...von klein auf zusammen und haben sich immer super verstanden der ältere (Tiger) hat (Puma seinen Sohn)...Tiger immer agressiver...riecht auch immer wo er gelegen hat oder wo er gesessen hat!...Tiger hat Hormonspritzen ...Psychopfarmaka bekommen... beide sich anmeckern ... kastriert worden wo sie ungefähr ein jahr alt waren!...Mein Freund und ich schlafen auch schon seit Wochen in getrennten Zimmern mit den Katzen weil man sie einfach nicht aus den Augen lassen kann!...
.. Hormonspritze ...Feliway...Psychopharmaka ...... Zylkene ...
Tiger greift Puma nur an er lässt ihn kaum außer Augen sobald er sich bewegt geht er auf Ihn los!...blutig gebissen hat ...Er drängt ihn soweit in die Ecken das er vor Angst alles unter sich lässt(ALLES) mittlerweile macht er aber nicht mehr unter sich da ich halt immer da bin und auf ihn aufpasse!Aber man darf Tiger auch nicht außer Augen lassen denn wenn man einmal nicht mehr guckt hat er ihn schon wieder!Das komische ist z.b heute erst hat er sein Köpfchen geschleckt und ein paar Minuten später hat er ihn schon wieder angegriffen!...
Hallo, Milli,
nochmals: herzlich willkommen im Forum!
Ich hoffe, wir können Euch bei dem schwierigen Problem helfen, das für Euch Menschen so stressig ist, dass Du sogar eine Fehlgeburt hattest. Das tut mir sehr weh zu hören.
Ich probiere nochmal die Fakten kurz zusammenzufassen:
Ihr habt also die beiden Katzen seit fast 5 Jahren, sie sind Vater und Sohn, in der Geschlechtsreife wurden beide kastriert. Sie verstanden sich über 4 Jahre ausgezeichnet.
Seit wenigen Wochen Vater greift den Sohn bis zum Blutig-Schlagen an. Er schnüffelt seine "Fährte" und drängt ihn in die Ecke. Ohne Unterlass. Eine wesentliche Umstellung von Futter/Umgebung oder eine Medikamentengabe gibt es bei beiden Katzen nicht.
Therapeutisch probiert wurde eine Hormonbehandlung, Psychopharmakatherapie, sowie die beruhigende Wirkung von Zylkene beim Älteren, von dem die Agression ausgeht.
Nun zu meinen ersten Überlegungen/ Fragen:
- wir Menschen haben die Ursache bisher bei der grossen, starken Katze (Tiger) gesucht. Vielleicht liegt das Problem aber an entweder den beiden (Tiger und Puma) oder beim Schwächeren (Puma) oder sogar bei uns Menschen selbst.
- welches Psychopharmakon wurde gegeben?
- welche Hormone wurden gegeben?
- gibt es sonst noch Auffälligkeiten im Verhalten des Tigers (Grosser)?
- gibt es sonst noch Auffälligkeiten im Verhalten des Pumas (Kleiner)?
- hat sich das Verhalten mit dem vorzeitigen Schwangerschaftsende geändert?
- fiel die Verhaltensänderung zeitlich mit der Schwangerschaft zusammen?
Nun zu meinen ersten Lösungsansätzen:
- Ihr scheint also die Möglichkeit zu haben, die beiden räumlich zu trennen. Wäre es möglich, beide in unterschiedlichen Räumen zu halten und eine Weile sie zur Ruhe kommen zu lassen?
- Ich würde Feliway unbedingt weiter benutzen. Das ist der Lösungsansatz, der mir derzeit am plausibelsten erscheint. Denn hier handelt es sich um das Gesichtspheromon, das die Katze durch Reiben ihres Körpers an ihrer Umgebung und ihrer Bezugspersonen verteilt. Das kann die Lage auf Dauer wirklich entspannen, soweit irgend möglich.
- wäre ich Tiearzt, würde ich Urin- und Stuhlproben auf "pathogene Keime" (zu deutsch: Erreger) untersuchen lassen.
- Eine generelle Abklärung hinsichtlich typischer Krankheiten beim Kleinen (Puma) sollte auch vorgenommen werden. Manchmal werden kranke Tiere von den Stärkeren aus dem Revier gestossen.
- Vielleicht sind bei Tiger oder bei Puma die geschlechstspezifischen Katzenhormone, die das agressive Verhalten untereinander beeinflussen könnten (z.b. Testosteron) erhöht.
Da denke ich an eine Blutuntersuchung von Puma und Tiger. Vielleicht hat sich z.B. durch eine Hormon produzierende Geschwulst trotz Kastration etwas geändert. Oder alternativ ist er nicht vollständig kastriert aufgrund eines Hodenhochstandes oder einfach eines unvollständigen Eingriffes (Ultraschalluntersuchung)!
Zum Schluss eine Anekdote aus unserer Wohnung:
Hier sind zwei nah verwandte kastrierte Kater seit ihrer Kindheit zusammen, in sehr unterschiedlicher Körpergrösse, beide fast 1,5 kg Unterschied im Körpergewicht. Sie haben sich zweitweise so schlimm geprügelt, dass der Grosse beinahe ein Auge verloren hätte und der Kleine hatte mehrfach so zerbissene Läufe, dass er gehumpelt hätte. Durch modulierendes Eingreifen durch uns Zweibeiner konnten wir diesen Konflikt schlichten, so dass die beiden sich tolerieren, verwöhnen, miteinander toben, friedlich ihre Bereiche im gemeinsamen Revier abgesteckt haben.
Wie wir das geschafft haben?
Wir haben jedem seinen Bereich zugeteilt. Und dem grossen, genauso wie du, veboten und geschimpft, wenn er den kleinen in seinen Räumen, die den Grossen eigentlich nicht interessierten, gestört und attackiert hatte. Wir haben dem kleinen Rückzugsmöglichkeiten angebeoten, von denen er aus alles sehen und beobachten (kontrollieren konnte) und die er gleichzeitig gut verteidigen konnte. Sehr gut eignen sich dafür Höhlenschlafplätze mit seitlichen Gucklöchern und kleinen Ausgängen.
Jetzt würde ich mich freuen, wenn du diese Überlegungen kommentieren würdest, Milli