Menschen, die sich damit intensiv auseinandergesetzt, sich Gedanken gemacht haben, wären viele Krankheiten, die man heute wie selbstverständlich erkennen und z.T. sogar testen kann, immer noch nicht erkannt und/oder erforscht.

Dass man eine solche Verpaarung nicht "einfach so" noch einmal ansetzt, ist selbstredend - man versucht erst einmal, alles andere auszuschließen und wenn man bei der Ursachenforschung auf Indizien stößt, die sicher dazu führen, dass die Kitten nicht gesund zur Welt kommen, würde man sie sicher nicht stattfinden lassen, aber wenn es keinerlei Erklärung gibt, wäre eine Testverpaarung (ggf. auch mit einemanderen Tier der Linie) sehr wohl eine Möglichkeit, so etwas für viele andere Tiere "sicherer" zu machen.

Natürlich gehört dazu eine entsprechende intensive Auseinandersetzung. Mal eben die beidem Tiere sich ein zweites Mal verpaaren zu lassen, ist sicher nicht die Lösung.

Dazu muss man sich aber auch mit dem Thema auseinandersetzen wollen...
 
Westpark-Nic

Westpark-Nic

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Weißt du was? Über Zuchtethik unterhalte ich mich mit zwei Gruppen von Leuten:
  • Menschen, die wirklich etwas davon verstehen, weil sie sich intensiv mit Zucht beschäftigt haben
  • Menschen, die keine Ahnung haben, aber offen für verschiedene Ansätze sind.
Mit Sicherheit führe ich so eine Diskussion nicht mit jemandem, der ohne jegliche Ahnung von der Thematik mal eben so eine "Meinung" raushaut.

Die bewusste Produktion von Kitten mit einer dermaßen schweren Behinderung ist wohl ohne Zweifel eine Qualzucht.
Völlig richtig. Aber wenn du alles was wir vorher geschrieben haben wirklich gelesen (und vor allem: verstanden) hättest, wüsstest du, dass wir nicht über Verpaarungen reden, bei denen das mit Sicherheit passiert. Das ist Schwachsinn und das macht keiner. Viel mehr geht es darum, genau herauszufinden, was die Ursache ist - und eben diese Linien (bei denen dass immer wieder vorkommen wird) aus der Zucht zu nehmen.

Und hier kommt jetzt der ganz wesentliche Unterschied zwischen Human-Ethik und Zucht-Ethik. Während man in der Human-Ethik ein "Aufrechnen von Leben" in der Regel ablehnt (ich foltere einen Terroristen, damit ich die Bombe rechtzeitig finde, die sonst 100erte töten würde" - Nein, mach ich nicht, weil das Folterverbot ein Menschenrecht ist, und die unantastbar sind. Also: Human-Ethik OHNE Aufrechnung!

In der Zucht-Ethik ist es aber durchaus vertretbar, zu riskieren (!) einen Wurf mit Defekten zu produzieren umd das Leid von huntderten von Tieren zu vermeiden.
 
S

Skinny-Minnie

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Und was, wenn es sich lediglich um Schwellenmarker handelt? Dann nimmt man im Kauf, dass das entweder immer und immer wieder innerhalb der Linien bzw. bei Kombinationen aus diversen Linien auftritt oder eben unsinnig der Genpool verkleinert wird, wenn ich Tiere einfach auf Verdacht aus der Zucht nehme - da ist es doch sehr viel sinnvoller, das mit Hilfe von Tests, Untersuchungen und ggf. einer Testverpaarung auszuschließen.

Wie viel hast du dich bislang mit seriöser Tierzucht beschäftigt? Mal eben dagegen zu sein, ist einfach, aber ergebnisorientierte Lösungsansätze zum Wohl vieler weiterer Tiere zu finden, eben nicht, da muss man schon ggf. einmal abwägen. Und ja, bei mir ist das Wissen zwar nur theoretisch, wie @Westpark-Nic schrieb, da ich aber wirklich viel Einblick in seriöse Zuchtarbeit (mit allen positiven, vor allen aber auch den negativen Aspekten inklusive der Entscheidungen, ggf. auch Kitten erlösen zu lassen oder zu verlieren, Ursachenforschung bei unerklärlichen Krankheitsfällen bis hin zum initiieren eines Forschungsprojekts an der Uni, welches seit Jahren nicht wirklich in Gang kommmt, weil so viele die Augen vor den Problemen verschließen und ben ihnen "so was" ja nicht passiert) habe, kann ich gewisse Dinge eben auch überblicken, ohne selbst gezüchtet zu haben. Und mir geht es wie Eva, ich habe vieles, nachdem ich wusste, wie es zu laufen hat, mir für mich nicht vorstellen können (zudem erfülle ich in einigen Bereichen die für mich selbstverständlichen Voraussetzungen für einen seriösen Züchter nicht), daher habe ich nicht halbherzig angefangen oder gar, indem ich gewisse Dinge einfach "ausblende", wie das leider so viele tun.

