Freigänger-Romantik

Diskutiere Freigänger-Romantik im Katzenklo Forum im Bereich Katzenfreunde; (ACHTUNG DIE UNTEN ANGEGEBENEN LINKS SIND MEHR ETWAS FÜR NERVENSTARKE !!!) http://img87.imageshack.us/img87/7763/dead007by9.png...
  • Freigänger-Romantik Beitrag #1
B

BestAlEver

Gast
@ all

nochmals zu diesem Thema.
So bedauerlich real die Fotos sind, ist es nicht akzeptabel, das jeder Leser sie hier unvorbereitet ansehen muß, wir haben auch auch Rücksichten zu nehmen, besonders auf jüngere Leser.
Alle Fotos im Thread sind gelöscht und ich bitte darum keine weiteren direkt einzustellen.
Lediglich ein Link bei dem jeder wählen kann, ob er ihn ansehen möchte, kann eingestellt werden, aber dann bitte mit einen Hinweis darauf, das die Fotos erschreckend sind.
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VG

Russian mit Pelzbanditen

(ACHTUNG DIE UNTEN ANGEGEBENEN LINKS SIND MEHR ETWAS FÜR NERVENSTARKE !!!)















o.T.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #2
so etwas sehe ich fast jeden Tag - oft drei-viermal - auf ländlichen Strecken in den Dörfern oder kurz ausserhalb.

Bis ich dann in der Arbeit bin, sind meine Nerven meist total am Hund und ich den Tränen nahe - dann LIEBE ich all jene, die meinen, den Katzen mit Freigang etwas gutes zu tun und ich LIEBE auch die Fahrer, bei denen offenbar Augen und Bremsen total im Eimer sind.

Meinen Katzen will ich so etwas ersparen!!!!
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #3
Schlimmer eigentlich noch ist der scheinbare gesellschaftliche Konsens beim Thema. "Es sind "nur" Tiere", "Ein Auto ist mehr wert als eine Katze" (Stichwort Bremsen/Versicherung) etc. pp.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #4
- dann LIEBE ich all jene, die meinen, den Katzen mit Freigang etwas gutes zu tun und ich LIEBE auch die Fahrer, bei denen offenbar Augen und Bremsen total im Eimer sind.

ich kenne jemanden, der seine Gedanken in solch einer Situation niedergergeschrieben hat und viele haben sicher gleiches erlebt.


Wo bleibt das Mitgefühl?
Es war ein regnerischer Tag, als ich von meinem Zuhause noch einmal einen Streifzug durch die große Wiese machen wollte. Der Rasen und die Büsche waren naß, und es war mir eigentlich doch zu ungemütlich, bei diesem Wetter noch draußen zu bleiben. Ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Hause, denn nun fing auch schon wieder der Regen an.

Die breite Straße, die mich von meinem schönen, trockenen Zuhause trennte, schien mir leer, und der Asphalt glänzte vor Nässe.
Ich lief so schnell ich konnte los - doch das Auto war auf einmal da. So schnell kam es auf mich zu. Die Scheinwerfer blendeten meine Augen - und plötzlich spürte ich einen schlimmen, ganz schlimmen Schmerz. Ich wurde durch die Luft geschleudert und fiel mit meinem Körper auf die Kante der Straße, die dort angebracht war, weil da ein Rasen und Bäume wuchsen.
Ich hatte so furchtbare Schmerzen, und ich hatte solche Angst. Als ich mein Köpfchen hob, sah ich das Auto, das mich angefahren hatte, und ich konnte es nicht verstehen: es fuhr weiter. Es fuhr einfach weiter und ließ mich hier liegen! Und ich hatte doch solche Schmerzen!

