Deutliche Rückschritte nach 2 Monaten

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ChristineD

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Hallo liebes Forum,

ich hoffe ihr habt einen Rat oder aufbauende Worte für mich. Oder beides.
Meine Vergesellschaftung schien geglückt - doch nun geht's plötzlich abwärts....


In meinem Haushalt leben Karli (2,5J) und Bohne (fast 3J), die nach anfänglichen Schwierigkeiten schon länger freundlich co-existieren und Freigänger sind.

Kurz vor Weihnachten meldete sich eine Bekannte, sie habe notfallmäßig einen Kater (Oreo, ca, 6 Jahre) zu sich genommen, er könne aber nicht in ihrer 35qm Wohnung bleiben und da ich ja gut mit Katzen könne, habe sie an mich gedacht. Nach einigem Abwägen habe ich mich dazu entschlossen, ihn aufzunehmen. Am 20.12.25 ist er dann hier eingezogen.

Zu Oreo:
Leider ist über ihn nicht viel bekannt.
• Er wurde schon mehrfach weiter gegeben
• Er war wohl bisher vermutlich Einzeltier
• Bisher Wohnungskatze.
• Kastriert, geimpft, seit letzter Woche auch gechipt.


Die EIngewöhnung lief ganz gut, ich habe anfangs versucht Oreo räumlich zu trennen, was deutlich nicht gut aufgenommen wurde und mich um mehrere Nächte brachte, weshalb ich versucht habe sie gut beobachtet zusammen zu lassen. Karli ist sehr ängstlich und hat die ersten drei Tage fast ausschließlich draußen verbracht, kam nur unter großem Überreden für Leckerchen rein, ist dann aber sofort wieder abgerauscht. Veränderungen mag er gar nicht. Dann wurde es aber kühl und Karli beschloss, dass es ja so schlimm nun doch nicht sei und kam wieder mehr rein, machte einen Bogen um Oreo und gut war's.
Zwischen Bohne und Oreo gab es hier und da ein paar Fauchereien und Knurren, aber alles im Rahmen und ohne körperliche Auseinandersetzungen...
Nach dem ersten Wochen wurde es merklich besser, Hier und da gab es Nasenstupser,, Oreo hat viel an Karli geschnüffelt (der daraufhin meist weg lief), Mit Bohne hat er hier und da noch verbal geklärt wer wen in Ruhe lassen soll, aber es wurde harmonischer. Karli schlief endlich wieder entspannt im Bett oder auf seiner Decke, Oreo fühlte sich auch zusehends wohler und auch Bohne wurde ruhiger.
Da dachte ich "Na, das hat doch super geklappt, keine großen Dramen,, wir haben den härtesten Part hinter uns...."
Die Geschichte war schön und hätte so einfach weiter gehen können.. Ist sie leider nicht.

Nun kommt das Drama, das ich nicht einordnen kann. Allerdings gibt es viele Begleitumstände, die eine Rolle spielen könnten.
Und hier brauche ich eure Expertise:
Die Katzen haben sich aneinander gewöhnt und sich als Mitbewohner akzeptiert, Oreo wurde letzte Woche Montag beim Tierarzt durchgecheckt und gechipt und so begann ich, erste kleine Rundgänge mit ihm im Garten zu machen. Mittwochs durfte er auch schon ein bisschen allein raus, kam aber immer schon nach 10 min. wieder rein.

Situation 1:
Mittwoch:
An der folgenden Situation gebe ich mir die Schuld, ich schiebe sie auf Eifersucht.
Karli lag über zwei Wochen Abends bei mir im Bett. Am Fußende. Endlich wieder Normalität. Oreo kam manchmal dazu, ging ans Kopfende, kam zu mit kuscheln.
Mittwoch lag Karli am Fußende, schaute mich aber schon so an, als wolle er jeden Moment kuscheln kommen (ich kenne da so seinen Blick). Als Oreo ans Bett gelaufen kam, habe ich ihn deshalb daran gehindert hoch zu springen, damit Sensibelchen Karli seine Ruhe hat.
5 Minuten später starrte Oreo Karli an... Karli knurrte daraufhin und versuchte in einem großen Bogem um ihn herum langsam den Raum zu verlassen. Hier wurde Oreo, zum ersten Mal massiv aggressiv und griff Karli stark körperlich an. Der hat sich nicht verteidigt, sondern lediglich versucht zu fliehen. Zwei mal hat Oreo ihn zu packen bekommen - dann konnte Karli durch die Katzenklappe nach draußen flüchten, die Oreo bisher nicht verstanden hatte. Am nächsten Tag fand ich ein Stück Kralle in Karlis Flanke.... er kam aber zum Fressen rein und die beiden fraßen sogar aus nebeneinander stehenden Näpfen. Karli war zwar skeptisch und vorsichtig, aber immerhin...
Ich nehme an, Oreo war eifersüchtig und ist deshalb so ausgeflippt. Mit Sicherheit sagen kann ich das aber nicht. Da er aber vorher meinetwegen an die Bettkante gekommen und freudig auf mich zugelaufen war ohne Interesse an Karli, sehe ich die Schuld hier wie gesagt klar bei mir.

In den folgenden Tagen konnte ich beobachten, dass Karli weniger nach Hause kam, mehr Zeit draußen verbrachte und skeptischer wurde. Wenn ich mit Oreo in den Garten ging, verließ er den Garten,... Bohne schien auch etwas angespannter - in den letzten Tagen hat sie Oreo mehrfach kurz gejagt oder angegangen.

