Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert???

Diskutiere Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ersmal hallo an euch alle! (Sollte dieses Thema hier falsch sein, bitte verschieben - bin neu hier) Ich habe da ein großes Problem: Mein ganzes...
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #1
T

t.r.i.n.i.t.y

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Ersmal hallo an euch alle!

(Sollte dieses Thema hier falsch sein, bitte verschieben - bin neu hier)

Ich habe da ein großes Problem:
Mein ganzes Leben lang habe ich Katzen um mich gehabt.
Seit 3 Jahren wohne ich nun mit meinem Freund zusammen und jetzt wollten wir zwei Katzen ein schönes Zuhause geben.

Da wir letztens bei einem Bekannten mit einem EKH-Kater übernachtet haben und mein Freund auf der Couch saß und rote Pickelchen an den Unterarmen bekam, habe ich ihn erst zu einem Allergietest bei einem Hautarzt geschickt.

Und was kam heraus?!? Allergieergebnis positiv...
Nach diesem Hauttest wurde noch ein Bluttest gemacht, dessen Ergebnis aber nichts anderes hervorbrachte...
:cry: :( :cry:

Bin ich nun zu lebenslänglicher Katzenlosigkeit verdonnert? *zitter*

Ich habe mich ja schon ein wenig durch das Forum gelesen, aber noch niemanden gefunden, der das gleiche Problem, oder eine gute Lösung für mein Problem hatte.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Eure traurige Mit-Userin
Sarah aus Viersen :cry:
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #2
Also es gibt medikamente aber ob er 20 jahre lang die nehmen wollte..
Evetuell desensibilisierung
Dann gibt es Katzen die wenig haare da sie kaum unterwolle haben!

Ihr könt zur züchtern gehen und fragen ob ihr mal schauen könnt wie dein Freund drauf reagiert und so...

Ausprobieren
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #3
Tja, so eine starke Katzenallergie ist natülich schon ein Hinderungsgrund, denn was macht ihr, wenn statt roten Pusteln eines Tages plötzlich allergisches Asthma vor der Tür steht.

Aber- Katzenallergiker reagieren nicht auf jede Katze gleich.
In den Seren sind einige wenige "Standardkatzen", ich glaube es sind 5, 3 Hauskatzen, eine Siam und eine Perser, enthalten.

Nur weil man auf diese Standardkatzenreagiert, heisst es nicht, das man auf alle gleich oder gleich stark reagiert.

Man sagt,
kastrierte Tiere sind weniger allergen als potente.
Weibchen weniger allergen als Männchen.
Helle Tiere weniger allergen als dunkle.
Langhaare weniger allergen als Kurzhaare.

Die optimale Lösung für einen Allergiker wäre also wohl eine weisse kastrierte Langhaar- oder Halblanghaarkatze ;).
Aber natürlich ist das individuell verschieden.

Zu guter letzt gibt es ja auch Gegenmaßnahmen wie die Desensibilisierung, die beim Allergologen durchgeführt wird.
Dadbei gibt es in regelmässigen Abständen über glaube ich 2 Jahre Spritzen mit erst sehr geringen, dann steigenden Konzentrationen des Allergens.
Der Körper soll sich so ganz langsam an dessen Anwesenheit gewöhnen.

Mein Freund war früher schwerer Katzenallergiker und hat vor Jahren so eine Desensibilisierung gemacht, völlig "geheilt" hat sie ihn zwar nicht, aber wir leben problemlos mit unseren Katzen zusammen.

Hier gilt auch tatsächlich, das er auf Odin (weiss) und Ares (Creme- tabby- Point) gar nicht reagiert, auf den blauen/dunkelgrauen Frajo aber schon.
Merken tat er das im ersten Jahr, wenn Frajo im Fellwechsel war, da hat er dann Antihistaminika in Tablettenform genommen, es waren nur rote Augen.
Letztes Jahr im Frühling war es noch leicht da, im letzten Herbst hat er gar keine Antihistaminika gebraucht.
Frajo ist jetzt wieder seit 2 Wochen im Fellwechsel, und Martin merkt gar nichts.

