Ratschläge nötig, "umsiedeln" von Freilauf zu Wohnungskatze?

Diskutiere Ratschläge nötig, "umsiedeln" von Freilauf zu Wohnungskatze? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Leute, ich "quäle" mich schon seit längerem mit einer schweren Entscheidung. Vielleicht helfen mir Eure Meinungen/Ansichten/Erfahrungen ja...
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Enigma

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Hallo Leute,

ich "quäle" mich schon seit längerem mit einer schweren Entscheidung. Vielleicht helfen mir Eure Meinungen/Ansichten/Erfahrungen ja weiter.

Also, ich bin vor 6 Jahren aus dem elterlichen Haus ausgezogen und beruflich nach Köln gezogen.
In diesem elterlichen Haus mit Garten in einer wunderbaren verkehrberuhigten Gartengegend habe ich "meinen" kastrierten Kater Zorro schwersten Herzens bei meiner Mutter zurückgelassen. Da Zorro nun mal leidenschaftlichster Freigänger und Jäger ist. (die Nachbarn danken uns die vielen toten Wühlmäuse)
Nun war/ist Zorro aber ausgesprochen "mein" Kater oder besser ich "sein" Mensch. Ich habe noch nie so eine enge Bindung zu irgendeiner Katze gehabt wie zu Zorro. (und ich hatte in 3 Jahrzehnten schon recht viele Schnurrpelze). Wenn ich zu Besuch komme, verlässt Zorro nie meine Seite, bleibt die ganze Zeit bei mir, schmust, spielt und wenn ich dann wieder nach Köln fahre, bricht es mir das Herz. Er schmust zwar auch mit meiner Mutter, aber wohl längst nicht so intensiv. Wenn ich nicht da bin, ist er wohl auch ca 60% des Tages draußen im Garten oder Streunen. Bin ich da, verlässt er das Haus immer nur kurz.

Trotzdem: hier in Köln, wohne ich in einer 74qm 3 Zi-Whg ohne Balkon, unter Dach mit noch nicht mal Fenstern, sondern nur kleinen Dachschrägen. Das Haus hier in Köln liegt zwischen Flughafen und Autobahnkreuz. Die einzige Grünfläche hier ist eine Hundefreilaufwiese. Ich könnte also eine Katze hier nie zum Freigänger werden lassen UND es wäre auch praktisch gar nicht möglich (Dachgeschosswhg, wie soll die Katze aus der Whg, in den Hausflur u dann nach draußen?)
Und ich arbeite u bin daher ca 10h am Tag nicht zu Hause.

Das waren bisher alles Argument, aufgrund derer ich Zorro zu Hause bei meiner Mutter ließ. Er schien ja auch nie wirklich unglücklich bei ihr.
Nun ist er aber schon 14 Jahre alt und die Seniorkrankheiten fangen bei ihm an. Er baut schon ziemlich ab, ist jetzt aber noch nicht krank oder so.... man merkt halt nur "jetzt ist er wirklich alt". Er streunt immer noch u kommt nun immer öfter mit immer schlimmeren Kampfverletztungen nach Hause (er ist zwar kastriert, aber das hat ihn nie davon abgehalten sich mit anderen Katern zu prügeln). Zorro ist ziemlich groß u hat in seinen besten Jahren 8kg gewogen (ohne dabei fettleibig zu sein). Er war wahrscheinlich all die Jahre immer auf der "Gewinnerseite" und muss nun im Alter eben auch einstecken.

Letzten Sommer hatte er plötzlich einen unerklärten Magendarminfekt. Er nahm radikal ab, hatte Durchfall, ass nichts mehr. Die Tierarzt gab ihm nicht mehr lange u ich nahm mir sofort Urlaub und fuhr "nach Hause" und kümmerte mich intensiv um Zorro. 3 Tage später ging es ihm wieder bestens und er fraß wieder. Die Tierarzt konnte sich das nicht erklären und führte die rasche Genesung auf meine Anwesenheit zurück.

