Etwas zum nachdenken

Diskutiere Etwas zum nachdenken im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; hey leute, da ich heute auf einen thread gestoßen bin, wo es um katzenhasser ging hab ich mir so meine gedanken gemacht.. ich kenne das...
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #1
A

ash88

Gast
hey leute,

da ich heute auf einen thread gestoßen bin, wo es um katzenhasser ging hab ich mir so meine gedanken gemacht..

ich kenne das problem, dass immer noch so viele menschen katzen hassen...
ich selbst habe genug leute in meinem freundeskreis, die katzen aufn tod nicht ausstehen können und derbst schlecht über sie reden.
das älteste und häufigste gerücht ist ja: das katzen böse und hinterhältig sind...

ich persönlich vergleiche tiere immer ganz gerne mit kindern.. denn ich finde da gibt es sehr viele übereinstimmungen.
was machen kinder? man sagt ihnen tausend mal sie dürfen dies oder das nicht machen und hinterm rücken tun sie es dann doch..
rennt man dann rum und sagt, kinder sind böse und hinterhältig??? keiner würde so etwas tun.. und so sind katzen eben auch..
katzen sind sehr intelligente tiere und haben einen starken charakter... das sie sich nicht so abrichten lassen, wie viele menschen das gerne machen würden, ist ja wohl klar..
kinder lassen sich auch nicht abrichten...

jeder kennt bestimmt die situation von bauern.. so richtig typische bauern (ohne jemanden angreifen zu wollen)... viele bauern haben wahnsinnig viele katzen aufn hof leben, sind zu geizig um sie kastrieren zu lassen und wenns zuviele werden, dann "entsorgt" man die kleinen einfach mal schnell...
respekt haben sie den tieren gegenüber auch nicht und wenn halt mal eine nervt, hat man auch keine scheu ihr die mistgabel in den hintern zu rammen.. (nicht alle sind so, das weiß ich, aber sehr viele!).
das katzen sich dabei ernsthaft verletzen können und elendig kripieren, daran denkt dabei keiner...
wenn die katzen dann tot auf der straße liegen, nimmt man halt schnell ne schaufel und schmeist die "matsch-katze" aufn misthaufen..
ich versteh einfach nicht, wie man so respektlos einem lebewesen gegenüber sein kann?!
ich kenns halt nur zu gut..
ich bin in einem richtigen "bauern-kaff" aufgewachsen und hab es jeden tag aufs neue gesehn..
traurig die ganze sache...


also nochmal ne kurze zusammenfassung:
katzen sind böse, hinterhältig, verhasst, nerven und vermehren sich so schnell...
(falls jemand noch etwas weiß, einfach hinzufügen)

aber woher kommt diese einstellung????
ich glaube darauf hab ich eine erklärung..
letztens bin ich durch zufall in der bibliothek auf ein buch gestoßen.. tierkunde aus dem jahre 1954
klar, jetzt mit unserem heuten wissen, reiner blödsinn, völliger schwachsinn..
aber für die damalige zeit?

auf jeden fall stand unter dem thema katzen zusammengefasst folgendes drin:
katzen fühlen sich am wohlsten im haus/wohnung des menschen..
sie brauchen sehr viel wärme, denn ursprünglich kommen sie aus ägypten..
katzen lieben aber eigentlich nicht den menschen (ist ein irrglaube) sondern nur die wohnung. deshalb bleiben sie auch in der wohnung zurück, wenn die menschen umziehen..
katzen wollen sich dem menschen nicht unterordnet, deswegen muss der mensch stärker durchgreifen als zb bei einem hund (der als held und freund des menschen dargestellt wird)...
da katzen sich sehr schnell vermehren und deswegen auch viele kein menschen-zuhause haben und hunger leiden greifen sie vögel an.. sobald man mitbekommt, dass katzen singvögel töten ist es aufgabe des menschen, die katze abzuschießen.. denn so etwas darf man nicht dulden...


etc. so ging es über seiten hinweg...
so sah also das bild der katze aus vor ca. 60 jahren..
dieses buch war ein lehrbuch in schulen.. und nun überlegt wie alt sind eure großeltern??
natürlich wird so ein wissen dann weitervermittelt..
so ein bild prägt...

