Wollte meine kleine Vorstellen und auch ihre Geschichte erzählen.
Rosina kommt aus der Türkei. Dort wurde sie misshandelt, wie man mir im Februar 2003 bei der Tierhilfe berichtete.
Auch kommt sie mit keinen anderen Katzen zurecht. Dort kauerte sie im Alter von 10 Monaten in einer abgelegenen Ecke.
Ich wollte eigentlich einen Kater, habe mich dann aber für Rosina entschieden, weil sie mir so leid tat und ich sie aus der Tierhilfe, wo noch viele andere Katzen waren, schnellstmöglich befreien wollte. Gesagt, getan.
Meine Kleine lässt aufgrund iher Vergangenheit keine Leute an sich ran. Selbst meine Nachbarn, die sie schon über 11 Jahre kennt, dürfen sie nicht anfassen.
Ansonsten ist sie total verschmusst, schläft auch bei mir im Bett. Habe zwar ein großes Bett - 1.40m auf 2.00m, aber wache meist an die Wand gepresst auf. Rutsche ich im Schlaf, rückt sie nach. Nun das Problem. Rosina ist Freigängerin und extrem allergisch gegen Grasmilben. Wir wohnen im milden Südwesten - Rheingraben - und hier geht die Grasmilbensaison auch mal von April bis Anfang Dezember. Behandelt wird sie mit Prednisdolon und Antibiotika - Amoxiclav. Ein paar Mal muss ich mit ihr auch zum
Tierarzt. Zuletzt am 26. August, da sie trotz der Medikamentierung am 26. August den halben Rücken offen hatte. Nässende Wunde, Fell komplett ausgefallen.
Davor war sie aber 3 Tage unterwegs. Hatte sie vorher bei den kleinen Wunden mit Calendula Urtinktur zusätzlich behandlet. Natürlich verdünnt in heißem Wasser Alk. verflogen. Das ist für Rosina aber schon Misshandlung, und so kommt die dann halt einige Tage nicht nach hause, bekam da also keine Medikamente. Also ab zum
Tierarzt.. Dort dann das übliche, volle Programm. Langzeitcortison, Langzeitantibiotika, Advantage in den Nacken und Immunsystem Aufbauspritze. Alles war wieder supi, das Fell komplett nachgewachsen. Seit zwei Tagen kratzt sie sich wieder, wieder angefangen mit Prednisdolon. Hier gab es nun 2 Sommertage, heute 26° , das ist doch pervers, Ende September. Mir bricht es immer das Herz, wenn ich Rosina leiden sehe, wenn für uns Menschen die schönste Jahreszeit beginnt. Da fließen auch Tränen, auch als Mann, stehe ich zu.
Nun habe ich heute Bob Martin Spot On geholt. Wie angegeben in den Nacken geträufelt, doch das Meiste ist links am Fell runter gelaufen. Damit sie das nicht abschleckt, habe ich es sofort mit viel Wasser rausgewaschen. Rosina wiegt 4,2Kg, habe sie vor der Anwendung erstmal gewogen. Für Katzen bis 4Kg gibt es ja 0,5mm Pipetten, aber die hatten diese nicht. Also die fast 1mm Pipette hinten ins Genick geträufelt. Da ich das Meiste aber auswaschen musste, wäre es wichtig zu wissen, ob ich die Anwendung wiederholen sollte.
Zu den Grasmilben:
Ich kenne mich da sehr gut aus, kenne deren Gebaren. Nachts sind die nicht aktiv, wir haben die Tag und Nachtgleiche hinter uns. Also dachte ich mir, ich lasse sie bis zum Ende der Saison nur noch nach SU raus, die kommt ja bis zum SA wieder heim. Aber Pustekuchen. Vor Tagen hat das noch geklappt, aber bei der Wärme, war sie nun auch heute den ganzen Tag draussen, kam erst zum SU Heim zum futtern. Sie ging gestern Abend zum SU.
Futter bekommt sie Granata Pet-Ente. Sehr hochwertiges Futter, da ist auch Bierhefe drin. Vitamin B Komplex. Soll ja angeblich Grasmilben, Zecken und Co fernhalten. Wie ihr aber bereits mitbekommen habt, es funktioniert nicht.:-(
Das Futter ist aber trotzdem TOP. Mich regt es so auf, dass es wirklich nichts Vernünftiges gibt. Ständig das volle Programm beim
Tierarzt, kann es einfach nicht sein. Einsperren kann ich Rosina aber auch nicht. Die dreht dann völlig am Rad. Es bleibt ja warm, die Saison dürfte auch heuer wieder bis weit in den November gehen. Tagestemp darf die 12° nicht mehr überschreiten, erst dann ziehen sich diese Biester zurück.
Puh, das war jetzt doch deutlich länger, als ich es wollte, aber hilft ja nix.
MfG
Parker