Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ...

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MeinPeppino

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Im Sommer letzten Jahres habe ich mich entschieden (nachdem mein geliebtes Kaninchen verstorben war) ein Kätzchen bei mir aufzunehmen. Ich wollte nichts überstürzen und dachte, falls ich ein Tier finden sollte, dass kein schönes Zuhause hat und dem ich ein glückliches Leben schenken kann, dann wird das mein Haustier. In einem Anzeigenblatt habe ich dann im Herbst gelesen, dass jemand aus einem Nachbarfort mehrere kleine Katzen abzugeben hat. Ich rief dort an und vereinbarte einen Termin. Als ich mir dann die Tiers anschaute, bekam ich fast einen Schock. Ich kam in ein Haus das mit Hunden, Katzen, Vögeln überfüllt war. Es stank überall und war dreckig. Die Dame wollte mir eine Perserkatze verkaufen aber ich lehnte dankend ab und lief schon zur Türe, als sie ein kleines schwarz-weißes Bündel herholte und mir in den Arm drückte. Ein kleiner Kater, eine ganz normale Hauskatze, keine Rassekatze wie die anderen. Seine Augen waren ganz und verkrustet rot und er hatte Schnupfen. Ich hatte solch eine Wut auf diese Frau, aber das Tier tat mir so leid (er war damals ca. 11 Wochen alt), so nahm ich es kurze Zeit später bei mir auf.
Ich war überglücklich mit meinem “Pepper”! Wir haben seine Erkrankungen konnte ich mit Hilfe meiner Tierärztin heilen und wir hatten jeden Tag einen riesen Spass. Mein Pepper ist eine reine Hauskatze, weil hier wo ich wohne viel zu viele Autos fahren. Ich hielt das auch nie für ein Problem, denn Peppi machte immer einen sehr glücklichen Eindruck. Er stand schon morgens um 6.00h mit mir auf, dann spielten wir noch kurz und er bekam noch ein Leckerli bevor ich mich auf den Weg zur Arbeit machte. Dann hat er sich meist noch mal hingelegt und war immer ganz begeistert, als meine Mutter dann Mittags oft noch mal nach ihm schaute und ihn (an der Leine) mit raus in den Garten nahm. Dort räkelte er sich im Sommer oft stundenlang in der Sonne, auf seiner geliebten Hollywood-Schaukel. Als ich dann am Abend nach Hause kam war er zwar meist noch etwas aufgedreht, das legte sich dann aber schnell, nachdem es was zu Futtern gab und dann noch mal getobt wurde. Ich machte mich oft darüber lustig, dass Peppi pünktlich um 21.45h in seinem Bettchen lag.
Nun ist Pepper ca. 16 Monate alt. Vor einigen Wochen fing er an aggressiver zu werden. Aus Spiel wurde schnell ernst und ich hatte Schwierigkeiten ihm seine Grenzen zu zeigen. Ich machte mir anfangs keine großen Sorgen, das ist als wäre er in der Pubertät, er wird eben Geschlechtsreif... Dann gab es einen Vorfall, der mich richtig nachdenklich machte. Ich war mit meinem Peppi bei meinen Eltern gewesen, er hat dort mit meinem Vater herumgetobt und Leckerlis bekommen und zwischendurch kam er immer mal wieder zu mir und wollte kuscheln, ich habe ihn dann wie immer hoch genommen und mit ihm geschmust, bis er sich dann nach einer Zeit mit einem “Quietschen” beschwerte, dass er wieder runter wollte und so ließ ich ihn erst mal weiter herumtoben und dann ging es wieder nach Hause.
