Warum können wir das nicht?

Diskutiere Warum können wir das nicht? im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; http://nachrichten.t-online.de/c/19/68/57/60/19685760.html Das ist schlimm genug und meine Hassgefühle reichen weiter als sich irgendwer...
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #1
K

Knuddelmiez

Gast


Das ist schlimm genug und meine Hassgefühle reichen weiter als sich irgendwer vorstellen kann. Aber: die Russen reagieren wenigstens! Bei uns hätte es höchstens eine Geldstrafe gegeben und wegen des betrunkenen Zustands womöglich noch nicht einmal das (oder nur eine sehr kleine). Das kotzt mich immer wieder dermaßen an :evil:
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #2


Das ist schlimm genug und meine Hassgefühle reichen weiter als sich irgendwer vorstellen kann. Aber: die Russen reagieren wenigstens! Bei uns hätte es höchstens eine Geldstrafe gegeben und wegen des betrunkenen Zustands womöglich noch nicht einmal das (oder nur eine sehr kleine). Das kotzt mich immer wieder dermaßen an :evil:

Ich kann mir das vorstellen! Mir geht es auch so.
:evil:
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #3
Warum wir das nicht können? Ganz einfach, egal was passiert, es wird immer nach Gründen gesucht, die den Täter zu der Tat veranlasst haben. Und dann kommen Entschuldigungen von wegen schwere Kindheit, Suff oder Drogen. Nach den Opfern fragt beinahe keiner. :twisted:
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #4
Ja, plus, das bei uns Tiere per Gesetz im Grunde nicht mehr wert sind als ihr "Sachwert" :evil: und geringfügige Sachbeschädigung wird nun mal nur geringfügig geahndet... Zum heulen.. :(
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #5
Äh... na ja... ich will den Täter jetzt ja nun wirklich nicht in Schutz nehmen.
Aber in dem Artikel stand auch, das der Vater völlig betrunken gewesen sei. Wer sich mal ein klein wenig mit dem Thema Alkohol in Russland beschäftigt, der wird bemerken das dies dort ein ganz grosses Problem ist. Ich denke einfach mal, das dieser Vater solch eine Tat unter normalen Umständen wohl niemals getan hätte. Aber solange das Thema Alkohol (genau wie bei uns das Thema Drogen) immer nur ignoriert wird, kann sich langfristig gesehen leider nichts an den Verhältnissen bessern. Da werden auch harte Strafen nichts daran ändern.
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #6
das kann man so nicht sagen,... immerhin reden sich vor gericht viele raus mit: ich war betrunken!
dabei hatten die dann vllt 0,5 promille oder so...
und mal ganz ehrlich: wer sich so besäuft, dass er sich nicht mehr unter kontrolle hat und dann mist baut, gehört bestraft.. schon alleine, weil man sich in diesen zustand gesoffen hat.

ich trink auch nciht oft was, nur wenn dann richtig, aber man sollte doch merken, wanns genug ist...
bei alkoholismus sollte es auch irgendwann klick im kopf machen... bei diesem typen hat es das wohl jetzt hoffentlich...
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #7
Ich habs einfach satt, dass Akohol immer wieder als Entschuldigung genommen wird. Ist doch ganz einfach - ich bin besoffen und weiß nicht mehr, was ich tue. Sorry, aber selbst mit 2,4 Promille (in meinen Jugendjahren gabs das) war ich noch halbwegs bei Sinnen und wusste zumindest, was ich will und was nicht. Es gibt dann nur Dinge, die ich im Suff eben nicht kann. Und Du kannst mir nicht erzählen, dass jemand, der im Suff so grausige Dinge tut, nicht auch normal so veranlagt ist. Den muss man dann nur entsprechend reizen; im Suff ist halt die Hemmschwelle niedriger, das ist alles. Ganz abgesehen davon muss man irgendwo auch mal ansetzen. Man muss auch einfach mal klar machen, dass Suff und Drogen nicht länger Ausreden für "schlechtes Verhalten" sind - jeder ist für sich und seine Taten selbst verantwortlich und sofern man nicht auch nüchtern geistig umnachtet ist, ist man auch selbst dafür verantwortlich, dass man sich besäuft und folglich sollte man dann auch für seine Taten unter Suff zur Rechenschaft gezogen werden.

