Hallo,
aus aktuellem Anlass ein paar Info´s die für den einen oder anderen Katzenhalter interessant sein mögen. Mein Lucky hat mir gerade einen Kleiber angeschleppt. Ich hab ihn von dem Vögelchen getrennt, der kleine wollte wegfliegen und landete im Fliegengitter, dass vor mein Fenster gespannt ist. Ich habe dann den Kater, der schon wieder hinwollte weg und den kleinen erstmal in den Katzenkorb gesperrt, der Vogelsicher ist. Dort lag der kleine dann heftig atmend. Mein
Tierarzt den ich angerufen hatte meinte es gibt zwei Möglichkeiten: a) Vogelaufzuchtstation, oder b) Die Katze wieder ran lassen. Da ich dass natürlich nicht wollte, hab ich mir vom
Tierarzt die Nummer der nächsten Aufzuchtstation bekommen. Dort war man sehr freundlich und gab mir erste Tipps, die vielleicht für den einen oder andern hilfreich sind, die auch mal ein Vögelchen retten wollen.
Also, Vögel haben von der Natur ähnlich dem Menschen ein Schocksystem, dass verhindert, dass Vögel die gefressen werden den Schmerz spüren. Deshalb verfallen sie in eine Starre und atmen nur noch heftig. Dieser Schockzustand ist aber ähnlich wie beim Menschen unter umständen lebensbedrohend bis tödlich.
Die erste halbe Stunde kann man nicht mehr machen, als den Vogel in einen möglichst dunklen Raum sperren (Pappkarton, oder wie bei mir Katzenkorb und Decke drüber) und warten. Wenn er die erste halbe Stunde nicht überlebt, wär er so oder so gestorben. Wenn er dann aber noch lebt, hat er sehr gute Chancen, wenn man richtig weiterbehandelt.
Des weiteren ist für einen Vogel, der mit einer Katze in berührung war, auf jeden Fall eine Penicillinbehandlung angesagt, die zwingend notwendig ist, da Katzen im Speichel Bakterien haben (Namen hab ich vergessen) die für den Vogel tödlich sind, selbst wenn er keine Wunde davon getragen hat. Dieses Penicillin muss über drei Tage gegeben werden. Entweder vom
Tierarzt, oder in der Apotheke Amoxicyllin besorgen (hoffenlich hab ich das richtig geschrieben) eine halbe Tablette in 5 ml Wasser auflösen und täglich morgens und abends einen Tropfen. Danach kann das Vögelchen wieder freigelassen werden.
Als Nahrung kann man als ersthilfe gekochtes Eigelb anbieten, bei Insektenfressern Heimchen (gibts im Zoofachhandel). Am besten ist natürlich, wenn man einen engagierten
Tierarzt hat, oder in der Nähe einen vogelschutz, der den Vogel übernimmt und versorgt.
Mein kleiner Kleiber ist inzwischen übrigens beim Vogelschutz und wird überleben
Liebe Grüße,
Claus