Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für euren Input! Ihr habt es richtig erkannt, ich mache mir tatsächlich insbesondere Sorgen, dass unser Kater keine andere Katze (mehr) möchte. Aber nach Eurer Erfahrung und Vermutung geht ihr nicht davon aus. Das beruhigt mich, klar, kann natürlich keiner zu 100% sagen wie es am Ende kommt.
Um die Fragen zu beantworten:
1. Die Landstraße ist über zwei Brücke (eine bei uns, eine bei den Nachbarn) über einen Graben mit unserem Grundstück bzw, dieser Straßenseite verbunden. Autoverkehr ca. alle 1-2 Minuten 1 Auto, zur Rushour mehr; in den Abendstunden wenig Verkehr. Es sind 100 km/erlaubt, manche fahren die hier auch, aber i.d.R. wird 70-80 km/h gefahren, da die Straße recht eng ist. Ich würde die Situation als gefährlich einstufen. Andere Straßen gibt es hier nicht.
2. Der Pferdezaun hat z.B. 6 Litzen zusätzlich zum eigentlichen Zaun. Eine ganz oben drauf, die unterste eine handbreit über dem Rasen. Ich glaube nicht, dass da eine Katze ohne Schlag durchkommt. Andererseits ergeben sich ggf. anderswo Schwachstellen. Am liebsten wäre mir natürlich, ich könnte eine Katze adoptieren, deren Freiheitsdrang nicht so groß ist. Innen haben wir 200 m², der eingezäunte Bereich wird ca. 300 m² entsprechen.
3. Er hat hier mitten auf dem Land wenig Kontakt zu anderen Katzen. Zumindest das, was ich hier vor Ort mitbekomme. Kann natürlich sein, dass er sehr weit streunt wenn er auf Achse ist. Wenn fremde Katzen/Kater sich näheren ist er nicht sehr amused und verteidigt sein Revier. Mit dem Kater vor dem unsere Ragdoll geflohen ist, hatte er sich bis vor 3 Monaten öfters geprügelt. Jetzt nichts mehr - ggf. kommt der Kater auch nicht mehr her, ich sehe ihn auch nicht mehr. Davor war nur einmal eine Katze hier, die er durch Fauchen vertrieben hat. Aber ich denke Revier verteidigen ist normal? Bei fremden Hunden bspw. freut er sich sehr auf die Herausforderung

Er läuft nicht weg wenn die auf ihn zurasen und zischt ihnen dann eine, tlw. auch nur angetäuscht. Dann ist die Sache zumeist geregelt und sie spielen ggf. "fangen & anpirschen" miteinander. Ich habe manchmal das Gefühl er mag es sehr, wenn diese auch ein wenig "Respekt" vor ihm haben. Also ja, er versteht sich mit dem Hund gefühlt besser als mit der Katze.
4. Ne, mir kommt es nicht zwingend auf die Rasse an. Da die Rasse aber als gemütlich gilt, unsere Erfahrungen haben das bestätigt, erhoffe ich mir, dass der Neuzugang keinen Drang haben wird aus dem Freigang auszubüchsen und wenn es doch mal passieren sollte, dass die Straße gemieden wird. Unseren Kater beispielweise könnte nichts und niemand daran hindern über die Straße zum gegenüberliegenden Bauernhof zu laufen. Es sei denn ein Neuzugang würden den Drang zukünftig verringern. Da unser Kater von Murka aus Russland vermittelt wurde, habe ich gar kein Problem ein Tier aus einer Pflegestelle o.ä. zu adoptieren. Im Gegenteil. Aber damals war es z.B. bei Murka so, dass extra jemand vorbei geschickt wurde um die Umgebung zu prüfen (was natürlich vollkommen okay ist!). Damals haben wir noch im alten Haus gewohnt, die Landstraße hier am neuen Haus wäre wohl ein K.O.-Kriterium gewesen. Ich dachte also nicht, dass wir uns überhaupt Chancen ausrechnen könnten. Die Idee war bei Kleinanzeigen jemanden zu finden, der sein Tier abgeben möchte (unter nachvollziehbaren plausiblen Gründen) und die auch daher den Charakter einschätzen können.
Meint ihr wir würden eine Chance auf ein Tier aus dem Tierschutz haben? Derzeit steht der Zaun eben noch nicht, erst im späten Frühling/frühen Sommer. Vorher soll der Neuzugang natürlich auch nicht nach draußen. Aber na ja, reden kann man natürlich immer viel..