Ich versuchte aufzustehen, doch es ging nicht. Mein Hinterbein tat so schrecklich weh, und auch das Luftholen fiel mir furchtbar schwer. Jetzt fing es auch noch ganz stark zu regnen an, und ich spürte, wie sich um mich herum eine Pfütze bildete. Das Wasser auf der Straße wurde immer höher und ich hatte kaum noch Kraft, meinen Kopf hochzuhalten. Wasser lief in meine Nase, lief in meinen Mund, und es tat so furchtbar weh!
Autos fuhren an mir vorbei. Es waren viele Autos, und immer wieder versuchte ich, mein Köpfchen zu heben, damit die Menschen, die in den Autos fuhren, sehen konnten, daß ich Hilfe brauche - doch keiner hielt an.
Ich weinte vor Schmerzen, doch niemand sah meine Tränen. Niemand war da, sie fuhren alle an mir vorbei. Ich fühlte, daß mein Leben zu Ende ging, und ich wollte doch gar nicht sterben! Ich war doch immer lieb gewesen! Ich habe doch so gern mit den Menschen geschmust und sie nie gekratzt. Ich habe doch auch meinen kleinen Menschenfreund mit seinen Eltern rechtzeitig geweckt, als das Feuer ausgebrochen war! Habe ich mich nicht immer mit Zärtlichkeiten bedankt und meine Liebe zu den Menschen gezeigt, weil ich ihnen so vertraute?

Ich fing an zu frieren. Es war so kalt, und ich hatte so entsetzliche Schmerzen! Warum, ihr Menschen, fahrt ihr alle an mir vorbei? Warum helft ihr mir denn nicht? Ich möchte noch nicht sterben! Ich bin doch erst drei Jahre alt! Ich weiß nicht, wie lange ich in dieser nassen Pfütze gelegen habe. Ich wurde auf einmal ganz müde.
Ich versuchte, mein Köpfchen aus der Pfütze herauszuhalten, doch ich hatte keine Kraft mehr. Mein Kopf fiel ins Wasser zurück und ich dachte: "Jetzt ist es aus. Jetzt stirbst Du."

Da - auf einmal waren Menschen da. Sie streichelten meinen kalten Körper und hoben mich hoch. Ich wurde in eine Jacke eingewickelt und vorsichtig in ein Auto getragen. Ich freute mich, trotz meiner schlimmen Schmerzen, so sehr! Es gab doch noch gute Menschen, die mir helfen wollten. Sie fuhren mich zu einem Tierarzt, der ganz in der Nähe war, und ich versuchte ganz ruhig zu bleiben, damit ich meine Schmerzen besser ertragen konnte. Die Menschenfrau, die mich trug, streichelte mich unentwegt, die beiden Kinder im Auto weinten vor Sorge um mich, und die Fahrerin bemühte sich, vorsichtig zu fahren, damit ich keine Erschütterungen spürte.
Ich dachte an meine Familie zu Hause, an die guten Leckerchen, die ich immer bekam, und ich freute mich so sehr, daß man mir helfen wollte. Die fremden Menschen waren so besorgt, und wie gern wollte ich weiterleben in dieser Menschenwelt!

Ich hörte die Fahrerin sagen: "Endlich, wir sind da - jetzt wird alles gut!" - da wurde es um mich plötzlich dunkel und kalt, und ich spürte - es war zu spät! Ich hatte keine Kraft mehr in meinem Körper und fühlte keine Schmerzen mehr! In den Armen der fremden Frau schlief ich für immer ein, als sie mit mir an der Haustür des Tierarztes stand.

Danke, den Menschen, die mich nach endlos langer Zeit schwerverletzt mitnahmen, um mein Leben zu retten; danke den beiden Kindern, die vor Sorge um mich, eine unbekannte Hauskatze, weinten und Verachtung den Menschen, die so herzlos sind, an einem schwerverletzten Tier vorbeizufahren .....

Die Geschichte stammt von Barbara Hickmann, sie ist leider nicht erfunden, sondern wirklich passiert.
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In meinem Garten schläft auch eine dieser armen Katzen, deren Weg über die dicht befahrene Hauptstrasse nicht von Glück begleitet war. :(
Für sie habe ich nichts mehr tun können, für andere vielleicht, wenn Menschen bereit sind zu lernen und nachzudenken.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #5
Finde ich ehrlich gesagt extrem kitschig.

In der Katze gab es objektiv ganz sicher keinerlei Gefühle der Dankbarkeit oder "Freude", sondern lediglich Panik, Schmerzen, Hilflosigkeit und Todesangst.

