• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Miniskusschaden

Diskutiere Miniskusschaden im Erkrankungen von Skelett und Muskulatur Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo. Lange hat man nichts von mir und meinem Norweger Kater Finn gehört, udn das hatte auch guten Gründe... Finnis Krankengeschichte Etwa im...
  • Miniskusschaden Beitrag #1
Dinchen24

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Hallo.
Lange hat man nichts von mir und meinem Norweger Kater Finn gehört, udn das hatte auch guten Gründe...

Finnis Krankengeschichte

Etwa im Juni letzten Jahres fing mein Katerle an zu hunpeln. Wir hatten den Verdacht, er hätte sich beim Spielen verstaucht, vertreten, was weiß ich. Passiert uns Menschen schließlich auch oft genug und Finn ist ein keiner Tollpatsch beim Spielen.
Das Humpeln auf dem linken Hinterbeinchen wurde und wurde aber nicht besser, also fuhren wir zum Tierarzt. Der drückte ein wenig gefühllos und brutal an ihm rum, was Finn überhaupt nicht gefiehl, gab uns ein Schmerzmittel und schickte uns nach Hause.
Finn bekam nun eine Woche ein Schmerzmittel unters Futter, was auch anschlug. Nur mit dem Absetzten der Medikamente wurde es wieder schlimmer. Jedes Mal, wenn nun die Sprache auf den Kater kam fühlte ich mich, als wär ich hypersensibel und überkandidelt.
Wir also nochmal zum Tierarzt, diesmal mit Entzündungshemmer nach Haus, da das Knie schon ziemlich geschwollen und heiß war. Die Tierärztin behandelte mich, als wär ich schwachsinnig.
Im August fuhren wir dann in Urlaub, und das Humpeln war immer noch nicht besser geworden. Wir setzten also eine Galgenfrißt, bis wir zurück kämen.
Der Urlaub war zuende und fuhren einen Tag später mit Finn in die Tierklinik. Dort stellte der Arzt ohne Röntgen fest, dass das Knie eine dicke Entzündung trägt und er das aufmachen müsste um zu sehen, was da nicht stimmt. Warscheinlich sei der Miniskus gerissen.
Bei einer Hauskatze? Ich frage mich bis heute, wie unser tollpatsch das angestellt hat.
Ein paar Tage später war der OP-Termin und als er uns anrief hatte er tatsächlich einen Teil des Miniskus entfernen müssen, der angerissen und dick entzündet war.
Als wir den Kater abgeholt haben hatte ich Tränen in den Augen. das Bein bis hinauf zur Hüfte rasiert, ein dickes blutverschmiertes Pflaster auf einer Naht so lang wie meine Handspanne. Zu Hause sah das arme Kerlchen aus, als wär er völlig high, riesige Augen, ständig versuchte er aufzustehen. Das ging natürlich nicht. Er zuckte so fürchterlich als die Narkose nachließ und dann ging das Elend erst richtig los.
Er durfte nun nicht laufen, oder so wenig wie möglich und nicht springen. Mein mann und ich haben nun eine Art Laufstall gebaut, ca 2 mal 2 Meter groß, damit er nicht so viel rennen konnte nur mussten wir nun beide wieder zur Arbeit. Also kam auch oben noch ein Gitter drauf, damit er auch wirklich drin blieb. Von Tag zu Tag ging es ihm besser, das Fädenziehen übernahm er trotz schicker Streifenhose (damit er eben nicht dran kaute) leider doch selbst.
Heute, etwa ein halbes jahr später sieht man nichts mehr von der OP, das Norweger-Fell hat alles überwuchert. *g*
Leider blieb eine winzige Restlahmheit, die man aber nur minimal sieht. Er spielt wieder, ist lebensfroh und schmusig. nur wenn er auf dem Bauch liegt sieht man deutlich, dass er das linke Bein anders stellt, als das rechte. Und jedes Mal erinnere ich mcih wieder an die Worte des Tierarzt. Ein operiertes Knie ist nie ein gesundes Knie.
Ich bin jedenfalls unendlich dankbar, dass es meinem Krümel wieder gut geht. Ich hätte moir nie verziehen, wenn ihm etwas zugestoßen wäre, er noch länger hätte Schmerzen haben müssen oder am Ende noch bei der OP etwas schief gegangen wäre.
 
