Möglich, dass das stimmt. Möglich, dass Deine Kleine still dauergerollt hat... Klar, die Risiken einer Kastration sind die Risiken einer jeden OP und auch stark vom behandelnden Arzt abhängig.
Dauerrolligkeit führt gerne auch zu Spätfolgen, sprich, man merkt es erst, wenn es ZU spät ist... Und mal abgesehen davon: Eine Katze, die rollt und nicht gedeckt wird, wird gezwungen, entgegen ihrer Natur zu leben, denn der natürliche Urzustand einer Katze wäre eben rollig oder trächtig.
Der einzige Grund, den ich persünlich für eine Nicht-Kastration gelten lasse, ist eine schwer kranke Katze, die die OP nicht überleben würde... Alles andere ist meiner Meinung nach Unwissenheit oder, leider noch öfter, einfach Faulheit. Wie schön man die rechtfertigt, ist mir ziemlich schnuppe, es ändert den Sachverhalt nicht.
Eine gut durchgeführte Kastration ist keine "schwere OP", sondern von ärztlicher Seite Routine und mit entsprechender Nachsorge gut wegzustecken.
Erstmal abwarten? Jap, wenn z. B. meine Katze schlapp ist, ab und an mal nießt o. ä., ja, dann warte ich vielleicht auch erst mal ab. Nach ein paar Tagen unveränderten oder verschlechterten Zustandes gehe ich aber zum Tierarzt. Wenn eine unkastrierte Katze nach ein paar Jahren Zysten o. ä. an der Gebärmutter entwickelt, fällt das zunächst nicht auf. WENN es sich bemerkbar macht, ist es meistens zu spät... Aber Hauptsache, man hat gespart. Ich bin sicher kein Sensibelchen und auch kein Freund "unnötiger" Eingriffe oder Beeinflussungen, aber als Tierhalter hat man eine gewisse Verantwortung, und die nehme ich schon ernst.
Eine Wohnungskatze hat eine Lebenserwartung von locker 18+ Jahren, nach 5 Jahren kann man da leider noch überhaupt keine Bilanz ziehen... Und dass es für die Katze auch psychisch eine Qual ist, ungedeckt zu rollen (und wenn es "nur" 10 Tage sind), steht auf noch einem anderen Blatt...
Naja, solche Fälle gibt es immer wieder, machen kann man da nichts. Also belasse ich es bei meiner rein subjektiven Meinung.
In diesem Sinne, A.