Aber ohne Menschen, die sich damit intensiv auseinandergesetzt, sich Gedanken gemacht haben, wären viele Krankheiten, die man heute wie selbstverständlich erkennen und z.T. sogar testen kann, immer noch nicht erkannt und/oder erforscht.

Dass man eine solche Verpaarung nicht "einfach so" noch einmal ansetzt, ist selbstredend - man versucht erst einmal, alles andere auszuschließen und wenn man bei der Ursachenforschung auf Indizien stößt, die sicher dazu führen, dass die Kitten nicht gesund zur Welt kommen, würde man sie sicher nicht stattfinden lassen, aber wenn es keinerlei Erklärung gibt, wäre eine Testverpaarung (ggf. auch mit einemanderen Tier der Linie) sehr wohl eine Möglichkeit, so etwas für viele andere Tiere "sicherer" zu machen.

Natürlich gehört dazu eine entsprechende intensive Auseinandersetzung. Mal eben die beidem Tiere sich ein zweites Mal verpaaren zu lassen, ist sicher nicht die Lösung.

Dazu muss man sich aber auch mit dem Thema auseinandersetzen wollen...
Um erstmal deine Frage zu beantworten: ich habe 15 Jahre gezüchtet, Hunde, keine Katzen. Von der Ethik her empfinde ich da keinen Unterschied. Ein solcher Zuchtversuch wie hier genannt wäre mir nicht einmal im Traum eingefallen. Auch kenne ich keinen anderen Züchter, der das geplant oder durchgeführt hätte (wobei ich natürlich nicht für alle anderen sprechen kann). In der Hundezucht kommt dazu, dass Inzestpaarungen vom Verein genehmigt werden müssen, wofür man einen sehr guten Grund nennen müsste. Auch hier wüsste ich nicht, dass solche Anträge überhaupt gestellt worden wären. Dabei muss ich zugeben, solche Missbildungen auch nie in einem Wurf gehabt zu haben. Wiederum weiß ich auch nicht von anderen Züchtern, dass sowas da aufgetreten wäre. Allerdings muss das nicht unbedingt etwas heißen, weil das vielleicht nicht jeder an die große Glocke hängen würde. Ich habe aber auch hintenrum nichts davon gehört.
Um mir das aber mal praktisch vorzustellen. Ich hätte wahrscheinlich in einem solchen Fall die Mutterhündin aus der Zucht genommen und um den Deckrüden einen großen Bogen gemacht. Zugegebenermaßen ist dies jetzt nur theoretisches Denken von mir, da ich einen solchen Fall ja nie hatte.
Wenn in der Hundezucht ein Zuchttier nachweislich einen Defekt vererbt, bekommt es ein Zuchtverbot auf Lebenszeit. Wie wäre das denn in der Katzenzucht? Dürfte der bewusste Kater denn überhaupt noch weiterhin zum Decken eingesetzt werden?
 
S

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Weißt du was? Über Zuchtethik unterhalte ich mich mit zwei Gruppen von Leuten:
  • Menschen, die wirklich etwas davon verstehen, weil sie sich intensiv mit Zucht beschäftigt haben
  • Menschen, die keine Ahnung haben, aber offen für verschiedene Ansätze sind.
Mit Sicherheit führe ich so eine Diskussion nicht mit jemandem, der ohne jegliche Ahnung von der Thematik mal eben so eine "Meinung" raushaut.



Völlig richtig. Aber wenn du alles was wir vorher geschrieben haben wirklich gelesen (und vor allem: verstanden) hättest, wüsstest du, dass wir nicht über Verpaarungen reden, bei denen das mit Sicherheit passiert. Das ist Schwachsinn und das macht keiner. Viel mehr geht es darum, genau herauszufinden, was die Ursache ist - und eben diese Linien (bei denen dass immer wieder vorkommen wird) aus der Zucht zu nehmen.

Und hier kommt jetzt der ganz wesentliche Unterschied zwischen Human-Ethik und Zucht-Ethik. Während man in der Human-Ethik ein "Aufrechnen von Leben" in der Regel ablehnt (ich foltere einen Terroristen, damit ich die Bombe rechtzeitig finde, die sonst 100erte töten würde" - Nein, mach ich nicht, weil das Folterverbot ein Menschenrecht ist, und die unantastbar sind. Also: Human-Ethik OHNE Aufrechnung!

