Partnerkatze verstorben - Spezialfall?

Diskutiere Partnerkatze verstorben - Spezialfall? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; um 20:16 Uhr Lesezeichen hinzufügen #1 Hallo ihr Lieben, vor 10 Monaten ist leider unsere geliebte Ragdolldame mit 5 Jahren verstorben. Unsere...
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#1
Hallo ihr Lieben,

vor 10 Monaten ist leider unsere geliebte Ragdolldame mit 5 Jahren verstorben. Unsere beiden Katzen sind Freigänger, wir wohnen mitten auf dem Land - eigentlich super für die Katzen. Leider gibt es auch eine Landstraße, die unsere Katze aber nie betreten hat. Sie war draußen entweder bei uns im Garten, auf dem Land hinter dem Haus Mäuse jagen oder hat im Stall im Heu schlafen. Leider kam ein fremder Kater (solche Besuche fremder Katzen kannte sie nicht) vorbei und unsere sehr ängstlich Katze ist auf die Straße geflüchtet. Genau in dem Augenblick kam ein Auto vorbei. Sie war sofort tot.

Nun frag ich mich ob eine neue Katze einziehen soll. Gedanken dazu:

Unser Kater (vermtl. Heilige Birma Mix, fast 6 Jahre) stammte aus dem Tierheim, er ist ein richtiger Dickkopf und ein absoluter Freigeist. Eine Wohnungshaltung wäre für ihn, im Gegensatz zu unserer Katze, absolute Folter. Er soll, trotz des Vorfalls, weiterhin seinen Freigang erhalten. Er war ein total sozialer Kater, hat mit unserer Katze viel gekuschelt, sie geputzt und gespielt. Bis sie mit ca 1,5 Jahren absolut keine Lust mehr auf ihn hatte, manchmal hat sie seine Annäherung toleriert, aber nur für 2-3 Minuten. Er war glaube ich oft frustriert, dass sie mit ihm nicht mehr spielen wollte. Daher kam es ca. ein halbes Jahr öfters Raufereien. Er hat dann angefangen mit dem Hund zu spielen. Kuscheln und putzen war nicht mehr drin.

Nach ihrem Tod (wir haben ihn Abschied nehmen lassen), hat er vllt 2-3 Tage ggf mal nach ihr gemauzt und ich glaube sie einmal gesucht. Er hat normal gefressen und war ca. eine bis max zwei Wochen etwas anhänglicher. Er ist und war aber nicht der Kuschelkater, auch in der Phase nicht. Die Katze hatte uns bis dato aber auch oft in Beschlag genommen bzw. unser Kind.

Eigentlich wollte ich sofort eine neue Katze, aber dagegen haben gesprochen:

1. Unser Kind war kein Drei und noch "trampelig", das mochte unsere Katze zB gar nicht, unserem Kater ist es egal. Jetzt geht er super mit dem Kater um und hat auch die notwendige Motorik.

2. Wir bauen einen Resthof um, jetzt sind drinnen alle lauten Gewerke abgeschlossen, es verbleiben nur noch Kleinigkeiten.

3. Die blöde Landstraße! Wir haben einen großen Garten, diesen möchte ich mit Strom sichern. Ein Großteil ist durch den Pferdeplatz eh gesichert, es müsste nur eine zusätzliche Litze eingezogen werden, ein Tor muss noch gesichert werden. Die größte Problematik wird durch einen neuen Zaun, der im Sommer kommt, behoben. Unsern Kater müsste ich daran gewöhnen und ihn ab und zu vorne rauslassen. Er wäre nicht zufrieden und würde alles tun um rauszukommen.

4. Ich hatte gelesen, dass man den Katzen länger Zeit geben soll um zu trauern (6-12 Monate). Jetzt habe ich hier aber andere Meinungen gelesen.

Fragen:

1. Meint ihr das macht Sinn zwei gesunden Katzen unterschiedlichen Freigang zu gewähren?

2. Möchte unsere Kater überhaupt eine neue Katze? Er schien wenig zu trauern und es sind jetzt bereits 10 Monaten verstrichen. Andererseits war er früher sehr sozial.

