Birma attackiert grundlos unseren Maine Coon

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  • Birma attackiert grundlos unseren Maine Coon Beitrag #1
lucyflocke

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und habe auch gleich ein Anliegen: Wir haben ein ziemliches Problem mit unseren beiden Katern.

Wir (mein Mann und ich) haben uns vor ca. 2 Wochen einen 2-jährigen Birmakater und einen 6-jährigen Maine Coon Kater geholt. Beiden waren nicht kastriert (wir haben sie von einem Züchter, der seine Zucht aufgeben muss). Wir haben die beiden als Liebhabertiere übernommen, d.h. wir haben sie am 28.2. kastrieren lassen. Vor der Kastration war der Maine Coon Kater mehr oder weniger der "Chef", d.h. der Birma hat sich ihm untergeordnet. Es lief aber immer ohne Probleme oder Streit. Die beiden waren sich über die Rangverteilung sozusagen einig und sie haben sich vertragen.

Seit der Kastration macht unser Birma aber nun Probleme. Er knurrt den Maine Coon ohne Grund an, seit einigen Tagen greift er ihn sogar einfach so an. Der Maine Coon sitzt einfach nur irgendwo da und der Birma kommt auf ihn zu und greift an. Der Maine Coon wehrt sich aber nicht oder wenn, dann nur kurz. Er ist sonst sehr lieb und ruhig und völlig relaxt. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe (nichtmal unsere 5 Frettchen ;-) ). Inzwischen ist die Lage aber schon so schlimm, dass er sich nicht mehr von seinem Platz auf dem Kratzbaum bzw. der Kommode (Kuschelplatz) heruntertraut, da er immer sofort vom Birma angegriffen wird. Er traut sich auch nicht mehr an den Futter- oder Wassernapf. Ich habe keine Ahnung, wie er das macht, auf´s Klo zu gehen (wir sind tagsüber arbeiten, d.h. wir bekommen nicht mit, was tagsüber abgeht).

Ich mache mir inzwischen schon ziemliche Sorgen. Wir haben natürlich auch bei den Leuten, wo wir die Kater herhaben, um Rat gefragt. Sie sind sehr nett und haben gemeint, dass es durchaus an der Hormonumstellung nach der Kastration liegen kann. Wir sollen halt noch etwas Geduld haben. Der Birma war in der Katzengruppe bei den Leuten an unterster Stelle in der Hierarchie. Scheinbar nutzt er es jetzt wohl aus, dass er sich nicht mehr unterordnen muss.
Ich bin nur verunsichert, da dieses Problem von Tag zu Tag schlimmer wird. Eigentlich sollte es doch langsam besser werden, oder? Ich mache mir auch echt Sorgen um unseren Maine Coon, der inzwischen extrem verängstigt ist. Wir achten auch sehr darauf, dass beide Kater gleich viel Zuwendung und Streicheleinheiten bekommen (wobei der Birma da nicht so drauf steht, während der Maine Coon extrem anhänglich und verschmust ist).

Ich habe jetzt schon dieses Feliway-Spray bestellt. Ich hoffe, dass es bald geliefert wird und vielleicht hilft.

Hättet ihr evtl. noch Tipps oder Ratschläge, was wir mit den beiden Katern machen könnten, damit dieser Stress (für die beiden) aufhört? Vor allem ist mir unklar, warum der Birma sich auf einmal so verhält.

Vielen lieben Dank schonmal!
 
  • Birma attackiert grundlos unseren Maine Coon Beitrag #2
Veränderungen bringen Veränderungen - bei Katzen ist meist für den Menschen nicht ersichtlich warum, wann, welche Reaktion erfolgt. Ich habe hier ein ähnliches Problem mitunter. Mein Schnuffinchen ist eine sehr ängstliche Katze, die sehr schnell faucht und brummt. Einer meiner Pflegekater fand das so genial, daß er sie permanent angegriffen hat. Schnuff hat sich in der Couch oder auf dem Schrank versteckt und sich kaum mehr rausgewagt. Nachdem der Kater vermittelt wurde, war sie wie verwandelt. Verprügelte etwa zwei Tage meine frechen eigenen Kater und steht nun ganz oben in der Hackordnung - UND - es ist Ruhe seither. Kein fauchen, kein brummen, kein verstecken - einfach nur Ruhe. Hätte ich eingegriffen würde dieses "Platz" finden viel länger dauern, da spreche ich auch aus Erfahrung.

Was würde ich tun. Feliway Spray, nun gut, wenn bestellt dann nutze ihn. Besser finde ich den Zerstäuber von Feliway für die Steckdose. Wenn du das Gefühl hast, daß es gar nicht mehr geht und beide jeweils einen großen und einen kleinen Kratzbaum, ein Körbchen und ein Bettchen haben, du einen separaten (Trocken)Futter- und Wassernapf zusätzlich in der Nähe des Coonies hast; dann trenne sie vorrübergehend und gewöhne sie dann langsam aneinander (zum Beispiel mal die Körbe austauschen, kontrolliert aneinander schnuppern lassen). Vorteil. Beide haben ein Rückzugsgebiet (welches sie auch verteidigen werden anfangs), es kommt kein Futterneid und kein Streit um den besten Schlafplatz auf. Zuneigung muß natürlich gleichmäßig verteilt werden, Leckerlis gibt es immer nur für beide gemeinsam am gleichen Ort (ich führe sie dabei immer ein Stückchen näher zusammen, bis sie irgendwann aus der gleichen Hand nehmen).

Was auch helfen kann aber sehr (!) auf die Miezen ankommt. Beide mit dem gleichen Shampoo waschen und einem von dir benutzten Handtuch abtrocknen. Das geht natürlich nur, wenn die Miezen das mögen, keinen zusätzlichen Stress verursachen!! Die Kastration verändert den Geruch jeweils sehr, so daß sich beide möglicherweise fremd vorkommen zusätzlich zur hormonellen Umstellung (die aber länger dauert!).

