Katze geplant, aber welche??

Diskutiere Katze geplant, aber welche?? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo, meine Freundin und ich wollen uns anfang des nächsten Jahres einen Stubentiger zur Untermiete halten. Wir sind beide Studenten und leben in...
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #1
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Le-smudje

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Hallo,
meine Freundin und ich wollen uns anfang des nächsten Jahres einen Stubentiger zur Untermiete halten. Wir sind beide Studenten und leben in einer 50 qm Wohnung in Würzburg. Ein Zugang zu einem "sicheren" Garten wäre da aber eigentlich haben wir uns eher für eine Reine Wohnungkatze entschlossen. Nun einige Fragen:

1. Ich weiß von den Hunden mit denen ich aufgewachsen bin, dass es während der Läufigkeit (Rolligkeit) schon mal zu unschönen Flecken usw kommen kann. Unsere Hündin bekam dann immer ein Höschen an. Wie macht man das mit Katzen oder ist da das "auslaufen" nicht so problematisch?

2. Katze oder Kater als Einstieg?

3. Es sollte eine Rassekatze werden, uns gefallen Maine Coon und Waldkatzen sehr gut jedoch habe ich schon vereinzelt gelesen, dass man diese nicht einzeln halten sollte, stimmt das?

4. Sollte es eine Reinzucht sein oder sind Mischlinge nicht oft freundlicher?

5. Wir müssen des öffteren mit dem Zug übers Wochenende Wegfahren. Natürlich soll da die Katze nicht alleine bleiben. Gibt es da mit Transport bzw Bahn Probleme oder verreisen KAtzen auch mal ganz gerne am Wochenende?

6. Kennt jemand einen Verein oder Züchter aus Würzburg und Umgebung?


Vielen Dank schonmal der Benni
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #2
hallo,
also ich kann Dir nur aus Erfahrung sagen: würde ich heute "neu" anfangen mit einer Katze, ich würde nie wieder "nur" eine nehmen. Du bist Alleinunterhalter des Tieres und kannst einfach nie eine andere Katze ersetzen. Es kann sein, das sich das Tier trotzdem bei Dir langweilt, obwohl Du gewillt bist, viel mit ihm zu spielen oder Dich zu beschäftigen. Also nimm lieber gleich 2 :wink:

Ausserdem glaube ich nicht, das eine Katze an vielen Wochenenden gerne verreisen möchte. Katzen bleiben lieber in ihrer gewohnten Umgebung, ich kenne jedenfalls keine, die oft und gerne verreist.
Hast Du 2, die können auch mal ein Wochenende alleine bleiben, wenn Du jemanden liebes hast, der dann mal füttert, streichelt oder spielen kommt. Ausserdem glaub mir: Du hast dann nicht so ein schlechtes Gewissen, wenn Du sie alleine lässt, sie haben ja dann jemanden, um zu "kommunizieren".

LG
Sabine (mit Caruso, der auch nicht so ganz glücklich ist, "noch" alleine zu sein.)
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #3
Ich kann Sabine nur recht geben.
Zwei sind immer besser als eine, es sei denn, Du nimmst ein älteres Tier, das erwiesenermaßen unverträglich mit anderen Katzen ist.

Zur ersten Frage:
Katzen tropfen nicht.
Allerdings sollte man sie trotzdem unbedingt kastrieren lassen.
Unkastrierte Katzen werden immer schneller und öfter rollig, bis sie dauerrollig sind.
Die Katze meines Bruders (Norwegische Waldkatze) verfiel nach der ersten Rolligkeit sofort in eine Dauerrolligkeit.
Passiert selten, aber es kann passieren.
Rolligkeit ist extremer Streß für Katzen (und unglaublich nervtötend für Menschen) sie können mitunter dann sogar das fressen vergessen und abmagern.
Zudem entwickeln unkastrierte Katzen eher Zysten und Tumore.
Eine unkastrierte Katze kann auch leicht mal eine Gebärmutterentzündung bekommen, die eine Not-OP notwendig macht.
Unbehandelt kann das zum Tode führen.

Die Kastration ist nur ein kleiner Routineeingriff.
Bei Katzen kostet das bei uns zwischen 90 und 100 Euro, für einen Kater um die 50 Euro.
Wobei die Kastration beim Kater ein so kleiner Eingriff ist, das nichtmal genäht wird.