Ferner geht es mir gar nicht um die beschriebene Tat an sich sondern einfach darum, dass es eben dort eine schmerzhafte Strafe gegeben hat. DAS vermisse ich hier.
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #8
Hallo,

von der russischen Justiz habe ich - vorsichtig gesagt - nicht immer den besten Eindruck. In diesem Fall freue ich mich allerdings, daß bei einer solchen Tat härter durchgegriffen wurde als man es aus Deutschland kennt. Besoffen oder nicht sollte bei Taten gegen Leib und Leben nicht zu einer deutlich milderen Strafe führen. Auch nicht, wenn die Gewalt gegen Tiere gerichtet war.

Verhindern kann man solche Taten durch härtere Strafen zwar nicht. Die Strafe sollte dennoch in einer angemessenen Relation zur Tat stehen. Dies ist bei uns meistens nicht der Fall und es entsteht tatsächlich der Eindruck, daß die Gerichte mit den Tätern zu sehr kuscheln (wenn diese niederträchtigen Feiglinge überhaupt mal dingfest gemacht werden).

Ich hatte selbst das "Vergnügen" mit einem Tierquäler. SEHR STARK VERKÜRZT: Bei der ersten Tat konnte er sich herausreden. Bei der zweiten lagen eindeutige Beweise vor. Er hatte ganz bewußt und gezielt (nüchtern) auf eine Katze mit seinem Luftgewehr geschossen und sie dabei so schwer verletzt, daß sie trotz intensiver Bemühungen des Tierarztes eingeschläfert werden mußte.

Urteil vor dem Amtsgericht: 90 Tagessätze Geldstrafe (also vorbestraft) an den Tierschutz, Begleichung der Tierarztkosten (wurde ihm quasi für den Zivilprozeß auferlegt), Übernahme der Prozeßkosten, Einbehaltung des Luftgewehrs. Eigentlich schon ein mildes Urteil, aber wenigstens vorbestraft. Als ein Signal.

Urteil nach Berufung vor dem Landgericht: Reduzierung der Geldstrafe auf 1000 € (Tagessätze habe ich nicht mehr genau im Kopf) und damit auch keine Vorstrafe. Der Rest blieb bestehen. Ein Satz des Richters vor dem Landgericht blieb mir in besonderer Erinnerung: "Der Angeklagte sei bisher unbescholten und diese Tat solle nicht zum Horrortrip für ihn werden......." Der Richter bezog sich mit diesem Satz darauf, daß wir für eine Berichterstattung in der örtlichen Presse gesorgt hatten. Deswegen mußte sich der Täter einige Beschimpfungen am Telefon und im Dorf anhören und war angeblich gestraft genug. Ein Richter zum Kuscheln mit viel Verständnis...... Ehrlich gesagt, hätte ich ihm auch gerne den Scheitel nachgezogen. Geht natürlich nicht. Aber es steigt eine sehr große Wut in einem auf bei dieser Nachsicht.

Gruß
K.Ralle
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #9
:shock: Das ist krass.

Knuddelmietz hat Recht. Ich für meinen Teil kann noch so voll sein. (was durchaus mal vorkommt) Ich hab dann zwar nen Gehfehler und kann nicht mehr geradeaus sprechen ABER ich weiß immernoch, was ich will und würde niemals SOLCH eine Scheiße machen.
Ich kenne genug Leute, die durch Alkohol agressiv werden. Deshalb ist meine Meinung:
Wer unter Alkohol nicht mehr zurechnungsfähig ist und es trotzdem immer wieder übertreibt, gefährdet absichtlich sich und seine Mitmenschen und gehört erst Recht bestraft.

Sagt man nicht immer: Kinder und betrunkene sind die ehrlichsten Menschen? Wenn man betrunken ist, sagt man nur Dinge, die man sowieso denkt, das aber in nüchternem Zustande niemals zugeben würde.