und es ist nun unsere aufgabe dieses bild endlich zu ändern!!
katzen sind nicht böse! und katzen haben unseren respekt verdient!
aufklärung ist angesagt!
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #2
ja, Dein Beitrag regt wirklich sehr zum nachdenken an. aber es sind Gedanken, mit denen ich mir oft meinen Kopf zerbreche, da ich das alles genauso schockierend finde wie Du & den sozialen Stand der Katze als schrecklich empfinde! die ständigen Vergleiche von Hunden & Katzen sind auch total nervig. Katzen lassen sich halt nicht manipulieren, sie halten sich nicht immer an Regeln. aber ist das ein Grund, sie ständig so zu verurteilen?!

viele bauern haben wahnsinnig viele katzen aufn hof leben, sind zu geizig um sie kastrieren zu lassen und wenns zuviele werden, dann "entsorgt" man die kleinen einfach mal schnell...

in der Nachbarschaft einer Freundin wohnt eine Frau, die ebenfalls eine Katze hat. hab' oft gehört, wie ihre Katze ständig Nachwuchs hat, weil ihre Besitzerin sie aus finanziellen Gründen nicht kastrieren lässt & die Kleinen streunen dann draußen in der Kälte rum. habe mir die Frau vorgenommen. ihre Argumente waren so lächerlich & inakzeptabel, dass ich handgreiflich geworden wäre, wenn sie mir nicht die Tür vor der Nase zugeknallt hätte. vielleicht hab ich's übertrieben, aber solche Leute machen mich aggressiv. als ich beim Katzenschutz angerufen hab, wurde die Katze ihr sofort weggenommen. & ich hab jetzt 'ne Anzeige von der Ollen am A***, aber das war's mir wert!

katzen sind böse, hinterhältig, verhasst, nerven und vermehren sich so schnell...
das waren auch immer die Worte meiner Mutter, bis ich damals meine Katze mit nach Hause nahm & mittlerweile haben wir 2! ..weil meine Mutter einfach begriffen hat, dass Katzen viel mehr sind als die ständigen Vorurteile die man so hört.

ich weiss, dass solche Sachen nur kleine Schritte für die Tierwelt, aber dafür sehr große für mich sind. :smile:

liebe Grüße & einen schönen Start ins Wochenende! ;-)
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #3
Katzen sind einfach nur Katzen. Den Katzen ist das total egal ob man sie für böse hält, die kümmert nur wie du zu ihnen bist. Der Grund warum du das bist, ob du sie gern hast oder hasst tut doch nichts zur Sache. Menschen die menschliches auf Katzen übertragen sind nicht klug genug um zu verstehen das eine Katze nunmal kein Mensch ist. Etwas wie "gut" oder "böse" kommt vom Mensch und es versteht nur der Mensch. Also ist doch unsinnig soetwas ernsthaft zu bedenken. Wenn ich auf wen treffe der so redet, bekommt er kurz gesagt das er keine Ahnung hat. Alles weitere wäre dann eh Perlen vor die Säue geworfen ;-)
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #4
hallo bolli,

ich möchte dir wiedersprechen, dass katzen nur über ihren instinkt handeln und
alleine vom menschen in "gut" oder "böse" eingeteilt werden. katzen haben sehr
ausgeprägte charakter-eigenschaften, die sich besonders bei zuchttieren be-
merkbar machen.

warum sollte ich als mensch nicht annehmen, dass mich meine katze "liebt",
wenn sie doch den harten schreibtisch (mit meiner gesellschaft) dem weichen
bett vorzieht ?

oder warum sollte ich nicht sagen, dass meine katze "böse" ist, wenn sie ihr
leben lang denjenigen verhaut, der ihr die "katzenchips" weggefuttert hat.

beide beispiele sind wahr und es gibt noch viele, viele mehr, die mir beweisen,
dass katzen über sehr viel feingefühl verfügen.

frag mal die anderen hier, wie oft sie schon von ihren katzen "getröstet" wurden.
würde eine katze nur ihre interessen im auge haben, dann würde sie sich den
ganzen quatsch sparen.

lg gismo
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #5
hallo ash,

ich glaube der "katzenhass" wurde bei uns europäern schon im mittelalter,
durch die katholische kirche gesät.

in anderen kontinenten sind katzen immernoch hoch angesehen.

