Ich hab mir jetzt mit euren Anregungen erstmal folgenden Fahrplan für die nächste Zeit überlegt: Über eine Abgabe an einen Fremden denke ich nicht weiter nach (hab ich eh nie wirklich). Ich werde versuchen, den Alltag mit noch mehr Anregungen zu gestalten. Fummelbretter findet sie zum Beispiel super, da gibt es ja einige Auswahl die man regelmäßig wechseln kann. Auch wenn ich schon das Gefühl habe auf einem Katzenspielplatz zu leben, so werde ich das noch weiter fördern und auch fordern, damit sie zumindest geistig ausgelastet ist. Zu körperlichen Spielen lässt sie sich nicht so gut animieren, aber auch da werde ich gucken, ob wir nicht irgendwas finden um sie damit zu beschäftigen. Balkon und Dachterrasse stehen ihr eh Tag und Nacht zur freien Verfügung. Vielleicht kann ich auf dem Balkon auch noch eine Kletterwand realisieren. Die vertikalen Optionen in der Wohnung nutzt sie nahezu nicht, aber vielleicht ist das draußen interessanter.
Wenn sie einen ihrer "Anfälle" hat, werde ich sie bis auf kurz schimpfen ganz konsequent ignorieren. Damit gewinnt sie keine Aufmerksamkeit mehr. Konsequent kann ich

Dafür werde ich freundliche Annäherungen ihrerseits versuchen IMMER wenigstens kurz zu honorieren. Das wird eine Herausforderung im Homeoffice, aber wird schon klappen. Ich muss dann nur gucken, dass ich mir nicht aus Versehen eine verzogene Tyrannin erschaffe... Aber gut. Das ist ja sowieso alles ein Spiel auf Zeit bei einer 15jährigen Katze, die viele Jahre Freigängerin war und in ihrem Leben schon viele Verletzungen mit nach Hause gebracht hat.
Mit organisiertem Freigang (zum Beispiel an der Leine) werde ich hier nicht anfangen. Damit wecke ich eher Begehrlichkeiten und weitere Unzufriedenheit. Ich denke das wäre bei DIESER Katze der falsche Weg.
Mein Tierarzt kennt meine Sorgen bezüglich des Fellmonster und unterstützte bisher alles, was ich vorgeschlagen habe. Bei der nächsten Kontrolluntersuchung werde ich mal das Thema Neurologie ansprechen. Auch Augen und Ohren werde ich abfragen. Auch wenn Katze bisher noch nie auffällig dahingehend war, könnte hinter scheinbar unberechenbaren Attacken ja durchaus so was "banales" stecken.
Und ansonsten lasse ich die Zeit für mich spielen und hoffe einfach, dass die Blessuren bei mir nicht allzu arg werden... Und dass es im Alter nicht alles noch schlimmer wird
By the way: Das hört sich alles so furchtbar negativ an. Die meiste Zeit ist Katze eine absolut angenehme Mitbewohnerin. Freundlich und neugierig, dabei aber super höflich. Die klaut nicht, macht nichts kaputt, ist absolut sauber. Sie fragt lieb nach, wenn sie etwas gerne hätte (Käse zu Beispiel...) wird aber dabei niemals aufdringlich. Und wahnsinnig hübsch finde ich sie tatsächlich auch, auch wenn das ja eher Nebensache ist.
Heute Nacht ist sie ganz aufgeregt ins Bett gesprungen und musste mir unbedingt sofort irgendwas furchtbar spannendes erzählen. Das ist unglaublich süß gewesen. Bis auf ihre Aussetzer hab ich sie durchaus ausgesprochen lieb gewonnen
