Katze ohne richtiges Zuhause

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Mondlicht

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Hallo zusammen,

also es geht um den jungen Tigerkater Carlo (höchstens zwei Jahre alt) der beharrlich bei uns nach einem Zuhause sucht. Wir wohnen am Rand von einem winzigen Dorf, er streunt den ganzen Tag, belagert uns aber trotzdem regelrecht und schlüpft immer wieder mit rein. Total zutraulich und schmusig, echt süß.
Ehemalige Nachbarn, die ein paar Kilometer weggezogen sind und denen der Carlo gehörte, erheben immer noch eine Besitzanspruch auf ihn, auch wenn sie sich nicht mehr kümmern. Er schnorrt sich halt durch, aber in ein anderes Zuhause geben
dürfen wir ihn auch nicht.
Es gäbe da jemanden, der Carlo haben möchte... aber da führt eine gut befahrene Straße am Haus vorbei, und er ist mit Verkehr allerdings überhaupt nicht kompatibel... eine Kamikaze-Katze halt, viel zu vertrauensselig und wenig instinktsicher was Autos betrifft.

DAS PROBLEM ist.... wir haben bereits eine Katze. Es ist eine 15 Jahre alte Perserdame, die schon immer eine leidenschaftliche Einzelgängerin war. Wenn sie dem Carlo begegnet, geht er immer freundlich auf sie zu, aber sie faucht und knurrt, meist reagiert er dann nach einer Weile genauso. Manchmal holt sie sogar mit der Tatze aus... Irgendwie hab ich Angst, dass wir unserer alten Jenny die Konfrontation mit dem Kater nicht mehr zumuten können... obwohl eigentlich auch meine ganze Familie (Mann und drei Kinder) ihm gern Unterschlupf geben würden.

Was würdet ihr vorschlagen? Es mit den beiden versuchen? Oder den Carlo in ein Zuhause geben, wo er halt erstmal Respekt vor Autos erlernen muss? Oder ihn einfach nur abends für ein paar Stunden auf dem Flur liegen lassen? Ist es für eine Katze überhaupt gut, wenn sie bei der winterlichen Kälte abends aus dem Warmen direkt wieder ins Freie geht? Allerdings ist es für die Katze auch blöd, wenn wir ihn immer wieder raussetzen... es ist nicht möglich ohne ihn ins Haus zu kommen, er sucht Nähe zu Menschen, und naja... was kuschelig warmes zum liegen halt auch. Wo er nachts ist, weiß ich nicht.... vielleicht in einem offenen Schuppen, manchmal auch mit einer Kuscheldecke bei uns in einem Bollerwagen auf der bedachten Terrasse. Weiß nicht, ob sowas als Quartier für die Nacht ausreicht?

seid lieb gegrüßt
Sabine
 
03.12.2005
#1
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Xayide

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Hi,
also ich würds mit den beiden probieren.
Wie die beiden aufeinander reagieren ist vollkommen normal.
Das ist bei jeder Katzenzusammenführung so, wenn Du möchtest, lies Dich doch mal durch entsprechende Threads.
Im Allgemeinen sagt man, solange kein Blut fliesst, ist alles im grünen Bereich.
Bisschen fauchen, anknurren, Pfote heben ist da noch gar nichts.
Selbst größere Fellfetzen die mal liegen können gehören noch zur normalen Reaktion von Katzen die vergesellschaftet werden, da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

An einen Platz mit Straße in der Nähe würde ich ihn nur und ausschließlich dann geben, wenn der Audlaug so gesichert wird, das der Kater nicht an die Straße kommt.

Wenns gar nicht anders geht, könnt ihr ihn immer noch abends für ein paar Stunden in den Flur lassen, das ist immer noch besser, als ihn auf einen Platz zu geben, wo er ziemlich sicher unters Auto kommen wird (und Angst vor Autos erlernen Katzen zwar- aber das nützt ihnen in den restlichen paar Minuten ihres Lebens auch nichts mehr...).
Wenn er gut genährt und gesund ist, wird er den Winter auch draussen überstehen, wenn er einen warmen, trockenen Schlafplatz hat.
Ich würds aber erst ausprobieren, ob die Katzen sich nicht doch aneinander gewöhnen.
Selbst wenns nur ein Burgfriede wird und die Katzen sich aus dem Weg gehen ist das für Carlo und Deine perserdame sicher akzeptabel.

Ach nochwas: Wenn es euch möglich ist, würde ich den Kater mal zum Tierarzt bringen und checke lassen ob er kastriert ist.
 
R

Ratatorsk

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Ich würde es auch probieren mit den Beiden!
Sie müssen ja auch keine dicken Freunde werden, aber ich denk nebeneinander leben werden sie lernen. Das gefauche oder Heben der Pfote ist nicht sonderlich dramatisch.
Es wär so schön für den Kater wenn er sich seine netten Dosis aussuchen könnte- und er hat euch ja quasi schön gewählt ;)
Gebt euch nen Ruck und nehmt ihn auf...
 