ohne den bauern auf die füße treten zu wollen, wer tiere zum verzehr
züchtet, kann und darf keine tiere "lieben", denn sonst müsste er sich
einen anderen beruf suchen. mit sicherheit gibt es auch hier ausnahmen.
dann werden nicht nur die hofkatzen mit respekt behandelt, sonder alle
tiere am hof.

die situation, die im moment herrscht, kann nur von allen gemeinsam
verbessert werden. dafür sind wir ja alle da und versuchen einen kleinen
teil mit beizutragen.

lg sabine
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #6
Ich hab garnicht über Instinkt geredet. Auch nicht behauptet das sie nur das tun oder nicht Liebe oder Zuneigung empfinden können. Ich meinte sie scheren sich nicht darum warum es so ist. Eine Katze nimmt an was sie bekommt, im Guten und im Schlechten. Dementsprechend reagiert sie, mal instinktiv mal aus dem Bauch heraus.

Es wird aber schwierig wenn man ein Tier als Böse bezeichnen will. Was wir unter Böse verstehen ist für Tiere nicht anwendbar. So aber ist dieses "böse sein" gemeint. Also was wir als Menschen untereinander als böse empfinden.
Unter Katzen gibt es eine Rangordnung, zB wer zuerst frisst oder territorialer Besitz etc. Wir Menschen sind so das wir es oft als böse oder ungerecht empfinden wenn so gehandelt wird. Katzen untereinander tun das sicher nicht. Auch nicht wenn sie mit dem Menschen zu tun haben. Zum Beispiel wenn jemand eine Katze schlägt oder streichelt. Dann hat die Katze individuell eine Situation auf die sie reagiert. Das eine bedeutet Schmerz und Gefahr, das andere wirkt positiv. Das sind individuelle Erfahrungswerte die jede Katze macht und entsprechend darauf reagiert.

Tatsächlich braucht die Katze den Mensch ja nicht und würde, wenn man sie lassen würde, nie die Nähe zum Menschen suchen, es sei denn es gibt Probleme mit der Ernährung oder der Gesundheit oder dem Lebensraum.

Wenn eine Katze in einer Wohnung lebt und mit dem Mensch aufwächst oder sich an ihn gewöhnt bzw. gewöhnen muß dann verändert sich ja das Wesen der Katze. Da bedeutet dann Mensch = lecker Essen oder Mensch = Prügel beziehen, je nachdem.

Aber spezielle Empfindungen wie Trauer oder Sehnsucht nach einem Menschen möchte ich bezweifeln. Soziale Stabilität ist für eine Katze zweckdienlich weil sie den Mensch für vieles braucht. Ohne kann eine Hauskatze nunmal nicht leben. Das ist was jede Katze zuerst lernt, von wem das Futter kommt usw.

Wir holten die kleine Kellymaus und von der ersten Minute an lebte sie auf, keine Trauer keine Sehnsucht bezüglich der Vorbesitzer. Bis jetzt nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil, sie wirkt von Tag zu Tag fröhlicher.

Ich finde man sollte Katze Katze sein lassen und nicht versuchen sie unter menschlichen Kriterien zu analysieren. Also ich versuche halt aus Sicht des Tieres zu denken.
Wenn ich ein Kater wäre dann wäre ich auch nett zu dem der mir satt zu essen gibt und den der mich haut dem kratz ich die Augen aus :D
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #7
klingt einleuchtend.

warum reagieren dann katzen "beleidigt", wenn z.B. eine urlaubsfahrt
gemacht wird und die katze in ihrer gewohnten umgebung zurückbleibt
und auch gut versorgt wird ? oder wenn die familie aus dem urlaub zurück
kommt und die katze mit absicht neben die kiste pfeffert, obwohl es ihr
in der zwischenzeit an nichts gemangelt hat, was für sie "lebenswichtig"
erscheint.

warum stellt sich die katze so sehr auf "menschliche" stimmungen ein,
obwohl es für sie keinen vorteil (hab meine mal patschnass geheult) hat.

dass katzen am abend auf ihren dosenöffner warten ist logisch, aber
warum holen sie den rest der familie auch in´s haus?

ich spreche hier absichtlich nicht von verhältniss katze zu katze.

ich denke, ich würde meinen katzen unrecht tun, wenn ich sie "nur" als
katze betrachten würde. denn insgeheim hoffe ich, dass mich meine
katzen auch nicht nur als "dosenöffner" sehen.

