Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze?

Diskutiere Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich stelle immer wieder fest, daß es keine Seltenheit ist. Grade, wenn man Tiere aus dem Heim hat, die Unfälle hatten. Ich dachte daher ich frag...
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Tjulan

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Ich stelle immer wieder fest, daß es keine Seltenheit ist. Grade, wenn man Tiere aus dem Heim hat, die Unfälle hatten.

Ich dachte daher ich frag mal, wer hier ein behindertes Tier hat. Wie geht ihr damit um, wie kommt das Tier damit zurecht? Was genau hat es?

Ich selbst hab meine zweite behinderte Katze.
Lulaby ist sehr früh blind geworden. Ich bilde mir zwar ein, ein wenig hat sie zuletzt noch gesehen, doch da der Tierarzt ihr ein Jahr vor ihrem Tod mit einer Lampi in die Augen geleuchtet hat und da so null Pupillenbewegung war, war sie wohl wirklich sehr blind.
Sie war immer sehr schreckhaft, hat schon früh Leute oft erst bemerkt, wenn sie vor ihnen standen und sich dann erschrocken. Sie hat weder gejagt, noch aus dem Fenster gesehen. Eigentlich war sie sehr ruhig und hat viel geschlafen.
Springen konnte sie trotz allem recht gut. Zuletzt hat sie sich gern Wasser aus dem Hahn in der Küche geholt und ist problemlos hoch und runter gekommen. Wenn sie aufs Bett springen wollte, wo sie am liebsten geschlafen hat, hat es ihr geholfen, wenn man aufs Bett geklopft und "Hopp" gesagt hat.
Irgendwann hat sie sich mal unglaublich vor einem der Entchen auf der Bettdecke erschrocken.
Also irgendwas hat sie noch wahr genommen.
Mit einem fast blinden Tier ist es insgesamt recht ruhig.

Merlin ist taub.
Niemand weiß, ob er es von Geburt an ist, da ich aber bemerkt habe, daß er immer sehr vorsichtig springt und gern mal mit dem Hinterteil ausfällt denke ich, er ist es nicht, denn er hat Gleichgewichtsstörungen.
Im Gegensatz zu Lulaby ist er sehr agil, denn er versucht das, was er nicht hört durch Bewegung, durch überall herumgucken wahr zu nehmen.
Merkt man, daß er taub ist?
Nicht wirklich. Er wirkt in erster Linie ignorant, hört halt nicht, wenn man ihn ruft, aber wenn man in die Küche geht ist er sofort da. Ich weiß nicht, ob er Erschütterungen beim Laufen wahr nimmt. Wirklich merken tut man es vor allem, wenn er schläft- weil er einfach nichts mitbekommt, wenn er schläft. Während Vivian ständig aufsieht, schläft er die ganze Nacht durch.
In der Freiheit sicher ein Todesurteil.
In der Wohnung garantiert eine Wohltat.
 
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  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #2
Ich habe wohl auch eine behinderte Katze:

Meine Kleine (8 Jahre) ist mir aus der Nachbarschaft zugelaufen. Die ursprünglichen Halter sind weggezogen und sie lief immer wieder "nach Hause".

In jungen Jahren ist sie von einem Auto angefahren worden, was wohl ihr Becken bzw. den hinteren Teil des Rückens ziemlich mitgenommen hat.

Je älter sie wird, desto stärker humpelt sie (Arthrose). Mittlerweile setzt sie ein Hinterbein nicht mehr an und bewegt sich eher hoppelnd fort, sehr selten gehend.

Es tut richtig weh, zu sehen, wie die Krankheit weiter fortschreitet und sie immer schlechter laufen kann. Trotzdem muss sie überall dabei sein, sie ist ein richtiger "Verfolger". :) Man merkt jedoch, dass sie gerne Sicherheitsabstand hält und sich nicht mehr weit von unserem Grundstück entfernt. Ich vermute, dass sie weiß, dass sie in Notsituationen einfach nicht mehr flink genug wäre.

Aber sie ist ein Schätzchen und ich bin sehr froh, sie zu haben.

Laut Tierarzt ist die Gabe von Schmerzmitteln die einzige Alternative, die allerdings ihre Nieren und ihre Leber sehr stark schädigen würden. Deshalb versuche ich, die Gabe von Schmerzmitteln so lange wie möglich hinauszuzögern, da ich bislang den Eindruck habe, dass sie recht gut damit leben kann und trotzdem sehr aktiv ist. Aber irgendwann werde ich mich wohl dazu entschließen müssen, ihr Leben schmerzfreier zu machen, aber eben gleichzeitig auch zu erschweren und verkürzen durch die Gabe von Schmerzmitteln. Ich habe jetzt schon Angst vor diesem Zeitpunkt.

Mein alter Kater (ca. 17 Jahre alt) ist kurz vor seinem Tod plötzlich erblindet. Es war schrecklich, weil er auf einmal überall runtergefallen ist, da er Entfernungen nicht mehr richtig abschätzen konnte. Zuletzt ist er sogar häufig gegen Möbel oder gegen meine andere Katze gelaufen.
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #3
Hallo,

von meinen Handicapkatzen ausführlich zu berichten, würde den Rahmen sprengen.
Ich besitze eigene Handicapkatzen und betreue als Pflegestelle Handicaps, die natürlich auf der Suche nach einem Zuhause sind.