Ich finde es schlimm, wie man sich als Verbrecher in Deutschland aus der Affäre ziehen kann. Es kotzt mich so dermaßen an.
Da kommt einer und sticht auf seine Frau ein. Und wenn es eng wird, fallen den Leuten die dollsten Dinger ein um sich da rauszuwinden.
Vorallem die Verteidiger... "mein Mandant ist Psychisch nicht normal bla bla blubb" Und schon fällt die Strafe nicht so hart aus.
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #10
so seh ich das auch... immerhin springt eine flasche bzw ein glas nicht selbst vom tisch an den mund und kippt sich da rein...
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #11
Ganz genau!
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #12
Zu "Gute" halten muss man solchen Menschen meiner Meinung nach nur eins:

Alkohol (oder auch Drogenmißbrauch) ist eine Krankheit - wer also wirklich nur säuft, weil er eben nicht aufhören kann, gehört bedauert. Was meiner Meinung nach aber nicht ausschließt, trotzdem voll bestraft zu werden!!

Wenn ein Drogenabhängiger seine Drogen verkauft, um sich den Eigenkonsum leisten zu können, wird er gleich doppelt und dreifach bestraft. Er geht jahrelang in den Bau, gibt sein Führerschein ab und bekommt (wenns blöd kommt) nicht mal mehr ordentliche Medis, wenn er wirklich mal krank ist.

Warum sollte es bei Alk anders sein?? - Entzug kann der Kranke auch im Knast machen. Und da ist die Chance, dass er sofort rückfällig wird wenigstens noch gering/überschaubar...
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #13
Zu "Gute" halten muss man solchen Menschen meiner Meinung nach nur eins:

Alkohol (oder auch Drogenmißbrauch) ist eine Krankheit - wer also wirklich nur säuft, weil er eben nicht aufhören kann, gehört bedauert. Was meiner Meinung nach aber nicht ausschließt, trotzdem voll bestraft zu werden!!
Das hat eigentlich nichts mit "zu Gute halten" zu tun. Die Alkoholkrankheit ist eine richtig schlimme Sache, eine schwere Krankheit, bei der langfristig nicht nur innere Organe schwer geschädigt werden, sondern sich auch die Psyche eines Menschen total verändert. Solche Menschen brauchen ganz dringend Hilfe, aber ganz gewiss brauchen sie niemand der sie bedauert.
Um ehrlich zu sein, ich habe keinerlei Verständnis für das, was einige hier so leichtfertig von sich geben, ohne auch nur die kleinsten Hintergründe zu kennen. :-| Ich habe das Gefühl das manche gar nicht wissen wovon sie eigentlich reden. :-?

Wenn ein Drogenabhängiger seine Drogen verkauft, um sich den Eigenkonsum leisten zu können, wird er gleich doppelt und dreifach bestraft. Er geht jahrelang in den Bau, gibt sein Führerschein ab und bekommt (wenns blöd kommt) nicht mal mehr ordentliche Medis, wenn er wirklich mal krank ist.

Warum sollte es bei Alk anders sein?? - Entzug kann der Kranke auch im Knast machen. Und da ist die Chance, dass er sofort rückfällig wird wenigstens noch gering/überschaubar...
Das mit den Drogen ist ja auch so eine Sache. Der Staat selbst ist absolut unfähig seine Bürger vor Drogen zu schützen und das obwohl seit vielen Jahren die Ursprungsländer eigentlich bekannt sind und man ganz genau weiss woher die Drogen kommen. Aber getan wird rein gar nichts. Lieber lastet man die gesamte Schuld den Leidtragenden dieser untragbaren Zustände an. Ist ja auch einfacher und dazu noch viel bequemer. Und mit dem Alkohol ist es ganau das Gleiche. Ich selbst habe mal eine ganze Weile bei einen Psychater gearbeitet, der unter anderen auch Entzugsberatung bei Alkohol- und Drogenkranken angeboten hat und für viele Drogenkranke Anlaufpunkt im Methadonprogramm war. Ganz ehrlich, ihr macht es euch alle viel zu einfach. Alkoholkrankheit ist eine verdammt schlimme Sache... das hat auch nichts mit "mal eben einen über den Durst trinken" zu tun. Alkohol auf Dauer und in gewissen Mengen, zerstört neben den Körper auch die gesamte Persönlichkeit eines Menschen.

