Tierschutz (Sammelthread)

Diskutiere Tierschutz (Sammelthread) im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; da stimme ich zu, und solche Vereine brauchten auch etwas mehr überzeugende Argumente für ihre älteren Tiere. Ich habe vor Jahren begonnen mich...
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #21
Ja, ich kenne auch solche vereine, die sich auch alter und krankee tiere annehmen, und genau diese vereine will ich unterstützen, denn die brauchen am meisten hilfe.

da stimme ich zu, und solche Vereine brauchten auch etwas mehr überzeugende Argumente für ihre älteren Tiere.
Ich habe vor Jahren begonnen mich für Katzen zu interessieren, die im Alter zu mir passen (denn ich kann keine jungen Tiere mehr aufnehmen, die evtl 20 Jahre alt werden)
So kam damals die erste wirklich alte Katze zu uns, und diesen Platz hat seitdem immer ein altes Tier.
Es gibt so vieles was gerade für alte Tiere spricht, und wenn jemand z.B. eine schmusige Katze, die nicht mehr zu lebhaft ist sucht, wäre das genau sein Tier.
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #22
Angesichts 45 Hits ohne Antowrt denke ich, man kann den Thread dann doch verschieben...
"aufgrund des großen Interesses" vielleicht idealerweise in die Rubrik "Juckt eh keine S**".

Ich hab somit nen Eindruck, wie relevant das Thema (für die User) ist.


Mal den Ball zurück geb....erst mosern und dann nicht antworten.
Anscheinend *Juckt es dich nicht*........:-?
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #23
...
@WeirdStray:
Auch das ist ein -nicht schöner, aber realistischer- Aspekt:
Tierschutz istößt -leider- zur Zeit noch oft an die Grenzen des Machbaren, dessen, was man überhaupt schaffen kann.
Wolltet ihr nicht eine durchdachte und sachliche Antwort? Dazu braucht es etwas Zeit.
Es gibt viele propagierte Ideale, aber nicht alles ist unter den im Zitat genannten Gründen umsetzbar.
Ich bin grundsätzlich gegen festgeschriebene Regeln, sondern das Wohl des Tieres soll im Vordergrund stehen. Die Ansprüche unserer Schützlinge sollten berücksichtigt werden und dahingehend die Beratung laufen. Für manche passt Wohnungshaltung, für manche Freigang oder Bauernhof. Ebenso gibt es Tiere, die nicht zuletzt aufgrund ihrer früheren Lebenserfahrungen manchmal als Einzeltier glücklicher leben.

Stichwort "Vorkontrolle": Man darf nicht aus den Augen verlieren das eine Vorkontrolle immer nur eine Momentaufnahme sein kann. Es sind schon einige Tiere bei uns gelandet, bei denen eine "tolle Vorkontrolle" durch eine vermittelnde Orga gelaufen ist und trotzdem hat es dann nicht gepasst. Ich halte es für wichtiger, für die neuen Tierhalter auch nach der Vermittlung wenn gewünscht mit Rat und Hilfe zur Verfügung zu stehen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit werden unsere Schützlinge im neuen Zuhause besucht, damit man sieht, ob Mensch und Tier zufrieden miteinander sind.

Wenn man die oft genannten Tests auf Viruserkrankungen an jedem Tier durchführen wollte, die in einem Alter von unter 6 Monaten aufgrund der dann noch von der Mutter möglicherweise übertragenen Antikörper ohnehin nicht sinnvoll sind, dann müsste man jedes Tier über die Zeit der Grundbehandlung hinaus über lange Wochen isolieren, um den Wiederholungstest abzuwarten der ein negatives Testergebnis sicher bestätigen kann.
Die "Gesundheit" eines Tieres ist mit einem einmaligen Test nicht zu beweisen. Einmalige Tests bieten nur eine Pseudosicherheit.

Das eine solche Einzelhaft für eine Katze eines sehr große Belastung ist wird niemand abstreiten wollen.

Man sollte, vor allem bei der Aufnahme einer weiteren Katze ggf. mit dem Tierarzt seines Vertrauens über diese Fragen sprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #24
Mal den Ball zurück geb....erst mosern und dann nicht antworten.
Anscheinend *Juckt es dich nicht*........:-?


Sicher... *abwink*...
ich hab ja auch NIE was anderes zu tun.
So wie Dienst, weil Kollegen krank sind (bei uns grassiert Noro), ein paar weitere Kleinigkeiten wie Klausuren (morgen steh ich um 4 auf) und den Geburtstag meioner Frau (auch morgen, da werd ich also schon wieder nicht antworten.... usw...

