Hallo zusammen,
ich bin neu hier und bisher stiller Mitleser. Nun möchte ich doch mal unsere beiden Neulinge vorstellen und ggf, meine Bedenken aus dem Weg räumen.
Seit vorigem Freitag 29.11.2013 haben wir eine MainCoon Dame bei uns im Haus. Sie ist 2 Jahre jung und heißt Finn. Die Vorbesitzerin suchte ein neues zu Hause für sie, weil das Mädchen in Ausbildung steht, ehrenamtlich viel unterwegs ist und eine kleine 40qm Wohnung hat. Finn war oft von morgens bis abends allein. Für eine 2. Katze hatte das Mädchen keinen Platz.
Da meine Süße türkisch Angora im Juni verstorben ist (danach will man ja erst mal nix neues haben, denn keine andere Katze würde so sein wie die alte geliebte), habe ich es nun doch nicht länger ausgehalten. Meine Vorliebe zu Langhaar-Kuschelkatzen die sehr menschenbezogen sind brachte mich auf die Main Coons. Nun haben wir die Dame hier. Finn hat sich schon richtig gemacht. Versteckt sich nicht mehr, kommt nachts ins Bett kuscheln und tagsüber liegt sie auf dem Terrarium und beobachtet die Umgebung.
Ich bin halbtags berufstätig. Auch wenn es nur 5 Std. sind, die ich außer Haus bin, wollte ich das Tier nicht alleine lassen und habe mich nach einer Zweitkatze umgesehen. Meine Tendenz ging zu einem Kitten (Wunsch unserer 6jährigen Tochter)
Nun überlegte ich, ob ich das Kitten dazu hole, wenn die Große sich eingelebt hat. Oder ob ich es direkt mit hole, bevor die Große Revieransprüche erhebt. Schließlich kennt sie auch seit 2 Jahren keine andere Katze.
Also holte ich das Kitten am Sonntag 1.12.2013 direkt mit dazu.
Seitdem tobt hier die Lucy im wahrsten Sinne des Wortes :-D
Der Zwerg ist 13 Wochen, ein angeblicher MainCoon-Mix, ebenfalls eine Katze und kittentypisch hyperaktiv. Die Kleine wurde mit 8 Wochen von der Mutter weggenommen, weil diese wohl angeblich keine Milch mehr hatte und die Kitten wegbiss. Da der Vorbesitzer ebenfalls ganztags berufstätig war und nur eine kleine Wohnung hatte, wollte er das Kitten wieder abgeben. In meinen Augen ein typischer Fall von unüberlegter Anschaffung.
Finn findet die Kleine nicht sooo witzig und ist zeitweise sichtlich genervt von ihr. Da bekommt sie schon mal eine geflattert, wenn sie ihr beim Fressen in den Nacken springt. Aber ich denke, dass sind auch ganz normale Erziehungsprozesse. Oder?
Beide Tiere sind Wohnungskatzen, da wir ganz oben in einem Mehrfamilienhaus wohnen. Sie haben die kompletten 70qm für sich und wenn wir da sind auch den Balkon.
Anfangs fauchten sie sich nur an. Mittlerweile fressen sie nebeneinander, aber haben noch getrennte Näpfe. Man muss ja nichts erzwingen, ge. Zu futtern gibts immer 2 Mal die gleiche Sorte, damit auch da kein Streit auftreten kann. Morgens werde ich in der Küche sehnsüchtigst erwartet. Beide bekommen dann ihr Guten-Morgen-Leckerchen und sitzen dann auch nebeneinander und fressen das. Wenn ich von der Arbeit komm, steht auch die Hütte noch, die Katzen sind bisher unverletzt (bisher war auch mein Freund zu Hause weil er Urlaub hatte) und sie freuen sich, wenn ich wieder da bin. Dann wird ausgiebig getobt und gespielt.
Was mich nur ein bisschen stutzig macht:
Finn (die Große) spielte angeblich auch super gern und eigentlich mit allem, mit dem sie nicht spielen sollte (Gardinen, Schnürsenkel usw.) - gut, sie war ja auch bis zu 10 Stunden allein. Da würde ich auch nur Mist machen :-D
Jetzt fängt sie langsam an auch mal nen Korken oder eine Spielzeugmaus durch die Wohnung zu schupsen, aber sobald die kleine ankommt, zieht sie sich fauchend zurück. Woran kann das liegen? Fühlt sie sich von der Kleinen zu sehr genervt? Oder ist sie noch nicht richtig angekommen (wir reden ja hier von Tag 7) oder ist ihr einfach der plötzliche Artgenosse unbegreiflich, da sie das ja auch nicht kennt seit sie 12 Wochen war? Oder ist die Kleine vielleicht die dominantere? Ich hoffe nicht !!!! lol
Fakt ist, dass sie sich von der Kleinen überall vertreiben lässt oder sie anfaucht, aber dann dennoch geht.
So viel erst mal dazu.
Direkt im Anhang noch ne andere Sache.
Ich träum nach wie vor von einem Main Coon Kater. Ich überlege in ca. einem halben Jahr evtl. einen dazu zu holen, der dann altersmäßig genau dazwischen liegt. Also zwischen 6 Monaten und 2 Jahren. Meint ihr das geht gut in einer 70qm Wohnung oder wäre das den Tieren ungerecht? Bzw.wie sieht es aus mit einer ungeraden Zahl an Tieren? Zieht da einer gern den Kürzeren oder kann das gut gehen? Hab hier gelesen, dass Kater und Katze nicht immer gut geht, weil die Kater gewichtsmäßig so überlegen sind.
Oh man, langer Text. Dennoch danke für die Antworten UND FÜRS LESEN