Hallo.
Lange hat man nichts von mir und meinem Norweger Kater Finn gehört, udn das hatte auch guten Gründe...
Finnis Krankengeschichte
Etwa im Juni letzten Jahres fing mein Katerle an zu hunpeln. Wir hatten den Verdacht, er hätte sich beim Spielen verstaucht, vertreten, was weiß ich. Passiert uns Menschen schließlich auch oft genug und Finn ist ein keiner Tollpatsch beim Spielen.
Das Humpeln auf dem linken Hinterbeinchen wurde und wurde aber nicht besser, also fuhren wir zum Tierarzt. Der drückte ein wenig gefühllos und brutal an ihm rum, was Finn überhaupt nicht gefiehl, gab uns ein Schmerzmittel und schickte uns nach Hause.
Finn bekam nun eine Woche ein Schmerzmittel unters Futter, was auch anschlug. Nur mit dem Absetzten der Medikamente wurde es wieder schlimmer. Jedes Mal, wenn nun die Sprache auf den Kater kam fühlte ich mich, als wär ich hypersensibel und überkandidelt.
Wir also nochmal zum Tierarzt, diesmal mit Entzündungshemmer nach Haus, da das Knie schon ziemlich geschwollen und heiß war. Die Tierärztin behandelte mich, als wär ich schwachsinnig.
Im August fuhren wir dann in Urlaub, und das Humpeln war immer noch nicht besser geworden. Wir setzten also eine Galgenfrißt, bis wir zurück kämen.
Der Urlaub war zuende und fuhren einen Tag später mit Finn in die Tierklinik. Dort stellte der Arzt ohne Röntgen fest, dass das Knie eine dicke Entzündung trägt und er das aufmachen müsste um zu sehen, was da nicht stimmt. Warscheinlich sei der Miniskus gerissen.
Bei einer Hauskatze? Ich frage mich bis heute, wie unser tollpatsch das angestellt hat.
Ein paar Tage später war der OP-Termin und als er uns anrief hatte er tatsächlich einen Teil des Miniskus entfernen müssen, der angerissen und dick entzündet war.
Als wir den Kater abgeholt haben hatte ich Tränen in den Augen. das Bein bis hinauf zur Hüfte rasiert, ein dickes blutverschmiertes Pflaster auf einer Naht so lang wie meine Handspanne. Zu Hause sah das arme Kerlchen aus, als wär er völlig high, riesige Augen, ständig versuchte er aufzustehen. Das ging natürlich nicht. Er zuckte so fürchterlich als die Narkose nachließ und dann ging das Elend erst richtig los.
Er durfte nun nicht laufen, oder so wenig wie möglich und nicht springen. Mein mann und ich haben nun eine Art Laufstall gebaut, ca 2 mal 2 Meter groß, damit er nicht so viel rennen konnte nur mussten wir nun beide wieder zur Arbeit. Also kam auch oben noch ein Gitter drauf, damit er auch wirklich drin blieb. Von Tag zu Tag ging es ihm besser, das Fädenziehen übernahm er trotz schicker Streifenhose (damit er eben nicht dran kaute) leider doch selbst.
Heute, etwa ein halbes jahr später sieht man nichts mehr von der OP, das Norweger-Fell hat alles überwuchert. *g*
Leider blieb eine winzige Restlahmheit, die man aber nur minimal sieht. Er spielt wieder, ist lebensfroh und schmusig. nur wenn er auf dem Bauch liegt sieht man deutlich, dass er das linke Bein anders stellt, als das rechte. Und jedes Mal erinnere ich mcih wieder an die Worte des Tierarzt. Ein operiertes Knie ist nie ein gesundes Knie.
Ich bin jedenfalls unendlich dankbar, dass es meinem Krümel wieder gut geht. Ich hätte moir nie verziehen, wenn ihm etwas zugestoßen wäre, er noch länger hätte Schmerzen haben müssen oder am Ende noch bei der OP etwas schief gegangen wäre.