Ich habe wohl auch eine behinderte Katze:
Meine Kleine (8 Jahre) ist mir aus der Nachbarschaft zugelaufen. Die ursprünglichen Halter sind weggezogen und sie lief immer wieder "nach Hause".
In jungen Jahren ist sie von einem Auto angefahren worden, was wohl ihr Becken bzw. den hinteren Teil des Rückens ziemlich mitgenommen hat.
Je älter sie wird, desto stärker humpelt sie (Arthrose). Mittlerweile setzt sie ein Hinterbein nicht mehr an und bewegt sich eher hoppelnd fort, sehr selten gehend.
Es tut richtig weh, zu sehen, wie die Krankheit weiter fortschreitet und sie immer schlechter laufen kann. Trotzdem muss sie überall dabei sein, sie ist ein richtiger "Verfolger".

Man merkt jedoch, dass sie gerne Sicherheitsabstand hält und sich nicht mehr weit von unserem Grundstück entfernt. Ich vermute, dass sie weiß, dass sie in Notsituationen einfach nicht mehr flink genug wäre.
Aber sie ist ein Schätzchen und ich bin sehr froh, sie zu haben.
Laut Tierarzt ist die Gabe von Schmerzmitteln die einzige Alternative, die allerdings ihre Nieren und ihre Leber sehr stark schädigen würden. Deshalb versuche ich, die Gabe von Schmerzmitteln so lange wie möglich hinauszuzögern, da ich bislang den Eindruck habe, dass sie recht gut damit leben kann und trotzdem sehr aktiv ist. Aber irgendwann werde ich mich wohl dazu entschließen müssen, ihr Leben schmerzfreier zu machen, aber eben gleichzeitig auch zu erschweren und verkürzen durch die Gabe von Schmerzmitteln. Ich habe jetzt schon Angst vor diesem Zeitpunkt.
Mein alter Kater (ca. 17 Jahre alt) ist kurz vor seinem Tod plötzlich erblindet. Es war schrecklich, weil er auf einmal überall runtergefallen ist, da er Entfernungen nicht mehr richtig abschätzen konnte. Zuletzt ist er sogar häufig gegen Möbel oder gegen meine andere Katze gelaufen.