Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen?

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  • Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen? Beitrag #1
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doernchen

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Hallo, ich hatte mal eine Vision von einem Mehrkatzenhaushalt und habe meinen 2 altkatzen (weiblich kastriert und 9-10 Jahre alt) zwei Jungkater vorgesetzt.

das war vor gut 3 Monaten. Leider hält sich eine der beiden altkatzen nicht an "kätzische" Regeln. ein kater wehrt sich, der wurde akzeptiert. der zweite lässt sich unterdrücken, wehrt sich nicht, dem wird aufgelauert, nachgejagt, verprügelt - alles was man sich nur vorstellen kann.

Wir haben erst mal mit ablenken, spielen und streicheln gearbeitet, danach mit Bachblüten, später mit einer Verhaltenstierärztin. Derzeit bekommt die Altkatze sogar Psychopharmaka für Katzen - es funktioniert nicht :cry: Sie hat die letzten zwei Tage wieder dem kleinen aufgelauert.

Im Gegenteil das Verhältnis zwischen mir und eben dieser Katze ist mittlerweile schwer gestört. ich habe zuviel mitgemacht (u.a. eine Augen-OP des Jungkaters zwecks loch in der Hornhaut, ein zerfetztes Ohr beim zweiten Katerchen), die Altkatze ist natürlich auch nicht begeistert, täglich ihre Tabletten zu bekommen. - Sie flüchtet teilweise schon, wenn sie mich nur sieht. Gerade hat sie mich sogar angefaucht.

Wir werden es noch ein Weilchen verfolgen, überlegen aber schon, die Altkatze abzugeben. (bitte nicht schimpfen, von wegen, die alte muss raus, weil neue da sind - habe deswegen bereits genügend schlaflose nächte)

Jetzt wäre erst mal die Frage, was ihr meint:

Die altkatze ist sehr dominant. Soll ich sie einzeln abgeben (ich würde mir für sie trotzdem keine Einzelhaltung wünschen), oder lieber mit ihrer altgewohnten Partnerin, mit der sie keine Probleme hat?

und bitte nicht schimpfen, ich habe mir das ganze auch ganz anders vorgestellt... :(
 
  • Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen? Beitrag #2
Hallo doernchen,

ich hatte das gleiche Problem wie du und kann dir nur empfehlen, Geduld zu haben.
Meine "Große" 15jährige Püppi ist sehr dominant und hat das auch allen Neuzugängen gezeigt. Es ging auch nicht immer sanft zu! Ich war öfters am Ende mit den Nerven.
Aber heute muss ich sagen, dass sich meine Geduld bezahlt gemacht hat.
Püppi ist zwar immer noch der Boss, aber alle haben ein "Miteinander" gefunden - sie akzeptieren sich.
Ich muss dazu sagen, dass ich 8 Katzen habe - zwei 15jährige, drei 1 1/2jährige, ein 1jähriger und zwei 6 Montage alte Kitten.

Ich hätte nach den anfänglichen Schwierigkeiten nie geglaubt, dass dieses Miteinander möglich wäre.
Aber sie haben alle nach Temperament und Charakter "ihren" Weg gefunden. Die Starken haben sich der Dominanten untergeordnet, die Schwachen den Starken. Es ist wie eine Art Rudelhaltung geworden - einfach klasse!!!!!
Natürlich gibts auch weiterhin kleinere Reibereien, aber das gehört dazu.

Für MICH war dieser Weg der richtige, allerdings weiss ich nicht wie ich reagiert hätte, wenn es zu krassen Verletzungen gekommen wäre.

Ich drücke dir die Daumen, dass dein "Rudel" eines Tages diese Rangordnung begreift - und gibt bitte nicht zu schnell auf!!!!!!
Bei uns hat es über ein halbes Jahr gedauert :roll:
 
  • Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen? Beitrag #3
Re: Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen?

Hallo, ich hatte mal eine Vision von einem Mehrkatzenhaushalt und habe meinen 2 altkatzen (weiblich kastriert und 9-10 Jahre alt) zwei Jungkater vorgesetzt.(

Hallo Doernchen,

hast Du die beiden Altkatzen schon immer oder auch erst kurz?

