Hallo ihr Lieben,
gestern, am 12.8. hätten wir eigentlich abends um 18 Uhr einen Termin bei der TÄ gehabt um Trixie von ihrem Leiden zu erlösen. Sie frass schon seit Tagen nichts mehr und ich habe gemerkt, sie wollte gehen.
Doch es kam anders - Gott sei Dank.
Am 12.8. vormittags kuschelt ich mit ihr auf dem Sofa. Ich wollte die letzten Stunden ganz intensiv mit ihr verbringen. Den Haushalt ließ ich links liegen. Der war jetzt erstmal egal. Der konnte warten.
Ich bettet sie also aufs Sofa, dort hat sie so gern gelegen. Tat ihre große Kuscheldecke drunter, ein großes Handtuch und ganz oben drauf noch eine Wickelunterlagen - wie man sie auch für Babys nimmt.
Dann legte ich vorsichtig meine Trixie darauf. Legte mich ebenfalls aufs Sofa und krault und bürstet sie. Zwischendurch putzte ich ihr noch den Popo.
So lagen wir ewig da. Zwischendurch schnurrte sie mal und immer wenn ich mit ihr redete gab sie so Laute von sich, als wenn sie mir antworten möchte. Wer weiß, vielleicht hat sie es auch getan.
Gegen 13:40 fing sie zu krampfen an. Ich war total verzweifelt und wusste nicht wasich jetzt tun sollte. Schnell rief ich bei der TÄ an. Ich soll jetzt schon kommen und nicht erst auf den Abend warten - sagte man mir dort.
Mein Mann war im Büro, der konnte nicht kommen. Ergo rief ich meine Freundin an. Sie musste erst mal ihren Sohnemann ins Auto verfrachten und hätte dann noch 1/2 Std. Fahrt gehabt. Dann wäre sie bei mir.
Das Krampfen bei Trixie wurde schlimmer. Es ging durch den ganzen Körper. Dann spuckte sie gelben dicken Schleim. Ich putzte sie ab und sie sah mich an. Auf jeden Fall waren ihre Augen auf mich gerichtet. Danach spuckte sie nochmal und plötzlich wurde ihr Köpfchen schwach.
Ich putzte sie wieder ab - der Schleim hing ja noch an ihrem Mäulchen - doch sie reagierte gar nicht mehr.
Es war vorbei. Sie erfüllte sich den Wunsch selbst zu gehen. Sie wollte nicht beim
Tierarzt sterben, in diesem sterilen Raum, in dieser ungewohnten Umgebung. Sie starb am 12.8. um 13:45 Uhr.
Ich tastet sie ab, ob ich noch Herzbewegung wahrnahm, doch es war nichts mehr da. Sie lag nun ganz still da. Und ich heulte Rotz und Wasser.
Beim
Tierarzt sagte ich natürlich den Abendtermin ab. Meine Freundin kam trotzdem, auch nur ganz kurz.
In kürzester Zeit kühlt ihr kleiner geschwächter Körper, dermal gerade 2 kg auf die Waage brachte ab und ca. 1 1/2 Std. später war sie auch schon starr.
Gegen 17 Uhr kam dann ein Angestellter der
Firma Anubis. Dort will ich sie einäschern lassen und ihre Urne dann in mein Atelier stellen. Denn dort war auch ihr Zimmer. Dort befand sich Ihr Katzenfenster mit ihrer Leiter in den Garten. Oft saß sie dort und schaut mir auch einfach nur beim Malen zu, oder sonnte sich auf der Fensterbank.
Mit dem Angestellten wickelte ich dann die Formalitäten ab und übergab ihm dann meine Trixie. Vorher wickelte ich sie noch in ihre Lieblingsdecke ein. Trug sie zum Bestattungsauto und verabschiedete mich nochmal von ihr.
Während ich diesen Roman hier schreibe muss ich wieder so weinen. Meine Trixie fehlt mir so.
LG
Conny