In der Zucht-Ethik ist es aber durchaus vertretbar, zu riskieren (!) einen Wurf mit Defekten zu produzieren umd das Leid von huntderten von Tieren zu vermeiden.
So geht Diskussion nicht, jedenfalls nicht mit mir. Du unterstellst mir einfach mal, keine Ahnung zu haben. Du kennst mich überhaupt nicht. Was bildest du dir ein?
 
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Um erstmal deine Frage zu beantworten: ich habe 15 Jahre gezüchtet, Hunde, keine Katzen. Von der Ethik her empfinde ich da keinen Unterschied. Ein solcher Zuchtversuch wie hier genannt wäre mir nicht einmal im Traum eingefallen. Auch kenne ich keinen anderen Züchter, der das geplant oder durchgeführt hätte (wobei ich natürlich nicht für alle anderen sprechen kann). In der Hundezucht kommt dazu, dass Inzestpaarungen vom Verein genehmigt werden müssen, wofür man einen sehr guten Grund nennen müsste. Auch hier wüsste ich nicht, dass solche Anträge überhaupt gestellt worden wären. Dabei muss ich zugeben, solche Missbildungen auch nie in einem Wurf gehabt zu haben. Wiederum weiß ich auch nicht von anderen Züchtern, dass sowas da aufgetreten wäre. Allerdings muss das nicht unbedingt etwas heißen, weil das vielleicht nicht jeder an die große Glocke hängen würde. Ich habe aber auch hintenrum nichts davon gehört.
Um mir das aber mal praktisch vorzustellen. Ich hätte wahrscheinlich in einem solchen Fall die Mutterhündin aus der Zucht genommen und um den Deckrüden einen großen Bogen gemacht. Zugegebenermaßen ist dies jetzt nur theoretisches Denken von mir, da ich einen solchen Fall ja nie hatte.
Wenn in der Hundezucht ein Zuchttier nachweislich einen Defekt vererbt, bekommt es ein Zuchtverbot auf Lebenszeit. Wie wäre das denn in der Katzenzucht? Dürfte der bewusste Kater denn überhaupt noch weiterhin zum Decken eingesetzt werden?
Bin leider unterwegs und kann daher nur kurz antworten, später mehr.

Danke schon einmal für die Antworten. Und ja, Inzestverpaarungen muss man auch in den meisten seriösen Katzenzuchtvereinen beim Verein anmelden und sich mit entsprechender Begründung erst genehmigen lassen.
Daher ist ja die Ursachenforschung zuvor so wichtig, eine solche Rückverpaarung wäre tatsächlich das letzte Mittel, schrieb Nic auch, wenn ich mich recht erinnere.
 
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Und was, wenn es sich lediglich um Schwellenmarker handelt? Dann nimmt man im Kauf, dass das entweder immer und immer wieder innerhalb der Linien bzw. bei Kombinationen aus diversen Linien auftritt oder eben unsinnig der Genpool verkleinert wird, wenn ich Tiere einfach auf Verdacht aus der Zucht nehme - da ist es doch sehr viel sinnvoller, das mit Hilfe von Tests, Untersuchungen und ggf. einer Testverpaarung auszuschließen.

Wie viel hast du dich bislang mit seriöser Tierzucht beschäftigt? Mal eben dagegen zu sein, ist einfach, aber ergebnisorientierte Lösungsansätze zum Wohl vieler weiterer Tiere zu finden, eben nicht, da muss man schon ggf. einmal abwägen. Und ja, bei mir ist das Wissen zwar nur theoretisch, wie @Westpark-Nic schrieb, da ich aber wirklich viel Einblick in seriöse Zuchtarbeit (mit allen positiven, vor allen aber auch den negativen Aspekten inklusive der Entscheidungen, ggf. auch Kitten erlösen zu lassen oder zu verlieren, Ursachenforschung bei unerklärlichen Krankheitsfällen bis hin zum initiieren eines Forschungsprojekts an der Uni, welches seit Jahren nicht wirklich in Gang kommmt, weil so viele die Augen vor den Problemen verschließen und ben ihnen "so was" ja nicht passiert) habe, kann ich gewisse Dinge eben auch überblicken, ohne selbst gezüchtet zu haben. Und mir geht es wie Eva, ich habe vieles, nachdem ich wusste, wie es zu laufen hat, mir für mich nicht vorstellen können (zudem erfülle ich in einigen Bereichen die für mich selbstverständlichen Voraussetzungen für einen seriösen Züchter nicht), daher habe ich nicht halbherzig angefangen oder gar, indem ich gewisse Dinge einfach "ausblende", wie das leider so viele tun.

