Hallo ihr Lieben!
Dennis und ich sind neu hier im Forum und möchten euch um Beistand, bzw. Rat bitten.
Vor ca. 3 Wochen durften wir unsere beiden kleinen Schätze, Charly (sw/w 3 Jahre) und Mogli (sw 4 Jahre) vom Tierheim mit zu uns nach Hause bringen.
Wir hatten mit eventuellen Schwierigkeiten gerechnet, Z. B. daß sie anfangs unsauber wären oder sich verkriechen würden.
Aber nichts davon ist passiert. Sie waren von Anfang an zutraulich, sauber, haben nichts kaputt gemacht und haben mit uns gekuschelt.
Wir hatten also einen echten Glücksgriff gelandet.
Vor ca. 2 Wochen jedoch fiel uns an Mogli auf, daß er eine Wucherung auf dem Kopf bekam und nieste. Auch das Futter wollte er nur noch halb essen. Also ging ich mit ihm zum Tierarzt.
Diagnose:
Eine Zyste auf dem Kopf, etwas Zahnstein und einen kleinen Infekt, der mit einer Antibiotikaspritze behandlt wurde. Der Apetitmangel ließ sich auf den Infekt zurückführen.
Zufrieden sind wir dann wieder Heim.
Allerdings blieb diese Appetitlosigkeit, wobei er doch Hunger hatte. Beim Essenmachen miaute er wie ein Weltmeister, sprang sogar auf die Küche hoch und versuchte dranzukommen. Wenn wir es ihm aber hinstellten, aß er nur 2 oder 3 Happen.
Wir machten uns immer mehr Sorgen und am Samstag rief ich nochmals bei meinem Tierarzt an, da Mogli ganz schlimm abmagerte. Gut, er war schon als wir ihn aus dem Tierheim holten sehr dünn, aber man weiß ja nie, was Vorbesitzer mit ihre Tieren angestellt haben.
Die Sprechstundenhilfe meinte wir sollten am Montag mal zur Blutabnahme kommen.
Am Montag also gingen wir zwei, Mogli und ich, nach einem kleinen Kampf wieder zum Tierarzt.
Dort musste man ihm erstmal eine Beruhigungsspritze geben, weil er so kämpferisch gelaunt war an diesem Tag.
Der Tierarzt meinte, er wolle ihn erstmal mit einer Infusion aufbauen und dann Blut nehmen. Also ging ich Heim, da das mit der Infusion seine Zeit braucht. Das war das letzte Mal, daß ich unseren kleinen Mogli lebend sah.
Nach 2 Stunden rief der Tierarzt mich an und erzählte, daß das Blutbild von Mogli sehr gut aussehe und keine Auffälligkeiten ersichtlich seien, jedoch eine kleine Verhärtung im Bauch ertastbar wäre . Ich war natürlich sehr erleichtert und hoffte, daß es sich dabei vielleicht um ein Haarbüschel handelte, das nicht raus wollte.
Nunja, nach dem Röntgen rief der Tierarzt mich an und meinte, daß er auf dem Röntgenbild nichts erkennen könnte, da alles grau wäre, was auf Flüssigkeit im Bauchraum zurückzuführen wäre. Er müsste den kleinen operieren und sehen, was das für eine Flüssigkeit ist und sie natürlich entfernen.
Keine halbe Stunde später rief er mich ein letztes Mal an und erzählte, daß er leider eine sehr schlechte Nachricht für mich hätte. Die Flüssigkeit im Bauchraum sei Blut und der kleine Kater hätte hunderte von Tumoren im ganzen Körper. Auf Leber, Nieren, Darm...... Es gäbe keine Hoffnung mehr und er wunderte sich, daß unser Mogli so lange noch leben konnte.
Er würde Mogli wieder schließen und wir könnten ihn dann abholen.
Es war einfach nur ein Schock für uns und wir waren sehr traurig. In diesen kurzen 3 Wochen in denen wir ihn kennenlernen durften haben wir ihn so lieb gewonnen, daß es richtig im Herzen weh tut, daß er nichtmehr da ist.
Er hat jetzt eine schöne Ruhestätte im Garten meiner Großmutter.
Für den Tierarzt war klar, daß unser Mogli an Leukose gestorben ist. Evtl. auch an FIP.
Nunja, als wir dann mit dem leeren Korb nach Hause kamen, reagierte unser zweiter Kater etwas verstört.
Er suchte Mogli überall, ist jedem Geräusch hinterhergelaufen und miaut seitdem die ganze Zeit vor sich hin.
Normalerweise durften die zwei nachts nicht ins Schlafzimmer, aber diese Nacht wollten wir eine Ausnahme machen und die Tür auflassen, damit Charly sich nicht so alleine fühlt.
Letztenendes musste ich aber im Wohnzimmer auf der Couch schlafen, da Charly nicht in unser Zimmer kam und erst ruhig war, als ich auf der Couch lag.
Jetzt miaut er ebenfalls schon den ganzen Tag und wir wissen nicht, was wir tun sollen....
Eine neue Katze kommt erstmal nicht in Frage, da Charly das Virus sehr wahrscheinlich auch hat und wir laut Tierarzt erst warten sollen.
Aber wie kann ich meinem Kater helfen? Er scheint wirklich zu leiden und ich möchte nicht, daß er anfängt irgendwelche Ersatzhandlungen zu erfinden oder aggessiv zu werden.
Hat jemand einen Rat für uns? Das wäre wirklich sehr lieb.
Grüße,
Teresa mit Dennis