Hallo,
leider habe ich das Forum in den letzten Tagen aus den Augen verloren. Das lag -natürlich oder leider- an meinem Kater Jones.
Ich möchte euch heute gerne berichten, wie es mit ihm weiter ging.
Morgen vor 3 Wochen kam ich abends spät nach Hause. Er lag -in Intervallen knurrend- unter meinem Bett. Im Katzenklo war zu wenig für 2 Katzen die einige Stunden allein waren. Als ich ihn vorholen wollte tropte leicht rosa Urin unter ihn. Ich bin direkt los in die Tierklinik. Er musste leider dort bleiben. Diagnose: Struivitsteine die die U-förmige Harnröhre verstopfen. Das passiert lt. Tierarzt meistens nur kastrierten Kater, meist so UM die 4 - 5 Jahre alt. Ursache: kommerzielles Katzenfutter bzw. deren Inhaltsstoffe wie Karamell, Zucker und Suchtstoffe die die Nieren der Kater zu stark belasten. Diese kann meist in dem o. g. Alter diese Giftstoffe nicht mehr verarbeiten. Zudem begünstige das Futter die Steine bzw. Kristallbildung was widerum den Verschluss zur Folge hätte. Naja, etwas blöd der Vergleich aber man stelle sich den Spülensyphon vor mit seinem Knick.
Er bekam Infusionen, Medikamente etc. Samstags konnte ich ihn wieder nach Hause holen. Montags standen wir wieder in der Klinik, weil er unter größten Anstrengungen immer nur ein paar Tröpfchen Urin, meist leicht blutig, absetzen konnte. Dienstags wurde er operiert = Penisamputation. Do. bekam ich ihn wieder mit. Er kam völlig torkelig aus der Box, war völlig apathisch, fraß und soff nicht. Nach einem Anruf in der Klinik hieß es, dass ich abwarten solle, er wäre dort ja recht munter gewesen. Najaaaa...DIE kennen meinen Kleinen halt nicht. Zudem verstehe ich unter munter etwas ganz anderes.....und er auch!!! *g*
Wir Samstags wieder hin. Ich war völlig fertig, denn mein Kleiner war nur noch "gott-ergeben", befurchtete ich dass er einen Schaden für ewig mitbekommt, denn er war vorher noch nie von zuhause weg. Er musste natürlich erneut dort bleiben, weil seine Nierenwerte sehr schlecht waren. Da in den Nieren ein Hormon gebildet wird, das für die Blutbildung zuständig ist, waren auch letztere mega schlecht. All diese Werte waren vor der OP in Ordnung + es stellte sich raus, dass während der OP ein Rückstau in die Nieren statt gefunden hat.
Dienstags konnte ich ihn endlich wieder abholen. Der Ärmste. All diese Tage dort, seine Schwester mochte ihn ob seines fremden Geruches nicht mehr leiden und toll ging es ihm absolut nicht. Im Gegenteil. Wir beide haben hier die Nächte "durchgemacht", er wollte aber weder fressen noch saufen. Meine Bemühungen, ihn vor die Näpfe zu setzen fruchteten nicht. Für Freitag war schon die Einschläferung angesetzt, als er Do. abends ENDLICH mehr Leben zeigte. Er fing an zu schäkern, spielte etwas mit den Spielmäusen die seine Schwester an alle verteilt hatte. Selbst ich hatte täglich eine im Bett. Naja, ihre Art damit umzugehen....*gerührt*. Aber so what...er lief mir hinter her, belagerte seine Lieblingsplätze etc. etc.
Freitags waren die Blutwerte besser, die Nierenwerte CA. 20 % schlechter. Allerdings machte er auch in der Klinik einen sehr wachen Eindruck, wusste was er wollte, konnte empört reagieren usw. Die Tierarzt meinte dann, dass die Werte widersprüchlich wären, aber meine Schilderungen, die zu ihrem Erleben passen würden, ließen sie davon Abstand nehmen, ihn einzuschläfern, sie könne diesen Akt nicht mehr befürworten.
Über's WE wurde er immer agiler. Keine Ahnung was letztlich den Ausschlag gab, aber er fraß endlich wieder nachdem ich ihm das neutralisierende Pulver zu riechen gab, es unter seinen Augen unter das Futter mischte. Endlich wurder er nicht immer nur dünner, endlich soff er ausreichend. Er spielte, er ärgerte seine kleine Schwester, er genoss seine Lieblingsplätze, war aufmerksam, wachsam und allgemein sehr wach!
Heute waren wir zur Kontrolle. Sie wollte ihm heute kein Blut abnehmen, um nicht erneut grübeln zu müssen. Ihr reichte sein Anblick, seine Art mit den Dingen umzugehen, ihn wach und aufmerksam wie misstrauisch zu erleben.
SOFERN er nicht mehr als normal säuft und sein Verhalten nicht wieder apatisch wird, müssen wir erst in ca. 3 Wochen wieder zur Kontrolle.
Momentan liegt er auf SEINER Decke, alle 4 Pfoten in die Luft, hoffend dass ich bald fertig bin mit tippseln um ihm den Bauch zu kribbeln....*FROI*
Wie ihr meinen Bericht werten oder sehen wollt...hmm....das ist jedem selber überlassen. Tatsächlich habe ich aber seit 16 Jahren zwei Graupapageien, die seit Jahren an Aspilergose leiden. Diese Pilzerkrankung der Atemwege wird -ebenfalls- durch das kommerzielle Futter bzw. den darin enthaltenen Erdnüssen begünstigt. Nun mein Kater.
Ach ja...Kätzinnen bekommen das meistens nicht, weil deren Harnröhre weiter ist, und mehr Platz bleibt, da sie keinen Penis haben.
So, ich hoffe, dass ich noch verständlich geschrieben habe und dass vielleicht andere Katzen davon profitieren können, ihnen früher geholfen wird, oder es gar nicht erst soweit kann bzw. Herrchen / Frauchen etwas sensibilisiert werden durch meinen Bericht. Naja, zumindest auf die eine oder andere Art und Weise.
Wer Fragen hat, oder mehr erfahren möchte, kann mich gerne anmailen. Ich weiß nicht, ob man hier seine mail-Adresse nennen darf, aber wenn, dann findet ihr mich bei AOL unter dem Namen DRUIDINCHEN.
Allen Samtpfoten sowie deren Frauchen und Herrchen eine schöne und sonnige Woche!
LG
Dinchen