Kater oder Katze- reine Geschmackssache.
Katern sagt man nach, das sie eher Schmuser sind, dafür aber grober spielen (untereinander).
Katzen sollen eher zickig sein.
Sicher gibt es Ausnahmen.
Wir persönlich haben einen verschmusten Kater, eine zickige Katze,die nur ab und zu zum schmusen kommt und einen zickigen Kater, der bisher auch nicht schmusen mag (ist aber erst ca. 15 Wochen und wir haben ihn erst 10 Tage lang), also zwei totale Klischeekatzen und eine untypische. :lol:

Zu drei:
Katzen sollte man, wie erwähnt, generell nicht einzeln halten.
Sie sind sehr soziale Tiere, denen ein Mensch nie den Artgenossen ersetzen kann.
Maine Coon sind wunderschön, man sagt ihnen aber nach, das sie "ihrem" Menschen zwar auf Schritt und Tritt folgen, trotzdem aber lieber distanziert bleiben- Schmuser sind sie nicht unbedingt (ich hab keine Erfahrung damit, ich geb nur wieder, was ich von Maine Coon Besitzern gehört habe.)
Etliche Maine Coon Besitzer bescheinigen ihren Katzen auch eine Affinität zu Wasser- sie baden zwar nicht freiwillig, pritscheln aber gern am Wassernapf rum und spielen mit tropfenden Wasserleitungen.
Bei Maine Coon muss man auch einbeziehen, das sie sehr groß und schwer werden, da sind stabilere Kratzbäume unbedingt angebracht.

Ausser meinem Bruder kenn ich niemanden mit einer Norwegischen Waldkatze- die ist aber sehr lieb.
Sie hat ne sehr kräftige Stimme, ist recht gesprächig, kommt ab und zu zum schmusen und übt ansonsten, wie sie am majestätischten posieren kann.
Fellpflege ist unerlässlich, sonst gibts verfilzte Stellen.
Und was da öfters an Fell rumfliegt (zweimal im Jahr) ist nicht ohne.

Wenn Rassekatze, dann bitte eine richtige, mit Papieren.
Billige Rassekatzen oder Mixkätzchen stammen von Hinterhofvermehrern oder Privatleuten, die kein Geld in unbedingt notwendige Voruntersuchungen, Impfungen, Ernährung usw stecken und die Kätzchen sehr oft viel zu früh abgeben.
Inzüchtige Verpaarungen können da auch nicht ausgeschlossen werden, da ja keine Papiere vorhanden sind, anhand derer man sowas nachprüfen kann.
Billige Rassekatzen kommen oft verdammt teuer- wenn man dann die ersten Monate mit ihnen fast nur beim Tierarzt verbringt.
Deswegen können sie so billig verkaufen, anders ist das nicht machbar.
Rassekatzen sind teuer- man sollte aber bedenken, das jeder seriöse Züchter bestenfalls mit Null aussteigt und oft genug noch Minus macht.

Unsere drei Katzen stammen allesamt aus dem Tierheim, ich würde mich jederzeit wieder für eine entscheiden (oder besser gesagt, für Kater aus dem Tierheim. Unsere Zicke hat mich gelehrt, das Kater mir mehr liegen als Katzen.)
Ich persönlich habs halt nicht so mit Rassekatzen, ist aber selbstverständlihc auch Geschmackssache.
Unsere sind auch reine Wohnungskatzen, da gibts keine Probleme.
(Unsere drei leben übrigens auf 55m², wenn man das Bad und das Schlafzimmer abzieht, wo sie nicht reindürfen. Wichtig ist, das der vorhandene Platz voll ausgennutzt werden kann und jedes Tier einen Raum zum Zurückziehen hat. Bei uns sind das Wohnzimmer, Küche und Flur.)

Katzen sind ortsgebundene Tiere- besser zuhause lassen und jemanden bitten zum füttern zu kommen oder einen Fütterundsautomaten mit Timer kaufen und genug Wassernäpfe aufstellen.

Sorry, mit Züchtern kann ich nicht weiterhelfen.
Stamme aus Österreich und hab, wie gesagt, selbst Tierheimkatzen.
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #4
Hmm, also nichts gegen seriöse Züchter oder gegen Rassekatzen. Aber inzwischen ist es oft schon so, das ich gefragt werde ob ich denn eine richtige Rassekatze oder nur eine "Normale" habe. Das kann es ja nun wirklich nicht sein.

Zum Glück konnte der Mensch bei der Katzenzucht nicht so viel Unfug anstellen wie dies bei Hundezucht zuweilen der Fall ist. Viel zu oft wird bei Züchtern fast ausschliesslich auf das Aussehen oder Verhalten geachtet und weniger auf die Frage nach den Degenerationen sich mit den Jahren in einigen Rassen bemerkbar machen. Abgesehen davon halte ich Preise von mehreren Hundert bis Tausend Euro für ein Tier für masslos übertrieben.

