Whisky, Du fehlst...

Diskutiere Whisky, Du fehlst... im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Hi, ich hab bisher bei euch immer nur als Gast Rat und Hilfe gesucht, heute hab ich mich dann angemeldet. Ich mußte gestern die bisher schwerste...
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WhiskyBär

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Hi, ich hab bisher bei euch immer nur als Gast Rat und Hilfe gesucht, heute hab ich mich dann angemeldet.

Ich mußte gestern die bisher schwerste Entscheidung in meinem Leben treffen und obwohl ich weiß, dass sie richtig war, tut es dennoch so verdammt weh....

Wir haben unseren Kater Whisky vor ungefähr zehn Jahren vom Nachbarn "geerbt". Der Räuber ist einfach in unser Leben getreten und hat uns wahrlich unser Herz geraubt. Welch großen Platz er eingenommen hat, merken wir jetzt richtig, weil die Lücke, die er hinterlassen hat einfach riesig ist. Er war damals schon acht Jahre. Der Nachbar war nie daheim und als er mal einen längeren Urlaub angetreten hat, hat er uns gebeten Whisky (der Tag und Nacht draußen war) bitte zu füttern. Das haben wir auch gemacht. Komischerweise wollte er bei uns abends nach dem Fressen nicht raus, sondern hat sich lieber aufs Sofa zum Kuscheln gelegt. Naja, nachdem der Urlaub vorbei war, hatten wir Whisky so ins Herz geschlossen und er uns anscheinend auch, so dass er uns nicht mehr von der Seite gewichen ist und der Nachbar ziemlich leicht entschieden hat uns den Kater zu überlassen.

Whisky hat die letzten zwei Wochen immer schlechter gefressen und dann seit letzter Woche Samstag gar nicht mehr. Anfangs dachte ich mir noch nichts dabei. Am Sonntag hab ich dann festgestellt, dass seine Ohren gelblich waren und auch sein Zahnfleisch gelblich blaß. Am Montag sind wir dann umgehend zum Tierarzt. Der hat sofort Blut genommen und mich schon darauf vorbereitet, dass mit der Leber wohl was nicht stimmt. Er hat ihm noch eine Infusion verpaßt und ein Appetitanreger. Er hat uns noch ein spezielles Leberdiätfutter mitgegeben und noch so ein Tonicum zum Einflößen. Bis Mittwoch mußten wir auf die Ergebnisse warten und er fraß immer noch nichts. Hölle sag ich euch! Whisky's Leberwerte waren grottenschlecht, sämtliche Enzyme um das dreifache erhöht und im Lauf dieser Tage wurde er immer gelblicher und schwächer. Gestern sind wir wieder hin und bei der nächsten Untersuchung hat sich der anfängliche Verdacht bestätigt. Einen deutlich spürbaren Lebertumor. Der Tierarzt hat uns dann sehr schonend beigebracht, dass wir freilich Infusionen geben können, wir damit Whisky's Leben aber nur um ein paar Tage verlängern würden und es keine Hoffung gibt. Und dann steht man da.. soll er leiden nur dass ich ihn noch ein paar Tage um mich habe? Ist das egoistisch? Würde er es verstehen? Tausend Gedanken gehen einem da durch den Kopf. Der Tierarzt hat uns dann noch Zeit gegeben unsere Entscheidung zu bereden. Wir wußten, dass es eigentlich nichts mehr zu entscheiden gibt.

Jetzt geht es ihm hoffentlich gut und ich hoffe, er verzeiht mir...

Sorry für das durcheinander.
 

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  • Whisky, Du fehlst... Beitrag #2
Hallo WhiskyBär,

es tut mir sehr, sehr leid! Aber sei Dir sicher, es gibt da nichts zu verzeihen, Dein Whisky ist Dir mit Sicherheit sehr dankbar für Deine liebevolle Entscheidung. Einige Tage sein Leben zu verlängern, damit er dann diese Tage qualvoll zubringen muss, hätte er sicherlich nicht vorgezogen. Jetzt hat er keine Schmerzen mehr und er ist von Dir gegangen in der Gewissheit, wie sehr Du ihn geliebt hast.

Fühl Dich gedrückt
 
  • Whisky, Du fehlst... Beitrag #3
Whisky, inzwischen bist Du sicher gut über die Regenbogenbrücke gekommen und tollst mit den anderen Mietzen rum! Ich hoffe, es geht Dir gut da drüben.

Mein Beileid an Euch, ich kann Euch sehr gut verstehen.. Es war die richtige Entscheidung und Whisky ist Euch bestimmt sehr dankbar, dass ihr ihn erlöst habt!
Fühlt Euch gedrückt!

Traurige Grüße,
Tina
 
  • Whisky, Du fehlst... Beitrag #4
Auch von mir ein trauriges Hallo :cry:,

Als ich eben Whisky's Geschichte gelesen habe, musste ich sofort an die Katze meiner Mutter denken. Sie war 20 Jahre alt, hatte zwar keinen Tumor, aber eben das Alter. Nach einem einmaligen Päppelversuch haben wir uns auch entschieden, sie gehen zu lassen. Ich weiß, wie schwer die Entscheidung über Leben und Tod eines geliebten Tieres ist, und ich kann nur sagen, es ist/war das richtige. Du hast den letzten Liebesdienst erwiesen.

Whisky wird immer eine Lücke hinterlassen. Aber aus dem Schmerz wird mit der Zeit eine bittersüße Erinnerung. Irgendwann kannst Du an ihn denken, ohne dass dir die Tränen in die Augen schießen. Aber das dauert noch. Lasse dir die Zeit, die Du brauchst.

Whisky, Du bist inzwischen im Regenbogenland, wieder jung und gesund. Grüße alle unsere Sternenkatzen. :cry:

Traurige Grüße

Moni
 
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