Huch, mit sechs Jahren! Hoffentlich ist das nicht ihre erste Schwangerschaft.
Erstmal würde ich natürlich das Tierheim informieren, denn wenn die behaupten, dass die Katze kastriert ist, können die sich natürlich auch gern an den Kosten beteiligen, die jetzt auf Dich zukommen.
Bereite für Deine Katze eine große Kiste/Karton vor, schön ausgepolstert mit alten Bettbezügen oder so, darauf alte Geschirrhandtücher, Zellstoffunterlagen oder so etwas, keine Frotteehandtücher! Die Kiste solltest Du an einen ruhigen, nicht so hellen Platz stellen und eventuell noch mit einem Handtuch etwas zuhängen, damit eine Höhle entsteht. Die meisten Katzen nehmen so etwas gut an.
Ein paar Tage vor der Geburt kannst Du eventuell schon leichte Wehen bei der Katze sehen, sie gehen so wellenartig über den Körper. Dann senkt sich auch der Bauch ab. Kurz vor der Geburt werden die Katzen meist unruhig und gehen häufig zum Klo. Wenn Du beobachtest, dass ein, manchmal leicht blutiger, Schleimpfropf abgeht, kannst Du davon ausgehen, dass es bald losgeht. Wenn Deine Katze auf Dich bezogen ist, wird sie Dir schon deutlich zeigen, dass sie Dich in ihrer Nähe haben will. Bei der eigentlichen Geburt musst Du, wenn alles glatt geht, meist nicht viel machen. Die meisten Katzen wissen instinktiv, was zu tun ist und nabeln die Babys ordentlich ab. Du solltest auf jeden Fall darauf achten, dass zu jedem Baby auch eine Nachgeburt kommt. Oft fressen die Mütter diese auf. Wenn sie will, lass sie, das gibt ordentlich Kraft. Wenn sie nicht will, entsorge sie.
Du solltest auf jeden Fall eine Rolle Haushaltspapier, eine desinfizierte kleine Schere, eine Waage (möglichst genaue Digital-Küchenwaage mit kleiner Skala), Papier und Bleistift und auf jeden Fall die Telefonnummer Deines Tierarzt griffbereit haben. Auch eine "Erstlingsausstattung" in Form von Saugflasche, kleinen Saugern und hochwertiger Kittenmilch (am besten KMR) solltest Du bereit halten.
So ca. eine Woche vor der Geburt kannst Du versuchen, Deiner Katze beim Schmusen die Wachsschicht von den Zitzten abzupulen. Damit erleichterst Du den Kleinen das Ansaugen.
Nach der Geburt nehmen die meisten Mamis gern einen Cocktail aus einem Eigelb, etwas Traubenzucker, etwas Calcium, Sahnequark und Kittenmilch. Die Nahrung sollte in den ersten Tagen eher breiig sein, Trockenfutter entzieht dem Körper Flüssigkeit, die für die Milchbildung gebraucht wird. Deswegen kannst Du ihr auch immer Kittenmilch zu trinken anbieten.
Was Du mit den Babys machst, wenn sie da sind, da mach Dir erst einen Kopf, wenn die Kleinen da sind. Dann helfen wir Dir hier auch mit Tipps weiter. Erstmal drücke ich die Daumen für eine reibungslose Geburt. Wenn Du Vertrauen zu Deinem Tierarzt hast, schließ Dich mit ihm kurz, dann wird er Dir auch Tag und Nacht zur Seite stehen.
Ach ja, ich gehe davon aus, dass Deine Katze Freigängerin ist (oder wie ist sie schwanger geworden?). Du solltest sie ab eine Woche vor dem Termin nicht mehr rauslassen, damit sie ihre Babys nicht nachher noch irgendwo im Stall bekommt.