Sicher wollen Katzenversicherungen genauso verdienen wie alle anderen Versicherungen auch.
Ich werde aber für meine Katze auch eine abschließen. Genauso wie ich eine Hausratversicherung und eine Vollkasko für mein Wohnmobil habe. Die hab ich gottlob noch nie gebraucht. Aber ich habe sie trotzdem. Weil ich bei der Abwägung der Kosten und Risiken zu dem Ergebnis kam, dass es mir das Geld wert ist.
Natürlich kann man auch jeden Monat Geld in den Sparstrumpf stecken. 20 € = 240,00 € jährlich. Und dann passiert was oder die Katze wird krank und es kostet auf einmal viel mehr. OP, teurer Behandlung beim Tierarzt - und was dann. Wenn ich 1.000 € oder mehr brauche und vielleicht erst seit 3 Jahren spare? Da hab ich dann 720,- € im Strumpf. Und kurz drauf brauch ich vielleicht nochmal was. Da sind dann vielleicht erst wieder 80 € drin.
Ich habe bei meinem Bruder erlebt, welche Summen sie ausgeben mußten, als der Hund krank wurde. Mehrfach. Sie haben sich in den Hintern gebissen, weil sie auch erst drüber nachgedacht hatten, so ein Versicherung abzuschließen und sich dann dachten, warum soll so ein junger Hund schon krank werden? Das waren letztendlich ein paar tausend Euro, die die diversen Behandlungen kosteten. Und natürlich gibt man das Geld dann aus, wenn der eigene Hund oder die Katze krank sind.
Die Argumentation, dass das Geld weg ist, wenn keine OP oder teure Behandlung erfolgt, ist müßig. Das ist immer so - bei jeder Versicherung und jedem Schutzbrief.
Ich bin dem ADAC beigetreten, als ich vor ein paar Jahren das erste Wohnmobil kaufte und wurde rund 8 Wochen später damit abgeschleppt. Die Rechnung von knapp 800,00 € übernahm der ADAC.
Mein Kumpel meinte damals, meine Abschleppaktion habe er quasi gezahlt, da er dort schon seit Ewigkeiten Mitglied sei und noch nie etwas in Anspruch genommen habe. :lol:
Scherz beiseite - wenn die Katze noch die Voraussetzungen erfüllt, dass die Versicherung sie aufnimmt, würde ich über so eine Versicherung nachdenken. Oder zumindest über eine Katzen-OP-Versicherung.
Ich denke, so rund 20 € im Monat kann man sicher sparen und sie für so eine Versicherung ausgeben. Dann hat man aber die Gewissheit, dass ich für den Fall, dass wirklich was passiert, abgesichert bin. Wenn ich die Versicherung dann nicht in Anspruch nehmen muss, ist das Geld eben "weg". Und ich bin dann trotzdem zufrieden, weil meine Katze die ganze Zeit gesund war. Ich will ja auch keinen Unfall haben, weil ich eine Vollkaskoversicherung fürs Auto hab. Man versichert sich da mit so einer Versicherung gegen das Risiko, plötzlich auf einen Schlag große Beträge ausgeben zu müssen.
Und ich denke, die bekannten Versicherungen für Tiere, die hier im Forum auch schon mehrfach genannt wurden, können es sich nicht erlauben, in allen Fällen Theater zu machen oder Zahlungen zu verweigern. Solche Erfahrungen wurden hier in krasser Form eigentlich noch nicht berichtet. Man muss sich halt - wie bei jeder anderen Vertragsgeschichte auch - alle Bedingungen gut verinnerlichen und schauen, ob es das abdeckt, was mir wichtig ist. Mir ist eigentlich fast wurscht, ob sie Impfkosten übernehmen. Das sind Kleinbeträge. Mir gehts in erster Linie darum, im Falle teurer Behandlungen/OPs Versicherungsschutz zu haben. Und so wie ich die Bedingungen der beiden Versicherungen, die ich jetzt ins Auge faßte, las, sind die recht klar formuliert.
Insbesondere wenn ich wirklich nicht viel Geld für ein Tier zur Verfügung hätte, würde ich eine Versicherung abschließen. Weil genau diejenigen sich eine teure Behandlung oder OP nicht leisten können. Und dann?
Meine Meinung. Aber da werden dieselben vermutlich weit auseinander gehen.
Gruß
arcalis