lg gismo
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #8
Wirklich wissen tut man ja garnichts. Ist ja auch bei Menschen oft sehr schwer wenn man verstehen will warum Menschen tun was sie tun :razz:
Wäre schon interessant wenn man mal mit einer Katze reden könnte um mal zu erfahren wie es nun eigentlich ist. Alles was ich zB über Katzenpsychologie gelesen habe läuft nach dem Ursache-Wirkungs Prinzip. Wo im Vordergrund steht welchen Nutzen eine Katze aus ihrem Verhalten zieht, und das sie tut was sie am Leben hält und ihr Vorteile bringt.
Keine Katze würde hergehen und sich umbringen weil sie Liebeskummer hat oder den Verlust eines Partners nicht verkraftet. Auch handeln Katzen nicht destruktiv wie viele Menschen. Habe noch keine Katze gesehen die absichtlich zu ihrem Nachteil handelt.

Als ich gestern von der Arbeit kam hat mich unsern Gismo (main-coon Kater) ganz energisch begrüßt, auch will der immer in meiner Nähe sein. Schmusen will er weniger aber er möchte bei mir sein. Kann sein das er sich in meiner Nähe geborgen fühlt, genau wissen tu ich das nicht.

Aber ash88 ging es ja hier mehr um Aufklärung. Das die Katzen also nicht "falsch, böse, hinterlistig" sind.
Obwohl, hinterlistig müssen sie ja sein wenn sie ne Maus fangen wollen :smile:
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #9
mh woher kommt das?

im alten ägypten waren katzen heilig aber irgendwann kam wohl ein wendepunkt und dann wurden katzen verfolgt. ich möchte jetzt nicht alles wiederholen deshalb zitiere ich mal


Seit Beginn unserer Zeitrechnung hat sich die zuvor vermutlich in Asien und später in Ägypten domestizierte Katze in Europa verbreitet und kaum mit der einheimischen Wildkatze vermischt. Die Römer nannten das Tier zunächst felis, später kam der Name cattus für die Hauskatze auf, auf den die europäischen Bezeichnungen Katze, cat, chatte, gato etc. zurückgehen. Auch pilax („der Haarige“), musio und murilegus („Mäuse-Pflücker“) wurde sie genannt, aber der Wortstamm cattus setzte sich schließlich durch. Allmählich sah man in der Katze nicht mehr die heidnische Gottheit, als die sie in Ägypten verehrt wurde, oder den Vogelfeind, für den die Römer sie hielten, sondern erkannte ihren Nutzen als Mäusejäger, der die Kornvorräte vor Nagern schützen konnte.
Das frühe Mittelalter: Katzen sind nützliche Gefährten

Im frühen Mittelalter waren die zahmen Katzen noch wenig verbreitet und wurden als Beschützer des Hauses durchaus geschätzt. Der Wagen der germanischen Göttin Freya soll von zwei Katzen gezogen worden sein. Im Alltag waren sie als zutrauliche Gefährten und Glücksbringer gern gesehen. Seit dem 6. Jahrhundert finden Katzen in den Schriften von irischen Mönchen Erwähnung, denen sie in den Studierstuben angenehme Gesellschaft leisteten. Nicht nur in Heiligenlegenden tauchen sie auf, sondern auch in Bußbüchern und Gesetzestexten. Letztere bestimmten den Wert einer Katze und regelten die Verantwortlichkeiten ihres Besitzers. Aber auch von der Katze selbst erwartete man bestimmte Eigenschaften und Leistungen. Ihr Wert richtete sich hauptsächlich nach ihrer Tüchtigkeit beim Mäusefang und bei der Aufzucht der Jungen. Auch die Strafen, die ein Katzendieb zu erwarten hatte, waren im Gewohnheitsrecht genau festgelegt.