Mal der Reihe nach die eigenen:

Inclan, fast blind durch unbehandelten Katzenschnupfen im Kittenalter, geht ins 4. jahr ,kompensiert es super.

Fee, chron. Bauchspeicheldrüsenprobleme, Athrose, bißchen mit der Pumpe, 13. Jahr, eine zauberhafte Mama-Type

Pino, aus verwahrloster Wohnung geholt, Allergiker, Ataxie , nach Besitzerangaben 13. Jahr, kindisch, tollpatschig und verschmust

In Pflege:
- Michele , kleiner Wackler = Ataxie, durch vermutlich prenatalen Infekt, er stand auf der
Kippe,kennt sein Leben nicht anders und entwickelt sich nach anfänglichen Problemen stetig weiter
- Loona, Tochter von Pino, ebenfalls Ataxie, sie ist im 12. Lebensjahr und eher introvertiert und etwas
unsicher, kann nicht ohne ihre Mama sein
- Lotti 2 1/4 Jahre seit ca. 1 Woche bei mir, Wirbelsäulenverkrümmung und enger Brustkorb,er sollte
vorletzten Sonntag eingeschläfert werde, wegen angeblicher Unsauberkeit ( man war aber gar nicht
mal bei einer Untersuchung ) - ist hier aber trocken, motorisch eingeschränkt, spielt aber und geht
den Kratzbaum bis oben rauf, total verschmuster Kerl

Das wars auf die Schnelle

LG Silke
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #4
Laut Tierarzt ist die Gabe von Schmerzmitteln die einzige Alternative, die allerdings ihre Nieren und ihre Leber sehr stark schädigen würden. Deshalb versuche ich, die Gabe von Schmerzmitteln so lange wie möglich hinauszuzögern, da ich bislang den Eindruck habe, dass sie recht gut damit leben kann und trotzdem sehr aktiv ist. Aber irgendwann werde ich mich wohl dazu entschließen müssen, ihr Leben schmerzfreier zu machen, aber eben gleichzeitig auch zu erschweren und verkürzen durch die Gabe von Schmerzmitteln. Ich habe jetzt schon Angst vor diesem Zeitpunkt.
Ich habe mittlerweile auch eine Arthrosekatze. Wenn es ihr arg schlecht geht, bekommt sie von mir eine oder auch mal zwei Traumeel. Wahrscheinlich das beste pflanzliche Schmerzmittel, was man für Tiere auf dem Markt bekommt.

Ich habe ein Dreibein, der nach einem Unfall vor drei Jahren sein linkes Hinterbein eingebüßt hat. Dann ist eine Katze auf einem Auge blind.

Meine Notfellchen mit Behinderungen oder Einschränkungen stelle ich in den Vermittlungsthreads immer so vor, wie sie sind. Die zähle ich jetzt hier nicht auf, sind ja keine eigenen Katzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #5
Ich habe mittlerweile auch eine Arthrosekatze. Wenn es ihr arg schlecht geht, bekommt sie von mir eine oder auch mal zwei Traumeel. Wahrscheinlich das beste pflanzliche Schmerzmittel, was man für Tiere auf dem Markt bekommt.

Gibst Du Traumeel dann in regelmäßigen Abständen oder nur einmalig? Eine regelmäßige Gabe, z. B. drei Mal am Tag, alle 8 Stunden, wäre für mich wegen meiner Arbeit zur Zeit nämlich nicht vereinbar.

Habe auch Traumeel da. Jedoch sagte mein Tierarzt, dass man es in regelmäßigen Abständen verabreichen solle, 3 mal täglich im Abstand von 8 Stunden. Das wäre leider zur Zeit mit meiner Arbeit nicht zu vereinbaren. Ich habe es trotzdem besorgt und wollte es im Urlaub mal ausprobieren.
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #6
Nein, sie bekommt Traumeel nur nach Bedarf. Also wenn ich sehe, dass sie wieder arg hatschert. Meist tritt die Besserung 1/2 Stunde bis 1 Stunde nach der Gabe auf.
Mein Tierarzt ist kein Fan davon, solche Mittel regelmässig zu geben. Er denkt da wie ich, eben nur bei Bedarf.
Allerdings verabreicht mein Tierarzt auch nicht gleich AB, wenn ein Katz krank ist :wink:
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #7
Mein Tierarzt ist kein Fan davon, solche Mittel regelmässig zu geben. Er denkt da wie ich, eben nur bei Bedarf.
Allerdings verabreicht mein Tierarzt auch nicht gleich AB, wenn ein Katz krank ist :wink:

So denke ich auch. Ich will ihr auch nur Medikamente geben, wenn es wirklich notwendig ist, weil ich glaube, dass alle Medikamente, auch pflanzliche, den Körper mehr oder weniger aus dem Gleichgewicht bringen könnten.

