Mir geht es hier nicht um unfreundliche oder unfähige Tierheimmitarbeiter, sondern um Organisationen, denen es nur vordergründig um die Tiere geht, in Wirklichkeit aber ums Geldverdienen und die dem echten Tierschutz schaden. Gegen die wird man nicht wirklich was unternehmen können, aber man sollte bei Menschen, die ein Tierschutz-Kätzchen aufnehmen möchten, ein Bewusstsein schaffen, wie man bei der Suche sinnvoll vorgeht.
Ist ganz, ganz schwierig. Ich hab schon super Vereine erlebt, die jahrelang tolle Arbeit gemacht haben ... und dann kommt ein neuer Vorstand, der alles zunichte macht und dems nur ums Geld geht und nicht um die Tiere. Das wissen dann aber nur Insider und der gute Name von früher wird missbraucht.
Das Gegenteil gibts auch - ein verschrieener Verein kriegt neue Mitglieder, neuen Vorstand ... die Dinge ändern sich ... aber die alten Geschichten von früher lasten weiter.
Man kann es von außen im Grunde nicht wirklich wissen, was da so drinnen abläuft, wenn man die Leute und ihre Aktionen nicht kennt.
Allerdings kann man natürlich gucken, wie bei Vermittlungen und Tierschutzaktionen vorgegangen wird: Vorkontrolle, das Tier wird gebracht (geimpft, kastriert und gesund) und die Leute bleiben eine Weile dabei - für Probleme etc. stehen sie per Telephon zur Verfügung oder kommen vorbei. Es wird ein Schutzvertrag gemacht und Nachkontrollen finden statt.
Das sind alles Merkmale von Vereinen, die sich kümmern und denen das Wohl des Tieres wichtig ist.
Wenn aber ein Tier vermittelt wird und es auf einmal krank wird, heisst das nicht, dass der Verein unseriös ist. Das passiert selbst dem seriösesten Verein (ein Tier ist keine Maschine - jede Umstellung ist Stress und kann Krankheiten zum Ausbruch bringen). Wichtig ist dann, wie der Verein damit umgeht: kümmert er sich um das kranke Tier, steht mit Rat und Tat zur Verfügung, hilft bei der Tierarztauswahl o.ä. - oder kommt keine Antwort mehr bzw. nur "kümmern Sie sich halt drum"...
Ja, und dann gibts hier (im Ausland) Orgas, die das alles "super" machen, Vermittlungen/Kontrolle/Nachsorge ist alles perfekt - aber wenn man hinter die Kulissen guckt, sieht man, dass vorwiegend die unproblematischen, hübschen und jungen Tiere aufgenommen und vermittelt werden, und für die anderen gibts die Spritze. Sowas hab ich bereits erlebt, und nicht zu selten. Ist in Deutschland nicht erlaubt, es gibt ja auch keine Tötungsstationen. Hier bei uns ist es leider grausige Realität, die Tötung. Es gibt deshalb nur ganz wenige Orgas, denen ich hier vertraue und die ich unterstütze; das sind Leute die ich persönlich kenne und von denen ich weiss, dass sie sich um jedes Tier gleich gut kümmern, egal wie alt, zerrupft oder problematisch es ist.