Thema: Turbulente Rasselbande

Diskutiere im Katzen Forum über Turbulente Rasselbande im Bereich "Meine Vorstellung". Ein herzliches Hallo in die Runde. :3 Wir haben kürzlich Nachwuchs erhalten, zwei Schwestern (die schwarze Floki und das Tigerchen Frieda, jetzt 12 Wochen), und ein Stiefbrüderchen (weißgetigert, Finnegan, jetzt 13). Die Mädchen ...
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Alt 08.07.2018, 20:03   #1
 
Avatar von Dagny
 
 
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Turbulente Rasselbande

Ein herzliches Hallo in die Runde. :3

Wir haben kürzlich Nachwuchs erhalten, zwei Schwestern (die schwarze Floki und das Tigerchen Frieda, jetzt 12 Wochen), und ein Stiefbrüderchen (weißgetigert, Finnegan, jetzt 13).

Die Mädchen (Bild 1) sind uns quasi untergeschwindelt worden; verkauft als 12 Wochen alte, verschmuste Kitten einer zahmen Hauskatze, die sich im Nachhinein als quasi Wildkätzchen vom Bauernhof und 7,5 Wochen alt entpuppt haben. Sie haben die erste Woche nur gefaucht, sobald wir uns näher als 2 m gekommen sind, und ich wußte bis dato noch nicht, was so kleine, süße Pupsnasen doch schon für ein Droh- und Zornrepertoire haben können. Sie haben gespuckt wie die Kobras und geknurrt, gebrummt, gejodelt und geschrien. Besonders Floki,
die mutige Entdeckerin, hat bisweilen geklungen (und ausgesehen) wie ein tasmanischer Teufel.
Dafür haben sie vom dritten Tag an wie die Wildfedern mit den Katzenangeln gespielt, und ich (ehemalige Hundetrainerin), habe sie vom ersten Tag an auf dem Boden sitzend direkt neben meinem Körper gefüttert, und dabei unablässig gestreichelt.

Meine Kinder waren von Anfang an sehr verständnisvoll, achtsam und geduldig mit den Kratzbürstchen; aber da ich wußte, wie sehr sie sich ein Kätzchen gewünscht haben, was man auch streicheln kann, haben wir eine Woche nach ihrem Einzug ein 10 Wochen altes Katerchen dazugeholt. Finnegan (Bild 2) ist vielleicht nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen , aber dafür die größte Knutschnase, die man sich vorstellen kann.

Drei Tage lang hat er zum aklimatisieren im Zimmer meiner Großen gewohnt, dann war die gegenseitige Neugier so groß (all drei saßen ständig auf ihrer jeweiligen Seite der Tür, es wurde mit den Tätzchen geangelt und geshcnuppert), daß ich in einer entspannten, ruhigen Minute einfach die Tür einen Spalt breit offen gelassen habe. Sie haben sich beschnuppert und dann gleich gemeinsam gespeist (wobei Finnegan und Floki sich zuerst den einen, dann den anderen Napf geteilt haben), bevor dann das Gezicke losging. Gerade, als das Gefauche und Geknurre uns gegenüber etwas nachgelassen hat, ging es wieder von vorne los. Der Kater war ja von Anfang an treudoof, immer hin zu den Mädchen und versucht zu spielen, aber die Madames haben sich verhalten, als hätte ich einen sibirischen Tiger mitgebracht. Frieda hatte GANZ. VIEL. ANGST! vor ihm, und Floki hat ihn gejagt, gemobt und Kopfnüsse verteilt (alles harmlos und unblutig).
Dazu fingen jetzt auch die Schwestern an, sich gegenseitig anzufauchen. Streß pur.
Aber 3 Tage später zog Ruhe ein, und 5 Tage nach Finnis Einzug haben alle drei zusammen in der Kratzbaumhöhle geschlafen. (Bild 3, Finnegan und Frieda napping)

Inzwischen hat sich Frieda ein gutes Beispiel an ihrem Bruder genommen. Sie läßt sich streicheln, krümmt den Rücken dabei und schnurrt, und Floki konnten wir schon ein paar mal streicheln, als sie gedöst hat.

