Wir waren vorhin beim Tierarzt. Es war wieder die Hölle für alle Beteiligten. Wie ich schon erwähnte, geht ohne Betäubung nichts. Aber selbst ihm die Spritze zu verabreichen, in diesem dafür vorgesehen Käfig, dauerte ewig. Vielleicht kam es mir auch nur so vor.
Die Diagnose: Eine von mir beschriebene Schwellung war da nicht. Er hat einen sehr ausgeprägten männlichen "Unterkiefer". Den Fachbegriff hab ich vergessen bei der Aufregung. Klang sehr lateinisch.
Am Ohr war ein kleiner Kratzer vom Kampf, den haben wir noch zum Schluss zufällig entdeckt. Etwas vereitert, er hat Salbe verschrieben und noch Antibiotika gespritzt. Das hat er mir auch mitgegeben, für die nächsten Tage.
Am hinteren Zahn ist eine kleine Entzündung. Kann man als Zahnfleischtasche bezeichnen. Darum kann unser Kater im Moment nicht richtig gähnen.
Auf der einen Seite bin ich froh, dass er nichts wirklich Ernstes hat. Was mich allerdings fix und fertig macht, dass er diese Qualen erleiden musste. Die Aufwachphase nach so einer Betäubung ist besonders grauenhaft, weil unser Kater permanent durch die Wohnung kriecht und ständig umkippt. Zu nahe dürfen wir ihm auch nicht kommen, er faucht und brummt.
Nun hat er sich verzogen. Er ist sogar weggelaufen, als ich auf ihn zukam. Ich hoffe, dass er uns diese Aktion wieder verzeiht.
Eine mitgenommene, traurige
Steffi