Russland hat seit vielen Jahrhunderten ein ganz enormes Alkoholproblem und auch da wird so gut wie nichts unternommen. Ich empfehle diesbezüglich, mal die Stichwörter "Russland" und "Alkohol" bei Google einzugeben. :-|
Hier mal einige Zahlen:
85 Prozent der russischen Männer trinken regelmäßig. Experten gehen davon aus, dass der tatsächliche Verbrauch bei 15 bis 19 Litern liegt. Für Russen zwischen 25 und 54 Jahren ist Trunksucht die häufigste Todesursache, vor allen anderen Krankheiten. :shock: Etwa 500.000 Menschen sterben in Russland jährlich an Alkoholmissbrauch. Die Statistik zeigt für Russland auch eine erschreckend niedrige Lebenserwartung. Sie beträgt nur 59 Jahre für Männer und 72 Jahre für Frauen - das sind etwa 20-25 Jahre weniger als in Deutschland. :shock:

Aber vielleicht sind all diese Menschen ja einfach selber schuld. Müssen sich halt einfach mal zusammenreissen und dann geht das schon. Oder der Staat greift endlich mal härter durch und verfrachtet alle Trinker in sibirische Arbeitslager. Vielleicht wird sich dann endlich etwas ändern. :roll:
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #14
Ich kriege regelmäßig die Krise, wenn ich was lese über Mißhandlung von Tieren, oder wie jetzt zur Urlaubszeit, das Aussetzen von Tieren. Diese Woche ist mir auch wieder eine Geschichte zu Ohren gekommen. Da hat jemand an der Straße eine Mieze einfach aus dem Auto geworfen. :evil:
GottseiDank hat das ein Mitmensch gesehen und das Tierchen gerettet. Selbiges hat erheblichen Schaden davongetragen und ich bin gespannt, wie sich die Miez entwickelt. (daumendrück)

Ich finde es irrwitzig, daß Alkohol im Blut als Rechtfertigungsgrund herhalten kann, wenn man sich wie die Axt im Walde benimmt. Jeder ist für seine Taten selbst verantwortlich!! und sollte gefälligst so viel Arsch in der Hose haben, um dafür gerade zu stehen. Und das gilt m. E. sowohl für Taten gegenüber Tieren als auch gegenüber Menschen.
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #15
Ich kriege regelmäßig die Krise, wenn ich was lese über Mißhandlung von Tieren, oder wie jetzt zur Urlaubszeit, das Aussetzen von Tieren. Diese Woche ist mir auch wieder eine Geschichte zu Ohren gekommen. Da hat jemand an der Straße eine Mieze einfach aus dem Auto geworfen.
Sorry, aber ich glaube nicht das wir uns jetzt seitenweise über Horrorstorys ausheulen müssen. :neutral:
Meine Meinung ist halt nur, das man sich nicht einerseit gegen begangenes Unrecht an Tieren aussprechen kann, wenn an andererseits menschliches Leid komplett ignoriert.
Ich finde es irrwitzig, daß Alkohol im Blut als Rechtfertigungsgrund herhalten kann, wenn man sich wie die Axt im Walde benimmt. Jeder ist für seine Taten selbst verantwortlich!! und sollte gefälligst so viel Arsch in der Hose haben, um dafür gerade zu stehen. Und das gilt m. E. sowohl für Taten gegenüber Tieren als auch gegenüber Menschen.
Sag mal wie bist du denn drauf??? :shock: Also jetzt mal ganz ehrlich... das sind doch lediglich Stammtischparolen, wenn einige immer meinen das man vor Gericht nur Alkohol als Ausrede anführen muss und schon wird man von allen Taten freigesprochen. Wer das nicht glaubt, braucht doch nur mal im betrunkenen Zustand mit dem Auto einen Menschen anzufahren und dann vor Gericht noch frech mit den Schulter zucken. :roll:

