Hallo zusammen.
Wir (Frau, 2 Kinder (9 und 11) und ich) haben am 2.1.25 ein gut 2 1/2-Jähriges Geschwisterpärchen aus dem Tierheim übernommen. Die armen Mäuse waren über 2 Jahre dort, nachdem sie wild geboren und ihre Mama, als die beiden knapp 3 Monate alt waren, überfahren wurde

.
Natürlich war und ist uns klar, dass die beiden mangels sonderlich viel Menschenkontakts sehr scheu wären. Allerdings verlief schon das erste Kennenlernen im
Tierheim ganz anders, als von den dortigen Mitarbeitern prognostiziert. Kaum hatten wir eine Leckerli-Stange in der Hand kamen beide schon zum kuscheln an und ließen sich - ganz entgegen der dortigen Einschätzung - streicheln und blieben eine ganze Weile bei meinen Jungs und mir.
Hier zuhause nun haben wir sie von Anfang an in unseren Alltag integriert und den Kindern ganz klar zu verstehen gegeben, dass die Katzen in ihren Rückzugsplätzen nicht behelligt werden. Das klappt soweit auch sehr gut, und insbesondere unser Kater ("Hasthag"

) ist schon merklich auf unseren großen Sohn fixiert. Dieser steht auch am Wochenende früh auf und spielt mit den Katzen schon ca. 2 Std. vorm Frühstück. Zwischendurch kann sich Hashtag dann nicht so recht entscheiden ob er uns nun doof finden und vor uns weglaufen, oder doch zum kuscheln ankommen soll

. Für spielen und Futter lässt er alles sofort stehen und auch sonst ist er wirklich sehr neugierig und folgt uns auch schon überall im Haus hin und erkundet mutig alles.
Das Mädchen (Nala

) ist allerdings uns gegenüber noch sehr scheu. Zwar kommt auch sie, sobald man ein Leckerli in der Hand hat, an und schmust (und will auch das Leckerli gar nicht unbedingt haben, sondern schmust als hätte sie wer weiß wie viel nachzuholen

), aber 2 Sekunden später oder sobald man eine Regung macht, geht sie sofort wieder in Deckung und kaum 1 Minute später guckt sie einen wieder mit großen Augen an und läuft vor einem weg.
Wir werden aus diesem Verhalten nicht so recht schlau, möchten aber die Tiere natürlich keineswegs unter Druck setzen oder irgendetwas erzwingen. Gern würden wir ihnen aber natürlich helfen, sich an uns zu gewöhnen und zu "verstehen", dass wir ihnen nur gutes wollen und sie sich bei uns sicher und wohl fühlen können. Ich persönlich habe allmählich etwas Mitleid mit ihnen, weil ich mir immer vorstelle, dass sie doch immer noch vor irgendetwas an uns Angst haben, und das würde ich ihnen natürlich gerne nehmen, weiß aber nicht so recht wie.
Sicherlich sind hier zahlreiche Leute dabei, die einige Anregungen und Tipps haben, deshalb freue ich mich auf den Austausch mit euch.
Viele Grüße
Pascal