Rauslassen kannst Du ihn keinesfalls, wenn dort Straßenverkehr ist. Wenn er die letzten Jahre immer in der Wohnung war, würde er draussen auch gar nicht durchblicken und sicher bald unter ein Auto kommen.
Habt ihr die Möglichkeit, so etwas, wie eine "Schleuse" einzurichten? Also eine zweite Tür hinter der Eingangstür? Muss ja nichts massives sein, sondern nur etwas, was eine "Sicherheitszone" vor der eigentlichen Wohnungstür garantiert.
Einer unserer jungen Kater hat sich früher einen Sport daraus zu machen, in den "verbotenen Raum" zu kommen, was bei uns nichts anderes ist, als ein kleines Zmmer, das als begehbarer Kleiderschrank genutzt wird und deshalb vor "Kontaminierung" durch Katzenhaare geschütz werden soll.
Dieser kleine Pelzarsch hat jedesmal gelauert, wenn sich an dieser Tür was tat. Und wenn er eine Chance sah, versuchte er reinzukommen. Manchmal hat er natürlich auch irgendwie geschafft. Als er größer und ruhiger wurde, war das dann allerdings langweilig und hörte auf.
Es könnte also durchaus sein, dass es sich eventuell nicht um Freiheitsdrang handelt, sondern dass es für ihn schlicht eine Herausforderung ist, auf die andere Seite der Tür zu kommen. Ohne einen Plan zu haben, was dort geschehen soll. Und das macht es so gefährlich...
Tropfen oder andere Sachen kannst Du natürlich vergessen, es sei denn Du willst das Tier dauerhaft sedieren. Und Leinen sind was für sehr, sehr ruhige Tiere. Außerdem ist die Verletzungsgefahr damit unter Umständen sehr groß: Wenn er damit abhaut und sich irgendwo verheddert etc. pp.
Es kommt darauf an, wer den längeren Atem hat. Eines Tages wird er damit aufhören, wenn er kein Erfolgserlebnis hat