Zuhause angekommen wollte ich ihn noch von der Leine befreien, aber er hatte da gar keine Zeit dafür, er wollte hinter zu seinem Futter. Ich hab ihn hoch, setzte ihn auf einer Bank im Hausflur ab und leinte ihn ab, als er von der Bank runter hüpfte sprang er plötzlich an mir hoch und biss mit voller Kraft in meinen Arm, ich schrie “nein!” und er biss noch zweimal mit voller Kraft zu. Ich war mehr als geschockt, weil er in Angriffslaune weiter vor mir stand musste ich alleine zum eigenen Schutz was unternehmen und so habe ich ihm mit einem Hausschuh einen kräftigen Schlag verpasst. Er ging dann auch und ich verließ den lud dann auch. Mein Kater suchte bisher immer meine Nähe, aber diesmal war er eine ganze Zeit lang verschwunden, er verkroch sich im oberen Flur und erst nach Stunden schien alles wieder normal zu sein, er schnurrte und schmuste, spielte und neckte wie immer. Mein Arm sah (trotz langer Strickweste, die ich trug) übel aus, aber zum Arzt musste ich zum Glück nicht. Ich habe mir dann spezielle Bücher und Bachblüten bestellt und einen Termin mit meiner Tierärztin vereinbart (die leider wegen Urlaub erst in 10 Tagen einen Termin mit mir vereinbaren konnte). Am Freitag, keine Woche später ruft mich meine Mutter weinend auf der Arbeit an, mein Kater hatte sie plötzlich angefallen und nicht mehr von ihr abgelassen, sie war geschockt und musste ihre Wunden ärztlich versorgen lassen. Als ich dann nach Hause kam, fand ich ein süßes Katerchen wieder. Er schnurrte und schmuste und ich verstehe seitdem die Welt nicht mehr. Er hat meine Mutter sehr schlimm verletzt und ich beobachtete ihn ganz genau, suchte Hilfe bei anderen Katzenbesitzern und irgendjemand gab mir den Tipp laut zu fauchen, wenn er etwas tut, was ich nicht möchte und Peppi kam auf mich zu, ich konnte die Situation nicht einschätzen, weil ich dem Tier nicht mehr vertraue. Ich fauchte, als er mir für meine Gefühle zu nah kam und er biss mich daraufhin mit voller Kraft in`s Schienbein, bis Blut floss. Ich schrie wieder “nein!” und er ging nicht weg sondern war wieder in Angriffslaune und ab diesem Moment war klar ich muss sofort etwas unternehmen. Ich schützte mich mit dicker Jacke und Arbeitshandschuhen (mein Kater schmuste mit den Handschuhen und war zu dem Zeitpunkt dann wieder ganz lieb) und steckte ihn erst mal in meinen großen Hasenkäfig. Dann rief ich bei der Vertretung meiner Tierärztin an, die riet sofort zur Kastration und das ließ ich auch am gleichen Tag noch durchführen. Bis gestern Abend war Pepper (nach der OP) in seiner Transportbox, jetzt habe ich ihn wieder in den großen Kaninchenstall gesteckt. Er schaut mich an als verstünde er die Welt nicht mehr und jammert ... Ich streichle ihn durchs Gitter und er kuschelt sich an. Ich könnte nur noch heulen ... Ich liebe dieses Tier über alles, aber ich kann ihm nie wieder vertrauen. Ich traue mir nicht zu, ihn zu therapieren. Trotz alles Bücher und Bachblüten ... Nachdem was er meiner Mutter und mir angetan hat, kann ich das nicht mehr und dafür hasse ich mich selbst. Ich wollte einem armen ungeliebten Tier ein schönes Zuhause geben und bis zu seinem Lebensende für ihn sorgen. Wie soll das jemals wieder funktionieren. Ich habe Angst, dass er jemanden richtig schwer verletzt, wie soll das werden wenn ich ein Baby habe ... Ich kann nicht mehr klar denken, bin nur noch am heulen und wünsche mir eine bessere Lösung für ihn, als ihn einfach einschläfern zu lassen, denn körperlich scheint er ja gesund zu sein.