Situation 2:
Donnerstag:
Abends hört ich "Kampfgeschrei" - also dieses aggressive Gejaule, das Katzen bei unangenehmen Begegnungen als Warnung von sich geben. Ich fand Oreo schreiend an der Katzenklappe und bin dann zu einem Fenster gelaufen, an dem das andere Tier vorbei laufen muss, um zu sehen, wen r dort anschrie. Karli lag draußen auf der Terasse auf einem Stuhl - wach ud angespannt, aber ich glaube nicht, dass er dort gesessen hätte, wenn er gerade an der Klappe so wütend angeschrien worden wäre.
Ich gehe also davon aus, dass es sich um den vermeintlich unkastrierten, aggressiven, markierenden Kater der Nachbarschaft handelte, sehen konnte ich aber nichts mehr. Oreo war außer sich, ließ sich aber durch Leckerchen ablenken. Karli kam rein und fraß auch welche, verließ aber binnen 30 Sekunden wieder die Wohnung hektisch - ihm war Oreo nicht geheuer.

Freitag und Samstag mied Karli die Wohnung zu großen Teilen, fraß aber in Oreos Beisein, bevor er schnell wieder raus ging.

Situation 3:
Heute... (Sonntag)

Und nun verstehe ich die Welt nicht mehr:
Diese Nacht konnte ich hören, dass Die Katzenklappe ging und bin schauen gegangen. Oreo hatte sie - ganz ohne Training - nun nach 2 Monaten doch verstanden. Nun, wo er weiß was auf der anderen Seite wartet, benutzt er sie. So weit, so gut.... Heute Morgen war Karli aber entgegen seiner Rituale nicht in der Nähe. Da ahnte ich schon, dass die zwei auf der Terasse oder an der Klappe eine unerwartete Begegnung gehabt haben könnten. Also rief ich Karli (das klappt meist ganz gut... ) und ging wieder rein, irgendwas holen.
Plötzlich hörte ich von draußen markerschütterndes Wut-Gejaule - Oreo saß am Gartenzaun, dicker Schwanz, aufgestellte Nackenhaare, lautes Schreien.... auf der anderen Seite des Zauns sah ich ein Tier wegrennen. Da Karli oft aus dieser Richtung kommt und ich ihn gerufen hatte, gehe ich davon aus, dass er es gewesen war. Er ließ sich dann weitere Stunden nicht blicken und es bricht mir das Herz, mein Sensibelchen so voller Angst zu sehen. I
Ich habe die Katzenklappe habe ich in Richtung draußen daraufhin verschlossen, damit Oreo drinnen bleibt, weil ich den Eindruck habe, dass der Freigang ihm nicht bekommt und Karli sich nun nicht mal mehr auf der Terasse und im Garten sicher fühlen kann. Gegen Mittag tauchte Karli dann auf der Terasse auf und verbrachte dort auch den Tag relativ entspannt. Aber die Wohnung mied er komplett, Futter musste ich ihm raus bringen. Gegen Abend tauchte er mehrmals an der Klappe auf - er will also eigentlich gern rein, sobald Oreo dann aber das Klicken hört (Chipsteuerung) rennt er Richtung Klappe (Allerdings nicht aggressiv, eher neugierig) und Karli verschwindet sofort wieder.

Ich habe in der Tür stehend heute Abend mit dem Laserpointer gespielt, auf der Terasse spielte Karli mit - rein kam er nicht. Drinnen spielte Oreo und sie konnten sich beide gegenseitig immer mal wieder sehen - friedlich. Leckerchen konnte Karli bei geöffneter Tür mit ca. 5m Abstand zu Oreo fressen, sobald der näher kam oder Karli anschaute, rannte der weg.

Danke, dass ihr bis hier gelesen habt ❤️

1) Was ist hier passiert, warum ist die Stimmung plötzlich so gekippt obwohl sie in den letzten zwei Monaten so entspannt geworden war?
2) Wie würdet ihr an meiner Stelle damit umgehen? Mit blutet das Herz, ich hab den halben Tag vor mich hingeheult weil keiner hier leiden soll, aber besonders nicht Karli, der nie jemandem was tut.
3) Wie gehe ich nun mit der Katzenklappe um? Es handelt sich um eine SureFlap Haustierklappe (also das große Modell), dass es leider nicht als DualScan gibt. Also kann entweder niemand raus oder alle.
Wenn ich die schließe, bleibt Oreo drinnen und Karli kann sich zumindest rund ums Haus sicher fühlen und wird nicht völlig vergrault (was wirklich meine Angst ist). Aber dann besteht auch die Gefahr dass Karli irgendwann rein kommt und nicht vor Oreo flüchten kann, was seine Angst vermutlich verstärkt.
4) Gibt es Hoffnung?

Ich werde in eine andere Tür in Kürze eine DualScan einbauen lassen, so dass Karli dort dann immer raus kann und Oreo erst mal drinnen bleibt, bis mehr Ruhe eingekehrt ist - aber was mache ich bis dahin? Mir wurde heute empfohlen Oreo sofort mit Gittertür auf einen Raum zu beschränken, damit Karli sich wieder sicher fühlen kann in der Wohnung. Nachdem Oreo sich aber nun 2 Monate lang in der ganzen Wohnung eingelebt hat, empfinde ich das als drastisch und habe auch Sorge, dass er dadurch nur noch mehr Frust und Neid/Eifersucht entwickelt.

HILFE! 😥

Ich war heute drauf und dran, ein neues Zuhause für Oreo zu suchen, aber ich will ihn so schnell nicht aufgeben, er hat sich so gut eingelebt. :(
 
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