Es gibt auch noch andere, "exotischere" Methoden, um eine Allergie loszuwerden, von Eigenbluttherapie bis keine Ahnung... es gibt einiges, ich habe keine persönlichen Erfahrungen damit.

Am wichtigsten ist es, falls ihr euch DOCH für eine oder besser zwei Katzen entscheidet, das dein Freund sie möglichst mehrmals besucht und dann ja sieht, wie er reagiert...
Und das er einige Haare von seinen zukünftigen Hausgenossen mitnimmt und mit diesen beim Allergologen dann nochmals gezeilt einen Test machen lässt.
Den muss er dann möglicherweise selbst bezahlen.

Leicht reagieren wird er sicherlich,ob oihr euch und ihm das zumuten wollt und könnt, müsst ihr entscheiden.
Denkt nur gut darüber nach, denn mit Katzen übernimmt man Verantwortung für die nächsten möglicherweise 20 Jahre.

LG
Sandra
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #4
Woodstock und Sandra haben mE sehr gute Tipps gegeben.

Aber von mir noch eine persönliche Erfahrung eines Allergikers:
Es gab Zeiten, da reagierte ich auf Katzen und zum anderen Zeitpunkt wieder nicht. Die letzten Jahren war es sehr schlimm, doch momentan reagiere ich nicht mehr auf Katzen. Oder genauer ich reagiere nicht mehr auf Mutters Katze(von anderen halte ich mich fern), obwohl ich früher auf den kleinen Tiger leider reagierte.

Ich bin starker Allergiker, deshalb könnte und würde ich persönlich keiner Katze ein Heim bieten, auch wenn ich gerade nicht reagiere. Ich weiß nicht was in der Pollenzeit oder überhaupt in ein paar Monaten ist.
Ich weiß nur, dass es weh tut, wenn ein kleines Wesen wieder ausziehen muss. (Hier sei noch gesagt, dass nach dem Auszug einer Katze, die Wohnung nicht direkt allergenfrei ist).

Damit will ich Dir weder großen Mut machen, noch Dich besonders abschrecken. Allergien sind nicht unbedingt ein Urteil für das ganze Leben, man kann auch versuchen was aktiv zur Linderung beizutragen (wie langfristig die oben angesprochene Desensibilisierung oder kurzfristig ANtihistaminika). Doch wenn die Maßnahmen nicht greifen ist niemandem gut getan, dem Allergiker nicht, der seiner GEsundheit und Wohlbefinden ein "Gefahr" aussetzt und der Katze nicht.
Geh es langsam an und teste verschiedene Maßnahmen aus, wie Sandra es schön beschrieben hat. Und Ruhe und Gelassenheit bewahren - ganz wichtig bei Allergien (ich erlaube mir mal hier die Floskel :wink: ).
LG michael
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #5
Ich kann euch auch vor allem nur raten, solltet ihr euch FÜR eine Katze entscheiden, sie mehrfach vorher im Tierheim, beim Züchter oder wo auch immer zu besuchen, um zu prüfen, ob Dein Freund reagiert. Allergiker reagieren nämlich wirklich nicht auf alle Katzen gleich.

Bestes Beispiel bin ich selbst:

Hatte Jahrelang als Kind/Jugendliche eine EKH bei meinen Eltern. Damals WUSSTE ich noch nicht mal (oder damals war es vielleicht auch noch nicht so), dass ich auf Katzen reagiere.

Dann vor ca. 8 Jahren habe ich mal auf die Katzen meines Ex-Freundes reagiert.... mit Augentränen, Kratzen im Hals, Bläschen auf den Lippen... hat mich völlig geschockt.