Aber wie ich schon sagte, wir reden hier in diesen Fall von den unsäglichen Zuständen in Russland und nicht davon das irgendjemand in Deutschland mal ein paar Glas zuviel getrunken hat. :shock:
Ich habe diesbezüglich einige Fakten aufgezählt, auf die du noch nicht einmal ansatzweise eingegangen bist.
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #16
Sorry, aber ich glaube nicht das wir uns jetzt seitenweise über Horrorstorys ausheulen müssen. :neutral:
Meine Meinung ist halt nur, das man sich nicht einerseit gegen begangenes Unrecht an Tieren aussprechen kann, wenn an andererseits menschliches Leid komplett ignoriert.

Hallo aLuckyGuy,

Ausgangspunkt dieser Diskussion war die Meldung über den betrunkenen Russen. Ob er richtiger Alkoholiker ist und inwieweit es bei der Urteilsfindung eine Rolle gespielt hat, daß es sich vor den Augen eines Kindes abgespielt hat, weiß hier niemand. Eine allgemeine Diskussion über das Alkoholproblem der Russen ist hier - glaube ICH zumindest - nicht nötig. Alkoholismus ist natürlich eine Krankheit. Das ist gar keine Frage.

Es geht hier in meinen Augen hauptsächlich darum, daß ALLGEMEIN (ob nüchtern oder besoffen ist dabei untergeordnet) viele Leute es als grobes Unrecht empfinden, wenn niederträchtige Tierquäler bei uns oftmals mit Samthandschuhen angefaßt werden und es zu keinen ernsthaften Sanktionen kommt. Das ist nicht der Ruf nach "Rübe ab" oder nach der Einführung von sibirischen Verhältnissen in Deutschland.

Ich habe mich (falls ich angesprochen war) hier keinesfalls ausgeheult. Es war die nüchterne Schilderung eines Falles, der mir vor ein paar Jahren widerfahren ist und bei dem ich den Eindruck hatte, daß das Leiden der Tiere letztendlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Vermutlich hatte der Täter sogar noch mehr Katzen auf dem Gewissen, die in seiner näheren Umgebung spurlos verschwunden waren. Vermutungen zählen vor Gericht natürlich nicht. Dieser Mensch ist ganz gezielt vorgegangen. Einziges Vergehen der Katzen: "unbefugtes Betreten des Gartens." Ein solches Beispiel darf in einer Diskussion wohl angeführt werden.

Doch noch ein kurzes Wort zu den Alkoholikern. Wer wirklich abhängig ist, braucht Hilfe. Viele wird man nur mit guten Ratschlägen nicht mehr erreichen können. Da braucht es manchmal erst richtige Einschläge, damit ansatzweise etwas im Leben geändert wird. Dazu gehören in meinen Augen dann auch konsequente Bestrafungen, wenn im Suff derartige Taten erfolgen.

Daß man vor Gericht nur sagen braucht: "Ich war betrunken", um straffrei zu bleiben, hat niemand geschrieben.

Gruß
K.Ralle
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #17
@ K.Ralle: DAS kann ich in jedem einzelnen Punkt unterschreiben!

LG
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #18
Ausgangspunkt dieser Diskussion war die Meldung über den betrunkenen Russen. Ob er richtiger Alkoholiker ist und inwieweit es bei der Urteilsfindung eine Rolle gespielt hat, daß es sich vor den Augen eines Kindes abgespielt hat, weiß hier niemand. Eine allgemeine Diskussion über das Alkoholproblem der Russen ist hier - glaube ICH zumindest - nicht nötig. Alkoholismus ist natürlich eine Krankheit. Das ist gar keine Frage.
Nun ja... nachdem aber der übermässige Alkoholkunsum in Russland immerhin eine nicht unbedeutende Rolle zu spielen scheint, ist es meiner Meinung nach doch nur recht und billig, das man sich auch einmal darüber unterhält.