Dann probiere ich es bei meiner Kleinen auch mal mit einer einmaligen Gabe aus, wenn sie sich mal wieder extrem mühsam fortbewegt. Danke für die Aufklärung!
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #8
Deiner Maus alles Gute und möglichst wenig Schmerzattacken. Ich weiß, wie das ist, habe das nämlich selber auch :oops:
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #9
Deiner Maus alles Gute und möglichst wenig Schmerzattacken. Ich weiß, wie das ist, habe das nämlich selber auch :oops:

Oh je, das tut mir sehr leid, Du Arme. Dann wünsche ich Dir vor allem auch alles Gute und möglichst wenige Schmerzen!

Danke, ich hoffe, dass Traumeel es für meine Kleine ein bisschen erträglicher macht.
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #10
Ich habe meinen Opa Leo (12-15 Jahre alt), der Arthrose-Verdacht hat. Kam an Pfingsten zu uns aus dem Tierheim, Vorgeschichte unbekannt, streunend aufgegriffen mit Geschwür im Gesicht. Das ist operiert und prima verheilt.

Als er zu Hause aus der Box kam, habe ich gleich gesehen, daß mit seinem Gangbild was nicht i.O. ist, also Hinterläufe. Er hat sich dann nach und nach "entknittert", ich habe ihm sofort am ersten Tag Treppen gebaut, damit er nicht springen muß.

Leo kommt super zurecht. Spielen tut er im Liegen, damit die Hinterläufe entlastet sind, rennen tut er nur so 5 Schrittchen hinter den Kleinen her. Er hat zwei Hundetreppen eine ins Bett, eine aufs Sofa und sonst haben wir mit Werkzeugkoffern und Stühlen Über- und Aufgänge für ihn geschaffen. Sein Gangbild hat sich stark verbessert. Laut Tierarzt und unseren Beobachtungen hat er keine Schmerzen. Wir beobachten ihn sehr gut, um handeln zu können, wenn es sich verschlechtern sollte.
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #11
Leo kommt super zurecht. Spielen tut er im Liegen, damit die Hinterläufe entlastet sind, rennen tut er nur so 5 Schrittchen hinter den Kleinen her.

Das kenne ich auch. Meine Madame setzt sich auch immer auf den Po oder legt sich hin, wenn wir spielen. Dafür ist sie mit ihrem Oberkörper und ihren Vorderpfoten umso flinker. :)

Machen Eure Arthrose-Katzen auch "Handstand", wenn sie nach längerem Sitzen oder Liegen aufstehen? Meine Kleine steht auf und streckt sich, indem sie einen "Handstand" macht sowie sogar ein paar Meter nur auf den Vorderpfoten gehend zurücklegt. Je schlechter es mit ihrer Arthrose wird, desto häufiger macht sie "Handstand".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #12
Habt ihr es bei den Athrosekatzen schon einmal damit versucht?



Drynaria, in Kombination mit Rejoint, ist eine sehr gute Alternative zu Kortison (z.B. Prednison, Prednisolon, Dexamethason) und Schmerzmittel wie Rimadyl oder Metacam. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Deshalb können sie notfalls langfristig gegeben werden.

Ich finde immer, einen Versuch ist es wert.....
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #13
Also Handstand macht Leo nicht, aber strecken: klar. Ansonsten sieht man es nur an seinem Gangbild kurz nach dem Aufstehen. Und man sieht halt, daß er nicht so viel Sprungkraft in den Hinterbeinen hat.

Die TÄ meinte, sie tippt auf Arthrose. Es kann aber genausogut die Folge eines alten Unfalls sein. Leo geht´s gut und daß ist die Hauptsache. Sollten wir den Eindruck haben, daß er Schmerzen hat, in Schonhaltung geht, nicht gut läuft, gehen wir natürlich sofort zum Tierarzt (es macht ihm ordentlich Streß, also Autofahren, zumal bei der Hitze). Ansonsten lassen wir ihn sein Leben genießen. Und das tut er in vollsten Zügen!

Danke für den Naturheilkunde-Tipp. Komm drauf zurück, wenn notwendig.
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #14
Wir lassen unsere Athrosekater (Digger, Calor und Herr Krause ) auch von unserer Tierheilpraktikerin behandeln, wenn es mal wieder besonders schlimm ist. Sie bekommen dann Globolis und es wird schnell wieder besser.Bisher hat das besser geholfen als mit Medacam zu handieren. Wenn es nciht viel ist gibt es auch schon mal Trameel. Auch damit haben wir gute Erfahrungen gemacht,
 
  • Wer von euch hat(te) eine behinderte Katze? Beitrag #15
Ich habe ein sehr aktives Dreibein, meine Chefin "Lucky". Sie ist inzwischen fast 7 Jahre alt, Freigängerin und hat trotz fehlender Hinterpfote keine Probleme auch auf einen Baum oder auf das Dach der Scheune zu klettern. Lucky bleibt eigentlich auf unserem Grundstück und geht höchstens mal zu Nachbars auf die Wiese.

Einen Erfahrungsbericht findet ihr
 
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