Sorry das seh ich anders... Wenn man als Gesellschaft nichts gegen so etwas unternimmt oder sich am Todeskampf des künftigens "Essens" aufgeilt darf man ruhig diese kulturen als dementsprechend barbarisch bezeichnen. Ist ja in unserem Kulturkreis ebenso nicht anders, auch wenn das hier getanene natürlich seinegleichen allgemein sucht.
Ich sags nochmal ... wir wissen von den tatsächlichen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten dieser Menschen doch viel zu wenig, als das wir uns erdreisten können, wegen eines winzigen Videos Rückschlüsse auf die Einstellung dieser Menschen gegenüber Tieren zu ziehen. Schau dir mal an wie man in Europa mit Rindern umgeht, wenn sie bsw. per LKW und Schiff kreuz und quer durch halb Europa gekarrt werden, nur um Subventionen abzukassieren. Also ich würde es mir wirklich verbeten, wenn mich jemand mit solchen skrupellosen Geschäftsleuten in eine Schublade steckt.
Handelsbeziehungen zwingen zu Gespräche und KÖNNEN ein erster Schritt zur Öffnung und Änderung sein. Bei Ausgrenzung vertiefen sich die Gräben nur noch.
Ähm ... na ja, ich würde es mal so ausdrücken. Handelsbeziehungen können womöglich unter besonderen Umständen zu Gespräche führen. Aber dazu bedarf es auch den Willen der beteiligten Regierungen und das sehe ich beim Thema China eben nicht so. Ganz im Gegenteil ... ich sehe es schon als Problem, wenn in Europa die soziale Marktwirtschaft immer weiter zugunsten eines Ellbogenkapitalismus zurückgedrängt wird. Aber ein totalitäres Einparteiensystem ohne ausreichend Meinungsfreiheit und ohne ausreichende Arbeitnehmerrechte verbunden mit Arbeitsbedingungen wie zu Zeiten des frühkapitalistischen Industriezeitalters, sind der absolute Supergau. Damit kann man Menschen, die keinerlei Chance haben sich zu wehren, wie Sklaven behandeln und gleichzeitig den grösstmöglichsten Profit scheffeln. Ich meine, das sind doch die Zustände wie sie sich bsw. Arbeitgeberpräsident Hundt und weite Teile der CDU wünschen. So gut wie keine Gewerkschaften, keinerlei Mitspracherecht, ein unerschöpfliches Arbeitsheer, keinerlei soziale Verantwortung der Arbeitgeber, wenig bis keinerlei Umweltschutzauflagen und einiges mehr. Da verlange ich zuallererst von der Regierung meines Landes das sie sich von solchen Dingen distanziert.
Oder nehmen wir mal das Beispiel Tibet. Vor den Olympischen Spielen sagten viele, das die Welt China doch eine Chance geben sollte. Durch die Spiele würden auch sich auch die Verhandlungen in Bezug auf Tibet verbessern. Und was ist passiert ... absolut überhaupt nichts. China hat der Welt den Stinkefinger gezeigt, hat ein wenig mit Dollar und Euroscheinen gewunken worauf unsere Regierung sogar noch eine Verbeugung gemacht und sich bedankt hat.
Aber sorry, es sollte wohl allgemein bekannt sein (wg. gesundem Menschenverstand und so *grins*), dass es kein "gutes" - weil mit Zertifikat - Tropenholz zu kaufen gibt. Auf der sicheren Seite ist man halt nur mit Fichte und Kiefer (und wieder sind die Verbraucher gefordert). Einzig bei der Papier- bzw. Buchproduktion gibt es gewaltigen Nachholbedarf an der gesetzl. Festlegung hierfür kein Tropenholz nutzen zu dürfen. Das Erkennen ist für den Verbraucher wohl nicht möglich. Doch wenn hier das öffentliche Interesse da wäre, traue ich so etwas auch den "Erzkonservativen" zu...
Das öffentliche Interesse ist meiner Meinung doch gerade deshalb nicht vorhanden, weil der normale Verbraucher das Problem gar nicht erkennt. Und eine Partei die keine Prinzipien hat und ihre Politik einzig und allein nach Umfragen und dem eigenen Machterhalt ausrichtet, hat es meiner Meinung nach nicht verdient, das man sie wählt.
Sehe es für die breite Masse eher so: Sind damit aufgewachsen, kennen es nicht anders. Wurde ihnen von den Eltern vorgelebt. Auch unsere Tierschutzansichten sind nicht von heut auf morgen oder schon immer dagewesen.
Ähm ... das klingt für mich so ein wenig nach "früher waren alle Leute dumm und die Tiere haben alle gelitten und nun sind die Menschen schlau und die Tiere leben wie im Paradies". Ich denke immer noch das prinzipiell das Gegenteil richtig ist. Der Umgang mit Tieren in der traditionellen Landwirtschaft ist grösstenteils besser als in der modernen industriellen Massentierhaltung. Das trifft bestimmt auf Deutschland genauso zu wie auf China. Problematisch wird es meiner Meinung nach, wenn wie derzeit in China, eine
ökonomisch veraltete, traditionelle Tierhaltung mit Problemen wie Überbevölkerung und zweistelligen Wirtschaftswachstum, wenn eine arme und rückständig lebende Landbevölkerung mit der zunehmenden Ellbogenmentalität westlichen Wirtschaftsdenkens zusammenprallen.