3. Er ist mit einer Katze groß geworden - lieber gleichalte Katze wie früher oder doch Kater, wie empfohlen? Es soll eine ruhige Rasse werden, die hoffentlich keine großen Drang hat auszubrechen. Ggf. wieder eine Ragdoll.


Vielen Dank für eure Ideen und Meinungen
 
  • Partnerkatze verstorben - Spezialfall? Beitrag #2
Hallo und Herzlich Willkommen im Forum, schön dass du da bist.

Der Verlust deines Katze tut mir sehr leid, auch wenn es schon 10 Monate her ist weine ich mit dir um sie.

Leider kenne ich mich mit Ragdolls nicht so aus, versuche aber nach bestem Wissen und Gewissen deine Fragen zu beantworten.

Die blöde Landstraße! Wir haben einen großen Garten, diesen möchte ich mit Strom sichern. Ein Großteil ist durch den Pferdeplatz eh gesichert, es müsste nur eine zusätzliche Litze eingezogen werden, ein Tor muss noch gesichert werden. Die größte Problematik wird durch einen neuen Zaun, der im Sommer kommt, behoben. Unsern Kater müsste ich daran gewöhnen und ihn ab und zu vorne rauslassen. Er wäre nicht zufrieden und würde alles tun um rauszukommen.
Leider ist das Leben von Freigängern nun mal gefährlich und eine Gegend ohne Straßen fast nirgendwo zu finden.
Es gab hier im Forum schon diverse Diskussionen zu dem Thema.
Wenn dein Kater natürlich uneingeschränkten Freigang gewöhnt ist wird es vermutlich eine Umstellung werden.
Ich würde es aber evtl. versuchen.
Vielleicht akzeptiert er ja ein kleineres Gelände wenn er einen Kumpel hat....

Möchte unsere Kater überhaupt eine neue Katze? Er schien wenig zu trauern und es sind jetzt bereits 10 Monaten verstrichen. Andererseits war er früher sehr sozial.
Nun ich denke dass die Trauer einer Katze nicht so ausgeprägt ist wie bei Menschen. Selbst da gibt es ja sehr unterschiedliche "Trauertypen". Ob er wirklich noch trauert, oder nicht ist wohl schwierig zu beurteilen.
Wenn er früher so sozial war, würde ich wirklich überlegen ihn wieder zu vergesellschaften.

Also im allgemeinen würde ich eine Vergesellschaftung mit einem ungefähr gleichaltrigen, gleichgeschlechtlichen Tier befürworten. Es käme halt auf einen Versuch an.

Meint ihr das macht Sinn zwei gesunden Katzen unterschiedlichen Freigang zu gewähren?
Das stelle ich mir ehrlich gesagt etwas kompliziert vor.
Vor allem wenn sich die Beiden gut verstehen sollten.

Aber ich bin nicht der Experte was Freigang anbelangt und hoffe dass sich noch andere Foris melden werden.
 
  • Partnerkatze verstorben - Spezialfall? Beitrag #3
Hallo!

1. Meint ihr das macht Sinn zwei gesunden Katzen unterschiedlichen Freigang zu gewähren?
Nein, das macht überhaupt keinen Sinn.

So ganz habe ich das auch nicht verstanden. Ihr wollt für die neue Katze euren Garten sichern? Mit Litze? Die Katzen krabbeln unten durch oder springen drüber. Und was ist das für ein Zaun, der im Sommer kommt?

Mein Vorschlag: Garten katzensicher einzäunen. Schauen, ob es dem Kater reicht. Wenn nicht: Beide in den ungesicherten Freigang. Ich gehöre zu der Fraktion "Lieber ein kürzeres, dafür ein maximal erfülltes Katzenleben".

2. Möchte unsere Kater überhaupt eine neue Katze? Er schien wenig zu trauern und es sind jetzt bereits 10 Monaten verstrichen. Andererseits war er früher sehr sozial.
Mit dem Hund versteht er sich und spielt?