M

Mondlicht

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Hm.... habt schon mal vielen lieben Dank für eure Antworten!
Es wäre auch schön, wenn wir ihn nicht immer versuchen müssten im Flur zurückzuhalten, damit es keinen Ärger gibt mit der Jenny. Ich habe allerdings Angst davor, der Jenny ihren Lebensabend mit dem Kater irgendwie zu verderben. Unsere Tierärztin meinte letztens, dass die Jenny für eine Perserkatze schon ein stattliches Alter erreicht hätte. Hab Angst, dass die Auseinandersetzungen mit Carlo sie vorzeitig altern lassen würden..... weil es ja Stress für die alte Dame bedeutet. Andererseits haben wir auch drei sehr laute Kinder, mit deren Remmidemmi sie auch gut klarkommt. Mach ich mir da unnötige Gedanken?

Kastriert ist der Carlo, das weiß ich ganz sicher... er hat ja mal Nachbarn von uns gehört. Nachbarn sind weg, Kater noch da. Find ich auch traurig, dass die sich nicht drum kümmern, wo er nachts schläft oder ob er gesund ist... zum spazierengehen aufs Feld nehmen sie ihn gern mit, wenn sie hier mit dem Hund vorbeikommen... naja.

liebe Grüße aus Lüneburg
Sabine
 
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sabine.wer

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hallo,

also, ich würde den Kater aufnehmen und es probieren. Er hat Euch bestimmt nicht ohne Grund "ausgesucht". :wink:

LG
Sabine
 
Saskia

Saskia

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tja

ich bin dann ja eher nicht so im Mainstorming des Forums.

Bei aller Großherzigkeit - und so klein ist mein Herz auch nicht - aber wenn ich eine gesetzte Perserkatzendame hätte, die gerne auch eine Einzelkatze bleiben möchte, würde ich im alter von 15 Jahren mit Sicherheit keinen Versuch einer Zusammenführung starten. Es sei denn, es bahnt sich sowas wie eine mögliche Liebe an. Soll es ja auch im Alter geben.

Aber wenn die Dame eigentlich nicht möchte - dann würde ich auch nicht wollen..Das Wohlbefinden meines bereits vorhandenen Katzenhaushaltes hätte bei allem Mitgefühl immer Vorrang.

LG Saskia
 
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Xayide

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@Saskia
Käme das nicht auf den Versuch an?
Das was Mondlicht beschreibt ist doch ganz typisch für jede Katzenzusammenführung.
Wenns schlimmer wird, wird sie der alten Dame mit Sicherheit Vorrang geben, aber so..
Wie Du selbst sagst, vielleicht wird ja noch Liebe draus, aber das kann unter Umständen eben dauern.

Und bis jetzt hat ja jeder zu einem Versuch geraten, nicht dazu, den Kater auf biegen und brechen der alten Dame aufzudrängen.
 
M

Mondlicht

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Versuchen.... ja versuchen möchten wir es schon. Und auch beobachten, wie es der Jenny dabei geht.
Grade eben ist der Carlo wieder zur Terrassentür reingeschlüpft und wurde prompt vom anderen Ende des Wohnzimmers her von Jenny angefaucht. Er blieb tief beeindruckt stehen, sie hat ihn noch ein paar Momente lang angestarrt und ist dann wieder ihrer Wege gegangen. Vielleicht darf ich das so deuten, dass sie lernen könnte ihn zu akzeptieren.

@Saskia
danke für deine beherzte Antwort. Ein großes Herz für alle Tiere, vor allem für die Schwachen, hab ich auch... doch das Wohlbefinden von Jenny liegt mir auch sehr am Herzen. Als junger Hüpfer stand sie total bei ihrer Schwester unter dem Pantoffel und konnte sich erst richtig entspannen und aufblühen, als die Marylin ein neues Zuhause bekommen hatte. Für den Rest ihres Lebens würd ich ihr schon gern ein ebenso entspanntes ruhiges Heim bieten... sehr gern auch mit Kamikaze-Carlo.

seid nochmals lieb gegrüßt
Sabine
 
S

Susa34

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Meine alte Kimmi ( 16 Jahre ) war auch nicht begeistert, als ich ihr letztes Jahr Paula vor die Nase gesetzt habe. Nun ist es aber so, dass sich die beiden einfach aus dem Weg gehen. Kimmi kriegt immer zuerst Futter , dann Paula. Inzwischen kam noch Mia dazu. Hier das gleiche Spiel anknurren, Bescheid sagen wer hier der Chef ist , und gut ist. Solange die Jungen die Alte in Ruhe lassen ist alles ok. Ansonsten faucht und knurrt sie mal, dann halten die Jungen wieder respektvoll Abstand.
 

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