Seitdem habe ich bei einigen Katzen reagiert, bei anderen (sogar der selben Rasse) GAR nicht. Natürlich war es jetzt ein Risiko, mir selber zwei Stubentiger holen zu wollen.

Ich habe die zwei mehrfach im Tierheim besucht, es ist NICHTS passiert.

Seit vorgestern sind sie nun bei mir und bisher hab ich keinerlei Probleme. Es gibt aber immernoch Katzen, auf die ich mit o. g. Symptomen reagiere...

Also gut überlegen, vielleicht ne Desensibilisierung in Erwägung ziehen und dann einfach ausprobieren.

Auch noch ne Anmerkung: selbst wenn es jetzt nicht geht: einfach in ein paar Jahren NOCHMAL probieren. Man sagt, der menschliche Körper ändert sich alle 7 Jahre. Klingt komisch, aber ich habe es selber erlebt. Allergien, die ich als Jugendliche hatte, waren mit 18 plötzlich, von heute auf morgen verschwunden. Damals waren es Hautprobleme. Kurz darauf bekam ich Heuschnupfen... auch der ist mittlerweile seit 2 - 3 Jahren wieder weg oder tritt nur noch ab und zu GANZ minimal auf. Hab das früher selber belächelt, aber bei mir hats gestimmt.
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #6
Hi,

ich kann nur sagen- es stimmt, dass manche Allergien einfach verschwinden.

Ich war jahrelang sehr allergisch auf Äpfel, Kirschen und Erdbeeren, letzgenannte zwei mein absolutes Lieblingsobst.
Von daher habe ich auch immer mal wieder versucht, 'ne Kirsche oder Erdbeere zu essen, und irgendwann hat es dann einfach wieder geklappt, ohne Anzeichen einer Reaktion meines Körpers. (mal abgesehen von starkem Sabbern *lach*)


Und auch mein Heuschnupfen ist sehr viel geringer geworden, und das, obwohl ich seit gut 2 Jahren auf'm Dorf wohne.
Lass also den Kopf nicht hängen!

LG,
Steffi
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #7
Meine Erfahrungen waren/sind wie folgt:

1987 weißen Perser-Chinchilla-Kater bekommen - keine Probleme.
1991 plötzlich Allergieprobleme in Form von verstopfter Nase und gelegentlicher Kurzatmigkeit (leichtes Asthma?). Pricktest ergab nichts. Bluttest ergab Katzenallergie. Habe Kater trotz Anraten meines Arztes nicht abgeschafft!!! Probleme verschwanden nach ca. 3 - 4 Monaten von selbst und kamen auch nicht wieder.
2003 weißer Perserkater gestorben.
1 Tag nach Einzug der Neuen (Hauskatzen, Kater dunkel mit weiß, Katze weiß mit schwarzen Flecken) plötzlich leichte Atemprobleme. Später hin und wieder verstopfte Nase. Hatte gehofft, daß sich die Probleme auch in diesem Fall von selbst geben würden. Hat leider nicht so ganz geklappt, die Abstände sind allerdings größer geworden. Kann wochenlang mit den Katzen zusammenleben, ohne irgendwelche Reaktionen zu zeigen. Plötzlich treten die Atembeschwerden wieder auf. Habe mittlerweile ein Asthmaspray, das ich im Bedarfsfall benutze, was aber sehr selten ist. Lebe sehr gut damit und kann nur hoffen, daß die Atemprobleme nicht schlimmer werden.

Es ist also tatsächlich so, daß man auf manche Katzen reagiert, auf manche nicht. Und wenn die Allergie nur leicht ist, kann sich der Körper unter Umständen auch darauf einstellen und immun gegen die Allergene werden.

Ich würde auch auf jeden Fall empfehlen, Euch zuerst eine Katze auszusuchen und dann über einen längeren Zeitraum testen, ob Dein Freund allergisch darauf reagiert (wenn das möglich ist :?: )
Sollte er reagieren, würde ich von vornherein auf eine Katze verzichten. Das ist zwar hart, aber eine Katze, die man bereits liebgewonnen hat, wieder abgeben zu müssen, bricht einem das Herz.

