Nur ein Grund würde mir nicht weit genug gehen.
Auf der pragmatischen Seite halte ich unter anderem Katzen, weil ich es für eine dringende Notwendigkeit und ethische Selbstverständlichkeit halte, in Not geratenen Tieren zu helfen. Aus diesem Grunde sind es auch seit vielen Jahren ausschliesslich Katzen aus Tierheimen und Tierschutzinitiativen, die hier wohnen. Katzen sind erst durch menschliches Zutun zum Kulturfolger geworden, und deshalb besteht hier wie auch bei anderen "menschennahen" Spezies eine besondere Verpflichtung.
Darüber hinaus gibt es für mich auch noch eine Reihe emotionaler Gründe, die ich in mehrere Kategorien einteile.
Ästhetik: Selbst, wenn Katzen auf dem Klo sitzen, machen sie noch eine gute Figur. Ob im Spiel, bei der Jagd, im Sprung oder als Lebendskulptur in einer leeren Obstschale dösend sind Katzen eine Augenweide.
Charakter: Katzen lassen sich nicht schubsen oder "reinreden". Sie bewahren sich in jeder Situation eine unüberwindbare Unabhängigkeit und Stolz. Sie sind bis zu einem gewissen Grade bestechlich aber nicht korrupt.
Intelligenz: Katzen versuchen stets, Ihre Ziele zu verwirklichen: Zunächst mit den Mitteln, die sie instinktiv beherrschen und falls dies nicht reicht, wntwickeln sie kreativ neue Strategien im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Außerdem sind sie in der Lage, bereits erreichte Privilegien kontinuierlich und zielführend zu optimieren.
Soziale Kompetenz: Das katzenseitige Bemühen, die naturbedingten Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Mensch und Katze zu überbrücken, ist ungewöhnlich hoch.
Die Suche nach Nähe und Zärtlichkeit ist ausgesprochen bilateral veranlagt. Es geht nicht nur ausschliesslich um das Konsumieren von Streicheleinheiten, sondern auch um die "Rückzahlung". Der Katze ist absolut bewusst, dass es sich um ein Geben und Nehmen handeln muss, damit ein inniges Verhältnis entsteht und sozialer Frieden herrscht.
Zusammengefasst: Ich halte Katzen, weil sie einfach cool sind! 8)
Was das Thema "Dämon vs. Göttin" betrifft, sind das letztlich nur archaische Symbolisierungen. Das irgendein oller Ägypter mal vor 3.000 Jahren eine Katze beobachtet hat (RTL gabs ja noch nicht) und zu dem Schluss gekommen ist, dass sie auch aus o.g. Gründen unter Umständen eine höhere, also göttliche Lebensform ist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich hätte es genauso gemacht"
Die dämonische Seite ist für mich allerdings nicht nachvollziehbar, denn letztlich ist dieser Trend in einer Epoche entstanden, als auch rothaarige Frauen im Generalverdacht standen, mit dem Teufel im Bunde zu stehen.
Aber nicht nur für "schwarze Katzen" ist das Mittelalter finster gewesen, da die römisch-katholische Verdummngspolitik vieles an uraltem Wissen quasi beerdigt hat, um die eigene Doktrin etablieren zu können. Sonst wüssten wir heute definitiv insgesamt mehr. Beispielsweise auch über die Katzen im alten Ägypten.