Es geht hier in meinen Augen hauptsächlich darum, daß ALLGEMEIN (ob nüchtern oder besoffen ist dabei untergeordnet) viele Leute es als grobes Unrecht empfinden, wenn niederträchtige Tierquäler bei uns oftmals mit Samthandschuhen angefaßt werden und es zu keinen ernsthaften Sanktionen kommt.
Das mag in vielen Fällen ja auch leider so sein. Für mich stellt sich halt nur die Frage, ob es sich in dem betreffenden Fall tatsächlich um einen unverbesserlichen Tierquäler handelt, oder vielleicht doch eher um einen vom Alkohol stark gezeichneten Menschen. Natürlich kann man es nicht mit Sicherheit sagen. Schliesslich kennen wir diesen Menschen nicht persönlich und wir waren auch nicht bei der Verhandlung anwesend. Letztlich können wir alle nur mutmaßen, aber genau das ist für mich auch der entscheidene Punkt.

Das ist nicht der Ruf nach "Rübe ab" oder nach der Einführung von sibirischen Verhältnissen in Deutschland.
Klang für mich halt ein wenig danach. Immerhin gehen ein Großteil aller Diskussionen zu diesen Thema ja in genau diese Richtung. Ich nennne einfach mal einige Klischees... die Polizei ist blind und tut nix, die Gerichte sind alle viel zu sozial, die Richter haben allesamt viel zu viel Verständnis mit den Tätern und die Gefängnisse sind die reinsten Kurkliniken. Das es in Wahrheit aber vielleicht einfach nur an den bestehenden Gesetzen liegen könnte... Gesetze die von Parteien und Politikern geschaffen worden sind, die man unter Umständen selber mit gewählt hat, daran denkt offenbar niemand.

Ich habe mich (falls ich angesprochen war) hier keinesfalls ausgeheult. Es war die nüchterne Schilderung eines Falles, der mir vor ein paar Jahren widerfahren ist und bei dem ich den Eindruck hatte, daß das Leiden der Tiere letztendlich nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat.
Nein, eigentlich meinte ich dich auch nicht. :smile:

Doch noch ein kurzes Wort zu den Alkoholikern. Wer wirklich abhängig ist, braucht Hilfe. Viele wird man nur mit guten Ratschlägen nicht mehr erreichen können. Da braucht es manchmal erst richtige Einschläge, damit ansatzweise etwas im Leben geändert wird. Dazu gehören in meinen Augen dann auch konsequente Bestrafungen, wenn im Suff derartige Taten erfolgen.
Jepp... da hast du vollkommen recht. Bei dem was man zu diesen Thema im Internet lesen kann, habe ich halt nur das Gefühl das der russische Staat sich des grossen Problems entweder gar nicht bewusst ist, oder das diese Probleme ganz bewusst unter dem Teppich gekehrt werden. Natürlich gehört eine Bestrafung dazu, aber der Staat hat meiner Meinung nach auch eine Verantwortung, seine Bürger vor übermässiger Gesundheitsgefährdung zu schützen. Und da sehe ich diesbezüglich ein Ungleichgewicht wie es grösser nicht sein kann.
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #19
Doch noch ein kurzes Wort zu den Alkoholikern. Wer wirklich abhängig ist, braucht Hilfe. Viele wird man nur mit guten Ratschlägen nicht mehr erreichen können. Da braucht es manchmal erst richtige Einschläge, damit ansatzweise etwas im Leben geändert wird. Dazu gehören in meinen Augen dann auch konsequente Bestrafungen, wenn im Suff derartige Taten erfolgen.


