Hallo,
so schön wie weiß ist, bitte lies dir diese Infos durch und laß dir von der Noch-Besitzerin die Untersuchungsergebnisse der audiometrischen Untersuchung ( Gehörtest ) zeigen. Wenn die Katze hört und auch gut sieht und du nicht züchten möchtest, ist eigentlich gegen weiß nichts zu sagen!
Wir haben einen weißen
BKH, er ist taub
Nach jetzigem Wissensstand handelt es sich beim W-Gen um ein autosomales (geschlechtsunabhängiges) Gen, das dominant vererbt wird. Es wirkt
epistatisch, das heißt, es überdeckt alle anderen Fellfarben. Es ist außerdem pleiotrop, führt daher nicht nur zu einem weißen Fell, sondern kann bei den Tieren, die dieses Gen tragen, auch die Augenfarbe und das Gehör beeinflussen. Es zeigt 100 %ige Penetranz für das weiße Fell, ist aber unvollständig penetrant was Augenfarbe und Gehör betrifft. Das heißt, es bewirkt immer die weiße Fellfarbe, Seh- oder Hörstörungen können aber ganz verschieden stark ausgeprägt sein oder auch gar nicht in Erscheinung treten.
Für den Grad der Ausprägung, ob es z. B. zur Taubheit kommt oder nicht, sind wahrcheinlich sog. "
Polygene" verantwortlich. Ein Gen ist ja immer nur im Hinblick auf sein Verhalten zu einem bestimmten
Allel dominant. Wie diese "
Polygene" vererbt werden, wieviele es sind, ob es lauter gleiche oder verschiedene sind...., weiß man nicht. Genaues, bzw. auf welche Weise sie das Weißgen beieinflussen, ist bis jetzt nicht erforscht. Höchstwahrscheinlich kann diese "
Polygene" aber auch ein farbiger Partner tragen und weitergeben. Ob er diese Gene trägt, weiß man natürlich vor der Verpaarung auch nicht, man kann es nur im Nachhinein vermuten, wenn das weiße Elterntier bzw. dessen weiße Vorfahren normalerweise hörende Kitten brachten und selber keinen Defekt aufweisen.
Bei
reinerbig weißne Katzen treten Defekte natürlich häufiger auf als bei mischerbigen (bei Kitten oft erkennbar an einem bunten Kopffleck). Es soll darum nie Weiß mit Weiß verpaart werden. Auch weiße Vorfahren beim farbigen Partner können die Wahrscheinlichkeit, daß ein Defekt auftritt, erhöhen.
Sehprobleme betreffen vor allem die blauäugigen Weißen, wo durch das Fehlen der das einfallende Licht reflektierenden Schicht unter der Netzhaut (Tapetum lucidum) die Sehschärfe und ganz besonders das Sehen in der Dämmerung in Mitleidenschaft gezogen ist. Durch die geringere Lichtempfindlichkeit sind die Pupillen immer stärker geöffnet, eine Wirkung wie beim Fotoapparat bei weit geöffneter Blende..