Wer kann mir helfen??????
 
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  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #2
Wahrscheinlich ist dein Kater so agressiv, weil er in einem verwahrlosten Haus Überlebenskämpfen gewohnt war. Um täglich ans Futter ranzukommen musste er bestimmt Ellenbogen einsetzen.
Vielleicht ist er für die Wohnungshaltung nicht geeignet und sollte als Freigänger austoben.
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #3
Zunächst einmal:

Dass Du ihn mit dem Schuh eins übergebraten hast - unterste Schublade. Klar versteh ich, dass Du in dem Moment geschockt warst, Angst hattest, vielleicht auch einfach überreagiert hast - aber gleiches mit gleichem zu vergelten - no way.

Die Kastration hätte schon viel früher erfolgen sollen - das kann EINER der Punkte sein.

Und was mir auffällt:

Der kleine ist Wohnungskatze OHNE Kumpel. Woher soll er wissen, wie weit er gehen kann/darf??

Ist ja niemand da, der ihn in seine Bahnen lenkt.

Unsere Suse hat (zwar nicht so schlimm, aber ansatzweise) dieses Verhalten auch gezeigt - bis wir ihr einen Kumpel holten. Seit der Zeit reagiert sie sich mit den anderen Mietzen ab und unsere Hände/Arme/Beine sehen wieder gut aus. Keine Kratz- oder Bissspuren mehr.

Allerdings solltest Du Dich entschließen, einen Kumpel für ihn zu holen - bitte achte darauf, dass es ein gut sozialisiertes Tier mit starkem Selbstbewusstsein ist - es muss sich durchsetzen können bei Deinem Kater!!
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #4
Und wieder einmal rate ich dazu, den Beitrag von Felice schlicht zu ignorieren *sorry*. Aber jemand, der auf Probleme derart reagiert, sollte vielleicht besser keine Ratschläge geben :roll:

Ich kann mich Testhexe nur anschließen: 1.) die Kastration erfolgte viel zu spät. 2.) Dein Kater braucht einen bestens sozialisierten und annähernd gleich alten Spielgefährten, mit dem er sich austoben und von dem er seine Grenzen aufgezeigt bekommen kann. 3.) NIEMALS ein Tier schlagen! DAS verdirbt das Vertrauensverhältnis nachhaltig! Dass Du kein Vertrauen mehr hast, sorry, ist Deine eigene Schuld. Offensichtlich bist Du nicht grad bestens informiert Katzenhalter geworden. Seis drum, jetzt muss Schadensbegrenzung erfolgen. Dazu gehört, das arme Tier nicht in dem Käfig einzusperren sondern Dich der Probleme ernsthaft anzunehmen und auch auf die hier gegebenen Ratschläge (mit einer Ausnahme...) zu hören. Kannst Du es nicht, ist der Kater besser dran, wenn Du ihn abgibst. Dann hat er die Chance, in eine Familie zu kommen, die sich dem Problem gewachsen fühlt und auch ausreichend Kenntnisse und Verständnis für den Kater besitzt. Ist nicht bös gemeint, aber Du bist ganz offensichtlich hoffnungslos überfordert und die momentane Situation ist für beide Parteien (Mensch und Tier) untragbar.
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #5
Und wieder einmal rate ich dazu, den Beitrag von Felice schlicht zu ignorieren *sorry*. Aber jemand, der auf Probleme derart reagiert, sollte vielleicht besser keine Ratschläge geben :roll:

würde ich gern unterschreiben!

ich finde unglaublich eine katze zu schlagen oder sie wegzusperren - nochmal: unglaublich und unfassbar!

ist diese anfrage wirklich echt, oder erlaubt sich hier jemand nen scherz?
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #6
Auf die Gefahr hin, es mir als Neuling gleich erst mal mit manchen Forenmitgliedern zu verscherzen:

Wenn ein Kater sich ernsthaft im Arm verbeißt, ist es absolut legitim, nicht nach dem Telefonhörer zu greifen und Bachblüten zu bestellen, sondern das angreifende Tier mit einem gewaltigen und notfalls auch gewalttätigen Anraunzer zu stoppen.

Eine Katze versteht Katzensprache.
Und das heißt auch, dass ein gewalttätiger Angriff mit Gewalt abgewehrt wird - wer zwei Katzen hat, dürfte das schon einmal gesehen haben. Dass es dabei nicht darum geht, das schwächere Tier zu "verkloppen" liegt für jeden mit Menschen- und Katzenverstand auf der Hand.