Insbesondere auch, weil sie auf einmal von wildfremden Menschen angefasst wurde, und durch die Verletzung nicht in der Lage war, normal zu reagieren, also zu flüchten oder sich zu wehren.

Manche Dinge sind und bleiben furchtbar. Beschönigungen ändern da sicher nichts.

Schlimm ist es vor allem für Kinder, wenn sie zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert werden. Den Tod zu erklären ist schwer.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #6
Finde ich ehrlich gesagt extrem kitschig.

In der Katze gab es objektiv ganz sicher keinerlei Gefühle der Dankbarkeit oder "Freude", sondern lediglich Panik, Schmerzen, Hilflosigkeit und Todesangst.

Den Katzen gehen solche Gedanken gewiß nicht durch den Kopf, aber den Menschen sollten sie nahe gebracht werden, ich denke dafür allein ist die Geschichte gedacht.
Traurig Menschen so aufrütteln zu müßen, aber es ist leider nötig.
Ich fahre auch Auto, und ich weiß genau, dass ich jede Erschütterung am Fahrzeug merke, man überfährt nicht unbemerkt ein Tier, nicht mit einem PKW.
Und wenn ich das Unglück habe einem Tier nicht ausweichen zu können, habe ich die Pflicht mich darum zu kümmern, das es nicht leidet.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #7
Die Halter die ihren Tieren so etwas antun wie die Fotos oben zeigen, sollten sich besser kein Tier mehr anschaffen. So unaufgeklärt kann doch kein Mensch sein als, daß er nicht weiß, daß es heutigen Tages einfach nicht mehr zeitgemäß ist seine Katzen unbeaufsichtigt vor die Tür zu lassen.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #8
So unaufgeklärt kann doch kein Mensch sein als, daß er nicht weiß, daß es heutigen Tages einfach nicht mehr zeitgemäß ist seine Katzen unbeaufsichtigt vor die Tür zu lassen

doch Chalmar, es sind Menschen noch so wenig unaufgeklärt, und wie Du erkennen kannst noch nicht einmal böswillig, wenn sie meinen Freigang wäre artgerechter als Wohnungshaltung.
Mal ganz ehrlich, wenn Du auf dem Lande wohnst wo Katzen im Freigang auf Bauernhöfen die Mäuse jagen, wer sagt Dir denn dort, dass auch dieser Freigang gefährlich ist?....noch nicht einmal alle Tierärzte bedenken das.
Sogar der Tierschutz hilft oft unbewußt mit solche Meinungen zu festigen, wenn er auf Vermittlungsseiten Tiere für den Freigang anbietet, aber in keiner Weise dabei von gesichertem Freigang spricht.
Und denke nicht, dass jeder Tierschutz Vorkontrollen macht um zu sehen wie sicher oder gefährlich der Freigang im neuen Zuhause ist, Freigängerplätze zu finden ist schwer, da nimmt man es leider oft nicht so genau, wenn das Tierheim rappelvoll ist.
Lediglich wenn Du bei Züchtern eine Katze haben möchtest, bekommst Du meist die Aussage nicht in ungesicherten Freigang, sie ziehen ihre Babys nicht auf damit sie dann auf der Strasse sterben.
Es grassiert leider noch viel Unkenntniss, falsches Verständnis, mangelnde Erfahrung und Unüberlegkeit, und nicht nur zum Thema Freigang
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #9
Da kann ich dir nur voll zustimmen, russian... :!:

Und solche Bilder wie oben, werden von Freigangbefürwortern verdrängt. Ihren Katzen passiert sowas ja nicht. Da müssen erst 3 Tiere aus dem Bestand überfahren werden, bis mans begreift. Was solls... Aber, das das gesamte Umfeld, egal ob Dorf oder Stadt nicht mehr artgerecht ist und wir Menschen das Leben der Katzen mit Autos und Straßen bereits einschränken und täglich gefährden, das ist völlige Nebensache. Wenn mans genau nimmt, gibt es keine artgerechte Haltung mehr. Nur noch eine sichere Haltung mit viel Beschäftigung und Zuneigung.