@Zwergpanther:
Du hast völlig Recht:
"Maximalforderungen" als Richtlinien sind Unfug... hier kanns nur darum gehen, Unterscheidungsmerkmale zu finden. Beispiel:
"Finanzielle Transparenz":
Spendengelder und Schutzgebühren müssen in VOLLEM Umfang den Tieren zu Gute kommen; Vorstandssitze sind ehrenamtlich zu besetzen!
Über Einnahmen und Ausgaben wird eine ordnungsgemässe Buchführung geführt, die einsehbar ist; ausserdem sollte der Verein ein steuerlich begünstigter "e.V" sein, der Spendenquittungen ausstellen kann.

Solche Unterscheidungsmerkmale zu finden... darum gehts mir hier!

ZUr Diskussion, ob jedes weitergegebene Tier zwei Bluttests hinter sich haben sollte, ist hier nicht die Zeit und wohl auch der falsche Ort...
Ziel dieses Threads soll sein, "Merkmale seriösen Tierschutzes zu benennen, di dem user bei de Unterscheidung helfen"... so, wie Borealis das für Züchter vorgegeben hat!

Und nun bin ich weg... schlafen muss ich auch noch n bisschen!
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #25
Was deine wünschenswerten Unterscheidungsmerkmale angeht bin ich völlig deiner Meinung. Transparenz steht auch für mich an erster Stelle, und ich arbeite nach diesen Regeln.
Eine Diskussion will ich nicht lostreten, ich wollte nur erklären warum wir wie vorgehen.
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #26
ZUr Diskussion, ob jedes weitergegebene Tier zwei Bluttests hinter sich haben sollte, ist hier nicht die Zeit und wohl auch der falsche Ort...
Warum?
Ich weiss das eine Gesundheitskontrolle im Tierschutz nur beschränkt machbar ist, sei es dass das Tier für gewisse Untersuchungen zu jung ist, nicht lange genug im Tierheim bleibt, oder das Tierheim mehr als überfüllt ist, bzw. die Spendengelder nicht ausreichend.

Dennoch sollte auch im Tierschutz ein Grundstandard an Untersuchungen Pflicht sein, diese Tiere gehen ja oft nicht nur zu anderen Tieren, sondern auch zu unerfahrenen Ersthaltern, und deren erster Gang mit der Katze sollte nicht gleich zum Tierarzt führen.
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #27

EIGENTLICH wollte ich hier eine Materialsammlung machen, um ein Post von Borealis zu beantworten:

Mein Eindruck ist, dass sich diese Diskussion doch sehr im Kreis dreht und letztendlich alle Beteiligten dasselbe meinen. Vielleicht wäre es zielführend konkret zu formulieren, welche Kriterien ein Züchter oder die Tierschutzorganisation aufweisen muss, um sich guten Gewissens dort ein Kätzchen holen zu können. Ich finde nämlich die Verallgemeinerung Rassekatze vom "Züchter mit Vereinsmitgliedschaft" genauso irreführend wie Katze aus "dem Tierschutz". Sowohl unter dem Mäntelchen des Vereinszüchters als auch unter dem Etikett "Tierschutz" tummeln sich schwarze Schafe.

Meine Kriterien für einen empfehlenswerten Züchter (ich wähle der Einfachheit halber die männliche Form):

- er ist Spezialist für seine Rasse und kennt sich mit Geschichte, Standard und rassespezifischen Eigenarten und Krankheiten bis ins Detail aus und kennt vor allem die weitläufige Verwandtschaft seiner Katzen und deren Eigenschaften.

- er beherrscht die Grundlagen der Genetik und hat weitreichende Kenntnisse über Zuchtplanung, Geburt, Aufzucht von Kitten und Katzenverhalten allgemein. Er kennt sich mit den wichtigsten Infektions- und Erbkrankheiten aus.

- er setzt sein Wissen verantwortungsvoll um und tut sein Bestes, um Schaden von seinen Katzen, der Nachzucht und der Rasse abzuwenden. Dazu gehören für mich katzengerechte Haltungsbedingungen, routinemäßiges Screening auf relevante Erbkrankheiten, Beobachtung der Nachzucht und entsprechende Konsequenzen, sobald Probleme auftreten.

- der Züchter antwortet offen auf Fragen und kann alle Untersuchungen schriftlich vorlegen.

- er ist Mitglied in einem Rassezuchtverein und seine Katzen und deren Nachzuchten sind in das Zuchtbuch eingetragen.