Der Punkt ist, dass Gewalt keine Standardoption und schon gar nicht zur Basis für die Beziehung zwischen Mensch und Tier werden darf. (Und zwar von keiner Seite!)
Insofern stimme ich den Beiträgen zu, in denen gesagt wird, dass das gestörte Verhältnis vom Stärkeren, nämlich vom Menschen, wieder ins Lot gebracht werden muss. Grundvoraussetzung:

Hab keine Angst vor Deinem Kater.

Er wird es spüren, wenn Du Angst hast, und das zu Recht als Schwäche auslegen. Katzen denken hierarchisch, das heißt: der Stärkere bestimmt, der Schwächere gibt nach/folgt.

Du bist definitiv der stärkere Part. Das musst Du ihm zeigen. Und zwar nicht mit Gewalt, sondern mit klaren Grenzen. Fauch ihn an, wenn er etwas tut, das Dir nicht gefällt. Belohne ihn mit Liebe und Leckerlies, wenn er etwas tut, das Dir gefällt. Konditionierung und Geduld sind gefragt. Wenn Du Letzteres nicht hast, solltest Du das Tier lieber so schnell wie möglich weggeben. Ansonsten stell Dich auf einen Prozess des Lehrens und Lernens ein, der durchaus seine Zeit dauern kann, aber absolut notwendig ist, wenn Du das Katerchen behalten willst.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen. :smile:
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #7
An einen scherz glaube ich da nicht!
Solche Katzen gibt es wirklich,die mal nett und dann von einem auf den anderen Moment sich zur Bestie entwickeln!
In diesem Fall glaube ich das der Kater extrem viel Aufmerksamkeit braucht und keinen Hasenkäfig oder mit den Hausschuhen schläge,das ist der falsche weg,da wird es nur noch schlimmer!
Eine zweite Katze wäre auch nicht schlecht,aber die müste einen starken charakter haben,aber da hätte ich persönlich bedenken das es heftige Machtkämpfe geben würde!
Mein Fazit...viel Beschäftigung und spielchen und schauen das er ein bißchen ausgepowert ist und wenn er wieder anfängt zu beißen ein lautes nein und ignorieren und stehen lassen bis er wieder Normal ist!Aber wegsperren und schlagen...da macht man es schlimmer!
Aber es kann auch wirklich nur sein das er einen Kumpel braucht,das er nicht so alleine ist wenn Du arbeiten bist und sich alle Probleme sich von alleine lösen!
Viel Glück!
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #8
Prinzipiell:
Warum eigentlich keine ganz junge Katze? Die genießt in gewissem Umfang "Kätzchenschutz" und ist soviel schwächer, dass sie den Aggro-Kater zwar auf Trab hält, aber nicht zu Gewalt animiert.

Speziell:
In diesem speziellen Fall würde ich keine zweite Katze empfehlen. Offensichtlich ist die Halterin schon mit der ersten slightly überfordert; das ist das vorrangige Problem und das bliebe es auch mit einem zweiten Kätzchen.
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #10
Prinzipiell:
Warum eigentlich keine ganz junge Katze? Die genießt in gewissem Umfang "Kätzchenschutz" und ist soviel schwächer, dass sie den Aggro-Kater zwar auf Trab hält, aber nicht zu Gewalt animiert.

das stimmt leider nicht, Welpenschutz kennen Katzen nicht, außer eine Katzenmutter, für die Dauer der Aufzucht.
Für alle anderen Katzen ist ein Jungtier nichts anderes als auch eine fremde Katze, und sie kann da schon recht böse reagieren
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #11
Ich kann nicht mehr klar denken, bin nur noch am heulen und wünsche mir eine bessere Lösung für ihn, als ihn einfach einschläfern zu lassen, denn körperlich scheint er ja gesund zu sein.

Wer kann mir helfen??????

Da Du selbst schreibst, dass Du nicht mehr klar denken kannst, hoffe ich sehr stark, dass das nur ein unüberlegter Gedanke war, den Du nicht weiter verfolgst. Wenn es überhaupt nicht mehr geht, Du kein Vertrauen mehr hast, gib ihn wieder ab. Dass er jetzt sein Dasein in einem Kaninchenkäfig fristen soll, macht ihn auch nicht friedlicher. Auf diesem engen Raum hat der Kerl ja überhaupt keinen Platz, um seine Energie loszuwerden.