Am wichtigsten ist es die Haltungsbedingungen der Katzenmutter genau zu kennen und sich schon frühzeitig damit vertraut zu machen. Ich persönlich habe seit 1 1/2 Wochen einen kleinen Kater, Mix zwischen Main Coon und EKH, den ich mit 16 Wochen bekam und habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #5
Das Geld für eine Rassekatze ist nicht übertrieben, da der Züchter viel Geld in die Aufzucht des Tieres steckt. Wir haben selber zwei Rassekatzen, obwohl ich nie eine habe wollte (mein Freund hat sich in die "sheba" Katze verliebt und sich durchgesetzt). Ich bin mittlerweile den BKH sowas von verfallen und würde immer wieder Geld für sie ausgeben!
Wir haben super tolle und gesunde Katzen mit tollem Charakter die wir ums nichts in der Welt wieder hergeben!

Dennoch würde ich Dir raten zwei Katzen zu nehmen. Wir hatten auch erst nur eine, aber die war überhaupt nicht ausgelastet und unglücklich und erst seitdem wir zwei haben ist er ausgeglichen und glücklich. Ein Mensch kann niemals einen Artgenossen ersetzen!
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #6
Prinzipiell würde ich dir auch raten, auf jeden Fall 2 Tiere zu nehmen, aus den o.g. Gründen. Gerade wenn ihr gelegentlich weg seid, langweilt sich ein Einzeltier auf 50 m² zu Tode, und ständiges Verreisen ist für Katzen keine wirkliche Alternative, da es eine Menge Stress bedeutet.
Sich langweilende Katzen kommen auch gern mal auf "dumme" Gedanken, wie an Möbeln oder Tapete kratzen, Dinge umwerfen, Sachen anknabbern (Papier/Pappe)...
Aber vorher noch ein paar andere Gedanken:
Kann die Katze / die Katzen die vollen 50 m² ausnutzen? Oder gibt es Bereiche in die sie nicht darf? (Küche, Schlafzimmer...?) Dann wird der Raum nämlich sehr klein für ein oder zwei Katzen. Wenn ihr einen gesicherten (oder sicherbaren) Garten zur Verfügung habt: Warum wollt ihr ihn der Katze nicht anbieten? Es gibt für eine Katze kaum etwas schöneres, und wenn es sich so einfach realisieren lässt?!
Wie oft seid ihr tatsächlich übers Wochenende weg? Wenn es um 1, maximal 2 x im Monat geht, ihr 2 Katzen haltet die zuhause bleiben und versorgt werden, kein Problem. Ansonsten solltet ihr aber vielleicht noch etwas warten mit den Katzen.
Mir ging es genauso - in meiner Ausbildung lebte ich auch 60 m², davon hätte die Katze 50 nutzen können, und ich war fast jedes Wochenende unterwegs. Das wollte ich der Katze nicht zumuten und habe erst 1 1/2 Jahre später, als ich mit meinem Freund zusammengezogen bin und wir nicht mehr ständig unterwegs waren, 2 Kater aus dem Tierheim geholt.

Wegen der Rassekatze: Entweder eine Katze mit Papieren von einem seriösen Züchter (findest du oft über die Seiten von Zuchtvereinen im Internet), oder eine Hauskatze aus dem Tierheim, aber bitte keine "Sonderangebot"-Rassekatze von irgendwelchen "Vermehrern", die nur die schnelle Kohle machen wollen.
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #7
Hi,

Daemia, ich möchte Dir eigentlich nicht widersprechen- mach's bis zu einem gewissen Grad aber trotzdem :wink:

50 qm reichen locker für 2 Katzen, wenn dieser Platz entsprechend gestaltet ist. Viele Klettermöglichkeiten, zB. Es empfiehlt sich nicht, den Katzen das Herumkraxeln auf Schränken usw zu verbieten, denn diese verschiedenen Ebenen bieten praktisch zusätzliche Quadratmeter. Meine Viecher klettern auf ALLE Schränke und auf ALLE Regale, und sie geniessen es sichtlich. Manchmal nutzen sie den Boden wirklich nur, um von einem Raum in den anderen zu gelangen.