Schwierig. Ich habe ein Pärchen wie du. Einer, der ständig Kontakt zu seinem Bruder sucht und am liebsten den ganzen Tag stapeln würde und einer, der das nicht möchte. Würde letzterer sterben, würde ich auf jeden Fall einen Kuschelkumpel dazuholen. Einen erwachsenen, dessen Charakter sich auch nicht mehr ändert.

Aber ich habe auch keinen Hund, der zumindest teilweise kompensieren kann.

3. Er ist mit einer Katze groß geworden - lieber gleichalte Katze wie früher oder doch Kater, wie empfohlen?
Eine erwachsene Katze, die vom Charakter passt. Die sozial ist und gerne kuschelt. Das Geschlecht finde ich da zweitrangig, zumal Freigänger nicht so aufeinanderhocken wie Wohnungskatzen. Also selbst wenn sie anders spielen, können sie sich aus dem Weg gehen und draußen selber bespaßen.
Und es muss eine Katze aus dem Tierschutz sein, im Idealfall von einer Pflegestelle, die den Charakter gut einschätzen kann. Warum Tierschutz?

Es soll eine ruhige Rasse werden, die hoffentlich keine großen Drang hat auszubrechen. Ggf. wieder eine Ragdoll.
Weil du von einem Züchter keine Katze für den Freigang bekommen wirst (auf den gesicherten Freigang würde ich mich nicht verlassen). Und beim Vermehrer holt man keine Katze 😉.
 
  • Partnerkatze verstorben - Spezialfall? Beitrag #4
Mein Vorschlag: Garten katzensicher einzäunen. Schauen, ob es dem Kater reicht. Wenn nicht: Beide in den ungesicherten Freigang.
Ich merke gerade, dass das ein total bescheuerter Vorschlag ist 😅. Ein Grundstück wirklich katzensicher einzuzäunen ist mit hohen Kosten verbunden, das macht man natürlich nicht "ohne Not" und wenn die Erfolgsaussichten eher mau sind.
 
  • Partnerkatze verstorben - Spezialfall? Beitrag #5
Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für euren Input! Ihr habt es richtig erkannt, ich mache mir tatsächlich insbesondere Sorgen, dass unser Kater keine andere Katze (mehr) möchte. Aber nach Eurer Erfahrung und Vermutung geht ihr nicht davon aus. Das beruhigt mich, klar, kann natürlich keiner zu 100% sagen wie es am Ende kommt.

Um die Fragen zu beantworten:
1. Die Landstraße ist über zwei Brücke (eine bei uns, eine bei den Nachbarn) über einen Graben mit unserem Grundstück bzw, dieser Straßenseite verbunden. Autoverkehr ca. alle 1-2 Minuten 1 Auto, zur Rushour mehr; in den Abendstunden wenig Verkehr. Es sind 100 km/erlaubt, manche fahren die hier auch, aber i.d.R. wird 70-80 km/h gefahren, da die Straße recht eng ist. Ich würde die Situation als gefährlich einstufen. Andere Straßen gibt es hier nicht.

2. Der Pferdezaun hat z.B. 6 Litzen zusätzlich zum eigentlichen Zaun. Eine ganz oben drauf, die unterste eine handbreit über dem Rasen. Ich glaube nicht, dass da eine Katze ohne Schlag durchkommt. Andererseits ergeben sich ggf. anderswo Schwachstellen. Am liebsten wäre mir natürlich, ich könnte eine Katze adoptieren, deren Freiheitsdrang nicht so groß ist. Innen haben wir 200 m², der eingezäunte Bereich wird ca. 300 m² entsprechen.