Und um nochmals auf Felice's Beitrag zurückzukommen. Meine beiden wurden vom Tierschutz auch aus schlechter Haltung geholt. 40 Katzen in einem Zimmer, da dürfte der Überlebenskampf auch kein Zuckerschlecken gewesen sein. Aber keiner ist aggresiv, beißt oder kratzt. Wenn sie sich abreagieren wollen, jagen sie sich gegenseitig durch die Wohnung. Aber alles in normalem Rahmen. Blut ist noch nie geflossen.
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #12
Und wieder einmal rate ich dazu, den Beitrag von Felice schlicht zu ignorieren *sorry*. Aber jemand, der auf Probleme derart reagiert, sollte vielleicht besser keine Ratschläge geben :roll:
Also das ist ja nun total daneben. Sorry, aber so was sagt man nicht. Wenn du anderer Meinung bist, steht es dir doch frei dich mit dem besagten Beitrag auseinanderzusetzen. Aber allgemeine Aufrufe zum Ignorieren sind absolut intolerant und gehören keinesfalls in ein Diskussionsforum.

@MeinPeppino
Also ich denke nicht das du Angst vor deinen Kater haben musst. Meines Erachtens zeigt er lediglich normales Katzenverhalten, jedenfalls wenn man gewisse Umstände berücksichtigt. Ganz allgemein möchte ich sagen, das nunmal keine Katze wie die andere ist. So wie es ruhige, zurückhaltende, schüchterne, verspielte und verschmuste Katzen gibt, so gibt es auch Draufgänger, Raufbolde und regelrechte Machos. Dazu kommt noch, das die Katzensprache, die fast ausschliesslich aus Körperhaltung und Mimik besteht, sich komplett von der menschlichen Art zu kommunizieren unterscheidet. Viele Probleme in der Katzenhaltung basieren nicht zuletzt auf eine Unkenntnis der Katzensprache. Ich schliesse mich diesbezüglich dem Beitrag von MadMoiselle voll und ganz an.

Ich hatte solch eine Wut auf diese Frau, aber das Tier tat mir so leid (er war damals ca. 11 Wochen alt), so nahm ich es kurze Zeit später bei mir auf.
Gehe ich Recht in der Annahme, das Pepper bereits zu diesen Zeitpunkt nicht mehr von der Mutterkatze erzogen wurde? Das würde einiges erklären. Wir haben hier mit Floyd ein ganz ähnliches Problem und das was du schreibst habe ich schon hunderte male erlebt. Ich weiss wirklich ganz genau wovon du schreibst. Ich denke, das Problem ist, das Pepper halt niemals gelernt hat, das es auch Grenzen gibt. Er hatte bisher einfach noch niemanden der ihm mal in seine Schranken weist. Normalerweise macht das einerseits die Mutter, die ihren Kitten auch schon mal äusserst unsanft erklärt das etwas nicht geht. Und andererseits lernen Kitten auch von ihren Geschwistern, den Umgang untereinander. Das ist ja auch der Hauptgrund weshalb überall zu lesen ist, das man Katze nicht vor der 12. Lebenswoche von der Mutter und den Geschwistern trennen sollte. Bei Katzen wie Floyd oder Pepper muss man sich dementsprechend auf diese Sache einstellen.