Wir sind also sehr gespannt auf die weitere Entwicklung unseres Chaosrudels.

Herzliche Grüße,

Dagny
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Dagny ist offline  
Alt 08.07.2018, 20:03
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Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
__________________
Schäppchen für Fellnasen
Alt 08.07.2018, 20:09   #2
 
Avatar von claudiskatzis
 
 
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AW: Turbulente Rasselbande

Huhu und herzlich willkommen,
Da habt ihr ja ne süße Rasselbande.
Herzige Miezen.
Hab viel Spaß hier beim stöbern und wenn du Fragen hast , immer raus damit.
Du darfst( musst) gerne noch mehr Fotos von deinen Katzen zeigen
claudiskatzis ist offline  
Alt 09.07.2018, 08:37   #3
 
 
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AW: Turbulente Rasselbande

Hallo,

mein Gott sind die goldig.

Wünsche Dir viel Spaß mit der Rasselbande.

LG
Garfield1712 ist offline  
Alt 10.07.2018, 05:32   #4
 
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AW: Turbulente Rasselbande

Ganz süße Miezen habt ihr da. Alles Gute! Toll, wie sich das bei euch entwickelt hat. LG
Ilvy ist offline  
Alt 10.07.2018, 07:41   #5
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Avatar von Andrea64
 
 
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AW: Turbulente Rasselbande

Etwas schade ist es ja schon, dass gleich alle drei Katzen zu früh von ihrer Mutter getrennt wurden. Hättet du dich rechtzeitig an den Tierschutz, oder an eine Pflegestelle gewandt, dann hätte man dich sicherlich besser beraten und bei der Auswahl unterstützen können.
Schön ist, dass sie nun zu dritt aufwachsen können. Ich wünsche dir viel Freude an den wilden Hummeln.

Ach ja, Willkommen hier im Forum!
Andrea64 ist offline  
Alt 10.07.2018, 18:00   #6
 
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AW: Turbulente Rasselbande

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für das herzliche Willkommen. :)

@claudiskatzis: Bei diesen Wuselnasen halbwegs scharfe Schnappschüsse hinzubekommen ist so eine Sache; deswegen zeigen momentan auch die meisten Bilder die Kitties beim Schlafen oder Fressen...
(Bild drei ist der Grund, warum ich keine dösenden Katzen mit Blitz fotografieren sollte; einen vorwurfsvollen Blick stecke ich ja noch weg, aber drei davon...? *hinter Sofa versteck*)

@Garfield 1712: Vielen lieben Dank. Spaß haben wir wirklich eine Menge. Alleine zu beobachten, wie die drei miteinander spielen, sich gegenseitig waschen, kuscheln oder gemeinsam Unfug stiften (...) ist schon unterhaltsamer als Kino.

@Ilvy: Oh ja, sie sind Zucker. Und danke! Gestern gab es das erste Erfolgserlebnis mit Floki (dem Tasmanischen Teufel): Sie hat sich streicheln lassen! Und das, obwohl sie weder gegessen hat noch zu dösig war, um zu reagieren.
In den letzten Tagen ist sie oft dazugekommen, wenn ich Frieda und Finnegan gestreichelt habe. Sie stand dann daneben und hat mitgeschnurrt, aber wenn ich vorsichtig versucht habe, sie zu streicheln, war sie, husch-husch, wieder weg, und hat uns nur aus der Entfernung beäugt. Es gibt kaum etwas more rewarding (ich weiß grade nicht, was das auf deutsch heißt...) als zu sehen, wie ein so scheues Tier langsam Zutrauen faßt.

