Hallo an alle Suchenden,
meistens weiss man ja nicht, was passiert ist, wenn sie plötzlich wieder vor der Tür stehen. Vielleicht noch mal eine Anregung:
"Kater Ronny (schwarz, Main-Coon-Mix) war seit Dienstag abend nicht mehr zu hause. Als er am Mittwoch morgen immer noch nicht auftauchte, fing ich an, mir Sorgen zu machen. Man kennt ja seine Katzen und deren Gewohnheiten.
Mittwoch abends suchte ich die Gegend ab, fuhr die Straßen lang und hab
jedem im Dorf gesagt, dass ich Ronny vemisse. Hier im 40-Familiendörfchen hat fast jeder Katzen und alles Freigänger. Aber irgendwie wußte ich, dass er nur irgendwo eingesperrt sein könnte. Das war schließlich schon mal der Fall. Donnerstag nachmittag, zum Karneval-Feiern war mir weiß Gott nicht zumute, machte ich die Runde. Ich wußte ja, wo in etwa sein Revier liegt. So in etwa 500 m um unser Haus rum. Überall gerufen, nichts. Auf jeden Baum geguckt. Ich war am Ende platt wie ne Flunder und legte mich erst mal schlafen. Ich hatte seit 2 Tagen so gut wie nichts gegessen (Magenschmerzen) und auch kaum geschlafen. Mittwoch abends schon hab ich per Telefon Tierarzt's, Tierheime, Tasso usw. informiert. Am Donnerstag morgen dann Polizei, Fundbüro... Die ganze Palette eben. Dazu kam, dass sein Tattoo nicht gut lesbar ist, ich ihn eigentlich schon länger zusätzlich chippen lassen wollte, was ich mir jetzt vorwarf, weil noch nicht erledigt. Dann hab ich Do abends einen Wurfzettel mit Bild entworfen, den ich Freitag morgen im Büro kopiert habe. Ich wollte abends im Dunkeln noch mal suchen und rufen und
gleichzeitig die Zettel in die Briefkästen verteilen.
Da ruft mich meine Freundin und Vermieterin (wir haben die Einliegerwohnung) Freitag mittags an, Yannick, ihr Sohn habe Ronny gesichtet. Es ginge ihm, soweit erkennbar gut, aber er rennt halt immer weg. Er ist bei Fremden superscheu und läßt sich nicht anpacken. Ich konnte natürlich nicht früher von der Arbeit weg und saß auf glühenden Kohlen. Zu Hause angekommen, direkt hinten in den Garten und Ronny gerufen. Er kam sofort. Meine Herren, war ich glücklich und erleichtert. Nur, was war passiert?
Eine viertel Stunde später klingelt es. Ein ältere Dorfbewohnerin erzählte
mir dann die Geschichte:
Enkel Sascha hat bei seinen Großeltern unterm Dach !! in einer Rumpelkammer einen Grill geholt, da die Jugendlichen in der Straße Karneval in einer Garage feierten. Da muß Ronny ins Haus maschiert sein, die ganze Treppe hoch bis nach oben und in die Kammer rein. Sascha hat ihn natürlich nicht bemerkt, Tür zugemacht. Am Freitag mittag dann hat er den Grill zurückgebracht und sich einem fauchenden Ronny gegenüber gesehen. Er wußte ja bereits, dass ich ihn suche...
Seine Oma sagte, dass in die Kammer normalerweise niemand geht. Sie war ganz zerknirscht. Stellt euch vor, was hätte sein können. Der arme Kerl wäre irgendwann verdurstet.
Bei Tasso haben sie mir gesagt, dass 80% aller verschwundenen Katzen
eingesperrt sind. Problem ist, dass sich die Viecher mucksmäuschenstill
verhalten, weil sie Angst haben. Die meisten Leute gucken nur mal kurz in
die Garage, sehen nichts und geben an: da ist keine Katze drin. Laien können sich nicht vorstellen, wie neugierig eine Katze ist, und vor allem nicht, dass sie sich nicht rührt, selbst wenn die Tür auf ist. Die Dame von Tasso erzählte, dass schon Katzen bei fremden Leuten im Kleiderschrank gesessen haben und keiner hat was gemerkt...
Ok. Er ist wohlbehalten wieder da und mein Beitrag sollte nur verdeutlichen, dass Katzen nicht nur in Schuppen und Garagen gesucht werden sollten und man darauf drängen muß, selbst nachsehen und rufen zu dürfen. "
LG, Irene