Sorry, wenn ich Dir da hart widersprechen muss.
Die wenigsten Süchtigen (egal ob Drogen oder Alkohol) WISSEN oder WOLLEN wissen, dass sie süchtig sind.
Demnach auch keine "freiwillige" Einweisung.
Erst wenn ein Mensch seine Krankheit ERKENNT, ZUGIBT und darüber NACHDENKT, wird er freiwillig etwas dagegen unternehmen (sofern ihm/ihr noch etwas am Leben liegt).
Warum ich solche Menschen bedaure? Ganz einfach: Sie sind in ihrem "Zustand" genauso viel oder wenig berechenbar wie ein dreijähriges Kind. Mit dem Unterschied, dass sie die Größe/Stärke eines Erwachsenen haben (+ das evtl. Gewaltpotenzial)
Ich weiß nicht, ob Dir klar ist, was das eigentlich für einen erwachsenen Menschen bedeutet?
Stell Dir vor, all Deine näheren Mitmenschen würden Dir "einreden" dass Du krank bist (obwohl Du Dich nicht so fühlst). Würden Dich drängen, nötigen o.ä. Dich einweisen zu lassen, würden Dich gängeln wie ein kleines Kind. Wie würde Dir das gefallen?? Und was am schlimmsten dabei ist: Alle anderen hätten Recht und Du würdest es nur nicht SEHEN!
Ich hab niemals bestritten, dass es eigentlich die Mitglieder der Familie o.ä. sind, die die Leidtragenden sind! Es tut mir auch sehr sehr leid, was Du erlebt hast, versteh mich bitte nicht falsch!! Trotzdem tut mir jeder Süchtige leid! Eben WEIL sie es nicht selbst sehen!
Wenn ein sagen wir mal Epileptiker in Deiner Familie wäre, der in einem Krampfanfall wild um sich schlägt und Dich dabei verletzt, wärst Du DANN auch hinterher wütend auf ihn?? Oder würdest Du Mitgefühl haben, weil Du genau weist, dass er in diesem Moment einfach keine Kontrolle über sich hatte?
Sucht ist GENAUSO eine Krankheit!! Nur meiner Meinung nach wie gesagt, kann man sie behandeln und zwar "relativ einfach". Oder eben unter Zwang!
@A Lucky Guy:
Ich weiß sehr genau, wovon ich spreche - ich war (oder müsste ich sagen, BIN, weil man es ja angeblich ein Leben lang bleibt?) eine von ihnen... Mit dem Unterschied zu vielen anderen, hab ichs irgendwann selbst eingesehen und entsprechend gehandelt!
LG Tina