Ich kann Deinen Traum gut verstehen, ich hätte auch so einige, aber kann ich damit rechnen, dass sie sich erfüllen? Und wenn nicht?

Katzen vergesellschaften ist immer ein Risiko, besonders bei solchen Altersunterschieden. Ich würde aber nie auf die Idee kommen, eine Alteingesessene wegzugeben, nur weil sie mit meinem Traum nicht einverstanden ist.

Derzeit bekommt die Altkatze sogar Psychopharmaka für Katzen - es funktioniert nicht :cry: Sie hat die letzten zwei Tage wieder dem kleinen aufgelauert. Im Gegenteil das Verhältnis zwischen mir und eben dieser Katze ist mittlerweile schwer gestört. ich habe zuviel mitgemacht (u.a. eine Augen-OP des Jungkaters zwecks loch in der Hornhaut, ein zerfetztes Ohr beim zweiten Katerchen), die Altkatze ist natürlich auch nicht begeistert, täglich ihre Tabletten zu bekommen. - Sie flüchtet teilweise schon, wenn sie mich nur sieht. Gerade hat sie mich sogar angefaucht.
Dann weg damit. Die Eingabe verschlechtert Euer Verhältnis doch nur weiter! Wie soll sie denn verstehen können, dass Du sie jetzt hasst und den armen Kleinen bemitleidest? Sorry, das geht ja sicherlich jedem so, aber dass darf man doch dem Tier nicht zeigen, auch wenn es noch so schwer fällt!
Was hat denn die Verhaltenstherapeutin geraten?

Ich denke, dass Dein Verhalten auch eine Rolle dabei spielt.
Drei Monate ist nur eine kleine Zeitspanne. Wie alt sind den die "Kleinen"?

LG, Irene
 
  • Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen? Beitrag #4
hallo Doernchen,

also das tut mir sehr leid, dass es nicht so klappt, wie du es dir vorgestellt hast. Tiere können manchmal echt brutal sein in unseren Augen und wir können das nicht immer verstehen.

Was ich nicht in Ordnung finde ist, dass du deine Alte Katze weggeben möchtest. Du willst sicherlich nur das Beste für sie, aber das Beste ist, wenn sie bei dir bleiben kann. Überlege doch mal... der junge Kater findet sicherlich schneller ein gutes neues zu Hause als die alte Katze und hat
auch sicherlich kein Problem sich wieder umzugewöhnen und sich auf
ein neues Herrchen/ Frauchen einzustellen.

Wenn du jemanden abgeben musst, weil es nicht anders geht, dann denke auch an die Zukunft des Tieres, bitte.

Ich wünsche dir und deinen Katzen alles Gute
 
  • Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen? Beitrag #5
Hab bitte Geduld! Ich habe das Spiel jetzt zweimal mit meiner alten Katze (16) durch. Erst setzt ich ihr nen Hundewelpen vor die Nase (der wurde nur verprügelt ..... auch Hornhautverletzung ect..... ), das hat so ca. 9 Monate gedauert, bis sie aneinander vorbeigehen konnten, ohne, dass da irgendwelches Gezicke von meiner Mini kam - jetzt hab ich ihr vor 5 Wochen direkt noch ein Kitten "mitgebracht". Die alte hast sich anfangs gar nicht mehr einbekommen .... aber, sie wird schon ruhiger. Ich denke, auch das braucht einfach seine Zeit, auch bei deinen!!! Sie werden sich arrangieren, du wirst sehen. Bitte vesuch, geduldig zu bleiben und schaue dir genau die Signale deiner Alten an. Du wirst nach einiger Zeit beobachten, dass die Attacken zwar noch lautstark sein werden, aber dass sie eben irgendwann nur noch knurrt oder faucht. Sie wird den Kater in Ruhe lassen. Die beiden werden zwar nie die besten Freunde, von diesem Wunsch kannst du dich sicher verabschieden, aber sie werden lernen, die Signale des anderen zu deuten.
Lass dich nicht verunsichern und !Lass die Medikamente weg! Das bringt Null. Die Katze braucht keine Medizin, sondern dein Vertrauen und Zuwendung, mehr, denn jeh!
Ich wünsch euch viel Glück und dass es nicht so lange dauert (drück mal deine Alte von mir :)
 
  • Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen? Beitrag #6
Hi, erst einmal Danke für die Antworten.

