• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Wer weiß was über Hypertrophe Kardiomyopathie?

Diskutiere Wer weiß was über Hypertrophe Kardiomyopathie? im Erkrankungen von Herz- und Atemwegen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, bei meiner Katze, 5 1/2 J., wurden bei der letzten Routineuntersuchung/ Impfung unregelmäßige Herztöne festgestellt. Die Tierärztin...
  • Wer weiß was über Hypertrophe Kardiomyopathie? Beitrag #1
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Anamarija

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Hallo,
bei meiner Katze, 5 1/2 J., wurden bei der letzten Routineuntersuchung/ Impfung unregelmäßige Herztöne festgestellt. Die Tierärztin schickte uns zu einem Tierkrdiologen. In einer für das Tier unmenschlichen Untersuchung kam dann nach gut 1 Stunde raus, dass sie an einer Hypertrophen Kardiomyopathie leidet. Die Lebenserwartung haben wir im Netz rausgefunden, liegt bei weitern 1-3 Jahren, aber per Medikamente, die uns die Ärztin verschrieb, könnte sie gut und gerne 12- 14 Jahre alt werden. Auch unsere Tierärztin befürwortete diese Therapie und eine jährliche Untersuchung. Allein die Untersuchung finden wir Hölle für das Tier, geschweige denn sie täglich 2x zu fangen um ihr die Tabletten rein zu zwingen. Aber wenn wir nichts machen, würden wir uns das vielleicht vorwerfen, wenn sie in einem Jahr Wasser in der Lunge hat und erstickt. Sicherlich sogar.
Deshalb hier meine Fragen: hat jemand Erfahrung mit dieser Krankheit? Hat er Erfahrung mit der Medikamentierung? Wie sehen die Prognosen aus? Kurz: WAS MEINT IHR????

Für jede Anwort danke ich Euch!! Auch im Namen meiner Katze
 
  • Wer weiß was über Hypertrophe Kardiomyopathie? Beitrag #2
Hallo

Es tut mir sehr leid das bei deiner Katze HCM diaghnostiziert wurde.

ABER, sie ist 5 1/2, und damit hat sie wirklich Chancen, mit medikamentöser Behandlung noch einige Jahre gut leben zu können.
Schwere Fälle erreichen oft nichtmal das zweite Lebensjahr- leider.

Ares hat die Untersuchung- Farbdopplerultraschall, auch mitgemacht und er fand sie super.
Der Tierarzt war sehr nett zu ihm, Ares hat die ganze 3/4 Stunde super stillgehalten, weil er auch gleich von 2 Seiten bestreichelt wurde.

Ist eure Katze denn so ein "Killertier"?
Tabletten kann man auch zermahlen und unter Malzpaste, Leberwurst, Nassfutter u.ä. mischen, oft bemerken die Tiger es gar nicht, wenn es ihr Lieblingsleckerli ist.

Nur weil ihr schonmal mit versteckten Tablettengaben schlechte Erfahrungen gemacht habt, heisst das nicht, das es jetzt auch so kommen muss- Jedes Medi schmeckt anders, und z.B. ACE- Hemmer und Entwässerungsmittel scheinen nicht bitter zu schmecken- sagt zumindest unser Ares.

Ich weiss nicht was die Ärztin euch nun verschrieben hat- Wenn die Krankheit noch nicht soooooo arg fortgeschritten ist, müsste eigentlich auch eine 1 x tägliche Gabe reichen.

Du kennst deine Katze am besten und du allein kannst für sie entscheiden-
Lieber ein vielleicht sehr kurzes angstfreies Restleben mit langsamem, siechenden Ende oder ein noch langes, beschwerdearmes Leben in der ständigen Panik vor den Tablettengaben.

Versucht erstmal alles, sie nicht zu den Tabletten zu zwingen, es gibt viele Möglichkeiten.

Google mal nach "HCM Katze", du wirst eine Menge sehr informative Links zu dem Thema finden, ausserdem magst du dich vielleicht mal in der Yahoogroup HCM Katze anmelden, in der sich viele Mitbetroffene finden:



Die Diagnose ist erstmal ein Schock, ich weiss, denn unser Ares hat sie vor über einem Jahr auch gestellt bekommen. Man lernt damit zu leben.
Bei Ares stellte sich eine Weile später dann heraus, das es keine HCM, sondern schweres Asthma ist, das aber nur am Rande.

Mit unserem Odin stehen wir an einem ähnlich zweischneidigen Schwert- Er ist ein Berserker beim Tierarzt und mag sich auch Zuhause nicht festhalten lassen, er wird rasend panisch. Früher haben wir ihm über längere Zeit Medis hereinzwingen müssen und es war alles andere als schönb- er wusste aber auch, das es ok war, wenn es vorbei war.

Heute bekommt er Epi- Medikamente und nimmt die mit Malzpaste ganz freiwillig, sie schmecken nicht bitter.

Wenn er sie plötzlich nicht mehr nehmen würde, müssten wir auch arg zwischen Lebensqualität und Wirkung abwägen- ich bin froh diese Entscheidung bisher nicht habe treffen zu müssen.

LG
Sandra
 
  • Wer weiß was über Hypertrophe Kardiomyopathie? Beitrag #3
Hallo,

ALLLSOOO, atmet mal tief durch und beruhigt euch wieder. Vielleicht nicht sofort, aber langsam und allmählich in den nächsten Tagen. Das müsst ihr erstmal verarbeiten, ist völlig klar. Ich bin mir sicher, wenn ihr euch mit dem Gedanken, dass eure Katze eine chronische medikamentenpflichtige Erkrankung hat, arrangiert habt, dann wird es euch besser gehen.

Über die Prognosen wurdet ihr ja bereits aufgeklärt. Ich medizinischer Laie weiß nur eines über diese Erkrankung: die ist nicht heilbar. Die Schäden, die das Herz aufweist, werden nicht weniger, man kann "nur" den Verlauf der Krankheit aufhalten/verlangsamen. Bei Menschen werden erfolgreich Medikamente eingesetzt, die eine Verschlechterung über sehr lange Zeit hinauszögern und die Lebensqualität erhalten können. Offensichtlich ist auch bei Katzen eine medikamentöse Therapie möglich und das ist GUT. Verdammt GUT!!! Denn damit habt ihr die Möglichkeit, eurer Katze zu helfen.

Ich bin sicher, hier gibt es genügend Fories, die ebenfalls Medikamente in ihre Katzen reinzwingen müssen und die eine Menge guter Tipps auf Lager haben.

Kopf hoch! Und viel Glück!
 
  • Wer weiß was über Hypertrophe Kardiomyopathie? Beitrag #4
Danke für eure Antworten.

Stimmt, Malzpaste mag sie sehr gerne. Das Problem mit dem Nassfutter ist allerdings, dass wir 2 Katzen haben und die Beiden sich immer an den Schalen abwechseln. Da wüßte man nie, wer das Medikament nun nimmt.
Nee, sie war schon sehr brav bei der Untersuchung, aber sie hatte eine schwere Kindheit ( Mißhandlung und VCernachlässigung beim Züchter; von Tiere in Not geholt mit 6 Monaten) und reagiert immer schnell panisch. Man hat gemerkt, dass sie höllisch Angst hatte.

Naja, mal schaun, wie wir weiter verfahren. Wir haben uns jedenfalls entschieden, es zumindest zu versuchen.

Es tut gut, zu lesen, dass es anderen auch so geht. Auf den Link werde ich mal schaun.

Nochmal danke und liebe Grüße, Anamarija
 
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