Bis auf die letzten zwei Punkte ist das alles für einen Liebhaber nur schwer zu überprüfen. Aber man kann sich mit wenig Aufwand darüber informieren, welche rassespezifischen Untersuchungen empfohlen werden und nachfragen, ob der Züchter die machen lässt. Lässt ein Züchter Untersuchungen weg, dann sollte er verständlich erklären können, warum er das so macht. Sind z.B. die Vorfahren eines Persers seit Generationen PKD-frei, dann muss das nicht immer wieder aufs Neue untersucht werden.

Ganz wichtig: Die Haltung und das Umfeld der Katzen sollte so gestaltet sein, dass man sich das für sich selbst und die eigenen Katzen auch vorstellen könnte. Zucht entschuldigt keine Zustände, die man selbst einer Katze nicht zumuten würde.


@Mistbaer

Vielleicht kannst Du einmal schildern, wie für Dich eine seriöse Tierschutzorganisation aussieht?



Und dann euch die Möglichkeit geben, den bereits (im selben Thread formulierten) "Nachsatz" zu jeder Empfehlung "Vereinszüchter" mit DIESEN Empfehlungen und jede Empfehlung "seriöser Tierschutz" mit den entstehenden Empfehlungen zu verlinken... sprich:
Ein Stück weit was tun, um Unterscheidungsmerkmale "seriös-unseriös" prägnant formuliert auch für den Laien, den "nur interessierten Leser" schnell zugriffsbereit zu machen.
Ich finds eh schade, dass die obige Empfehlung nur "in irgendeinem Thread an irgendeiner Stelle" (wo man sie selbst mit Suchfunktion nur dann findet, wenn man weiß, was man sucht) zu finden ist, statt an exponierter Stelle, an der jeder Informationshungrige sofort darauf zugreifen kann, ja, gar eigens darauf hingewiesen wird. Erweitern könnte man diese Empfehlung sicher noch... wie auch das, was ich bislang im Kopf hab.

Wie (schon zu oft) gesagt:
Seit Beginn hier stört mich das hier stets tradierte "NUR Vereinszüchter ist guter Züchter", das zwar irgendwo mit dem Begriff "seriös" verbunden wird, die Seriosität aber unzureichend definiert. VOR die ganzen Empfehlungskisten gehören die Hinweise, dass es sehr wohl auch unseriöse Züchter in großer Anzahl gibt... und klare Abgrenzungsmerkmale!
Genau, wie -das sagt Borealis sehr richtig- VOR die ganzen Empfehlungen "ein Tier aus dem Tierschutz zu holen", die glasklare Warnung gehört, dass sich unter dem Deckmäntelchen des Tierschutzes viele Geschäftemacher tummeln und auch hier Abgrenzungsmerkmale benannt werden sollten.
Diese zu erarbeiten, dazu sollte -das war mein Gedanke- dieser Thread dienen.
Sowie ich Zeit krieg, werde ich einen ersten Entwurf solcher Abgrenzungsmerkmale hier in die Diskussion einbringen. Leider bin ich gerade ausgesprochen angespannt durch Beruf und Privatleben, aber ich denke, die Stunde, die ich dazu brauche, werde ich (zeitnah) mal rausquetschen können.
Wenn wir das haben, können wir Details wie das obige gern weiter diskutieren;
ich würde das nur gern zuerst erledigen!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #28
Guten Morgen
Hab den Thread auch erst grad jetzt entdeckt und ihn auch nur schnell überflogen. Finde es aber eine sehr gute Idee! Auch ich wäre schon froh gewesen, wenn ich nützlich Kriterien hätte.
Ich würde auch gerne aktiv helfen, Richtlinien oder so zu erstellen. Mach mich zur Zeit grad beruflich selbstständig - habe deshalb zur Zeit grad auch nicht soooo viel Zeit über - aber sobald ich den ganzen Behördenmarathon erledigt habe (in ca. 4 Wochen), hätte ich sicher Zeit um mich an der Arbeit zu beteiligen.