@Gabi: mit Streiterein als solchen habe ich nicht so die Probleme. Unsere zweite Altkatze zickt auch noch herum, aber hier sehe ich ein Einhalten von Regeln: wenn einer faucht, dann hällt sie abstand, wenn klein-Katerchen beim kämpfen miaut, hört sie auf, bei den KÄmpfen ist mal sie mal der Kater Sieger. Hier habe ich ausser der Lautstärke der Kämpfe nicht so das Problem.

Aber wie gesagt, ich bin derzeit schon stammgast beim tierarzt. Das Auge meines Kleinen heilt nicht so, wie es soll, un er hat bereits wieder einen Kratzer in der Nähe seines Auges - heute morgen entdeckt.

Wir trennen die beiden Parteien über Nacht und lassen sie nur noch unter Aufsicht zusammen. in ein-zwei Wochen geht der erste kleine zur Kastration. Ich hoffe, dass sich hier etwas ändert.

@Irene: Die Katzen sind schon seit ihrer 12ten Woche bei mir. Leider hat eben die aggressive Katze schon vor ein paar Jahren einen Kater rausgemobbt, der Epilepsiekrank war. Wir dachten damals, es liegt an seiner Krankheit, heute sind wir schlauer. Mein Mann hat aber seitdem keinerlei Beziehung mehr, weil sie "seinen" Kater vertrieben hat. Wenn wir die Jungs hergeben würden, glaube ich nicht, dass diese Katze bei uns noch ein glückliches Leben führen würde. Zumal ich auch die Bindung an sie verloren habe. Ich habe mir wirklich viel Mühe gegeben - und werde auch noch weiter dran arbeiten, aber als sie mich gestern angefaucht hat, hat mir das einen ziemlichen Schlag verpasst. Ich weiß, dass ich mich ihr gegenüber wahrscheinlich nicht korrekt verhalten habe, weiß mir aber nicht mehr ein noch aus - laut Verhaltenstierärztin war alles, was wir gemacht haben, korrekt. (mir wär lieber, sie hätte gesagt, alles war falsch, und wenn wir uns ändern, dann ändert sich auch ihr verhalten)

@Susina: Keine angst, ich würde die Zukunft der Katze auf jeden Fall im Auge behalten, schutzvertrag usw... Ich hätte evtl. sogar jemanden im Bekanntenkreis, der sich eine Zweitkatze zulegen möchte. Immerhin bin ich für sie verantwortlich.
 
  • Eingewöhnung schiefgelaufen - wie soll's weitergehen? Beitrag #7
habe eben gesehen, d. du deine "altkatze" weg gibst. ich persönlich finde das nicht so gut. ich will nicht zu böse klingen, aber zum nachdenken anregen....du hast ja auch dein bestes versucht um alles zum guten zu wenden.

aber....

wenn sie schonmal einen kater bei euch rausgemobbt hat, dann stell ich mich doch drauf ein, d. die eingewöhnung nicht klappen könnte u. halte mir die option offen, die neuen katzen wieder zurückzugeben. ich hab beim tierheim damals abgesprochen, d. ich sammy wieder zurück bringen kann falls es nicht klappt. bei meinen eltern war das auch so, die haben sich zu einem älteren unverträglichen rüden ne 4 jahre jüngere hündin geholt, hätte es nicht geklappt (zum glück hat es gefunzt) wäre die hündin wieder ins tierheim....aber ich gebe doch auf keinen fall ein älteres tier weg, was sich bei mir wohlgefühlt hat, bevor ich dann diese anderen tiere anschleppte.

so ein altes tier hat es so schwer sich wieder woanders einzuleben :( . die beiden jungen hätten es viel einfacher und meinst du es wird einfach, jemanden zu finden der eine 10 jährige katze will.

des weiteren schreibst du, d. du evtl. jemanden hast der eine zweitkatze will......findest du es verantwortungsvoll sie wieder mit einer anderen katze zu vergesellschaften, wenn es 2x schiefgelaufen ist????

anscheinend verträgt sie sich nur mit deiner anderen altkatze, ich weiss nicht wie deren beziehung ist, aber es is doch ein wenig traurig, die beiden dann auseinanderzureissen.
 
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