Hallo, wir wollen unseren Kater, einen 9 Monate alten Russisch blau, in der nächsten Woche kastrieren lassen. In mehreren Forenbeiträgen wurde davon abgeraten, eine intramuskuläre Injektionsnarkose setzen zu lassen, da diese zu belastend sei. Insbesondere wurde in einem Beitrag von dem Wirkstoff Xylazin/Ketamin abgeraten, da der zwar billig, aber brechreizfördernd sei.
Die Inhalationsnarkose sei besser zu dosieren, außerdem wären die Patienten nach der OP sofort wieder hellwach und nicht benommen. Das finde ich - trotz der um ca. 40 Euro höheren Kosten - einen großen Vorteil, ich würde gerne unserem Kater das stundenlange Benommensein und Rumwanken ersparen!
Nun habe ich in Berlin bei verschiedenen Praxen angerufen, die die Inhalationsnarkose anbieten. Aber alle haben mir gesagt, dass bei einer Kastration eines Katers diese nicht zu rechtfertigen sei. Um den Tubus zu legen, müsse sowieso zunächst ein Narkotikum injiziert werden, und dann könne man auch direkt für die Kastration die Injektion setzen. Alle setzen hierbei das nicht empfohlene Xylazin ein... Ein Tierarzt meinte, Domitor sei zwar weniger brechreizfördernd, dafür aber kreislaufbelastender.
Im Internet hab ich nun auch noch eine Diss der FU Berlin gefunden, die eine statistische Erhebung zu den Narkosetechniken zum Thema hatte. Derzufolge wurden nur knapp 5 % der Kater unter Inhalationsnarkose kastriert, 95 % aber mit der intramusk. Injektion. Auch die in einem Forumbeitrag empfohlene intravenöse Narkose (TIVA) wurde mir nicht angeboten.
Ich suche also jetzt die 5 von 100 Tierärzten, die bereit sind, unseren Kater mit einer Inhalationsnarkose zu kastrieren... Kennt jemand einen und hat damit Erfahrung?
Sorry, dass mein Beitrag/meine Frage ziemlich spezifisch und mit Dr.med.vet.-Latein vollgestopft ist. Aber nach einer Nacht im Internet wird man hier langsam zum Spezialisten ;-)
Danke für Eure Antworten!