Neben der Freude an dem zutraulichen Hausgenossen stand zu jener Zeit immer der Nutzen im Vordergrund, den der Mensch aus dem lebenden und dem toten Tier zog. Katzenpelze waren geschätzt und wurden gehandelt. Auch in die Rezepturen der volkstümlichen Medizin haben Bestandteile des Katzenkörpers Eingang gefunden, vor allem zur Heilung von Gicht und Arthritis. Der Verzehr von Katzenfleisch war wohl nicht üblich, doch während Hungersnöten wurden Katzen (und auch Mäuse) gegessen. Hildegard von Bingen warnte im 12. Jahrhundert, dass das Fleisch der Katze wahnsinnig mache, während Ärzte es gelegentlich empfahlen.
Im Hoch- und Spätmittelalter: Dämonisierung der Katze durch die christliche Kirche

War die Katze bis ins 12. Jahrhundert ein guter, Nutzen bringender Hausgeist, so führte die immer kritischere christliche Sicht auf das Tier zu seiner Dämonisierung. Man war eifrig bestrebt, alle Reste des heidnischen Glaubens zu beseitigen und die als unchristlich erachteten Laster der sündigen Untertanen zu bekämpfen. So wird die Katze für die Kirche zur Verkörperung des Bösen und schließlich zum Teufel in Person. Vom 13. Jahrhundert bis zur Zeit der Reformation wird nachdrücklich vor der Schädlichkeit der Katze gewarnt. Zwar beschreiben die nun beliebten Naturenzyklopädien genau beobachtete Verhaltensweisen, doch die Kirche deutet sie auf ihre Weise. Im Rahmen ihrer Tugend- und Lasterlehre vereinnahmt sie die Katze als Beispiel für unmoralisches menschliches Verhalten, vor dem die Untertanen in vielen Predigten immer wieder gewarnt werden. Die Katze sei geradezu ein Ausbund an Lastern:

Die Katze als Symbol des SatansMord- und Beutegier wird ihr vorgeworfen, Lüsternheit und Unzucht, Hochmut, Falschheit und Putzsucht. Listig, heuchlerisch, streitsüchtig sei sie, zudem naschhaft und faul. Die natürlichen Verhaltensweisen, die man an den Katzen beobachtete (sie sind Beutejäger, ihr Paarungsverhalten ist von lautstarkem Geschrei begleitet, sie lassen sich nichts befehlen, sind schlau und geschickt, putzen sich ausgiebig und schlafen viel), wurden als Merkmale ihres schlechten Charakter gedeutet. So wurde die Katze zum Symbol für das Prinzip des Satans. Sie seien, predigte man, von Dämonen oder vom Teufel besessen. Der Teufel suche die Menschen, speziell die Frauen, in Gestalt von Katzen (vorzugsweise schwarzen) heim. Prediger verwiesen auf die Ähnlichkeit der Wörter Katze und Ketzer, und in der Folge assoziierte man sie mit der Hexerei und allen Traditionen und Praktiken, die nicht dem herrschenden christlichen Glauben entsprachen. Ketzer und Katzen wurden Opfer der Inquisition, in zahllosen Hexenprozessen gefoltert, zum Tod verurteilt und verbrannt.

Vollständigen Artikel auf Suite101.de lesen: Katzen im Mittelalter: Vom guten Hausgeist zum Symbol für den Teufel
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #10
Interessanter Artikel, das veranschaulicht ganz gut wie sich das Bild der Katze im Lauf der Zeit entwickelt hat. Warum man einiges mit der Katze in Verbindung bringt. Spontan fällt mir die Schlange ein, mit ihr wird ja ähnlich verfahren. Auch eher im negativen. Dagegen der Fuchs, welcher als Hühnerdieb unterwegs ist wird als schlau und listig, intelligent dargestellt. Wo er aber effektiv mehr Schaden als eine Katze oder Schlange anrichtet, wenn man ihn nicht daran hindert.