LG,
Steffi
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #8
Hallo Benni,

schau Dich doch mal auf meiner HP um - ich züchte nämlich Norweger. Da findest Du eine Menge Infos über die Rasse und auch über die Auswahl des richtigen Züchters. ()

Zwei Norweger kann man gut auf 50m² halten, wenn man auch die Höhe mit dazu rechnet. Auf jeden Fall müssen sie einen anständigen Kratzbaum haben. Mit Ebay-Schnäppchen kommt man da nicht weit.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, den Garten sicher zu gestalten, dann macht das auch. Erstmal vergrößert das die Lebensfläche ja um ein etliches. Und gerade Waldkatzenrassen sind gern draussen. Meine Bande hat ein Freigehege in das sie jederzeit durch eine Katzenklappe können. Sie sind bei Wind und Wetter draussen und genießen es sehr.
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #9
Hallo und danke erstmal für die vielen antworten.
ich denke dass eine 2. katze dann wohl auch kein Problem sein sollte, vorallem wenn es beiden dann besser geht.

Mit "Mischlingen" habe ich keine Billig KAtze vom Vermehrer gemeint, sondern nur nichtgeplante Würfe wo der Vater NAchbars Lumpi war, ich denke ihr wisst was ich meine :wink:. Also ich kenn das nur von Hunden das man eben Mischlingen einen besseren Charakter zuspricht. Ich wollte wissen ob das bei KAtzen auch so ist.

@skovkat danke für den Link du hast wirklich schöne Tiere. Hast du einen aktuellen Wurf?
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #10
@ steffi: Ich glaube, du hast mich falsch verstanden :)
Ich finde 50 m² nicht zu klein - wenn die ganzen 50 m² auch genutzt werden können. Aber wenn dann z.B. die Katze nicht ins Schlafzimmer oder in die Küche darf, und dann nochmal 10 - 15 m² weniger zur Verfügung stehen, wird es irgendwann doch sehr wenig...
50 m² die katzengerecht eingerichtet sind, also mit mindestens 1 deckenhohem Kratzbaum, begehbaren Schränken / Regalen und keinen abgeschlossenen Zimmern sind natürlich völlig ok :)
Bei mir war damals mehr ausschlaggebend, dass ich fast jedes Wochenende weg war, und das keiner Katze (auch nicht in Gesellschaft) antun wollte, und das sehe ich bis heute so :)
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #11
Hallo ich bin heute bei einer Suche im Internet auf einen Maine Coon Züchter gestoßen der wie ich finde einen sehr seriousen Einsruck:

Vielleicht kennt den ja einer und kann mir sagen ob ich da an einer guten Adresse bin.
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #12
Die Seriosität eines Züchters kannst Du nie an der Homepage festmachen. Ich kenne Züchter, die haben Pages, da schlägst Du hinten über, so toll sind die und was da alles draufsteht - holla!

Fährste dann mal in, schlägst Du auch hinten über, aber aus anderen Gründen....
 
  • Katze geplant, aber welche?? Beitrag #13
@Le-smudje
Mit Mischingen ist das natürlich immer so eine Sache. Ich habe selbst ja immer Mischlinge gehabt und deshalb auch einige Erfahrungen.

Das grösste Problem dabei ist, das man meist nicht weiss welcher "Nachbars Lumpi" als Vater in Frage kommt und deshalb auch keinerlei Aussagen zu gesundheitlichen Problemen treffen kann. Aus dem gleichen Grunde kann man kaum etwas über den späteren Charakter der Kleinen sagen. Es ist zwar richtig das die ersten Lebenswochen bei der Mutter überaus wichtig sind, aber die Abstammung ist es ebenso.

Meinen letzten Kater habe ich von einen Bauernhof in der Nähe von Goslar geholt. Später hat es sich herausgestellt das es ein Blendling (Mischung Wildkatze-EKH) war. Die ersten 3 Monate habe ich ihn in der Wohung so gut wie nie zu Gesicht bekommen, so scheu und wild war er. Ein Zurückgeben war auch nicht möglich da seine Geschwister bereits den ersten Winter nicht überlebt haben und dies wohl auch für ihn das sichere Aus bedeutet hätte. Mit der Zeit haben wir uns allerdings recht gut zusammen gerauft und es war der wunderbarste Kater den ich mir vorstellen kann. Vielleicht waren die Schwierigkeiten am Anfang dafür verantwortlich.

Wenn man sicher gehen möchte ist eine Rassekatze natürlich besser, zumal sie nicht weniger anhänglich sind. Bei Rassekatzen hat man zudem noch den Vorteil das man sich neben dem Aussehen auch den Charakter etwas mitbestimmen kann.
 
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