Veränderungen bringen Veränderungen - bei Katzen ist meist für den Menschen nicht ersichtlich warum, wann, welche Reaktion erfolgt. Ich habe hier ein ähnliches Problem mitunter. Mein Schnuffinchen ist eine sehr ängstliche Katze, die sehr schnell faucht und brummt. Einer meiner Pflegekater fand das so genial, daß er sie permanent angegriffen hat. Schnuff hat sich in der Couch oder auf dem Schrank versteckt und sich kaum mehr rausgewagt. Nachdem der Kater vermittelt wurde, war sie wie verwandelt. Verprügelte etwa zwei Tage meine frechen eigenen Kater und steht nun ganz oben in der Hackordnung - UND - es ist Ruhe seither. Kein fauchen, kein brummen, kein verstecken - einfach nur Ruhe. Hätte ich eingegriffen würde dieses "Platz" finden viel länger dauern, da spreche ich auch aus Erfahrung.
Was würde ich tun. Feliway Spray, nun gut, wenn bestellt dann nutze ihn. Besser finde ich den Zerstäuber von Feliway für die Steckdose. Wenn du das Gefühl hast, daß es gar nicht mehr geht und beide jeweils einen großen und einen kleinen Kratzbaum, ein Körbchen und ein Bettchen haben, du einen separaten (Trocken)Futter- und Wassernapf zusätzlich in der Nähe des Coonies hast; dann trenne sie vorrübergehend und gewöhne sie dann langsam aneinander (zum Beispiel mal die Körbe austauschen, kontrolliert aneinander schnuppern lassen). Vorteil. Beide haben ein Rückzugsgebiet (welches sie auch verteidigen werden anfangs), es kommt kein Futterneid und kein Streit um den besten Schlafplatz auf. Zuneigung muß natürlich gleichmäßig verteilt werden, Leckerlis gibt es immer nur für beide gemeinsam am gleichen Ort (ich führe sie dabei immer ein Stückchen näher zusammen, bis sie irgendwann aus der gleichen Hand nehmen).
Was auch helfen kann aber sehr (!) auf die Miezen ankommt. Beide mit dem gleichen Shampoo waschen und einem von dir benutzten Handtuch abtrocknen. Das geht natürlich nur, wenn die Miezen das mögen, keinen zusätzlichen Stress verursachen!! Die Kastration verändert den Geruch jeweils sehr, so daß sich beide möglicherweise fremd vorkommen zusätzlich zur hormonellen Umstellung (die aber länger dauert!).
Vermute mal der 2 jährige will seinen Platz finden in seinem jugendlichen Leichtsinn. Wenn sich der Coonie mit dem 2. Platz anfreunden kann wird schnell Ruhe herrschen, aber das braucht wohl noch ein bisschen. Zwei Wochen, noch dazu so stressige (Umzug und Kastration), ist deutlich zu wenig um absehen zu können, ob die beiden sich mal verstehen oder immer ablehnen werden. Achte mal bitte darauf in welchen Situationen Streit entsteht zwischen den beiden und schildere das hier. Meist geht es um Futter oder um Schlafplätze, manchmal auch Zuneigung oder spielen... Spielen kann übrigens auch wunderbar verbinden, wenn beide das gern machen.
Liebe Grüße.
ironies