Katzen sind so eine Art Hybrid-Tier, wild und unbeugsam aber auch zutraulich und zahm.
Eine Schlange oder ein Krokodil lässt sich generell nicht zähmen, ein Hund dagegen viel zu sehr. Katzen lassen ein gewisses Maß an menschlichem Einfluß zu, leben aber gerne freibestimmt. Katzen lassen sich schlecht kontrollieren und man kann sie nicht so einfach abrichten wie andere Tiere. Das gefällt wohl manchen nicht und anstatt zu sagen, das man eine Katze nicht mag weil sie nicht "dumm" genug ist um sich zu unterwerfen, findet man für Menschen verständliche Assoziationen und Begriffe wie "falsch, böse, hinterlistig, untreu, ..."
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #11
jeder kennt bestimmt die situation von bauern.. so richtig typische bauern (ohne jemanden angreifen zu wollen)... viele bauern haben wahnsinnig viele katzen aufn hof leben, sind zu geizig um sie kastrieren zu lassen und wenns zuviele werden, dann "entsorgt" man die kleinen einfach mal schnell...
respekt haben sie den tieren gegenüber auch nicht und wenn halt mal eine nervt, hat man auch keine scheu ihr die mistgabel in den hintern zu rammen.. (nicht alle sind so, das weiß ich, aber sehr viele!).
das katzen sich dabei ernsthaft verletzen können und elendig kripieren, daran denkt dabei keiner...
wenn die katzen dann tot auf der straße liegen, nimmt man halt schnell ne schaufel und schmeist die "matsch-katze" aufn misthaufen..
ich versteh einfach nicht, wie man so respektlos einem lebewesen gegenüber sein kann?!
ich kenns halt nur zu gut..
ich bin in einem richtigen "bauern-kaff" aufgewachsen und hab es jeden tag aufs neue gesehn..
traurig die ganze sache...

Ich hab vor zwei Tagen eine halbtote Maus einfach aus dem Fenster geworfen. Ich bin mir sicher, dass es Mäuseliebhaber gibt, die eine Rettung der Maus bevorzugt hätten.

So wie es Menschen gibt, denen Katzen egal sind, gibt es mich, dem Mäuse egal sind.

Das Leben ist nunmal grausam und wir können nicht alles Leben retten.

Gruß, Frank
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #12
Sorry, aber welchem Zweck dient dieser Beitrag?

Auch wenn dir Mäuse egal sind mußt du sie nicht so behandeln. Wenn ich alles töten würde was mir egal ist hätte ich keine Nachbarn mehr :shock:
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #13
Sorry, aber welchem Zweck dient dieser Beitrag?

Auch wenn dir Mäuse egal sind mußt du sie nicht so behandeln. Wenn ich alles töten würde was mir egal ist hätte ich keine Nachbarn mehr :shock:

da muss ich was erzählen.
gestern bin ich auf der terasse gewesen um eine zu rauche und nahm ceylan mit...
auf einmal höre ich ein schreien, aber das war nicht ceylan. ich drehte mich um und sah ceylan wie sie eine maus in genick gebissen hat und daran hinderte in unsere wohnung zu gehen. natürlich lief dan die maus irgendwann weg aber hätte ich die maus vor ceylan gerettet? nein es ist für katzen üblich mäuse zu fangen! ich mag zwar alle tiere, aber mäuse doch lieber in der ferne!
bin ich deshalb ein schlechter mensch?
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #14
Also entschuldige mal, was eine Katze mit einer Maus macht ist eine Sache. Was du mit einer Maus machst eine andere. Nur weil man Mäuse nicht mag muß man sie nicht töten.

Kann ja aber sein das du Mäusen generell das Recht zu Leben absprichst. Wie hältst du es mit Hunden oder Vogeln?
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #15
Ich hab vor zwei Tagen eine halbtote Maus einfach aus dem Fenster geworfen. Ich bin mir sicher, dass es Mäuseliebhaber gibt, die eine Rettung der Maus bevorzugt hätten.

So wie es Menschen gibt, denen Katzen egal sind, gibt es mich, dem Mäuse egal sind.

Das Leben ist nunmal grausam und wir können nicht alles Leben retten.

Gruß, Frank


hallo frank,

mir ist klar, dass man nicht jedes leben retten kann...
aber ich persönlich bin zum beispiel eine, ich töte gar keine tiere (zumindest nicht mit absicht).
ich habe fürchterliche angst vor spinnen, sobald ich eine seh flipp ich aus.. hab aber bis jetzt noch keine getötet oder töten lassen.. denn ich finde, jeder sollte respekt vor dem leben haben und jedes noch so kleinste, ekeliges tier sollte geschätzt werden.

als ich noch bei meiner mutter gewohnt habe, haben unsere katzen auch ständig mäuse mit nachhause gebracht lebend oder tot.
wenn sie tot waren, wars ok, wenn sie halbtot waren ließ man sie, wenn sie aber lebendig und unverletzt waren, wurden sie gerettet!
man kann den katzen mäusejagt nicht verbieten, aber warum soll man so herzlos sein wenn die maus noch völlig unverletzt ist?
vor allem, da unsere katzen eh satt genug waren und die mäuse eigentlich nur so zum spaß töteten. ganz ganz selten, haben sie tatsächlich eine gegessen...
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #16
Also entschuldige mal, was eine Katze mit einer Maus macht ist eine Sache. Was du mit einer Maus machst eine andere. Nur weil man Mäuse nicht mag muß man sie nicht töten.