Und ich frage mich nun: wäre es vielleicht doch an der Zeit ihn in meine Wohnung nach Köln zu holen? Unsere Tierarzt rät davon ab, mein man sollte so einen alten Kater nicht "verpflanzen" aber ich muss mich immer fragen: "Was ist Zorro wohl lieber, ein Leben mit mir oder ein Leben im Freien?"

Und jetzt Faktor 2:
In Köln in der Wohnung habe ich ja auch Katzen. Nyx u Cassiopei 2 4-jährige Geschwister Mädels, die ich als Katzenkind-Notfall bekam. Eigentlich hatte ich nicht vor Katzen hier in Köln zu haben, da ich wie gesagt hier nur Wohnungskatzen halten kann u ich eigentlich dagegen bin. Aber wie es nun mal so kommt, teile ich mir nun die Wohnung mit den 2 und den beiden scheint es als Wohungskatzen auch ganz gut zu gehen.

Die 2 waren auch schon ein paar mal bei meiner Mutter u Zorro im Haus, als Urlaubsbehausung, während ich im Urlaub war. UND die beiden u Zorro verstehen sich BESTENS. Gleich in der ersten Nacht als Cassi u Nyx im Haus meiner Mutter waren, lagen sie schon zu 3 bei mir im Bett, und Cassi fing an Zorro zu putzen (Cassi putzt aber sowieso alles was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, und selbst Bäume dürften sie nicht stoppen ;) )

Jetzt wäre es aber wahrsch was anderes, Zorro hierher in das Revier der Mädels zu holen... was ja auch nur aus 3 Zimmern u 74qm besteht.

Sehr sehr lange Rede, kurzer Sinn: Was meint ihr, sollte ich den 14 Jährigen Senior aus seiner vertrauten Freigängerumgebung reißen, um ihn dann hier mit 2 anderen Katzen auf 3 Zimmer verteilt zu haben? Dafür wäre er hier bei seinem Lieblingsmenschen (der allerdings 10h am Tag außer Haus ist).

Vielen Dank, wenn Ihr Euch die Zeit fürs Lesen genommen habt. Vielleicht können mir ja Eure Sichtweisen weiter helfen

LG u Cheers!
Uta
 
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  • Ratschläge nötig, "umsiedeln" von Freilauf zu Wohnungskatze? Beitrag #2
Ich würd's nicht machen. Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Er wird seine Stündchen draußen noch immer sehr genießen. Was soll er denn plötzlich in einer Wohnung? Ich denke, sein Umfeld ist genau so wichtig, wie die Bezugsperson. Er hat Deine Mutter, und richtig Freude, wenn Du zu Besuch kommst. Stell' nicht sein Leben auf den Kopf. - so meine Meinung.
 
  • Ratschläge nötig, "umsiedeln" von Freilauf zu Wohnungskatze? Beitrag #3
Hallo,
ich würde auch eher davon abraten. Aber nicht weil Zorro alt ist, sondern weil ich nach deiner Schilderung das Gefühl habe das er als reine Wohnungskatze nicht Glücklich wäre.
 
  • Ratschläge nötig, "umsiedeln" von Freilauf zu Wohnungskatze? Beitrag #4
Ja danke ihr zwei. Das sagt mir mein Bauchgefühl auch. Ich frag mich halt nur manchmal, ob nicht auch ein Stück Bequemlichkeit mein Bauchgefühl beeinflusst, denn alles so zu lassen wie es ist, ist ja auch immer einfacher. Aber einfach muss ja nicht gleich schlecht sein. :) Es ist auf jeden Fall echt gut auch mal andere Meinungen zu dem Thema zu hören :)

Ich sehe dass auch wie Du, Schattenkatze: Mir geht es auch eher um die Indoor-Outdoor Geschichte, als um das "verpflanzen" an sich. Wir haben schon so oft "Senioren" als Notfälle bei uns aufgenommen, die sich relativ schnell eingewöhnt haben. (steckte aber auch immer eine schlimme Geschichte hinter dem alten Zuhause)

Nun habe ich erstmal wieder Urlaub u ich fahr eine Woche nach Hause zu Zorro :)

Vielen Dank für Eure Meinungen!
LG
Uta
 
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