Da ich mich auch beruflich wenigstens nebenbei mit Tierschutz bzw. Tierschutzrecht befassen möchte, hab ich mal ein wenig gegoogelt. Es kommt viel, davon wenig brauchbares. Aber ich bin bei Facebook auf Anwälte gestossen, die sich in diesem Bereich einsetzen. Hier der Link


Bin nicht sehr aktiv auf Facebook, kann aber wenn Interesse besteht, die gerne mal etwas unter die Lupe nehmen. Machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck... aber eben auf den ersten Blick.
Ich könnte mir vorstellen, dass es grad bezüglich der Auslandsvermittlung Sinn macht, Kriterien aufzustellen, so quasi eine Checkliste. So hätten Menschen die ein Tier aus dem Ausland zu sich nehmen möchten wenigstens gewisse Prüfpunkte die sie sich ansehen könnten?
@Borealis & Mistbaer: Toll, dass ihr diese Idee versucht umzusetzen! Braucht wohl einiges an Geduld, aber hey: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut ;-)
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #29
Wenn wir das haben, können wir Details wie das obige gern weiter diskutieren;
ich würde das nur gern zuerst erledigen!

gut, können wir abwarten, der Thread läuft uns ja nicht weg :)
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #30
gut, können wir abwarten, der Thread läuft uns ja nicht weg :)


50 % der Belegschaft bei uns sind krank. ich springe ständig ein... eigentlich hätte ich frei, die darum in diese Tage gelegten Termine muss ich auch noch wahrnehmen.
Wenn ich hier bin, dann einfach hundemüde... für Unfug reichts noch, für mehr nicht.

Das ändert sich... hoffentlich... bald...
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #31
50 % der Belegschaft bei uns sind krank. ich springe ständig ein...

Oh das kenne ich :),aber jetzt wo ich in Rente bin habe ich immer noch einen vollen Terminkalender...merkwürdig :roll::lol:
 
  • Tierschutz (Sammelthread) Beitrag #32
Hallo,

ich weiss ehrlich nicht sooo genau, ob es hier reinpasst.. ich denke schon .. aber bin mir nicht ganz so sicher... sollte es komplett falsch sein, löscht es, verschiebt es oder was auch immer..

Ich möchte ein mal niederschreiben, was ich nun die letzten Wochen erlebt habe.
Anfang Dezember 2012 haben wir einen kleinen Freund für unseren BKH Silver Tabby (Badira) gesucht. Da fand ich bei meiner Suche einen Züchter (hier weder als w oder m anzusehen) in einer entfernten Stadt. Ich habe mit dieser Person Kontakt aufgenommen. Erst per Mail, am nächsten Tag dann sehr lange telefoniert. Viele der gängigen und nicht ganz so gängigen Fragen gestellt. Alles war zu meiner Zufriedenheit. Gute Ernährung, gute Vorsorge und so weiter. Charakter passte wohl auch wie die Faust aufs Auge zu meinem.. und so war der kleine Golden Tabby für uns erst mal reserviert.
Mein Freund ist alleine hingefahren, da es mir aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich war. Wir dachten uns nichts dabei, weil ja alles "geregelt" war.

Mein Freund ist nun bei dieser Person. In der Wohnung roch es nach Urin bzw. wie es halt riecht wenn Kater markieren. Es war unordentlich. Die Person hat die Katzen mit Schinkenscheiben gelockt. Deckkater, Katzen, Kastraten und Kitten sämtlichen Alters waren zusammen. Der Deckkater hat beim "Leckerli" einsammeln die Kitten geschlagen. Der Züchter hat ein Kitten eine geklatscht. Hat dann den "auserwählten Kater" mit dicken Arbeitshandschuhen 2 Std. in der Wohnung gejagt und versucht einzufangen. Meinte dann zu meinem Partner: "Dieses Vieh kann man nicht ohne Arbeitshandschuhe anfassen, da er sonst einen komplett zerkratz."
Wir haben den gängigen Zuchtpreis bezahlt zwischen 550 - 750 Euro. (Will keine genaue Zahl nennen.)

Das Tier kam bei uns zu Hause an, war natürlich total verängstigt. Nach dem der Kater das KaKlo kennengelernt hat, konnte ich ihn "sofort" hochheben und ins Schlafzimmer tragen, damit er sich verstecken kann. (Danach dann in Ruhe gelassen, hatte Angst gehabt, er fühlt dort in der Küche ohne Verstecke zu sehr bedrängt).

Danach gab es natürlich kein Ende. Wir waren Dauerbesucher beim Tierarzt mit beiden Tieren, wegen Mangelerscheinungen, Flöhen, Würmern, Magen Darm Virus und so weiter. Das zieht sich bis heute hin. Leider haben wir da einige Fehler gemacht, wie wir heute erfahren haben.. aber wir wussten zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass wir den Schritt gehen. Man hätte sofort Blut abnehmen müssen, man hätte beim Infekt nicht nur beide behandeln und untersuchen müssen, sondern ihn auch noch mal kontrollieren müssen, ob er der Wirt des Virus ist.. Dieser Person alles in Rechnung setzen müssen und in Verzug setzen. (Ich wollte es machen, mein Schatz war dagegen)
Mehrere Telefonate, Mails mit der Person später, haben wir gemerkt: keine Einsicht, keine Entschuldigen.. Nur noch mehr Lügen.
Nach einem hitzigen Telefonat habe ich nicht nur wütend den "Hörer" in die Ecke geworfen, nein, ich habe diese Person beim Zuchtverein und dem Tierschutz gemeldet.

