Was kann man gegen die Scheinträchtigkeit tun?
Ist Ihre Hündin scheinträchtig, müssen Sie Ihr viel Geduld und Verständnis entgegenbringen. Spielsachen, die zum Welpenersatz geworden sind, sollen weggeräumt werden. Lenken Sie sie mit ausgedehnten Spaziergängen ab.
Verhindern Sie vermehrtes Lecken des Gesäuges, denn dies regt die Milchbildung an. Ziehen Sie ihr ein T-Shirt über und verknoten Sie es sorgsam. Unserer Hündin habe ich eine Strickwindel umgebunden und es klappte wunderbar. Vermehrte Milchbildung kann zur Entzündung der Milchdrüsen führen. Abhilfe und Linderung schaffen Sie, indem Sie das Gesäuge kühlen. Einfach ein paar Eiswürfel zerkleinern und in ein Handtuch wickeln, und dieses dann am Bauch befestigen. Hilfreich sind auch kühlende Umschläge mit essigsaurer Tonerde. Bei starker und übermäßig langer Milchproduktion gibt es mittlerweile auch Medikamente, die helfen, übermäßige Milchbildung zu unterdrücken.
Meist ist dann nach einigen Tagen das Problem beseitigt. Aber einzig der Weg zur Tierarztpraxis garantiert einen Erfolg, denn die Scheinträchtigkeit muss in jedem Fall behandelt.
Bei jeder Scheinträchtigkeit steigt die Gefahr, dass die Hündin an einer Gebärmuttervereiterng erkrankt. Auch entsteht durch diese ein erhöhtes Krebsrisiko bei der Hündin. Beide Folgeerkrankungen entstehen in den meisten Fällen erst nach dem sechsten Lebensjahr. Neigt eine Hündin zur Scheinträchtigkeit, sollte sie dringend kastriert werden. Sie sollten zum Wohle des Tieres entscheiden und sich überlegen, wie Sie sich wohl selbst in einem so immer wiederkehrendem Zustand fühlen würden! Unsere Hündin wurde gerade frisch kastriert, denn sie litt schon in der Läufigkeit (Durchfall, Erbrechen, Unruhe) und wurde natürlich prompt Scheinträchtig. Sie litt richtig und es tat uns in der Seele weh, Sie so zu sehen.