Aber ohne Menschen, die sich damit intensiv auseinandergesetzt, sich Gedanken gemacht haben, wären viele Krankheiten, die man heute wie selbstverständlich erkennen und z.T. sogar testen kann, immer noch nicht erkannt und/oder erforscht.

Dass man eine solche Verpaarung nicht "einfach so" noch einmal ansetzt, ist selbstredend - man versucht erst einmal, alles andere auszuschließen und wenn man bei der Ursachenforschung auf Indizien stößt, die sicher dazu führen, dass die Kitten nicht gesund zur Welt kommen, würde man sie sicher nicht stattfinden lassen, aber wenn es keinerlei Erklärung gibt, wäre eine Testverpaarung (ggf. auch mit einemanderen Tier der Linie) sehr wohl eine Möglichkeit, so etwas für viele andere Tiere "sicherer" zu machen.

Natürlich gehört dazu eine entsprechende intensive Auseinandersetzung. Mal eben die beidem Tiere sich ein zweites Mal verpaaren zu lassen, ist sicher nicht die Lösung.

Dazu muss man sich aber auch mit dem Thema auseinandersetzen wollen...
Noch zum Thema Schwellenmarker. Da tut sich für mich das nächste Problem auf. Wie viele Kitten müssten geboren werden, damit man einigermaßen sicher sein kann, dass es sich nicht um einen Erbdefekt handelt? Wenn gleich im ersten Wurf der Defekt auftritt, hat man Gewissheit. Wenn aber nicht, wie viele weitere Testpaarungen wären erforderlich? Und wie hoch wäre das Restrisiko immer noch, selbst wenn schon 10 oder noch mehr gesunde Kitten geboren worden wären?
Bis später dann.
 
S

Skinny-Minnie

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Das lernst du schon….wenn ich altes Ding es hin bekomme kannst du es auch. Gesamter Beitrag klappt ja schon.

Ich habe mal deinen Beitrag genommen ….als erstes markierst die Passage die du zitieren willst siehe Foto 1 und drückst auf Zitat das steht dann unter dem Satz oder Absatz. Das machst du mit dem zweiten Beispiel auch.

dann siehst du Foto 2 steht oben der Beitrag wurde zu den Multizitaten hinzu gefügt.

Foto 3 Dann steht unten in deiner Antwort dann Zitate einfügen. Dann antippen Foto 4 siehst du alle deine Zitate! Drückst dann auf zitieren!
Dann hast du alle Zitate und kannst dann unter jeden Abschnitt Schreiben!



Na sicher kannst du das!


Alles halb so schlimm, sprachlos zu sein weil man Angst hat falsch zu zitieren geht nicht!


Das freut mich zu lesen…. Dann klappt es auch mit dem zitieren.
Top Erklärung! Jetzt kann ich das auch mal ausprobieren, bisher habe ich vorsichtshalber immer nur einzeln geantwortet.
 
Westpark-Nic

Westpark-Nic

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So geht Diskussion nicht, jedenfalls nicht mit mir. Du unterstellst mir einfach mal, keine Ahnung zu haben. Du kennst mich überhaupt nicht. Was bildest du dir ein?
Ich bilde mir zumindest ein, dich schon mehrfach gelesen zu haben. Mit lapidaren Aussagen, die irgendwelche Behauptungen aufstellen, aber fundierte Begründungen vermissen lassen. (Auch hier hast du ja einfach mal in zwei Sätzen „unethisch“ und „Verstoß gegen das TSchG“ rausgehauen - ohne irgendetwas weiter auszuführen. Das klingt dann nun mal eher nach blanker Polemik und Stammtisch-Wissen, als nach jemandem, der sich mal mit Zuchtproblematik auseinandergesetzt hat.

Um erstmal deine Frage zu beantworten: ich habe 15 Jahre gezüchtet, Hunde, keine Katzen. Von der Ethik her empfinde ich da keinen Unterschied.
Grundsätzlich sollte da kein Unterschied sein. Allerdings habe ich in der Hundezucht viel mehr den Eindruck, dass Tiere (aus rein optischen Gründen) bewusst krank gezüchtet werden. Ein Schäferhund, der nur noch Hüftprobleme hat, weil man toll findet, wenn er hinten “tiefer“ steht. Möpse, die fast alle eine Weichteile-OP brauchen, weil sie so kurz gezüchtet werden, dass das überschüssige Gewebe ihnen die Luft abschnürt. King Cavalier Spaniel, denen der Kopf so klein gezüchtet wurde, dass sie fast alle neurologische Probleme haben …. DAS sind die Dinge, die in Hundezucht (unter dem Mäntelchen des VDH) als völlig legitim (und offensichtlich auch ethisch korrekt angesehen werden.