Kann ja aber sein das du Mäusen generell das Recht zu Leben absprichst. Wie hältst du es mit Hunden oder Vogeln?

hahaha ich würde nie ein lebewesen das leben absprechen!
ich töte kein tier aus spaß!
aber wir wissen ja nicht weshalb sie die maus rausgeschmießen hat!
achja und ich hätte die maus jetzt nicht gettet oder verletzt, aber ich hindere nun auch nicht meine katze daran ihren instinkt zu gehorchen!
ja vielleicht fand ich es auch gut das meine katze die maus nicht in der wohnung gelassen hat weil ich sie nun nicht darin haben will!

bolli ich glaube du wirfst gerade zwei user in einen topf

Ich hab vor zwei Tagen eine halbtote Maus einfach aus dem Fenster geworfen. Ich bin mir sicher, dass es Mäuseliebhaber gibt, die eine Rettung der Maus bevorzugt hätten.

So wie es Menschen gibt, denen Katzen egal sind, gibt es mich, dem Mäuse egal sind.

Das Leben ist nunmal grausam und wir können nicht alles Leben retten.

Gruß, Frank


das hier wurde nicht von mir geschrieben sondern nur das

da muss ich was erzählen.
gestern bin ich auf der terasse gewesen um eine zu rauche und nahm ceylan mit...
auf einmal höre ich ein schreien, aber das war nicht ceylan. ich drehte mich um und sah ceylan wie sie eine maus in genick gebissen hat und daran hinderte in unsere wohnung zu gehen. natürlich lief dan die maus irgendwann weg aber hätte ich die maus vor ceylan gerettet? nein es ist für katzen üblich mäuse zu fangen! ich mag zwar alle tiere, aber mäuse doch lieber in der ferne!
bin ich deshalb ein schlechter mensch?




NUR MAL SO EIN TIPP NEBENBEI ACHTE MAL AUCH DIE USERNAMEN WEIL HIER LAUFEN VIELE RUM
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #17
@ hannoverin

dein beitrag war sehr interessant und aufschlussreich.. soweit hab ich gar nicht zurückgedacht, als ich den thread aufgemacht habe!
danke für den nachtrag..

edit: also das auf der ersten seite hab ich gemeint ;-)
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #18
@ hannoverin

dein beitrag war sehr interessant und aufschlussreich.. soweit hab ich gar nicht zurückgedacht, als ich den thread aufgemacht habe!
danke für den nachtrag..

kein problem,
leider sehen wir oft das wir das sind was uns beigebracht wurde.
wir menschen sind abergläubig, wir haben alte rituale und ansichten...
das ist oft ein problem


DAMIT MEINE ICH NICHT ALLE MENSCHEN
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #19
ja leider hast du recht..

allgemein was diesen thread angeht bezieh ich das auf unsere westliche welt, denn eigentlich sollten WIR alle soweit und so intelligent sein um zu wissen, dass aberglaube etc. unfug ist.
das es in der restlichen welt noch mehr leid und noch mehr hass gibt, ist mir völlig klar...
aber wir, mit unserem wissen heutzutage, sollten es besser wissen...
 
  • Etwas zum nachdenken Beitrag #20
ja leider hast du recht..

allgemein was diesen thread angeht bezieh ich das auf unsere westliche welt, denn eigentlich sollten WIR alle soweit und so intelligent sein um zu wissen, dass aberglaube etc. unfug ist.
das es in der restlichen welt noch mehr leid und noch mehr hass gibt, ist mir völlig klar...
aber wir, mit unserem wissen heutzutage, sollten es besser wissen...

unser wissen ist das eine aber das andere ist was wir zuhause gelernt haben und wie sehr wir an alten traditionen festhalten.
wir sind zwar eine moderne welt aber viel ist von uns immer noch auf alte instinkte, traditionen und altertümlichkeit.
wir sind wahrscheinlich bizarrer und unlogischer als urvölker, weil unser wissen mit unser glauben verhalten nicht zusammen passt
 
Thema:

Etwas zum nachdenken

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