Hallo.
Es gibt in einigen Tierschutzvereinen wirkliches Elend, da wird viel verschwiegen, aber das ist nicht die Regel!! Maches wird einfach nicht festgestellt, da Geld für teure Untersuchungen fehlt. Kann man das den Tierheimen anlasten? Ich denke nicht. Wenn ich eine Mieze aus dem Tierheim adoptiere lass ich auch erstmal ein großes Blutbild,
FIP Screening,
FIV und
Leukose Test machen. Kostet mich zwar, lohnt aber, würde ich diese Tests standardmäßig beim Tierschutzverein verlangen? Nein - dann würden die Miezen deutlich mehr in der Vermittlung kosten, wer wäre dann schon noch bereit eine zu nehmen? Ist aber ein leidiges und langes Thema.
Nun zum Problem. Ich hatte vor knapp zwei Jahren mutterlose Babys mit Herpes. Die Infektion ist bei den Kleinen ins Gehirn gegangen und nur mein Micky hat es überlebt. Der Vertragstierarzt hat mit einem Antibiotikum behandelt, welches unwirksam war, da es die Blut-Hirnschranke nicht passieren konnte. Mein eigener benötigte nur eine Injektion Baytril um die Infektion in den Griff zu bekommen. Wichtig ist also drauf zu achten wieviel Ahnung der jeweilige Arzt hat und nicht immer nur ein und das selbe Antibiotikum zu verwenden. Auch wichtig - andere Grunderkrankungen ausschließen - Blutbild,
FIV/
Leukose Test,
FIP-Screening. Das kannst du ja vielleicht noch über den Tierheimarzt machen lassen?
Auch mein anschließender Wurf hatte mit Herpes zu kämpfen, da die Mama ungeimpft war und leider Kontakt zu Herpes hatte. Sie hat Baypamun bekommen und die Babys diverse Augensalben. Ich müßte mich mal nach dem Namen des letztendlich wirksamen Präparates erkundigen. War eine
Blau-weiße Tube und das Zeugs war gelförmig, leicht anzuwenden.
Permanent zum Tierarzt schleppen dürfte wirklich verschlimmernd wirken, andererseits - abzuwarten könnte auslösen, daß das ganze chronisch wird. Frag mal ob Baytril schon gegeben wurde und frag auch nach Baypamun. Sind die Kleinen denn schon geimpft? Wenn nicht unbedingt in einer schnupfenfreien Phase nachholen (Herpes ist in der Standardschnupfenimpfung mit dabei). Bei meinem Micky hat es damals geholfen... Ist aber keine Garantie, da sie eigentlich schon Antikörper haben sollten. Eventuell hilft auch ein Darmflora aufbauendes Präperat, da die durch die vielen Antibiotika ziemlich hinüber sein dürfte. Sie ist auch wichtig für die Immunabwehr. Achte insbesondere momentan auf sehr hochwertiges und leicht verdauliches Futter (Eagle Pack, Evolve, Almo Nature, etc.).
Für dich wichtig zu wissen: Es wird immer wieder Rückfälle geben! Keine Panik, meist werden die deutlich weniger heftig und heilen von selbst aus.
Box: Bei mir stehen mindestens zwei Transportboxen permanent als Kuschelhöhlen zur Verfügung, das ist auch wichtig für die Akzeptanz. Wenn ich ein Pflegezickchen dabei habe wird es in der Box gefüttert und bekommt dort Leckerli. Innerhalb von ein paar Tagen ist das Problem dann meist behoben
Dampfbad: Versuche es mit einem großen Pappkarton über den du ein Handtuch legst. Kriech mit dem Kopf mit rein auf der Seite auf der der Topf steht, dann geht eine Flucht immer in die andere ;-) Streicheln dabei und vielleicht spielen, die meisten finden es eher angenehm. Auch eine Möglichkeit. Die Inhalatoren aus Plastik, welche es in jeder Apotheke gibt, die müssen nur ein bisschen länger in der Kiste stehen um den gleichen Effekt zu haben, sind dafür aber isoliert.
Viel Glück und schnelle Heilung

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