Ein solcher Zuchtversuch wie hier genannt wäre mir nicht einmal im Traum eingefallen. Auch kenne ich keinen anderen Züchter, der das geplant oder durchgeführt hätte (wobei ich natürlich nicht für alle anderen sprechen kann).
Ich kenne jetzt zwar kaum Hundezüchter - aber es würde mich sehr wundern, wenn unter denen, die Zuchtarbeit ernst nehmen, so etwas nicht genauso gehandhabt wird, wie in der Katzenzucht. Weil die grundsätzlichen Prinzipien ja die gleichen sind.

In der Hundezucht kommt dazu, dass Inzestpaarungen vom Verein genehmigt werden müssen, wofür man einen sehr guten Grund nennen müsste. Auch hier wüsste ich nicht, dass solche Anträge überhaupt gestellt worden wären.
Solche Verpaarungen werden ja nicht nur durchgeführt, um Defekte zu lokalisieren, sondern sind ein wertvolles Werkzeug in der Hand eines Züchters, wenn es um die Festigung bestimmter Merkmale geht. Natürlich sind hier exzellente Linienkenntnisse die Voraussetzung und definitiv Genetikkenntnisse, die über blankes Farbenrechnen hinaus gehen. Aber grundsätzlich sind doch gerade Rückverpaarung ein wichtiges züchterisches Mittel. Finde ich sehr seltsam, dass dir das so völlig fremd ist.

Dabei muss ich zugeben, solche Missbildungen auch nie in einem Wurf gehabt zu haben. Wiederum weiß ich auch nicht von anderen Züchtern, dass sowas da aufgetreten wäre.
15 Jahre Zucht und du hast nie von Missbildungen in Würfen auch nur „gehört“? Rein von der Logik her wird das da genauso oft auftreten, wie in der Katzenzucht auch (oder Hundezucht ist echt ein anderes Universum). Das finde ich jetzt schon ziemlich schräg.

Um mir das aber mal praktisch vorzustellen. Ich hätte wahrscheinlich in einem solchen Fall die Mutterhündin aus der Zucht genommen und um den Deckrüden einen großen Bogen gemacht.
Und was ist jetzt mit dem übrigen Nachwuchs der Mutterhündin? Was ist mit Geschwistertieren der Mutterhündin? Was ist mit allen anderen Nachkommen des Vaters? Indem du die Chance verstreichen lässt, wirklich die Ursache herauszufinden, verlagerst du das Problem doch nur. Es gibt trotzdem jede Menge Welpen mit Missbildungen und Defekten - nur nicht in deiner Wurfkiste. Nach meinem Verständnis von Zuchtethik bist du aber für alle anderen genauso verantwortlich.

Wenn in der Hundezucht ein Zuchttier nachweislich einen Defekt vererbt, bekommt es ein Zuchtverbot auf Lebenszeit. Wie wäre das denn in der Katzenzucht? Dürfte der bewusste Kater denn überhaupt noch weiterhin zum Decken eingesetzt werden?
Ohne eindeutigen Nachweis wird niemand ein Zuchtverbot aussprechen. Und die sind ja schwierig, wenn alles unter den Teppich gekehrt wird und jeder still für sich kastriert.
Dann frage ich doch mal da: wieviele Tiere kennst du denn, wo nachweislich ein Zuchtverbot ausgesprochen wurde?

Noch zum Thema Schwellenmarker. Da tut sich für mich das nächste Problem auf. Wie viele Kitten müssten geboren werden, damit man einigermaßen sicher sein kann, dass es sich nicht um einen Erbdefekt handelt? Wenn gleich im ersten Wurf der Defekt auftritt, hat man Gewissheit. Wenn aber nicht, wie viele weitere Testpaarungen wären erforderlich? Und wie hoch wäre das Restrisiko immer noch, selbst wenn schon 10 oder noch mehr gesunde Kitten geboren worden wären?
Gerade bei Defekten, die durch Markervererbung auftreten, sind Rückverpaarungen der einzige Weg, das eindeutig zu klären. Jetzt fallen mir spontan nur Defekte ein, die nicht lethal sind - zum Beispiel wird ein Knickschwanz über Schwellenmarker vererbt. Ohne Rückverpaarungen ist doch gerade das alles Spekulation.
 

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