3. Er hat hier mitten auf dem Land wenig Kontakt zu anderen Katzen. Zumindest das, was ich hier vor Ort mitbekomme. Kann natürlich sein, dass er sehr weit streunt wenn er auf Achse ist. Wenn fremde Katzen/Kater sich näheren ist er nicht sehr amused und verteidigt sein Revier. Mit dem Kater vor dem unsere Ragdoll geflohen ist, hatte er sich bis vor 3 Monaten öfters geprügelt. Jetzt nichts mehr - ggf. kommt der Kater auch nicht mehr her, ich sehe ihn auch nicht mehr. Davor war nur einmal eine Katze hier, die er durch Fauchen vertrieben hat. Aber ich denke Revier verteidigen ist normal? Bei fremden Hunden bspw. freut er sich sehr auf die Herausforderung 😉 Er läuft nicht weg wenn die auf ihn zurasen und zischt ihnen dann eine, tlw. auch nur angetäuscht. Dann ist die Sache zumeist geregelt und sie spielen ggf. "fangen & anpirschen" miteinander. Ich habe manchmal das Gefühl er mag es sehr, wenn diese auch ein wenig "Respekt" vor ihm haben. Also ja, er versteht sich mit dem Hund gefühlt besser als mit der Katze.

4. Ne, mir kommt es nicht zwingend auf die Rasse an. Da die Rasse aber als gemütlich gilt, unsere Erfahrungen haben das bestätigt, erhoffe ich mir, dass der Neuzugang keinen Drang haben wird aus dem Freigang auszubüchsen und wenn es doch mal passieren sollte, dass die Straße gemieden wird. Unseren Kater beispielweise könnte nichts und niemand daran hindern über die Straße zum gegenüberliegenden Bauernhof zu laufen. Es sei denn ein Neuzugang würden den Drang zukünftig verringern. Da unser Kater von Murka aus Russland vermittelt wurde, habe ich gar kein Problem ein Tier aus einer Pflegestelle o.ä. zu adoptieren. Im Gegenteil. Aber damals war es z.B. bei Murka so, dass extra jemand vorbei geschickt wurde um die Umgebung zu prüfen (was natürlich vollkommen okay ist!). Damals haben wir noch im alten Haus gewohnt, die Landstraße hier am neuen Haus wäre wohl ein K.O.-Kriterium gewesen. Ich dachte also nicht, dass wir uns überhaupt Chancen ausrechnen könnten. Die Idee war bei Kleinanzeigen jemanden zu finden, der sein Tier abgeben möchte (unter nachvollziehbaren plausiblen Gründen) und die auch daher den Charakter einschätzen können.

Meint ihr wir würden eine Chance auf ein Tier aus dem Tierschutz haben? Derzeit steht der Zaun eben noch nicht, erst im späten Frühling/frühen Sommer. Vorher soll der Neuzugang natürlich auch nicht nach draußen. Aber na ja, reden kann man natürlich immer viel..
 
  • Partnerkatze verstorben - Spezialfall? Beitrag #6
Meint ihr wir würden eine Chance auf ein Tier aus dem Tierschutz haben?
Tierheim: Kein Problem (also es gibt Tierheime, wo es kein Problem ist und die Mitarbeiter nicht mal wissen wollen, wie man wohnt, von Kontrollen ganz zu schweigen).
Pflegestelle: Schwierig. Selbst ich hatte echt Probleme, dabei wohnen wir ruhig und naturnah an einer Sackgasse am Stadtrand. Ich gebe zu, ich war schon kurz davor, zum Vermehrer zu gehen.

Dann hat es doch noch geklappt. Die Pflegestellenfrau musste schmunzeln, als ich ihr unsere katzenfreundliche Wohnlage angepriesen habe. Ihr Haus (sie hat mehrere eigene Freigänger-Katzen) liegt DIREKT an einer Landstraße. Also Haus, gepflasterter Hof, Landstraße. Kein Zaun oder sonstwas. Angeblich ist noch nie eine Katze zu Schaden gekommen. Und wenn es mal passiert, dann wäre es halt so. Lebensrisiko eines Freigängers.
Sie vermittelt ausschließlich in Freigang, auch, wenn man selber an einer Landstraße wohnen würde.

Gibt es also, aber zugegebenermaßen selten.

Ich würde in deiner Situation wahrscheinlich versuchen, eine passende Katze (für den ungesicherten Freigang) zu finden. Aber ganz ohne Stress. Wenn es nicht klappt, ist es auch egal. Dein Kater hat Freigang, er langweilt sich nicht. Zumal er seinen Spieltrieb auch mit eurem Hund ausleben kann.
 
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