Hallo Dinah,
Alldings fände ich es jetzt makaber, wenn man die Katze wieder ausbuddelt. Von daher, lasst sie ruhen, es ist traurig genug.
Das sehe ich genauso. Laßt ihr ihren Frieden.
Also muss man vorausschauend denken. Ein Sparbuch eröffnen oder in die Socke sparen. Ich selber habe meine Katzen versichert. Die 30 EUR bringe ich auf. Jeder hat diese Möglichkeiten...
Und wenn man dazu nicht in der Lage ist, sollte man keine Katzen halten
Ja, grundsätzlich ist das richtig. Da ich kein dummer Mensch bin, habe ich das natürlich auch gemacht. Aber kommst Du vorübergehend in eine Zwangslage, ist auch dieser Vorrat fix aufgebraucht. Ich habe keine Millionen im väterlichen Unternehemen verdient, sondern ein halbwegs stimmendes Gehalt, daß man mir eben zahlen konnte, mit dem ich und meine Tiere halbwegs ordentlich über die Runden kamen.
Und wenn man dann an einem Tiefpunkt angelangt und das Säckle leer ist, dann kann man sich eben auch mal plötzlich keine Wurmkur mehr für die Draußenkatze leisten. Das ist eben so, so blöd das auch sein mag !
Übrigens finde ich es klasse, daß Du Deine Katzen trotz Deiner finanziellen Situation versichert hast. Viele können sich das nicht leisten.
Und nicht bei jedem Fitzelchen zum Arzt rennen halte ich für absolut verantwortungslos.
Das sehe ich anders:
Man kann Tiere, genau wie Kinder, auch übervorsichtig behandeln.
Verspringt sich eines meiner Tiere mal oder niest mehrere Male hinterander, warte ich erstmal 2 - 3 Tage ab und renne nicht überstürzt und hysterisch zum Arzt. Mal ganz davon abgesehen, daß der Besuch beim
Tierarzt meinen Tieren grundsätzlich Stress und Angst bereitet !
Manches reguliert sich auch von selber, gerade die von mir zuvor genannten "Kinkerlitzchen".
Und eine Katze vom gewohnten guten Futter plötzlich auf Aldi Futter herabzusparen ist genauso unverantwortlich. Damit provoziert man geradezu Krankheiten...
Ich habe alle meine Tiere nie ausschließlich mit hochwertigem Futter ernährt. Ich möchte, daß sie einen starken Magen und eine gute Abwehr entwickeln, daher haben sie auch zuvor schon regelmäßig und abwechselnd auch mal Aldi-Futter bekommen. So habe ich das mit all meinen Tieren in den letzten 25 Jahren gehalten und keines ist frühzeitig an sonderbaren Krankheiten verstorben.
Ich weiss, daß hier die Ansichten gerade bezüglich der Fütterung stark variieren, aber ich habe meinen Weg diesbezüglich gefunden und werde futtertechnisch hier keine Diskussion vom Zaun brechen.
Wie gesagt, man muss sich immer auf bestimmte Lebenssituationen einstellen. Und Katzen sind nicht einfach niedere Lebewesen, an denen man rumspart... Über Kosten muss man sich vorher im Klaren sein, nicht erst, wenn es zu spät ist.
Das klingt so als wenn ich meine Tiere als niedere Lebewesen betrachte. Aber ich gehe mal davon aus, daß Du das nicht so gemeint hast.
Hallo Testhexe,
Hallo Nicole,
hmm, genauso wenig wie ich bei der Dame hinter die Kulissen sehen kann, kannst Dus bei mir...
Auch ICH bekomme nun schon lange genug Hartz IV (vorher Sozialhilfe), das heisst: Es IST einfach nichts da, verstehst Du? Kein Geld, das man noch "unterm Kopfkissen liegen hat".
Natürlich kann ich bei Dir nicht hinter die Kulissen schauen, das habe ich auch nicht versucht. Und ja, ich verstehe es sehr gut, wenn die Kassen leer sind, denn meine waren auch schon oft genug mehr als leer !
Ich habe, wie erwähnt, einen Denkansatz geliefert und dazu aufgerufen, nicht gleich mahnend den Finger zu heben und Mitmenschen, denen es finanziell miserabel geht, zu kritisieren.
Es gibt einen hohen Prozentsatz Menschen in Deutschland, die an der Armutsgrenze leben und sich plötzlich selbst eine Wurmkur für ihre Draußenkatze nicht mehr leisten können.
Ich finde das auch nicht okay, aber soll man deswegen diese Katze aus ihrer Umgebung herausreissen ? Ja, logischerweise wäre es physisch gesehen für die Katze vielleicht das Beste, aber ist es das moralisch gesehen auch wirklich ?
Stell Dir vor: Früher, in meiner Kindheit, hatte ich auch einige Katzen, die draußen lebten und keine davon wurde behandelt. Sie haben mich alle adoptiert, wurden von mir gefüttert, kamen hier und da mal schmusen und lebten ihr Leben.
Und wenn diese Menschen ihre Tiere abgeben sollen, weil sie den allgemein geforderten Versorgungsstandard (Wurmkur, teures Futter ) nicht mehr gewährleisten können, müßten sie dann nicht auch ihre Kinder abgeben ?
Kinder bekommen oftmals in diesen Familien auch nur das aller Nötigste. Jeden Tag Spaghetti, uralte Kleidung vom großen Bruder, Hobbies sind zu teuer, etc... Oder sind die Kinder dann plötzlich die "niederen Lebewesen" ?
Wo fängt die Moral an, wo hört sie auf ?
Der Unterschied zwischen einem gerade gut verdienenden arbeitslos gewordenen und einem Langzeithartz IV Empfänger liegt sogar weit auseinander:
DU hättest Dir die letzten Jahre neue Sachen kaufen und was sparen können (mit neue Sachen mein ich jetzt überwiegend Elektrogeräte etc). ICH musste mir das auch schon immer vom Hartz IV absparen!
Nun versuchst Du, hinter meine Kulissen zu schauen. Das gelingt Dir leider ebenso wenig ;-)
Ich werde jetzt hier nicht die finanzielle oder persönliche Situation meiner letzten Lebensjahre auseinanderklamüsern, daran hätte auch sicherlich keiner Interesse.
Aber nur weil ich einen Job hatte, bedeutet das nicht, daß ich nun die dicken Scheine unter dem Kopfkissen oder die teuren Elektrogeräte habe. Mit Sicherheit nicht.
Und noch eins:
Ja, vorausschauend denken, wenn man sich Tiere anschafft. Das ist wichtig, da habt ihr natürlich Recht.
Aber wie kann das ein Mensch sagen, der Kinder hat und Hartz IV bezieht ? Dann sollte man sich doch lieber auch keine Kinder während einer zuvor eventuell glücklichen Ehe anschaffen. Diese Ehe könnte kaputt gehen, der Ernährer zieht von Dannen und dann geht es ab zum Sozialamt.
Sollte man sich dann nicht auch vorausschauenderweise besser keine Kinder anschaffen ??
Oder noch was: Warum lebt man denn
jahrelang von Hartz IV ?
Ist mir auch nicht ganz erklärlich, denn Jobs gibt es auch in der heutigen Zeit genug.
Aber: Dafür gibt es mit Sicherheit auch verschiedene, individuelle Gründe.
Und DAS meine ich: Nicht gleich zetern, den Zeigefinger erheben und andere in der Luft zerreissen, sondern auch mal hinter die Kulissen schauen.