Vermute mal der 2 jährige will seinen Platz finden in seinem jugendlichen Leichtsinn. Wenn sich der Coonie mit dem 2. Platz anfreunden kann wird schnell Ruhe herrschen, aber das braucht wohl noch ein bisschen. Zwei Wochen, noch dazu so stressige (Umzug und Kastration), ist deutlich zu wenig um absehen zu können, ob die beiden sich mal verstehen oder immer ablehnen werden. Achte mal bitte darauf in welchen Situationen Streit entsteht zwischen den beiden und schildere das hier. Meist geht es um Futter oder um Schlafplätze, manchmal auch Zuneigung oder spielen... Spielen kann übrigens auch wunderbar verbinden, wenn beide das gern machen.

Liebe Grüße.
ironies
 
  • Birma attackiert grundlos unseren Maine Coon Beitrag #3
Hallo ironies,

ganz lieben Dank für deine guten Tipps! Das meiste davon hatten wir auch versucht, nur leider ohne Erfolg.

Wir haben Nigel (unseren Coonie) am Samstag zu Freunden gebracht, die auch einen Coonie aus der Katzengruppe haben, wo unsere beiden her sind. Dort hat er sich auf Anhieb super wohl gefühlt und war sofort entspannt und relaxt! :lol:

Amadeus war, nachdem Nigel weg war, auch sofort wie ausgewechselt. Er hat ausgelassen getobt und gespielt und war sehr anhänglich. Leider ist er auch sehr fordernd und eifersüchtig, auch auf unsere Frettchen. Wir können ihm nicht die Menge an Zuwendung geben, die er braucht und verdient hat (da wir beide tagsüber aus dem Haus arbeiten sind).

Wir konnten liebe neue Dosenöffner für ihn finden, die ihn gestern abgeholt haben. Amadeus ist dort Einzelkater und es ist immer jemand zuhause, der Zeit für ihn hat. Ich glaube, dass es ihm dort wirklich gut gehen wird.

Nigel haben wir gestern abend wieder nach Hause geholt. Als er gemerkt hat, dass Amadeus nicht mehr da ist, hat er sich auch gleich wieder richtig wohl und relaxt gefühlt. Ihm geht es sichtlich besser, auch hat ihm der "Urlaub" bei unseren Freunden wirklich sehr gut getan.

Auch wenn es verdammt weh tut, uns von Amadeus getrennt zu haben: :cry: im Interesse der beiden Kater war es wohl das Beste.
 
  • Birma attackiert grundlos unseren Maine Coon Beitrag #4
Oh das ist ja sehr traurig, aber wenn es nicht anders geht...

Wollt Ihr Nigel jetzt als Einzelkater halten oder wollt Ihr noch mal einen Versuche wagen? Vielleicht mit einer Freundin für Ihn?
 
  • Birma attackiert grundlos unseren Maine Coon Beitrag #5
Hm, das ist eine schwere Frage, über die wir uns auch schon so unsere Gedanken machen. Eine "Haus"-Kätzin dazu... das wäre ein Gedanke...

Unsere Freunde haben uns berichtet, wie es lief mit ihrem Kater und Nigel. Die beiden haben sich akzeptiert und auch zusammen aus einem Napf gefressen. Wenn es aber ums Schmusen und Streicheleinheiten ging, waren sie dann doch eifersüchtig aufeinander. Sie haben sich zwar nicht geprügelt oder so, aber dennoch war Nigel so stürmisch beim Schmusen, dass der Kater unserer Freunde nicht zum Zuge kam und jammernd daneben saß.

Nun ist die Befürchtung, dass Nigel eine andere Katze evtl. unterdrücken würde oder Eifersucht aufkommt. Nigel ist ja immerhin auch schon 6 1/2 Jahre alt... Wir hatten schon überlegt, ein Kitten zu nehmen. Oder wäre das nicht gut für ihn?

Ein Problem ist auch, dass eine weitere Katze unsere Frettchen unbedingt akzeptieren müsste. Da die Frettchen abends immer Freilauf haben, darf die Katze diese auf keinen Fall angreifen etc. Bei Nigel wissen wir, dass er das nicht tut.
Deshalb auch der Gedanke, ein Kitten zu nehmen. Das würde sich sicherlich an die Frettchen gewöhnen und Respekt vor ihnen haben (da sie ja da noch alle fast gleich groß wären). Aber ob ein Kitten für unseren ja nun doch ziemlich ruhigen Nigel das Richtige wäre? :roll: :?:

Im Moment wollen wir nichts überstürzen und Nigel sich erstmal richtig eingewöhnen lassen. Mal schauen, wie es sich entwickelt. Aber eigentlich wollten wir ja gerade deshalb zwei Katzen, da wir tagsüber nicht zuhause sind.

Schwere Entscheidung! Was meint ihr?
 
  • Birma attackiert grundlos unseren Maine Coon Beitrag #6
Ein Kitten würde die Frettchen sicher akzeptieren weil es sie von Klein auf kennt... Wollt Ihr wieder eine Rassekatze haben? Dann kann ich Euch eine BKH empfehlen. Sie sind ja von Natur aus ruhiger und das würde Eurem Nigel sicher gefallen. Unsere Beiden sind zwar auch mal neidisch wenn einer bei mir auf dem Sofa liegt und der andere auch gern dahin möchte, aber ansonsten haben wir überhaupt keine Probleme mit Ihnen und wie gesagt sie lieben sich total. Es hat nur 3 Tage gedauert, dann waren sie ein Herz und eine Seele...
 
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