  • Miniskusschaden Beitrag #2
Ojeoje, da ists ja nochmal gut ausgegangen für das Finnchen! :roll:
Ich kann mir richtig vorstellen, wie furchtbar das für euch alle gewesen sein muss, so schreckliche Schmerzen und das arme Katerchen im Stall... *knuddel*

Aber dass jetzt alles wieder gut ist, freut mich umso mehr! :D

Alles Liebe, weebee

PS. Zu dem Arsch von Tierarzt geht ihr doch hoffentlich nicht mehr!? :twisted:
 
  • Miniskusschaden Beitrag #3
Da kann man ja nur froh sein, das alles am Ende einigermaßen gut ausgegangen ist. Ich freue mich für deinen Kater und Dich und wünsche euch ebenso für die Zukunft alles Gute.
 
  • Miniskusschaden Beitrag #4
Doppeltes Glück gehabt Finn :lol: :lol:
zum einen fürsorgliche Dosis und dann gottlob noch einen Tierarzt der richtig gehandelt hat!!

Auch von mir alles Gute weiterhin für dich Dinchen, deinen Mann und natürlich den tapferen Finn :wink:
 
  • Miniskusschaden Beitrag #5
Hallo Dinchen,

auch ich freue mich, dass der gute Finn das so gut weggesteckt hat und danke für Deinen Bericht.

Manchmal frage ich mich wirklich, wo einige Tierärzte ihre Lizenz geschossen haben. Gibt es eigentlich eine "schwarze Liste"?

LG, Irene
 
  • Miniskusschaden Beitrag #6
Danke für Eure lieben Worte.
Nein, bei diesem Tierarzt waren wir das letzte Mal als er die zweite Fehldiagnose gestellt hat. Seit dem fahren wir nurnoch in die Tierklinik, die Finni auch operiert hat. Die ist zwar wesentlich weiter weg, aber dafür geht es meinem Katerle da auch viel viel besser. Und ich komm mir auch nicht mehr vor, als wär ich psychotisch, weil meine Katze mir so viel bedeutet wie ein Mensch. Die op war auch ziemlich teuer für eine Familie mit 1,5 Einkommen, aber das war uns in dem Moment egal. Ich hasse nichts mehr, als Menschen, die sich erst ein Tier anschaffen und dann bei der erstbesten Gelegenheit, wenn es Schwierigkeiten gibt, kneifen und das Tier einschläfern lassen oder abgeben, weil es ja zuviel Geld kostet und mit Arbeit verbunden wäre.
Meine Schwägerin ist Tierärztin (leider zu weit weg für uns), und die hat solche Fälle viel zu oft in ihrer Praxis.

Ich glaub, das schlimmste für Finn waren die 6 Wochen in diesem Laufstall, damit er das Beinchen schont. Die ersten zwei Tage, und das hat der Tierarzt uns auch erklärt wirkte noch das Narkosemittel aus der Anästhäsie und ein schwaches Schmerzmittel, was er bekommen hatte. Danach hat er nichts mehr an Medikamenten bekommen; nur Antibiotika zur Wundbehandlung. Die Schmerzen, die er hatte haben ihn zumindest eine kurze Zeit davon abgehalten sich zu sehr zu bewegen. Finn ist ja nicht mal drei Jahre alt gewesen, als der ganze Mist losging.
Auch wenn mich jetzt hier einige für bescheuert halten, wir haben sogar nachts bei ihm im Laufstall geschlafen, weil... er hatte Schmerzen und Angst und sollte dann auch noch bestraft werden, weil er nicht wie immer bei uns sein konnte und sich in meiner Kniekehle zusammenrollen konnte, wenn er das wollte. Nein. Wir haben tatsächlich auf dem Boden in dem Stall bei unserem Kater geschlafen.

Sobald ich rausbekommen hab, wie ich hier Bilder hochlade kann ich ja mal ein Photo zeigen, wie groß der Schnitt war und wie nackt das Beinchen.
 
  • Miniskusschaden Beitrag #7
Hallo Dinchen,

ich finde das völlig normal und halte es auch so :wink:
Ich habe auch schon oft bei kranken Katzis im Bad geschlafen.

Das Ruhighalten ist natürlich eine schlimme Sache - aber was muss, das muss. Und ihr habt es ja gut geschafft und auch den Lohn dafür bekommen.

LG, Irene
 
  • Miniskusschaden Beitrag #8
Hallo Dinchen,

also ich halte dich nicht für bescheuert, sondern für fürsorglich :wink: Als mein "Baby" Santos so krank war und alle ihn aufgeben wollten, habe ich auch im "Krankenzimmer" mit ihm auf dem Fußboden geschlafen! Ich glaub auch, dass hat er gemerkt! Er ist nämlich wieder völlig gesund :wink:
 
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