Ich hoffe, dass sicherer Freigang und Wohnungshaltung auch in Tierheimen und Tierschutzvereinen zur absoluten Abgabevoraussetzung werden...
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #10
doch Chalmar, es sind Menschen noch so wenig unaufgeklärt, und wie Du erkennen kannst noch nicht einmal böswillig, wenn sie meinen Freigang wäre artgerechter als Wohnungshaltung.

Volle Zustimmung! Erst vorgestern hatte ich eine Riesendiskussion mit meinen Verwandten, ob denn unsere Kater endlich raus dürften. Ich: Nein - und die gehen auch nicht "alleine" raus.
Da durfte ich mir anhören was für ein Tierquäler ich denn wäre, die armen Katzen drin zu halten, total fremdartig. Auf meinen Hinweis der Gefahr des Überfahrenwerdens wurde DAS Gegenargument gebracht: Die alte Familienkatze, die 16 Jahre draussen herumlief und der nix passiert ist.
Sämtliche Argumente meinerseits, 200.000 Katzen jährlich plattgewalzt auf Strassen, das möglicherweise tagelange langsame Sterben wurden ignoriert. Weil ich ja so ein Tierquäler bin...
Und mit ihrer Meinung stehen die nicht alleine da: Auch Freunde halten mich für total krank weil unsere Beiden nicht raus dürfen. Sie haben selbst zwei leidenschaftliche Freigänger, der eine Kater pinkelt sogar Protest wenn er nicht punktum rauskommt...

Und unsere ehemalige Tierheim-Katze wurde uns ebenfalls so vermittelt: Wird bestimmt gerne an Freigang gewöhnt.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #11
Bienie... du bist vollkommen gesund im Kopp :D
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #12
Auf meinen Hinweis der Gefahr des Überfahrenwerdens wurde DAS Gegenargument gebracht: Die alte Familienkatze, die 16 Jahre draussen herumlief und der nix passiert ist.

Biene, das Argument konnte ich schon in meiner Kindheit entkräftigen, als die Katzen noch Mäusejäger waren und alle ungesicherten Freigang hatten.
Es gab wenig PKW, nur landwirtschaftlich Nutzfahrzeuge oder Eisenbahn, und von diesen wurden sie dann überfahren.
Von all den Katzen, die wir damals hatten erreichten nur sehr wenige ein hohes Alter.
Nur hatten diese Katzen wirklich die Aufgabe in der Umgebung die Nager zu eliminieren, somit hätte man ihren Freigang gar nicht einschränken können, aber als wir aus der ländlichen Umgebung fortzogen gab es nicht mehr den geringsten Grund die Katzen einer Gefahr auszusetzen.
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #13
Danke, Dinah! :lol:

Russian - dieses Argument gilt bei meinen "Gegnern" nicht. Die beharren einfach auf ihrem Standpunkt, Freigang braucht jede Katze.

Wenn ich ja ein A*sch wäre würde ich die o.g. Links an alle diese Leute weiterleiten. Aber dafür müsste ich mir die erst ansehen - und das hält mein Magen zu keiner Tageszeit aus. Mir reichen die paar armen Tiere die ich täglich auf RLPs-Strassen sehen muss.

Dazu sollen meine beiden Fellchen einfach nicht gehören.

Am liebsten hätte ich noch während dieser sinnlosen Diskussion gesagt: Ja FRÜHER - das war die Zeit als ich noch 10jährig mim Fahrrad in den 3 km entfernten Nachbarort fahren konnte ohne das meine Mutter todesängste ausgestanden hat. HEUTE dürfen die Kinder nicht mal mehr alleine auf den Waldspielplatz bei uns um die Ecke!!!
 
  • Freigänger-Romantik Beitrag #14
An sich müsste man mit solchen Bildern mal eine Plakatkampagne machen.

Einfach nur die o.g. Bilder mit der Headline: "Katzen BRAUCHEN Freigang!" und entsprechender kleiner "Auflösung".

Das würde sicher sehr schnell eine gewaltige Diskussion lostreten.
 
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