Also ich muss jetzt auch mal was sagen.
alkoholiker brauchen hilfe???? wie wär es mit den kindern der alkoholiker die brauchenhilfe, ich weiß das, weil meine mutter (alkholikerin) wurde nie bestraft das sie meinen bruder ins komma verprügelt hat. im krankenhaus hab ich es der polizei erzählt und niemand glaubte mir sondern meiner mutter die sagte mein bruder sei von der treppe gefallen. ich war wegen meiner mutter 7mal im krankenhaus und wurde 5mal wegen ihr operiert, hat uns ihrgend jemand geholfen? NEIN!!! niemand!!! sie hat uns oft verprügelt und sogar öfters gefoltert, ich habe bis heute noch narben wo sie mir die zigaretten an meinen arm ausgedrückt hat und das sie uns im kofferraum in einen wald gefahren hat und uns dort ausgesetzt hat interessierte auch niemand.
Ok ich bin irgendwann ins heim gekommen, aber kein fremder hat uns rausgeholfen sondern ICH (damals 13jahre alt) rief den krankenwagen und sorgte das meine mutter in die klinik kam.

Zu "Gute" halten muss man solchen Menschen meiner Meinung nach nur eins:

Alkohol (oder auch Drogenmißbrauch) ist eine Krankheit - wer also wirklich nur säuft, weil er eben nicht aufhören kann, gehört bedauert. Was meiner Meinung nach aber nicht ausschließt, trotzdem voll bestraft zu werden!!

ich kann es nicht mehr hören, oh du armer du trinkst du machst dir dein leben kapputt! oh deine mutter kann nichts dafür sie ist eine alkoholikerin, dass sie dir nicht geholfen hat als du von deinem stifvater vergewaltigst wurdest und dir sogar an die vergewaltigung die schuld gab und sie wollte nicht deinen bruder töten als sie ihn überfahren hatte.
HÖRT BITTE DAMIT AUF DIE SCHULDIGEN ZU BEDAUERN, denn die haben es sich selbst verschuldet, die familie dahinter sind die opfer!

Ja, plus, das bei uns Tiere per Gesetz im Grunde nicht mehr wert sind als ihr "Sachwert" und geringfügige Sachbeschädigung wird nun mal nur geringfügig geahndet... Zum heulen.. :(


ihr regt euch über tierschutz auf (was zwar berechtigt ist) aber keiner denkt an die kinder die die zuhause verprügelt werden. die katze wurde getötet um das kind psychisch zu quälen!

was ist mit dem kind, die sich das ansehen musste? wenn ein mensch so ausrasstet dauert es nicht lange bis er sein kind tot prügelt! Fragt da mal jemand nach? Nö, sch... auf das kind das wird mal schnell wieder vergessen


Sorry das ich so forsch das sage aber mit platz der kragen


und ich will hier keine bedauerung! ich will das jeder mal ein bisschen mehr schaut was in seiner nachbarschaft abgeht und nicht immer sagt "ich misch mich da nicht ein". wenn man jemanden fragt was er tun würde wenn ein kind verprügelt wird dann heißt es "ich würde helfen" aber wenn dann in der nebentür das kind immer schreit als würde es gleich abgestochen werden dann hilft niemand und jeder sagt das "geht mich nichts an!"
 
  • Warum können wir das nicht? Beitrag #20
@ aLuckyGuy:
1. Ich habe mich in meinem Posting überhaupt nicht auf Deine Aussagen bezogen, deswegen überrascht es
mich, daß Du meine Worte derart auseinandernimmst...

2. Quintessenz meiner Aussage ist: Alkohol ist vielleicht eine Erklärung, aber keine Rechtfertigung.

3. Zum allgemeinen oder speziellen Zustand deutscher Judikative oder Exekutive habe ich mich zudem auch in keinster Weise gäußert.

4. Weiterhin: Fehler sind menschlich. Es ist allerdings dringend wünschenswert, daß der Mensch an sich zu seinen Fehlern steht.

5. Und wenn ich über eine "Horrorstory" entsetzt bin, weil sie in meinem direkten Umfeld passiert ist - pardon, da ist es mein gutes Recht, darüber erschrocken zu sein und dies kundzutun. Punkt.

So Leute. Und jetzt sollten wir uns langsam wieder ein bißchen entspannen. Ich finde Dispute an sich prinzipiell anregend (wenn sie sachlich bleiben), aber für mich isses jetzt mal gut.
 
Thema:

Warum können wir das nicht?

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