Zuhause angekommen wollte ich ihn noch von der Leine befreien, aber er hatte da gar keine Zeit dafür, er wollte hinter zu seinem Futter. Ich hab ihn hoch, setzte ihn auf einer Bank im Hausflur ab und leinte ihn ab, als er von der Bank runter hüpfte sprang er plötzlich an mir hoch und biss mit voller Kraft in meinen Arm, ich schrie “nein!” und er biss noch zweimal mit voller Kraft zu. Ich war mehr als geschockt, weil er in Angriffslaune weiter vor mir stand musste ich alleine zum eigenen Schutz was unternehmen und so habe ich ihm mit einem Hausschuh einen kräftigen Schlag verpasst.
Also für mich sieht es ganz danach aus das Pepper erstens trotz aller Bemühungen nicht ausgelastet ist und das er zweitens ganz einfach ein akutes Dominanz- bzw. Autoritätsproblem hat. Wie ich schon sagte, Floyd ist fast genauso. Das heisst, inzwischen geht es schon wesentlich besser mit ihm. Der Schlag mit dem Hausschuh war zwar sicher nicht optimal, aber in dieser Situation sicher durchaus nachvollziehbar und ich glaube, das der Kater sicher auch kein Trauma davontragen wird. Eher im Gegenteil. Ich hatte Floyd auch schon in seiner ganzen Länge an meinen Arm, in solchen Situationen hilft leider kein *Aua*, *NEIN* oder höfliche Bitten. Da hilft nur beherztes Zupacken. Je schneller und fester destob besser ist es für beide.

Ich denke du solltest dich mal intensiv mit der Katzensprache beschäftigen. Wenn du in Zukunft spürst das Pepper mal wieder den Macho spielt solltest du ihn von Anfang an in die Schranken weisen, bsw. indem du ihn tief in die Augen schaust, so lange bis er als erster wegsieht (das ist ganz wichtig). Ausserdem solltest du schon mal üben wie man richtig faucht. Mag vielleicht albern klingen aber Floyd versteht mein Fauchen durchaus und weiss das die Situation ernst ist und er sich zurückhalten muss. Wenn er richtig in Fahrt ist kannst du ihn auch für einige Minuten bis zu einer halben Stunde in einen Raum sperren um ihn erst mal wieder zur Ruhe kommen zu lassen. Vorallen solltest du nicht vergessen, dass es Pepper auch gar nicht anders erwartet. Du brauchst also keine Angst haben, das Pepper in Zukunft nicht mehr zu dir zum schmusen kommt oder das Vertrauensverhältnis gestört ist. Eher dürfte dann das Gegenteil der Fall sein. Man sagt zwar gemeinhin das sich Katzen nicht erziehen liessen, aber das stimmt eigentlich nicht. Man kann Katzen durchaus erziehen, nur muss man eben genau wissen wie.

Er hat meine Mutter sehr schlimm verletzt und ich beobachtete ihn ganz genau, suchte Hilfe bei anderen Katzenbesitzern und irgendjemand gab mir den Tipp laut zu fauchen, wenn er etwas tut, was ich nicht möchte und Peppi kam auf mich zu, ich konnte die Situation nicht einschätzen, weil ich dem Tier nicht mehr vertraue. Ich fauchte, als er mir für meine Gefühle zu nah kam und er biss mich daraufhin mit voller Kraft in`s Schienbein, bis Blut floss.
Vorallen solltest du dringend an dir arbeiten und deine Angst abbauen. Dein Kater ist meiner Meinung einfach machomässig drauf und da er sonst niemand hat an dem er seine Aggressionen abbauen kann, bist eben du an der Reihe. Bei uns ist es Salem der als "Gegner" herhalten muss und sich täglich mit Floyd Prügeleien liefert. Ich denke, du solltest dich zumindest mal mit dem Gedanken vertraut machen, einen zweiten Kater zu holen. Auch wenn es sicher nicht einfach sein wird, den richtigen zu finden. Wenn ich vorstelle das Floyd nicht Salem hätte, wäre er mit Sicherheit nicht zu ertragen.
Ich liebe dieses Tier über alles, aber ich kann ihm nie wieder vertrauen. Ich traue mir nicht zu, ihn zu therapieren.
Also eigentlich hat das gar nichts mit Therapie zu tun. Das ist eher so ähnlich wie bei der Hunderziehung, einen Hund tut man auch nichts Gutes indem man ihn permanent mit Samthandschuhen anfasst und ihm ansonsten alles durchgehen lässt. Du solltest in Zukunft viel strenger mit ihm sein. Und das Wichtigste ... du darfst keine Angst zeigen.

Sorry, wenn es etwas lang geworden ist. :oops:
 
  • Kater flippt total aus, wie im Horrorfilm ... Beitrag #13
Edit, weil themenfremde Diskussion
 
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