Zuchtverein sagte mir: kann man nichts machen, nur den Tierschutz anschreiben.
Tierschutz sagt: wir waren da, alles super! ....

Nach langem überlegen, sind wir dann heute wirklich zum Rechtsanwalt gegangen und verklagen diese Person nun. Dabei mussten wir, vermutlich bei der einzigen RA landen, die Seit 30 Jahren Katzen hat.... das erste war: Sie haben zu viel für das Tier gezahlt, eine Freundin hat für eine reinrassige BKH nicht mal die hälfte gezahlt.. Natürlich ohne Papiere. Das nächste war: WAS mit 4,5 Monaten kastriert?! Das ist viel zu früh, Wachstum, Steine und Co. Zwei Kater in der Wohnung?! Das geht nicht, Katze und Kater! ... zu guter letzt wurde dann noch gesagt RC ist super gutes Futter.
Ja, ich wollte gehen. Mein Freund hat mich festgehalten.. :roll: In mir hats nur so gebrodelt. Einige male kam dann auch sowas hoch: wenn sie ihre Fleischfresser mit Getreide füttern wollen.. bitte.

Gut, wieder zum Thema zurück: wir können die Person verklagen, aber...
Er hat einen Punkt in seinem Vertrag drin, mit dem er ALLES aushebeln kann: Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung. Also alles was wir dokumentiert haben, alle Lügen, die meisten Rechnungen .. alles egal: Tier gesehen und mitgenommen.

Wir haben nun das "Glück" das wir wohl über die Impfung rankommen, da er nicht "richtig" geimpft wurde. Der Abstand von 4 Wochen wurde nicht eingehalten. Darüber kann man was machen. Desweiteren ist nun aufgefallen, dass wohl auch Inzucht betrieben wurde. Zwei Namen sind bei beiden Elternteile in Großeltern, Urgroßeltern und UrUrgroßeltern zu finden. Da hab ich nun wieder ein mal den Verein angeschrieben, ob das den so richtig sein kann. Sachen für Flöhe und Würmer können wir wieder bekommen. Mit ein wenig Glück auch für beide Tiere.
Ergänzungsnahrungsmittel, Qualitativ hochwertiges Nassfutter, alles ist "überflüssig" laut ihrer Aussage. Selbst meine Tierarzt hat mir dazu geraten nur Nassfutter zu geben und nur gutes und kein "Whiskas"-Zeugs. (Nein auch kein RC ;-))

Was ich an der Sache besonders traurig finde: Das Tiere nur Gegenstände sind, ist mir klar. Das aber so ein dummer kleiner Satz alles zunichte machen kann, ist der Wahnsinn, das hat mich heute richtig mitgenommen.
Das der Tierschutz an der Stelle nichts gemacht hat, der Zuchtverein aber auch kein wirkliches Interesse an der Sache hat. Kann das sein?! :-(

Was ich daraus gelernt habe: Ich werde die nächsten Züchter bis ins kleinste Detail ausfragen, nur noch mit zig Tausend Besichtigungen und noch mehr fragen bombardieren.
Ich möchte mehr dafür tun, dass nicht weitere Leute auf solche "Züchter" reinfallen. Auch gerne für den Tierschutz arbeiten bzw. mehr dafür tun (ausser mal was Spenden). Naja und später auch Notfellchen aufnehmen.
Am liebsten irgendwie publik machen. Nicht, als "tragischer" Einzelfall, sondern allgemein in einer Zeitung: Vorsicht vor Vermehrern!

Was ich gerade nicht hören möchte: warum habt ihr den dann gekauft. Ja, mein Freund und ich machen uns sehr viele Vorwürfe. Wir hätten ihn nicht mitnehmen sollen. Mein Freund war in dem Moment total überfordert. Ich weiss das es keine Entschuldigung dafür ist.
Wir haben bzw. wir versuchen nun das beste daraus zu machen. Aber wir wollen eigentlich auch die anderen "retten" bzw. wenn das nicht mehr klappt, es so weit bringen dass die Person nicht mehr züchten darf.

Meine kleine Geschichte. Ich hoffe, es ist an der Stelle richtig.. wenn nicht.. siehe oben.

LG
 
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