Und wieder einmal rate ich dazu, den Beitrag von Felice schlicht zu ignorieren *sorry*. Aber jemand, der auf Probleme derart reagiert, sollte vielleicht besser keine Ratschläge geben :roll:
Also das ist ja nun total daneben. Sorry, aber so was sagt man nicht. Wenn du anderer Meinung bist, steht es dir doch frei dich mit dem besagten Beitrag auseinanderzusetzen. Aber allgemeine Aufrufe zum Ignorieren sind absolut intolerant und gehören keinesfalls in ein Diskussionsforum.
@MeinPeppino
Also ich denke nicht das du Angst vor deinen Kater haben musst. Meines Erachtens zeigt er lediglich normales Katzenverhalten, jedenfalls wenn man gewisse Umstände berücksichtigt. Ganz allgemein möchte ich sagen, das nunmal keine Katze wie die andere ist. So wie es ruhige, zurückhaltende, schüchterne, verspielte und verschmuste Katzen gibt, so gibt es auch Draufgänger, Raufbolde und regelrechte Machos. Dazu kommt noch, das die Katzensprache, die fast ausschliesslich aus Körperhaltung und Mimik besteht, sich komplett von der menschlichen Art zu kommunizieren unterscheidet. Viele Probleme in der Katzenhaltung basieren nicht zuletzt auf eine Unkenntnis der Katzensprache. Ich schliesse mich diesbezüglich dem Beitrag von MadMoiselle voll und ganz an.
Ich hatte solch eine Wut auf diese Frau, aber das Tier tat mir so leid (er war damals ca. 11 Wochen alt), so nahm ich es kurze Zeit später bei mir auf.
Gehe ich Recht in der Annahme, das Pepper bereits zu diesen Zeitpunkt nicht mehr von der Mutterkatze erzogen wurde? Das würde einiges erklären. Wir haben hier mit Floyd ein ganz ähnliches Problem und das was du schreibst habe ich schon hunderte male erlebt. Ich weiss wirklich ganz genau wovon du schreibst. Ich denke, das Problem ist, das Pepper halt niemals gelernt hat, das es auch Grenzen gibt. Er hatte bisher einfach noch niemanden der ihm mal in seine Schranken weist. Normalerweise macht das einerseits die Mutter, die ihren Kitten auch schon mal äusserst unsanft erklärt das etwas nicht geht. Und andererseits lernen Kitten auch von ihren Geschwistern, den Umgang untereinander. Das ist ja auch der Hauptgrund weshalb überall zu lesen ist, das man Katze nicht vor der 12. Lebenswoche von der Mutter und den Geschwistern trennen sollte. Bei Katzen wie Floyd oder Pepper muss man sich dementsprechend auf diese Sache einstellen.
Zuhause angekommen wollte ich ihn noch von der Leine befreien, aber er hatte da gar keine Zeit dafür, er wollte hinter zu seinem Futter. Ich hab ihn hoch, setzte ihn auf einer Bank im Hausflur ab und leinte ihn ab, als er von der Bank runter hüpfte sprang er plötzlich an mir hoch und biss mit voller Kraft in meinen Arm, ich schrie “nein!” und er biss noch zweimal mit voller Kraft zu. Ich war mehr als geschockt, weil er in Angriffslaune weiter vor mir stand musste ich alleine zum eigenen Schutz was unternehmen und so habe ich ihm mit einem Hausschuh einen kräftigen Schlag verpasst.
Also für mich sieht es ganz danach aus das Pepper erstens trotz aller Bemühungen nicht ausgelastet ist und das er zweitens ganz einfach ein akutes Dominanz- bzw. Autoritätsproblem hat. Wie ich schon sagte, Floyd ist fast genauso. Das heisst, inzwischen geht es schon wesentlich besser mit ihm. Der Schlag mit dem Hausschuh war zwar sicher nicht optimal, aber in dieser Situation sicher durchaus nachvollziehbar und ich glaube, das der Kater sicher auch kein Trauma davontragen wird. Eher im Gegenteil. Ich hatte Floyd auch schon in seiner ganzen Länge an meinen Arm, in solchen Situationen hilft leider kein *Aua*, *NEIN* oder höfliche Bitten. Da hilft nur beherztes Zupacken. Je schneller und fester destob besser ist es für beide.
Ich denke du solltest dich mal intensiv mit der Katzensprache beschäftigen. Wenn du in Zukunft spürst das Pepper mal wieder den Macho spielt solltest du ihn von Anfang an in die Schranken weisen, bsw. indem du ihn tief in die Augen schaust, so lange bis er als erster wegsieht (das ist ganz wichtig). Ausserdem solltest du schon mal üben wie man richtig faucht. Mag vielleicht albern klingen aber Floyd versteht mein Fauchen durchaus und weiss das die Situation ernst ist und er sich zurückhalten muss. Wenn er richtig in Fahrt ist kannst du ihn auch für einige Minuten bis zu einer halben Stunde in einen Raum sperren um ihn erst mal wieder zur Ruhe kommen zu lassen. Vorallen solltest du nicht vergessen, dass es Pepper auch gar nicht anders erwartet. Du brauchst also keine Angst haben, das Pepper in Zukunft nicht mehr zu dir zum schmusen kommt oder das Vertrauensverhältnis gestört ist. Eher dürfte dann das Gegenteil der Fall sein. Man sagt zwar gemeinhin das sich Katzen nicht erziehen liessen, aber das stimmt eigentlich nicht. Man kann Katzen durchaus erziehen, nur muss man eben genau wissen wie.
Er hat meine Mutter sehr schlimm verletzt und ich beobachtete ihn ganz genau, suchte Hilfe bei anderen Katzenbesitzern und irgendjemand gab mir den Tipp laut zu fauchen, wenn er etwas tut, was ich nicht möchte und Peppi kam auf mich zu, ich konnte die Situation nicht einschätzen, weil ich dem Tier nicht mehr vertraue. Ich fauchte, als er mir für meine Gefühle zu nah kam und er biss mich daraufhin mit voller Kraft in`s Schienbein, bis Blut floss.
Vorallen solltest du dringend an dir arbeiten und deine Angst abbauen. Dein Kater ist meiner Meinung einfach machomässig drauf und da er sonst niemand hat an dem er seine Aggressionen abbauen kann, bist eben du an der Reihe. Bei uns ist es Salem der als "Gegner" herhalten muss und sich täglich mit Floyd Prügeleien liefert. Ich denke, du solltest dich zumindest mal mit dem Gedanken vertraut machen, einen zweiten Kater zu holen. Auch wenn es sicher nicht einfach sein wird, den richtigen zu finden. Wenn ich vorstelle das Floyd nicht Salem hätte, wäre er mit Sicherheit nicht zu ertragen.
Ich liebe dieses Tier über alles, aber ich kann ihm nie wieder vertrauen. Ich traue mir nicht zu, ihn zu therapieren.
Also eigentlich hat das gar nichts mit Therapie zu tun. Das ist eher so ähnlich wie bei der Hunderziehung, einen Hund tut man auch nichts Gutes indem man ihn permanent mit Samthandschuhen anfasst und ihm ansonsten alles durchgehen lässt. Du solltest in Zukunft viel strenger mit ihm sein. Und das Wichtigste ... du darfst keine Angst zeigen.
Sorry, wenn es etwas lang geworden ist.