In so einem Fall könnte man sich Alternativen überlegen: Du könntest z.B. ehrenamtlich im Tierheim mitarbeiten und Dich dort um Katzen kümmern. Ich weiß, ist nicht das gleiche - aber besser als nichts.

Ich drücke Dir die Daumen, daß Ihr eine Katze findet, bei der Dein Freund "keine Pickel" bekommt.
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #8
Meine Allergien wechseln auch tatsächlich fast pünktlich alle 7 Jahre, ich habe immer eine zur Zeit.

Erst war es Birke, dann waren es Gräser, jetzt ist es scheinbar gar nichts mehr.
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #9
Vielen Dank schon mal für eure Tipps.
:roll:

Die Frage, die ich mir gerade stelle:
(@Tini77)
Im Tierheim gibt es ja meist ein Katzenhaus, in dem viele Katzen leben.
Kann man es denn da wirklich ausprobieren, dass er auf eine Katze nicht reagiert, wenn die ganze Luft voll mit Allergenen ist?
Und wenn ich mir eine ausgesucht habe und er auf sie reagiert,
müssen wir heim und ne Woche später wieder hin und die nächste Katze "ausprobieren"...
Ist doof, oder?
Aber was würde ich nicht alles dafür tun :lol:
Macht das Tierheim solche "Spielchen" mit?
Nicht, dass es bei einer/zwei Katzen klappt und die die dann schon vermitteln, bevor wir sie abholen (nach ein paar Besuchen). :shock:

Meine Befürchtung ist ja, dass wir da rein gehen und er umkippt...
Ich weiß ja nicht, wie stark die Allergie ist. Laut Test ja stark, aber in der Praxis bei der einen Katze "nur" Pickelchen (rote Pünktchen). :roll:

Leider haben wir hier im Ort kein Tierheim, da müsste ich schon was fahren...

Ich hoffe, ihr habt noch ein paar hilfreiche Worte für mich :cry:

Liebe Grüße
Sarah :roll: :roll:
 
  • Zu einem Leben ohne Katzen verdonnert??? Beitrag #10
(@Tini77)
Im Tierheim gibt es ja meist ein Katzenhaus, in dem viele Katzen leben.
Kann man es denn da wirklich ausprobieren, dass er auf eine Katze nicht reagiert, wenn die ganze Luft voll mit Allergenen ist?
Und wenn ich mir eine ausgesucht habe und er auf sie reagiert,
müssen wir heim und ne Woche später wieder hin und die nächste Katze "ausprobieren"...
Ich könnte zumindest antesten, ob ich auf eine betimmte Katze reagiere, doch sichergehen könnte ich dennoch nicht.
Es ist eigentlich das gleiche Prinzip wie beim Pricktest. Ich berühre das potentielle "Allergen" und spüre ob ich reagiere oder nicht. Gerade wenn die Haut einen kleinen Riss hat, aber auch schon ganz normal über den Schweiß.

Also Katze aus dem Katzenhaus und tüchtig streicheln könnte funktionieren. Jedenfalls bei mir, doch wie angedeutet, habe ich schon einige Erfahrung und kann in etwa differenzieren, welche Reaktion von was kommt.
Deinen Freund in ein Katzenzimmer zu stellen halte ich für nicht sinnig, wie Du selber andeutest, kann man dann nicht mehr sagen auf was er genau reagiert. Wahrscheinlich ist die Katze durch den Kontakt mit anderen Katzen auch fremdkontaminiert und Dein Freund könnte ach auf die Allergene einer anderen Katze reagieren, mit der sie kurz vorher noch kuschelte.

Kompliziert das ganze. Versuch es am besten mit Hyposensibilisierung und handele bedächtig.
 
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