@Andrea64: Das ist mehr als etwas schade, da gebe ich dir vollkommen recht. "Eigentlich" waren es ja auch zwei andere Katzen, die wir nehmen wollten. Zwei Brüder, EKH aus einer liebevollen Familienaufzucht, die hätten wir erst mit 13 Wochen abgeholt.
Auf die Kätzchen, die ganz dringend zu vermitteln waren, sind wir einen Tag, bevor wir die Katerchen besuchen und anzahlen wollten, über eine Bekannte gekommen, die deren Vermittlerin kannte (von der wir dachten, sie sei die Besitzerin der Katzen). Die ganze Situation war unklar; sie waren ja eigentlich als 12 Wochen alt und handzahm beschrieben, und es stellte sich erst bei ihrer Ankunft heraus, daß da so einiges nicht stimmte.
Der Hintergrund war offenbar der, daß die Kätzchen wild im Schuppen ihrer Tante geboren worden waren, und der Nachbarsbauer gedroht hatte, daß er "die Viecher, wenn sie noch einmal ins einen Garten sch***, wegmacht". Wer, wie wir, auf dem Land lebt, weiß, was das heißt.
Klar, ich hätte sie auch ablehnen und wegbringen und mir "einfachere" Tiere aussuchen können; aber sag doch mal ehrlich: was haben denn solche Wildfedern für eine Chance, vermittelt zu werden? Was hätte die Katzenhilfe mit ihnen gemacht, wo die und die Tierheime voll sind mit handzahmen Katzen, die keiner will?
Ich denke, sie sind bei uns ganz gut untergekommen, und ich wußte auch, als mir klar war, wer da bei uns gelandet ist, worauf ich mich einlasse. Ich habe neben meinen Studium im Tierheim gearbeitet, ich weiß, was "Secondhandtiervermittlung" für ein Trauerspiel ist. Die Möglichkeit wäre gewesen, daß sie niemals zahm würden, sich nie anfassen lassen.
Für mich sind Katzen keine Kuscheltiere, sondern Mitbewohner mit einem eigenen Kopf. Und wenn sie sich nie anfassen lassen würden, wäre das für mich zwar schade, aber ich würde sie trotzdem 15 Jahre + versorgen, beschäftigen und lieb haben.
Letztendlich war die frühe Trennung in der Situation aber vielleicht doch Glück im Unglück, und eine Chance für sie; ich weiß nicht, ob sie überhaupt irgendwann erfahren hätten, wie schön das sein kann, von seinem Menschen gestreichelt zu werden, wenn sie noch 5 Wochen von ihrer Wildmutter gelernt hätten, daß man sich Menschen auf keinen Fall nähern darf. Weil wir super gefährlich sind und mit Schaufeln nach ihnen werfen.
Manchmal ist alles nicht so optimal; aber es kann trotzdem gut werden.
Und vielen Dank für dein Willkommen.
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Dagny ist offline  
Alt 10.07.2018, 20:22   #7
Super-Moderator
 
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AW: Turbulente Rasselbande

Ich kann verstehen, dass die Rettung der Kitten vor dem entsorgt werden den Ausschlag gegeben hat. Vermutlich hätte ich da nicht anders gehandelt. Besteht denn die Möglichkeit darauf einzuwirken, dass das Mutter kastriert wird? Sonst steht spätestens im Herbst der nächste Wurf an...
Andrea64 ist offline  
Alt 10.07.2018, 21:48   #8
 
Avatar von Dagny
 
 
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AW: Turbulente Rasselbande

Das wäre das Beste für alle Beteiligten. Leider besteht kein Kontakt zu der Katzenfütterin direkt.
Sie hat die Kätzchen ihrer Nichte zur Vermittlung übergeben, die hat sie meiner Bekannten von Auto zu Auto weitergereicht, und die hat sie schließlich zu mir gebracht.
Ich hatte versucht über meine Bekannte an wenigstens die Kontaktdaten der Nichte zu kommen, aber sie hat auch nur eine Emailadresse, und da reagiert niemand auf Anfragen.
Hätte ich Kontakt zur "Halterin" der Mutterkatze hätte ich schon angeboten, die Katze einzufangen und zur Kastration zu bringen. Oder zumindest dabei zu helfen. Eine Lebendfalle hätte ich innerhalb von 2 Stunden zur Hand.
Aber da ich nur weiß, daß ich nichts weiß, kann ich nur hoffen, daß der Schreck über den garstigen Nachbarn groß genug war, daß sie sich von sich aus in Bewegung setzt.
Aber, let's be honest: Ich vermute eher nicht.
Dagny ist offline  
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